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Vakuummessuhr gesucht

Chevrolet C / K III
Themenstarteram 6. März 2021 um 8:14

Hi,

nachdem ich gestern vor der Garage fast erstickt bin, will ich den Vergaser mal einstellen.

Falls ihr euch das fragt, ich habe versucht den Kühlkreislauf zu spülen, inkl. Reiniger im ersten Durchgang, aber nach dem 4 Durchgang sieht die Brühe immer noch aus wie ne Pfütze auf dem Motocrossplatz.

Zurück zum Thema:

Hier wird beschrieben, wie man das Vergaser Leerlaufgemisch einstellt, das wollte ich also mal probieren:

https://itstillruns.com/adjust-monojet-carb-air-fuel-8061119.html

Nun habe ich gelesen, man sollte sich eine Messuhr mir einstellbarer Dämpfung kaufen (okay, das war eine Motorradzeitung), aber bei den Uhren, die ich mir bislang angesehen habe, steht nichts davon.

Haben die das alle, oder gibt’s das erst ab 100€ aufwärts?

Reicht mir so ne Billiguhr für 20€ oder was sollte man mindestens ausgeben?

Bei meinen alten BMW habe ich die Vergaser immer nach Gehör eingestellt, aber nu will ich das mal ordentlich machen....

Grüße

Chris

19 Antworten

Geht es um Synchronisation oder was soll dabei rauskommen?

Eine Grundeinstellung macht man nach Handbuch, Synchrontester kann man auch selber bauen.

Sind denn die Leerlaufeinstellschrauben nicht verblombt ? Ich meine, 78 oder 79 wurde das vom Werk aus so gemacht, damit man da eben nicht rumfummeln kann.

Eine Vacuumuhr ist nicht erforderlich. Stelle das wie gewohnt per Gehör ein, das klappt immer. Mit einer Vaccuum Uhr zappelt der Zeiger immer hin und her, jedenfall an meinem Fahrzeug damals, war allerdings getunt. Das hat es mir unmöglich gemacht, den Leerlauf per Vaccuum Uhr genau einzustellen. Habe es dann auch wieder per Gehör gemacht.

Messuhren verwendet man vorteilhaft dann, wenn mehrere Vergaser synchronisiert werden sollen. Wenn Dich das Zappeln der Zeiger stört, kannst Du die Saugluft über einen größeren Behälter (der durch sein Volumen die Luftsäule dämpft) durch das Messgerät ziehen lassen. In der Oldtimer- Praxis haben sie so ein Gerät gezeigt, das die Luft durch leere Gaskartuschen gesogen hat. Die Profigeräte verwenden ölbefüllte Gehäuse, wo Meßwerk, Skala und Zeiger in einem klaren Öl gedämpft werden.

Themenstarteram 6. März 2021 um 9:38

Hi,

da ist ein Rochester 1ME drauf.

Als ich den bekommen habe, waren nicht alle Unterdruckleitungen angeschlossen, der Vorbesitzer hat den einfach fetter gedreht, damit er lief.

Nun ist alles dicht, also läuft der viel zu fett.

Verplombt ist da nix, aber ich habe auch keinen integrierten Kopf, sondern einen mit separater Ansaugbrücke. Ob das normal ist, kann ich nicht sagen, da ich einen LD4 Motor habe, den gab‘s nur 78 und ich habe bislang nichts nennenswertes dazu gefunden. Im Teilekatalog von 78 wird aber sowohl der integrierte, als auch der normale Kopf angeboten, kann also original sein.

Synchronisieren muss ich also nix, ich wollte einfach mal nach Anleitung den Leerlauf einstellen.

Nach Gehör geht nicht. Ich habe keine Ahnung, wie der Motor normal klingt...

Grüße

Chris

Aber gut, ich drehe den einfach mal auf Grundeinstellung, dann sehe ich weiter.

Das hört man aber ganz leicht raus. Wenn Du die Schraube reindrehst, dann würgst du den Motor ab. Wenn du die Schraube raus drehst, dann fängt der Motor an zu galoppieren. Dazwischen, wo der Motor rund läuft und nicht abgewürgt wird, da ist der richtige Einstellpunkt.

Was man auch machen kann, die Umdrehungen bis zum Anschlag zu zählen. Davon die Hälfte ergibt den statistischen Durchschnitt. Wenn Du also 5 Umdrehungen bis zum Anschlag gezählt hast, dann sind 2,5 Umdrehungen der richtige Durchschnitt. Dann vergleichen mit dem Hörtest und dann passt das. Um ganz sicher zu gehen, eine halbe Umdrehung weiter drehen, um zu hören ob er jetzt zugeschnürt wirkt, wieder zum Mittelpunkt zurückkehren und dann eine halbe Umdrehung weiter zurück, ob er anfängt zu galoppieren. In diesem Bereich liegt der optimale Leerlauf.

Themenstarteram 6. März 2021 um 10:01

Okay, ich drehe mal ein bisschen und schaue mir auch den Rest mal an, vielleicht haben die auch das Choke Gestänge verbogen, mal sehen.

Ich hab gerade nachgedacht, den letzten Vergaser habe ich 97 eingestellt, danach bin ich auf Einspritzer gewechselt... Man bin ich alt geworden :D

Gemischschraube und Leerlauf zwei bis zweieinhalb raus, starten. Leerlauf einregeln. Gemisch langsam rein, bis er unruhig wird und wieder eine halbe bis eine Umdrehung raus. Leerlauf nachregeln.

