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Unregelmäßiger Reifenabrieb

Themenstarteram 10. November 2005 um 10:51

Hallo Leute,

ich hoffe die Frage ist nicht allzu verrückt?!

Also, mein Vater fährt einen Corolla Verso 1,8 (Automatik)von Bj.: 2003 und auf dem sind die Reifen: Bridgstone Potenza RE88 in der Größe 195/60 R15 88H aufgezogen.

Das Problem:

Beim fahren hat er ziemlich laute Fahr/Rollgeräusche( mit steigender Geschw. zunehmend). Die Werkstat meinte das wären die Reifen, da sie unterschiedlich abgefahren seien. Reaktion der Werkstatt: Er sollte sich neue Reifen kaufen, dann ist das Geräusch weg!

Meine Fragen an Euch:

1. Kann man der Werkstatt trauen, oder ist nicht vielleicht einfach nur die Spur verstellt?

2. Könnte man die Reifen nicht über die noch 1 Jahr andauernde Hersteller-Garantie tauschen?

3. Hat jemand in der Art schon Erfahrungen bzw. etwas gehört?

Für jegliche Hilfe/Unterstützung bedanke ich schon mal voraus

Anker

11 Antworten

Hallo, Astra

eigentlich fehlen noch Angaben, um das beurteilen zu können, wie zB. Profiltiefe und Laufleistung in km.

Wie auch immer, es ist realistisch, dass mit immer weniger Profiltiefe die Reifen immer lauter werden. Dabei kommt es natürlich auch auf den Typ und Hersteller an. Bestimmte Reifen haben auch die gewollte Konstruktionseigenschaft, dass bei einer Mindesttiefe ein großes Geräusch entsteht, damit der Fahrer aufmerksam gemacht wird... Du musst wechseln. Habe selbst so eine Erfahrung gemacht mit einem MB und 205 Reifen, war auch zu doof zu gucken und bin in die Werkstatt gefahren und habe dann dort die Erklärung bekommen.

Damit kann die Aussage Deines Händlers richtig sein, aber selbst mal messen.

Zu Deiner anderen Frage eine allgemein gültige Antwort. Bei neuen Autos sparen die Hersteller bei den Reifenkosten.

Habe das neulich bei dem Yaris meiner Frau erlebt. Dort war ein Norwegisches Produkt oben. Habe mir dann im Internet mal die Bewertung angesehen... Katastrophe.

Ebenso die Winterreifen, die ich als Räder komplett von Toyota bezogen hatte.

Habe die Gummis dann verschrottet und mir Conti aufgezogen.

Eine Garantie wirst Du hier nicht geltend machen können. Dazu ist das Auto zu alt.

Erfolge gibt es hier eh nur beim Händler, der hat mal freiwillig gewandelt, als bei einem Neufahrzeug nach 20tkm die Reifen runter waren. Aber auch das nur, weil ich ihn gut kenne und dort schon 8 Autos(Toyota) gekauft hatte.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

Herzliche Grüße

Themenstarteram 10. November 2005 um 11:43

Hallo Ellivo,

also die Fahrleistung beläuft sich auf 15.000 km pro Jahr. Profiltiefe ist vorne jeweils 3,5 und hinten 6,0 mm. gerade bei den hinteren Rädern sieht man es am deutlichsten. Es ist so das die Querstreifen auf der Innenseite des Rades unterschiedliche hoch sind, gefühlter Unterschied etwa 1-2 mm. Das wiederum in regelmäßigen Abständen(jeder zweite). Daher dachte ich eventuell das die Spur verstellt ist.

Aber normal ist das doch trotzdem nicht auch wenn es regelmäßig ist, oder?

Außerdem stellt Brigdestone doch eigentlich vernünftige reifen her???

Laut Toyota gibts die Reifen 195/60 R15 auch nicht mehr in V sondern nurnoch in H, was ja vielleicht auch bedenklich ist??

Für weitere Tipps bin jederzeit offen!

