Volvo 940 das Richtige?
Moin,
ich kann es noch gar nicht ganz glauben, aber ich habe meinen V70 verkauft.
Zuletzt störte mich zunehmend das "Moderne" an dem Auto. Vieles war durch
Plastikteile bzw. Stöpsel etc. verbunden und es war mir zu viel Elektronik.
Aber es war trotz alledem ein großartiges Auto, das mich 15 Jahre begleitet hat und
über knapp 362.000 Km!
Eigentlich möchte ich es jetzt eine zeitlang ohne Auto probieren, aber mir ist gerade
ein 940 aufgefallen, der es mir angetan hat. Aber, ist der Wagen das Richtige für mich?
Ich suche etwas großes, solides, was viele Aufgaben stemmen kann, an dem ich theoretisch
alles selbst erledigen kann... Eigentlich sollte der nächste kein Volvo werden, aber ich bin
mit Volvo aufgewachsen und der Marke unglaublich verbunden. Also wieso der blöde Gedanke
etwas anderes zu fahren? Ich weiß es nicht mehr...
Mein Vater hat noch einen 240er. Aber den Wagen habe ich bisher sehr wenig bewegt und
doch finde ich den Wagen faszinierend (ich habe ihm den ja auch gekauft 🙂 ).
Von daher weiß ich um die Robustheit der guten Volvos.
Also jetzt die Frage, kann mich ein 940 glücklich machen?
Wenn ich einen ordentlichen finde ist er dann täglich ein guter zuverlässiger Begleiter der
mir durch dick und dünn folgt?
Vielleicht finde ich hier ja Antworten! 🙂
Zurzeit bin ich einfach verunsichert, was ich als nächstes Auto haben möchte. Aber wenn
ich mich nicht komplett verändert habe, dann kommt eigentlich nur ein Volvo in Frage!
Sonst überlege ich noch: Vw Bus (T3 oder T4), Land Rover Defender, alter günstiger Passat...
Wünsche allen frohe Weihnachten,
grfrei
Beste Antwort im Thema
Was wäre denn Deine Schlussfolgerung? Ich bin Soziolog und Ökonom, führe eine sehr detaillierte Kostenstatistik für meine Autos. Sämtliche Kosten, Kauf/Wertverlust, Treib- und Schmierstoffe, Steuern und Abgaben, Versicherung, Geld für die Waschanlage und Strassenzölle - alles inklusive. Da kommen etwa folgende Zahlen bei raus, pro Kilometer, hier in Norwegen (Kosteniveau ca 30-140% über Dtl, abhängig vom Thema):
1971 Volvo 145 - 15311km: 2,88kr/km - 0,3€/km
1996 Nissan Primera - 22760km: 2,92kr/km - 0,3€/km
1993 Volvo 245 - 15542km: 3,94kr/km - 0,41€/km
2002 Honda Stream - 33803km: 2,93kr/km (bei angenommenem Restwert 40k kr) - 0,3€/km
2002 Toyota Camry - 27405km: 2,09kr/km (ohne Kauf/Restwert) - 0,22€/km
Die Fahrzeuge liegen alle ziemlich dicht beieinander. In Norwegen erwartet man, dass ein mittelalter Gebrauchtwagen (<10 Jahre) ca 4kr/km kostet, ein Neuwagen etwa 7-8kr/km. Ich komme mit meiner Strategie also recht billig raus. Treibstoff ist ein grosser Kostenpunkt, aber nicht alles - beim Honda, den ich momentan mit "mittels viel Freude"* bewege, kostet Benzin mich ziemlich genau 1kr/km, und die recht hohen Werkstattkosten des Autos liegen auch bei fast 1kr/km. Der 93er 245 war ein schlechter Kauf, ein altes Auto mit hohem Wartungsstau, das ich quasi im Reflex kaufte, als der Citroën sich als absolut untauglich für unsere Auffahrt herausstellte (siehe Signatur).
