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Ventilschaftdichtungen

Themenstarteram 7. Oktober 2012 um 8:29

Hallo, Frage an die Spezies.

Die heutigen Motoren haben doch alle die sogenannten Ventilschaftdichtungen.

Da die Ventilschäfte ja auch eine gewisse Schmierung benötigen,wird doch dieser Effekt mit den Dichtungen abgewürgt.

Wie erfolgt nun eine ausreichende Schmierung der Ventile,wenn oben einfach zugemacht wird?

Geht da immer noch ein wenig Öl durch,das fürs Schmieren ausreicht,bzw.wird dort kaum Öl benötigt?

Gruß Jan.

Beste Antwort im Thema

Vermutlich

hat Briggs & Stratton auch keine.

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Zitat:

Geht da immer noch ein wenig Öl durch

yep.

wenn die dichtungen nicht da wären würde der unterdruck im ansaugkanal das öl regelrecht einsaugen.

gut zu erkennen bei alten autos die bei schaltvorgängen eine blaue wolke ausstoßen.

in einzelfällen wird auch auf die dichtungen verzichtet.

Das hängt mit der Materialpaarung zusammen. Grauguss und vor allem Messing/ Bronze haben gute Gleiteigenschaften- auch mal ohne Öl, bzw. sehr geringe Ölmengen. Das Messing oder die Bronze sind natürlich nicht irgendwelche Dreh - und Bohrlegierungen für den allgemeinen Gebrauch, sondern spezielle.

Will man dagegen etwas gutes diesem System antun, also mehr Öl in das System bringen, hat man leider das Gegenteil erreicht:- das Öl verkokelt am Ventilschaft (neben dem Mitriss in den Verbrennungsraum) und führt zu noch mehr Verschleiss.

was heißt denn "die heutigen motoren":confused:

wüßte jetzt keinen motor der letzten 50jahre der keine schafties hat.

Zitat:

Original geschrieben von Kawaman1974

 

wüßte jetzt keinen motor der letzten 50jahre der keine schafties hat.

meines Wissens (bzw so weit ich mich erinnere) hatten die ollen GG-Köppe der Opel CIH-Motoren keine.

MFG

Zitat:

Original geschrieben von perchlor

Zitat:

Original geschrieben von Kawaman1974

 

wüßte jetzt keinen motor der letzten 50jahre der keine schafties hat.

meines Wissens (bzw so weit ich mich erinnere) hatten die ollen GG-Köppe der Opel CIH-Motoren keine.

MFG

dann frage ich mich, was ich da zu geier damals verbaut habe.....:D

http://www.ebay.de/.../130776758903?...

Themenstarteram 7. Oktober 2012 um 15:39

Hallo, ich will mich mit den vorliegenden Antworten zufrieden geben ,auch wenn ich etwas mehr erwartet hätte.

Eine fachlich fundierte Erklärung,wie sich der Ölfilm zwischen Ventil und Führung bildet,habe ich inzwischen von anderer

Seite bekommen.

Es gibt übrigens solche Motoren,ohne diesen "Gummis", z.B. alle BMW 2 Zylinder Boxer bis Bj. 1995.

Fairerweise muß ich dazu sagen,dass ich vorwiegend im Motorradbereich unterwegs bin,aber die Aufgaben sind dieselben.

Danke Jungs,für Eure Antworten.

Jan.

Vermutlich

hat Briggs & Stratton auch keine.

Zitat:

Original geschrieben von perchlor

Vermutlich

hat Briggs & Stratton auch keine.

:D:D:D

die yamaha rd 350 ypvs hatte definitiv auch keine

Meine RG 500 Gamma definitiv auch nicht!

Zitat:

Original geschrieben von jan.h.

Hallo, ich will mich mit den vorliegenden Antworten zufrieden geben ,auch wenn ich etwas mehr erwartet hätte.

Eine fachlich fundierte Erklärung,wie sich der Ölfilm zwischen Ventil und Führung bildet,habe ich inzwischen von anderer

Seite bekommen.

Es gibt übrigens solche Motoren,ohne diesen "Gummis", z.B. alle BMW 2 Zylinder Boxer bis Bj. 1995.

Fairerweise muß ich dazu sagen,dass ich vorwiegend im Motorradbereich unterwegs bin,aber die Aufgaben sind dieselben.

Danke Jungs,für Eure Antworten.

Jan.

Diese Stelle mit 'fachlich fundierter Erklärung' würde mich auch interessieren.

Zitat:

 

Diese Stelle mit 'fachlich fundierter Erklärung' würde mich auch interessieren.

Kipp janz einfach Öl aufe Scheibe und mach`n Wischer an,

dann kenn`ste den Unterschied zwischen Öl-Tropfen und Öl-Film.