Anker

Hallo, Astra

Du warst ja schnell mit Deiner Antwort, aber ich jetzt auch, da ich gerade mal ne Pause machen muss, entspanne ich mich beim Antworten.

Jetzt ist das Bild eindeutig und ich kann Dir auch eine präzise Aussage geben.

Die Hersteller der Reifen, also auch Brigdestone, bekommen von den Autoherstellern technische Parameter, nach denen die Reifen gestrickt werden. Das war auch bei Eurem Auto so.

Leider sind immer Kompromisse notwendig und das ist bei Deinen Hinterreifen sichtbar(übrigens auch bei anderen Autos und anderen Herstellern von Reifen). Dein Reifen wurde auf absolute Kurvenstabilität ausgelegt. Damit verschwanden bei den Gummiblöcken der Innenseite die früher vorhandenen Verbindungsstege. Damit werden die Blöcke nicht mehr gehalten und taumeln hin und her. Also damit ein "normales Verhalten" und damit auch der unterschiedliche Verschleiß.

Es muss also gewechselt werden.

Was man jedoch auch machen kann, die Spur etwas gegen Null zu stellen, dann ist zwar der Reifeninnenabrieb optimaler, aber das Fahrwerk weniger und es ist ein Aufwand, der nicht auf Garantie zu machen ist.

Die 3,5 vorn sind auch nicht mehr üppig, aber vorn hast Du das Prob. nicht, da die Räder nicht so seitlich festgehalten werden wie hinten.

Das alles weis ich schon länger, da ich das alles schon mal bei Toyota Köln und einem Reifenhersteller erfragt habe.

Eigentlich hätte das Euer Händler auch erklären können, denn die werden dazu in Köln geschult.

Nun mach was draus.

MFG

Themenstarteram 11. November 2005 um 8:47

Hallo Ellivo,

erstmal vielen Dank für Deine schnellen Antworten.

Jedoch kann oder vielleicht will ich mich damit nicht zufrieden geben. Was ich nicht verstehe ist, dass die Reifen des Marken-Herrstellers Brigdstone nach zwei Jahren, sprich nicht mal 30TKM schon so fertig sind, dass sie erhöhte Laufgeräusche aufweisen. Bei den vorderen Rädern könnte ich es noch verstehen, da die 3,5 mm wirklich nicht mehr üppig sind. Was ich noch nicht erwähnt habe das das Prob auch auf den Außenseiten der Hinterräder auftritt, zwar nicht so stark aber es ist zu fühlen. Hängt es dann immernoch mit der Kurvenstabilität zusammen? Vielleicht sind Reifen ja auch nur überdimensioniert für diesen Wagen, denn die V-Reifen sind 240 Km/h ausgelegt und der Corolla schafft laut Fhzgschein gerademal 180 ?

Mit der Bitte um weitere Mithilfe/ Erfahrungsberichte

Anker

Hallo Astra,

da sich hier niemand weiter beteiligt, geht auch mir langsam die "Luft" aus und daher eine letzte Bemerkung.

Habe zu Deinem Thema nochmals mit meiner Werkstatt gesprochen(was tue ich nicht alles für Dich).

Ergebnis:

Spur prüfen lassen. Ist diese i.O., dann gibt es nur zwei Möglichkeiten.

1. Der Reifen wurde nicht nach den Angaben von Toyota gestrickt

2. Die Angaben von Toyota waren falsch.

Noch ein Hinweis... die mögliche vmax des Reifens ist hier unwichtig, es geht um die Belastung des Reifens durch die Vertikalkraft, also, für welchen Druck wurde der Reifen konstruiert.

Versuche beim Händler zu Handeln, ich gebe Dir wenig Erfolg, denn beweise mal, wer zuerst da war, das Huhn oder das Ei.

Dennoch, auch wenn das zu dem Thema mein letzter Beitrag war, würde mich gelegentlich das Ergebnis interessieren,

da wir uns beide hier ja so viel Mühe gegeben haben.