Meine Autotheorie ist eigentlich folgende: Kaufe, wenn die Wertverlustkurve an "Gefälle" verliert (ca 10-12 Jahre alt), und fahre, bis ein horrender Kostenpunkt auftaucht. Dann verscherbeln. 😁
* als klar wurde, dass wir einen Siebensitzer brauchen/wollen, war mein unmittelbarer Vorschlag selbstredend ein 264 TE. Der würde den "Winkel" unserer Auffahrt oben aber nicht überleben, also war ich auf der Jagd nach einem 940 mit Kofferraumsitzen. Die gibt es noch reichlich, teilweise in recht gutem Stand, werden allerdings hier zu absurden Preisen gehandelt. Preislich liegen die auf dem Niveau eines 6-8 Jahre jüngeren Honda oder Toyota, oder eines 5-8 Jahre alten entsprechenden VW oder Opel.
Lieb Gruss
Oli
edit: Habe hier das Thema "Kilometerkosten" in einen eigenen Thread exportiert. 🙂
44 Antworten
Ich glaube, ich werde wohl auch noch den einen oder anderen Starrachsler fahren. Die Dinger saufen zwar fast ausnahmslos, und die Fahrleistungen sind überschaubar, aber das Fahrgefühl ist einfach geil... 😁
Kommt eben darauf an, was Du machen willst, aber kurz gesagt: Ich mach auch einiges mit meinem 240 und er hat mir schon vieles verziehen. Wenn man etwas vorsichtig mit den Autos umgeht, hat man auch lange daran. Es ist eben zu beachten, dass der Verbrauch nicht niedrig ist und man bereit sein muss etwas für das Auto zu tun. Auf Rost sollte man zwar achten, aber wenn kommt er nur an bestimmten Stellen vor (bei meinem 240 z.B. nur Heckklappe um die Heckscheibe und den Scheibenwischer).Aber wenn man damit klar kommt dann ist das ein zuverlässiger Begleiter der, wenn man ihm etwas Liebe schenkt, auch lange hält. Ich fahr zwar keinen 900er aber ist ja am Ende auch nur der Enkel meines 240 und was man so hört und durch meine Erfahrungen denke ich, dass da nicht viel schief gehen sollte. Ich habe meinen 240 auch eine Zeit lang als einziges Auto genutzt und was soll man sagen.......er war auch nicht besser oder schlechter als ein "normaler" Alltagskombi. Ich würde jeder Zeit wieder einen kaufen 🙂 .
Gruß René
Ich fahre 240 und 940 im Alltag. Der 2er ist mit Saugmotor ein echter Entschleuniger, was man auch positiv sehen kann. Beide sind jedenfalls uneingeschränkt alltagstauglich.
Na Kinners, dann kalkuliert doch mal die Gesamtkosten 7er oder 9er übers Jahr versus moderne "Spritsparer". Ihr werdet euch die Augen reiben...
Elchopa
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Zitat:
@sulphur schrieb am 3. Januar 2016 um 14:33:58 Uhr:
Na Kinners, dann kalkuliert doch mal die Gesamtkosten 7er oder 9er übers Jahr versus moderne "Spritsparer". Ihr werdet euch die Augen reiben...Elchopa
Ist natürlich ganz klar, aber wenn jemand so ein Auto unbedingt im Alltag bewegen will und sich den Kosten bewusst ist......warum nicht ? Ich habe wie gesagt meinen 240 auch über 1 Jahr als einziges Auto für den Alltag genutzt und der gesamte Unterhalt war ehrlich gesagt nicht extrem viel teurer als der meines Mondeo's. Klar muss man bedenken, dass das Auto Liebe braucht, die auch Geld kostet, aber wenn es einmal viel Liebe bekommen hat, hat man auch eine Zeit lang Ruhe. kann man also durchaus machen, wenn man wie gesagt, die Kosten tragen kann und will. 🙂
Gruß
René
Zitat:
@volvo240gl schrieb am 3. Januar 2016 um 17:48:46 Uhr:
Ist natürlich ganz klar, aber wenn jemand so ein Auto unbedingt im Alltag bewegen will und sich den Kosten bewusst ist......warum nicht ? Ich habe wie gesagt meinen 240 auch über 1 Jahr als einziges Auto für den Alltag genutzt und der gesamte Unterhalt war ehrlich gesagt nicht extrem viel teurer als der meines Mondeo's. Klar muss man bedenken, dass das Auto Liebe braucht, die auch Geld kostet, aber wenn es einmal viel Liebe bekommen hat, hat man auch eine Zeit lang Ruhe. Kann man also durchaus machen, wenn man wie gesagt, die Kosten tragen kann und will. 🙂Zitat:
@sulphur schrieb am 3. Januar 2016 um 14:33:58 Uhr:
Na Kinners, dann kalkuliert doch mal die Gesamtkosten 7er oder 9er übers Jahr versus moderne "Spritsparer". Ihr werdet euch die Augen reiben...Elchopa
Gruß
René
Zitat:
@volvo240gl schrieb am 3. Januar 2016 um 17:49:33 Uhr:
Zitat:
@volvo240gl schrieb am 3. Januar 2016 um 17:48:46 Uhr:
Ist natürlich ganz klar, aber wenn jemand so ein Auto unbedingt im Alltag bewegen will und sich den Kosten bewusst ist......warum nicht ? Ich habe wie gesagt meinen 240 auch über 1 Jahr als einziges Auto für den Alltag genutzt und der gesamte Unterhalt war ehrlich gesagt nicht extrem viel teurer als der meines Mondeo's. Klar muss man bedenken, dass das Auto Liebe braucht, die auch Geld kostet, aber wenn es einmal viel Liebe bekommen hat, hat man auch eine Zeit lang Ruhe. Kann man also durchaus machen, wenn man wie gesagt, die Kosten tragen kann und will. 🙂
Gruß
René
Was wäre denn Deine Schlussfolgerung? Ich bin Soziolog und Ökonom, führe eine sehr detaillierte Kostenstatistik für meine Autos. Sämtliche Kosten, Kauf/Wertverlust, Treib- und Schmierstoffe, Steuern und Abgaben, Versicherung, Geld für die Waschanlage und Strassenzölle - alles inklusive. Da kommen etwa folgende Zahlen bei raus, pro Kilometer, hier in Norwegen (Kosteniveau ca 30-140% über Dtl, abhängig vom Thema):
1971 Volvo 145 - 15311km: 2,88kr/km - 0,3€/km
1996 Nissan Primera - 22760km: 2,92kr/km - 0,3€/km
1993 Volvo 245 - 15542km: 3,94kr/km - 0,41€/km
2002 Honda Stream - 33803km: 2,93kr/km (bei angenommenem Restwert 40k kr) - 0,3€/km
2002 Toyota Camry - 27405km: 2,09kr/km (ohne Kauf/Restwert) - 0,22€/km
Die Fahrzeuge liegen alle ziemlich dicht beieinander. In Norwegen erwartet man, dass ein mittelalter Gebrauchtwagen (<10 Jahre) ca 4kr/km kostet, ein Neuwagen etwa 7-8kr/km. Ich komme mit meiner Strategie also recht billig raus. Treibstoff ist ein grosser Kostenpunkt, aber nicht alles - beim Honda, den ich momentan mit "mittels viel Freude"* bewege, kostet Benzin mich ziemlich genau 1kr/km, und die recht hohen Werkstattkosten des Autos liegen auch bei fast 1kr/km. Der 93er 245 war ein schlechter Kauf, ein altes Auto mit hohem Wartungsstau, das ich quasi im Reflex kaufte, als der Citroën sich als absolut untauglich für unsere Auffahrt herausstellte (siehe Signatur).
Meine Autotheorie ist eigentlich folgende: Kaufe, wenn die Wertverlustkurve an "Gefälle" verliert (ca 10-12 Jahre alt), und fahre, bis ein horrender Kostenpunkt auftaucht. Dann verscherbeln. 😁
* als klar wurde, dass wir einen Siebensitzer brauchen/wollen, war mein unmittelbarer Vorschlag selbstredend ein 264 TE. Der würde den "Winkel" unserer Auffahrt oben aber nicht überleben, also war ich auf der Jagd nach einem 940 mit Kofferraumsitzen. Die gibt es noch reichlich, teilweise in recht gutem Stand, werden allerdings hier zu absurden Preisen gehandelt. Preislich liegen die auf dem Niveau eines 6-8 Jahre jüngeren Honda oder Toyota, oder eines 5-8 Jahre alten entsprechenden VW oder Opel.
