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Unfallverursacher meldet Haftpflichtschaden

Themenstarteram 1. August 2012 um 10:56

Hallo,

irgendwie ist das nicht unser Jahr...

Folgendes ist meinem Mann passiert.

Auf den Weg zur Arbeit fuhr er auf der linken Spur einer zweispurigen Straße.

Auf der rechten Spur wollte ein Fahrzeug rechts abbiegen und der hinter diesem Fahrzeug fahrende

wollte auf die linke Spur wechseln.

Natürlich war da gerade mein Mann. Beide Autos berührten sich.

Der Aussenspiegel des Spurwechselnden berührte die hintere Beifahrertür unseres Audis und sein vorderer

Kotflügel deformierte unsere Beifahrertür.

Er hat seinen Aussenspiegel eingebüßt und der alte A6 bekam ein paar Kratzer mehr.

Die Polizei meinte, da habe er beim Spurwechsel wohl den Schulterblick vergessen. Er äußert sich nicht.

Die Polizei klärt bekanntlich keine Schuldfragen.

Ich also alles seiner Versicherung gemeldet, weil aus unserer Sicht ein Haftpflichschaden vorliegt.

Dort hat er eine völlig andere Version des Unfallhergangs angegeben (angeblich wäre er schon so gut wie auf der linken Spur gewesen und mein Mann wäre mit sehrrrrrrrrrrrrrr hoher Geschwindigkeit von hinten angefahren gekommen).

Das die Schäden an den Autos eine ganz andere Sprache sprechen ignoeriert der "Unfallverursacher".

Gutachter für unseren Audi ist für morgen bestellt.

Nun bekomme ich heute einen Anruf UNSERER Versicherung und der nette Herr erklärte mir, das der "Unfallverursacher" sich bei denen gemeldet hat und seinen Schaden geltend machen will!

HALLOOOOOO!!!!!

Ich glaube ich spinne!

Die Versicherungen wollen jetzt prüfen, im schlimmsten Fall geht es eben 50:50 aus.

So die Aussagen der Versicherung.

Kann das sein????????

Er hat doch den Unfall verursacht?

Beste Antwort im Thema

So läuft das halt in der Welt.

Besonders im Straßenverkehr ist doch kein Mensch mehr ehrlich oder zuvorkommend - wenn die Möglichkeit eines Betruges besteht, dann wird sie auch genutzt.

Schau halt, dass du abwartest was der Gutachter sagt und berufe dich auf die polizeiliche Unfalldokumentation.

Meine Devise bei Unfällen oder sonstigen Zwischenfällen, besonders im Straßenverkehr:

Polizei rufen, auf seinem Recht bestehen und nicht auf das Gute im Menschen vertrauen.

Das, was man am Anfang nicht haargenau dokumentiert und bestätigen lässt (durch Zeugen), wird am Ende als Bumerang zurückkommen in Form von abstrusen Anschuldigungen und Betrugsversuchen.

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Dein Mann hatte doch auch die Polizei dazu gerufrn, die den Fall dokumentiert haben.

Denke die Versicherungen werden von dort dann auch den Bericht des Hergangs anfordern. Sollte das von den Beamten dann auch so dokumentiert worden sein, wie du das beschreibst, würde ich mir erst mal keine Sorgen machen....

Eben...die Polizei vergibt in dem Unfallbericht eine "1", oder "2"...unter welcher Ziffer steht dein Mann?

So läuft das halt in der Welt.

Besonders im Straßenverkehr ist doch kein Mensch mehr ehrlich oder zuvorkommend - wenn die Möglichkeit eines Betruges besteht, dann wird sie auch genutzt.

Schau halt, dass du abwartest was der Gutachter sagt und berufe dich auf die polizeiliche Unfalldokumentation.

Meine Devise bei Unfällen oder sonstigen Zwischenfällen, besonders im Straßenverkehr:

Polizei rufen, auf seinem Recht bestehen und nicht auf das Gute im Menschen vertrauen.

Das, was man am Anfang nicht haargenau dokumentiert und bestätigen lässt (durch Zeugen), wird am Ende als Bumerang zurückkommen in Form von abstrusen Anschuldigungen und Betrugsversuchen.

am 1. August 2012 um 12:22

Zitat:

Original geschrieben von Susanne444

 

Die Versicherungen wollen jetzt prüfen, im schlimmsten Fall geht es eben 50:50 aus.

So die Aussagen der Versicherung.

Kann das sein????????

Er hat doch den Unfall verursacht?

Natürlich kann das sein. In Deutschland herrscht Recht auf freie Meinungsäußerung. Was Du, bzw. Dein Mann sagt, muß noch lange nicht das sein, was der Unfallgegner sieht. Vielleicht, oh Wunder, ist er einer anderen Meinung über den Unfallhergang wie Du? Vielleicht, oh Wunder, ist Dein Mann in seinen Augen der Schuldige, weil er zu schnell angefahren kam?

Immerhin: hier wird ausschließlich Deine Aussage genannt, die automatisch nur eine Seite darstellt und nicht objektiv ist. Vielleicht war es so, wie Du beschreibst, vielleicht aber eben auch nicht (ohne Dir jetzt was unterstellen zu wollen).

