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Verschiedene Reifengroessen in verschiedenen Fahrzeugklassen trotz gleicher Felgengroesse - warum?

Themenstarteram 22. April 2018 um 9:39

Bei Kompakt und Mittelklasse-Fahrzeugen ist ja 195x65 R15 eine gaengige Reifengroesse, warum ist bei Kleinwagen ala Opel Corsa oder Polo die Standardgroesse oft eine andere, z.B. 185x60 R15 obwohl die Felgen gleich gross sind, z.B. 15x6. Wegen der Tacho-Abweichung kann man da meine ich auch nicht einfach nach Belieben die Groessen wechseln, aber was spraeche dagegen die 195x65 R15 auch auf einem Kleinwagen zu fahren und die Groessen insgesamt zu standardisieren, welchen Sinn machen die vielen Reifengroessen fuer jeweils die selbe Zollgroesse?

Beste Antwort im Thema

Das liegt daran, dass besonders europäische OEMs den Begriff der Standardisierung nur bei der Ermittlung der Lohnkosten kennen.

Was vielen unter uns als Beutelschneiderei erscheint, weil Räder nicht mehr von einer Modellreihe auf eine andere portiert werden können, ist eigentlich ein logistisches Desaster für den OEM.

Aber das wurde in den Management-Etagen bisher nicht begriffen, da beschäftigt man sich lieber mit anderen Dingen.

Einsparpotentiale durch Standardisierung werden seltener genutzt als Lohndumping über Leiharbeit.

Großes "SORRY" für OT, aber das musste ich mal loswerden ...

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Ja wäre komfortabler. Wobei erwarte da keine Wunder. 195x65 / 185x60 ist ziemlich ähnlich.

Größeres Problem: Andere Reifen die du nicht fahrlässig montierst, also im vollen Bewusstsein das es die falsche Größe ist > nicht nur ein erlöschen der Betriebserlaubnis, sondern könnte auch eine Straftat sein da Vorsatz.

Im Falle eines Unfalls etc.

Zumindest muss der Tacho angepasst & die Reifen beim TÜV eingetragen werden. Dann kannst du das machen :)

Wenn der TÜV zustimmt...

Wird aber der TüV etwas dagegen haben! 3 cm mehr Gummi, sprich größeres Rad, ergibt deutlich mehr Abrollumfang.

Themenstarteram 23. April 2018 um 13:08

Zitat:

@W246User schrieb am 23. April 2018 um 12:47:45 Uhr:

Ja wäre komfortabler. Wobei erwarte da keine Wunder. 195x65 / 185x60 ist ziemlich ähnlich.

Größeres Problem: Andere Reifen die du nicht fahrlässig montierst, also im vollen Bewusstsein das es die falsche Größe ist > nicht nur ein erlöschen der Betriebserlaubnis, sondern könnte auch eine Straftat sein da Vorsatz.

Im Falle eines Unfalls etc.

Zumindest muss der Tacho angepasst & die Reifen beim TÜV eingetragen werden. Dann kannst du das machen :)

Wenn der TÜV zustimmt...

Zitat:

@hjluecke schrieb am 23. April 2018 um 12:56:58 Uhr:

Wird aber der TüV etwas dagegen haben! 3 cm mehr Gummi, sprich größeres Rad, ergibt deutlich mehr Abrollumfang.

TUEV ist klar.

Die Tacho-Anpassung ist wohl weniger das Problem, aber kommt man damit schon in den Bereich wo Karrossie-Arbeiten noetig werden?

Zum Hintergrund der Frage, mein Vater faehrt einen Mevira A, das Auto ist sehr viel unkomfortabler was Fahrbahnunebenheiten angeht als mein Octavia I, zu meiner Verwunderung hat der Mevira tatsaechlich aber einen laengeren Radstand, an der Federung wirds wohl eher nicht liegen, oder doch? Ansonsten bleiben ja nur die Reifen?

Da spielt etwas mehr hinein als Radstand und Reifenflankenhöhe.

Warum ?

Nix mehr Zentralregierung inkl. Wirtschaftsplanung wie in der DDR, da gab's Trabi + Wartburg (und paar Importe) und "gut" (aus deren Sicht) war's.

Lieber kocht eben jede Firma ihr eigenes Süppchen, außer gleicher OBD-Steckdose gibt's da nicht viele Gemeinsamkeiten (mal von konzerninternen Baukasten-Gleichheiten abgesehen).

Ok, freilich könnt man auch mit paar gängigen Standardgrößen auskommen (Reifen UND Felgen, passend für mehrere Hersteller) . . . aber is eben freie Marktwirtschaft . . . und "altes Zeug vom Vorgängerauto aufbrauchen ?", das paßt da nicht so richtig in's Konzept . . . auch wenn immer gern für Ressourcenschonung und gegen Wegwerfmentalität geredet wird . . .

 

Also ich bin froh, daß ich keine von oben verordneten 195/65-15 fahren muß, 205/55-15 gefallen mir da schon besser auf meinem ;-)

Themenstarteram 23. April 2018 um 21:10

Zitat:

@WolfgangN-63 schrieb am 23. April 2018 um 19:33:30 Uhr:

Da spielt etwas mehr hinein als Radstand und Reifenflankenhöhe.

Was denn noch, abgesehen vom Fahrwerk? Der Mevira gilt ja als ausgesprochenes Rentnerauto (nichts fuer ungut), ich glaube kaum, dass der haerter gefedert ist als ein Octavia oder Golf?

Ich kann mich auch noch gut erinnern, als ich meinen Golf III noch hatte, der war sehr viel komfortabler als ein damals neuer Polo V, das kann letztlich auch nur an den Reifen gelegen haben.

Das würde hier zu weit führen, das im Detail zu erläutern.

Folgende Stichworte sollten erst mal genügen:

  • Fahrwerkslayout
  • Federraten, insbesondere bei progressiven Auslegungen
  • Dämpfungsraten
  • Elastizitäten der Gummimetallelemente im Fahrwerk
  • Steifigkeiten der unterschiedlichen Karosseriekörper

Und diese Liste kratzt gerade mal an der Oberfläche.

Themenstarteram 27. April 2018 um 9:16

Zitat:

@WolfgangN-63 schrieb am 24. April 2018 um 18:33:32 Uhr:

Das würde hier zu weit führen, das im Detail zu erläutern.

Folgende Stichworte sollten erst mal genügen:

  • Fahrwerkslayout
  • Federraten, insbesondere bei progressiven Auslegungen
  • Dämpfungsraten
  • Elastizitäten der Gummimetallelemente im Fahrwerk
  • Steifigkeiten der unterschiedlichen Karosseriekörper

Und diese Liste kratzt gerade mal an der Oberfläche.

Ok danke, klingt dann aber letztlich doch als sei das Fahrwerk ausschlaggebend.

Genau genommen ist es die Kombination aus Fahrwerk und Reifen.

Wenn die gezielten Elastizitäten des Fahrwerks mit der Elastizität des Reifens harmonieren, wird der Eindruck komfortabel. Wenn beide Partner "auseinanderlaufen" passt es nicht mehr.

Also zu weicher Reifen (hoher Querschnitt) mit strammem Fahrwerk -> unkomfortabel trotz hohem Querschnitt.

Zu harter Reifen (niedriger Querschnitt) mit weichem (elastischen) Fahrwerk -> unkomfortabel.

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