Lieb Gruss
Oli
edit: Habe hier das Thema "Kilometerkosten" in einen eigenen Thread exportiert. 🙂
Ist keine so schlechte Theorie nach 10-12 Jahren kaufen... Ist ein wirklich schwieriges Thema, das auch vom techn. Verständnis des Besitzers stark abhängig. Jemand der seine Fahrzeuge ohne Rücksicht abreitet wird irgendwann vor einer irreparablen Ruine stehen. Wer nahtlos wartet steht auf alle Fälle besser da. Sicherlich habe ich leicht reden und meine Kosten sind auf die Ersatzteile reduziert, was auch bedingt, dass ich in aller Regel OE-Teile einbaue.
Somit sind meine Kosten nicht vergleichbar.
Was Reparaturzeiten und Wartungsfreundlichkeit angeht, schlagen die Heckschleudern den Frontantrieb um Längen.
Elchopa
Das stimmt, ja. Ich hatte meinen Passat 35i für ein sehr wartungs- und reparaturfreundliches Auto gehalten, bis der 745 kam, für den man eigentlich nur Hammer und Brechstange braucht... 😁
Der 850 war noch mal ein Stück komplexer, als der Passat, trotzdem war er geil.
Na ja Hammer und Brechstange...😉. Ventile einstellen oder den guten alten overgeilen Overdrive zerlegen oder das Heizungsventil tauschen hihi.
Wer schrauben kann der hat auch mit nem 850er null Probleme...wird aber so manches Mal ordentlich Fluchen, was die Erreichbarkeit von Teilen betrifft. Sagen wir mal Anlasser. Von der Kupplung ganz zu schweigen. Ich persönlich bin dazu übergegangen den Motor komplett rauszuschmeißen und dann alles zu machen (beim 850). Ist halt ein wenig mehr Zeitaufwand als eine Kupplung beim Heckantrieb. Aber wenn ich es recht bedenke halten Kupplungen in meinen Kisten locker 300.000 egal ob Front- oder Heckschleuder.
Elchopa
Das ist ja ziemlich genau die Laufleistung, die die meisten Elche inzwischen haben... 😁
Beim 850 die Ölfalle machen zu müssen, ist schon etwas für einen, der sich mit dem Hammer kämmt, der Rest geht eigentlich einigermaßen. OK, um an die Kerzen zu kommen, muss oben der Deckel ab, aber das ist halt bei den meisten DOHC-Motoren der Fall.
Ich will mir ja im Frühjahr wieder mal ein neues Auto holen, Zur Zeit schwanke ich tatsächlich zwischen allen Großelchen zwischen 2 und 9, abgesehen vom 960. Ich fand meinen 855 richtig geil, weil extrem leise, sehr komfortabel und trotz deutlich besserer Fahrleistung spürbar niedrigerem Verbrauch. Einen 2.5 10V unter 9 Litern zu fahren, ist kein Problem, mit gemütlicher BAB- und Landstraßenfahrt geht sogar unter 8. Wenn ich nicht in einem Ballungsgebiet wohnen würde, wäre ich wahrscheinlich immer so günstig, aber hier ist ja ständig Geknubbel und Stadtverkehr angesagt...
Dann mach das so wie ich. Nach 300.00 den Motor komplett mit Getriebe raus und alles machen und dann die nachsten 300.000 angehen. 850er fahren mit Gasanlage ist auch eine saugeile Philosophie. Wie gesagt in meiner Elchherde tummelt sich so einiges.
Gruß
elchopa
Der 940 ist ein tolles Auto 🙂 Herzlichen Glückwunsch, der einen hat oder der in den Genuss gekommen ist, einen zu erhalten... 🙂
Dank BSR Tuning liegt der Verbrauch im erträglichen....ca. 9,0 bis 9,5 Liter.....
Mit vollbeladenem Anhänger auch gerne etwas mehr, so um die 20 Liter.....auf ein Tankstopp nach so um die 350 km sollte man sich auf jeden Fall einstellen......
Solide, robust, treu.....was will man mehr ????
Schade, dass er nicht mehr gebaut wird.....