Herzliche Grüße und viel Erfolg!

ELIWO

Das ganze nennt sich Sägzahn :D

Ist ein weit verbreitetes Problem bei allen Marken :(

Schaust Du hier : http://www.swissmotor.ch/artikel/200_250/0231.htm

mfg

Omega-OPA

Hallo, Omega,

endlich hat sich noch einer "erbarmt". Der Hinweis ist Klasse, ich hätte es nicht besser sagen können. Doch Spaß beiseite,

auf zu niedrigen Luftdruck bin ich gar nicht gekommen.

Eliwo

Themenstarteram 11. November 2005 um 16:31

Hallo Omega,

Hallo Eliwo,

DANKE !!! Euch beiden für die sehr hilfreiche Unterstützung.

@ Omega

War übrigens ein Volltreffer!! der Reifen sie fast genauso aus wie auf dem Bild.

Mit dem Luftdruck ist allerdings auch nicht so eindeutig formuliert. Auf dem Türholm steht 2,2bar bis 160km/h und

2,6bar ab 160km/h und mein Vater ist immer mit 2,2 gefahren auch die Toyota Werkstatt hat immer auf 2,2bar bei der Durchsicht eingepumpt.

Aber jetzt wird er erstmal mit 2,4 fahren und mal sehen was passiert. Oder sollte er lieber auf 2,6 erhöhen??

Wie gesagt nochmal Vielen Dank an Euch !!!

Wünsche ein schönes Wochenende !!!

Anker

Hallo!

Auch mit erhöhtem Reifenluftdruck ist die Sägezahnbildung nicht ganz in den Griff zu bekommen. Ich fahre selbst immer 3-4 Zehntel über dem Richtwert! Sägezähne sind (reifenabhängig) trotzdem nicht ausgeschlossen!

Bei WR treten die profilbedingt sogar öfter auf. Durch die frei stehenden Profilblöcke an den Schultern kommt es zu starken separaten Bewegungen dieser Bereiche. Immer wenn ein Profilblock sich von der Straße löst, steht zunächst ein gewisser Teil bereits in der Luft, während der Rest noch auf der Straße haftet. Hier kommt es zu einer Stauchung. Löst sich der Rest, schwingt er - elastisch wie er ist - nach oben --> das ist der besagte "Radiereffekt". Er tritt immer an der Rückseite der Blocke (in Drehrichtung) auf. Daher das fühlbare Rubbeln, wenn man den Reifen entgegen der Drehrichtung "streichelt"!

Mein Tip: (hoffe ich irre mich nicht) Reifen mit einem Profil, welches möglichst wenig Längsrillen (Drainagen) hat. So bestehen große, zusammenhängende Profilblöcke, wodurch die eigenständigen Bewegungen der schulternahen Profilblöcke vermindert wird. Dann könnte der Radiereffekt vielleicht nachlassen und weniger bzw. schwächere Sägezähne entstehen!

Die jetzigen sind zu wechseln - die Spur würde ich aber auch prüfen lassen. Bei vielen Reifenhändlern kostet die Überprüfung nichts - die Einstellung lag bei meiner letzten diesbezüglichen Aktion bei 48€!

 

Tschüss

In dem Text steht auch:

Zitat:

Hat die Sägezahnbildung bereits eingesetzt, sollten unbedingt die Räder von vorn nach hinten gewechselt werden

Da die hinten ja noch 6mm haben, kann er die noch vorne benutzen? Wo ist die Grenze, dass man sagt: nee Gefahr...

Vorne mit 3,5 gehören in die Tonne...

0,2-0,5 bar mehr als Vorgabe ist meist schon ok, besser als zuwenig ;)

Hallo!

Solange genügend Profil drauf ist kann er die weiterfahren. Durch Tausch nach vorne kann die Sägezahnbildung evtl. verlangsamt werden, aber es geht nicht mehr weg! Gefahr besteht m.E. nicht - nur die Ohren mögen das nicht so sehr! :D

Tschüss

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