Langkettige Kohlenwasserstoffe haben eine sehr hohe Addhäsionsfähigkeit, und je länger diese Ketten sind auch noch höhere intermolekulare Adhäsionskräfte (van Waals Kräfte) welche den Film reißfest machen. (kurze Ketten sind gasförmig)

Eine schöne Beschreibung, aber leider nicht ausreichend. Die Anpresskräfte eines Simmerringes sind deutlich höher als beim Scheibenwischer. 

Ich hab mal 'nen Versuch gemacht:- siehe Bilder. Grafitfett auf die Abdichtung -damit man das besser im weißen Tuch sieht- und dann hochgeschoben und wieder versucht etwas abzuwischen; nix. Alles weiß.

Dazu die Besonderheiten eines Turbos dessen Ladedruck versucht das vorhandene Öl zw. Führung und Schaft zurück zu drücken.

Und neben den Auslassventilschäften die mit sehr hohen Temperaturen den Ölfilm verlackt.

 

Und deshalb fehlt diese 'fachlich fundierte Erklärung' mir immer noch.

 

Ventilschaftabdichtungen-002
Ventilschaftabdichtungen-003
Ventilschaftabdichtungen-004
+1

Zitat:

Original geschrieben von flatfour

 

Und deshalb fehlt diese 'fachlich fundierte Erklärung' mir immer noch.

Haste doch nun schon ausreichend gehabt, Du sträubst Dich nur dagegen es zu glauben.

Jetzt nimm mal `n Gummischaber und zieh damit besagte Frontscheibe ab, drück dabei so doll wie Du meinst daß es ein Dichtring tut . . .

fahr durch`n Regen, was siehste ? NIX, ausser Ölfilm

jetzt nimmste noch Dein Bündel weißer Tücher . . .

Zitat:

und wieder versucht etwas abzuwischen; nix. Alles weiß.

jetzt fährste wieder durchn Regen (am besten nachts bei Gegenverkehr)

Du siehst wieder NIX ausser . . . . den Ölfilm!

Und die Rauhtiefe der Oberfläche einer Ventilführung ist X-mal größer als die vom Glas.

Es gibt auch Kolbenringe mit Kanalverchromung, das sieht unterm Microskop aus wie `ne geplatzte Sekurit-Scheibe vorm zerbröseln, die Risse (Kanäle) bieten dem Öl noch besseren Halt.

(versuch mal auf Dein abgewischtes Ventil Weichlot aufzubringen, das wird nix, da siehste wie viel Öl / Fett da noch drauf klebt. Nach mechanischem (schmirgeln) oder chemischen Reinigen aber kein Problem)

MFG

Themenstarteram 9. Oktober 2012 um 15:25

Hallo da bin ich wieder.

Also ich hatte -nicht- danach gefragt,warum man diese Dichtungen braucht und was für Material dafür geeignet ist.

Meine Frage war, wie funktioniert die Schmierung trotzdem ja oben abgedichtet wird.

Es ist beabsichtigt,dass kein Öl über die Dichtlippe wandern soll.

Die Ventilschäfte sollen aber geschmiert werden,also doch Öl.

Das wollte ich erklärt haben.

Nachdem ich dann noch eure witzigen Bemerkungen gelesen habe,welche Motoren keine Dichtungen haben,

(die Zweitakter) musste ich mich fragen,bin ich hier wirklich in einem Technikforum?

Die Harleys bis zu den Evolutionsmotoren und englische Automotoren aus den 70ern und 80ern hatten auch keine.

Dies zum Einwand ,es gäbe keine Motoren ohne diesen Dichtungen.

Erklärt hat mir die Funktion ein Motorenfachmann (aus dem Versuch) von der Fa. Reinz,Neu-Ulm,ich selbst bin auch aus der Nähe,deshalb habe ich ihn

kontaktiert, kenne ihn von früher,ist mir nur zu spät eingefallen.

Es ist so,die Ölmenge wird beabsichtigt ferngehalten,eine hundertprozentige Abdichtung ist aber nicht vorhanden,sogar unerwünscht.

Wie der Vorredner auch schreibt,ein gewisser Restölfilm bleibt immer bestehen,der zur Schmierung des Ventilschaftes ausreicht.

Natürlich muß auch das richtige Material dafür verwendet werden,GG oder geeignete Spezialbronze,das auch gute Gleiteigenschaften

hat. Aber wie gesagt,das war nicht die eigentliche Frage.

ganz alte Motoren,wo kein Drucköl nach oben gepumpt wird,sondern nur mit Ölnebel geschmiert wird,brauchen sowas nicht.

Der Ölnebel reicht geradeso zur Schmierung der Führungen aus,ohne dass da grosse Ölmengen durchlaufen können.

Aber gut,dass hier weiterdiskutiert wurde,man ist der Sache schon sehr nahe gekommen.

Danke jan.

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