Wenn da aber an den Vacuums rumgefummelt hat, wird es schwierig. Die meisten denken noch nicht mal über die richtigen Unterdruckverhältnisse im Vergaser nach und es ist völlig wumpe, ob das Röhrchen ober- oder unterhalb der Drosselklappe sitzt. Deswegen wird das so zu keinem vernünftigen Ergebnis führen. Ich rate dazu, ein Vacuumdiagram zu besorgen und da erstmal anzufangen, sonst stimmen die ganzen Druckverhältnisse nicht mehr.

Vergaser sind keine Raketentechnik, aber gute Stücke Feinmechanik und deshalb ist es immer schwer, wenn da einer ohne Ahnung reingelangt hat.

Wenn alle Stricke reißen: Vergaserspezi aufsuchen. Nicht ganz billig, lohnt sich aber.

Deine Messuhr kannste jedenfalls vergessen, wenn das Drumherum nicht stimmt. Und solange du keine Doppel oder Batterien hast, auch unnötig.

Zitat:

waren nicht alle Unterdruckleitungen angeschlossen, der Vorbesitzer hat den einfach fetter gedreht, damit er lief.

Noch was !

die Vaccuumports der abgenommenen Unterdruckleitungen müssen am Vergaser oder auf der Brücke alle verschlossen werden, ansonsten zieht der Falschluft. Wenn der Vorbesitzer es nicht gemacht hat, ist es kein Wunder wenn er wie ein Sack Muscheln und erst nach Anfettung wieder einigermaßen zivil läuft.

Themenstarteram 6. März 2021 um 11:44

Hi,

danke, ich habe mittlerweile die ganzen Leitungen wiederhergestellt. Da war eh einiges im Argen, das EGR war dauerhaft an Unterdruck, ohne den Weg über das Temperatur-Ventil, das war total zugerußt. Ich hab das jetzt erstmal sauber und wieder gangbar gemacht, ich hatte zwar schon eines bestellt, aber nach Baujahr, nicht nach Form. Wenn also jemand eines braucht, bei mir liegt ein normales rum, ich brauche die 78er California Version.

Grüße

Chris

Für die Abstimmung fett/mager kann ich die Gunson-Colortune-Kerzen empfehlen. Damit sieht man direkt in den Brennraum und kann die Anfettung nach der Farbe der Flammfront einstellen. Dafür reicht eine einzelne (also kein ganzer Satz) völlig aus, gibt's sicher gebraucht in der Bucht. Ich benutz' die seit Jahren... :)

Und nimm frischen Sprit und nicht den alten vom letzten Jahr - zwecks "ersticken"...

Themenstarteram 6. März 2021 um 18:31

So, ich habe mal ein bisschen am Vergaser gedreht, er stinkt nicht mehr ganz so brutal, aber immer noch haut er Wolken raus.

Die Zündkerzen habe ich mal sauber gemacht, aber da kommen bald neue.

Rund läuft er noch nicht im Stand.eher so auf 4-5 Zylindern.

In die Verteilerkappe hab ich mal reingeschaut, aber keine Ahnung wie das Dünnblechzeug aussehen soll. Kontakte und Verteilerfinger sehen für mich normal anders aus - massiver. Wie auch immer, er hat nen Funken, den Rest sehen wir später.

Die Ventileinstellung werde ich noch prüfen, das steht auch noch auf der Liste.

Ich weiss ja nicht genau wie der Vergaser aussehen soll, wenn er in Ordnung ist, auf Bildern ist die obere Klappe auch schonmal ganz geschlossen. Bei meinem bleibt die immer 1/3 offen. Ich vermute im Moment, dass da das Gestänge verbogen ist.

Die Unterdruckdose, die auch noch an die obere Drosselklappe geht ist ohne Funktion, abgesehen davon, dass der Schlauch verknickt ist, wird das Langlochärmchen niemals irgendwas bewegen (wahrscheinlich auch weil die Klappe nicht schließt).

Ich hab mal ein paar Bilder von dem Vergaser gemacht. Wahrscheinlich ist es einfacher einen Neuen zu kaufen....

Grüße

Chris

Rochester 1MV
Rochester 1MV
Rochester 1MV

Oha, das klingt nach ganz viel Arbeit. Die obere Klappe muss bei warmen Motor senkrecht stehen.

Zumindest dürfte das Thema Vakuum Uhr erledigt sein, die brauchst du eh nicht.

Die Chokeklappe muß bei einem kalten Motor komplett zufallen. Wenn der Motor läuft, dann geht die Klappe automatisch ca. 1 cm auf. Wenn der Motor richtig warm ist, muß die Chokeklappe senkrecht stehen. Wenn die allerdings schräg steht, läuft der Motor sowieso fetter. Die Leerlaufdüsen stellt man allerdings erst ein, wenn die Chokeklappe vollständig geöffnet hat.

Hast Du mal den Zündzeitpunkt überprüft ?

Der hat doch garantiert Hydrostößel. Da brauchst Du nichts einstellen.

Wenn die Nadel vom Vacuum-Meter zittert, ist nicht alles ok oder man hat einen Anschluss gewählt, der nicht optimal ist.

Die Reihenfolge wäre bei mir so:

Grundeinstellung Ventiltrieb

Kompressionstest

Verteiler: (Schliesswinkel, Zündzeitpunkt), bei älteren Modellen Unterbrecherabstand ud Kondensator

Vergaser-

Man kann den Leerlauf sowohl mit Vacuum-Anzeige als auch mit einem feinfühligen Drehzahlmesser (z.B. auf einer Zündzeitpunkt-Pistole) einstellen, nennt sich lean drop method, da muss aber alles rundherum in gutem Zustand sein. Eine ausgeschlagene Verteilerwelle und alles für die Katz´.

PS: *Neue* Vergaser gibts nur fallweise als NOS, alles andere was als neu verkauft wird, ist mehr oder weniger gut überholt.

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