Jeder kann jeder Versicherung melden, was er will. Du kannst dem anderen es ebenso wenig verbieten, es bei Deiner Versicherung zu melden, wie er Dir, es bei seiner.

Eine Meldung an Versicherung ist allerdings erstmal noch keine Schuldanerkennung oder Schuldabwendung! Es ist nichts anderes als eine Info: "passt mal auf, da gab es einen Unfall und ich glaube, die Gegenseite ist Schuld".

Was am Ende wirklich entschieden wird, ist wiederum eine vollkommen andere Geschichte. Das entscheiden die Versicherungen, gemäß der Aussagen der Unfallparteien, Polizei, Zeugen etc. Was da rauskommt, das wirst Du noch rechtzeitig erfahren.

Schlimmstenfalls übrigens kann es sehr wohl 100:0 gegen Dich auslaufen. Wird aber vermutlich nicht so schlimm kommen. Sofern der Polizeibericht Deiner Schilderung hier im Forum folgt, wird es vermutlich auf volle Schuld des Unfallgegners auslaufen, ggf. muß eben auch noch ein Gutachter einbezogen werden.

am 1. August 2012 um 13:31

Hallo,

klar kann der Unfallgegner seine Story behaupten. Letztlich werden die Versicherungen auch kein Recht sprechen können. Wenn er Unfallgegner auf seiner Behauptung mit "seeeeehr schnell" besteht, dann kann das wohl ein Gutachter vor/mit Gericht klären. Ist zwar Schade dass man heutzutage so schnell vor Gericht ist, aber wohl bei sowas oft nicht vermeidbar. Dort ist halt immernoch der Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen.

Wenn die Polizei vor Ort war und festgestellt hat, dass jemand einen Unfall verursacht hat, wird sie demjenigen ja eine Owig auf das Auge drücken. Also, wer hat denn hier ein Ticket bekommen?

Wenn Du von der Unschuld Deines Mannes fest überzeugt bist, erkläre das Deiner Versicherung und verhindere das diese den Schaden reguliert.

Wenn alle Stricke reißen muss man sich einen Anwalt nehmen !

Gruß Rolf

Hi,

wer weiß vielleicht stimmt auch die version des Unfallgegners und dein Mann wollte dir nicht erzählen das er mal wieder gerast ist :rolleyes:

Möglich ist viel und wenn es net 100% klären läßt weil die spuren eben net eindeutig sind und keine Zeugen kann es schon sein das die Schuld geteilt wird.

Allerdings lassen die Unfallspuren am Fahrzeug in den meisten fällen einen guten Rückschluß auf das Unfallgeschehen zu.

Und so von der Beschreibung her passt der Schaden zu dem von beschrieben Unfallhergang. Eure Versicherung wird sich darum schon kümmern,die will schließlich net unnötig zahlen. Das euer Schaden erst ab Beifahrertür beginnt zeigt ja schon das es so war wie von dir beschrieben.

Außerdem selbst wenn dein mann deutlich schneller war als der Spurwechsler,dann darf der Unfallgegener trotzdem net rüber ziehen ohne zu gucken.

Dem Unfallgegner muß man man übrigens net unbedingt böse absicht unterstellen,das menschliche Gehirn ist in solchen Dingen höchst unzuverlässig,wenn was net sein darf dreht das Hirn da so lange dran rum bis es eben passt :rolleyes:

Durchaus möglich das der anderen absolut und 100% davon überzeugt ist das es so war wie er meint und er unschuldig ist.

Gruß Tobias

Noch wissen wir nicht, wie sich der Unfall aus Sicht des Gegners zugetragen haben soll.

Ich bin mal auf die Schilderung gespannt.

Evtl wird er sagen, dass dein Mann die Spur gewechselt hat und nicht er.

Wo und wie standen die Fahrzeuge beim Eintreffen der Polizei?

Gibt es Zeugen?

Gruß Cokefreak

Um es kurz zu machen:

Er kann bei deiner Versicherung schildern, was er für richtig / wichtig hält.

Dann stehen 2 Aussagen gegeneinander und die ganze Geschichte wird entweder über Gutachter oder aber per Gericht geregelt.

Wir alle hier können da einfach keine "gültige" Aussage treffen, da wir seine Aussage genau so wenig kennen wie die Unfallskizzen der Polizei und die Schadenbilder an den Fahrzeugen.

Ohne diese Informationen kann da niemand eine abschliessende Aussage machen.

Das war mir auch mal passiert. Ein Taxi hat in meine Spur gewechselt und meine linke hintere Tür demoliert. Die Polizei und Zeugen sahen mich im Recht und ich machte ein Gutachten und mein Anwalt reichte es bei der gegnerischen Versicherung ein. Er meldete den Schaden aber ebenfalls bei meiner Versicherung mit der Begründung ich sei zu schnell gewesen. Trotzdem bekam ich nach kurzer Zeit mein Geld und der Taxifahrer wurde vom Gericht verurteilt. Haken an der Sache war, dass das am Jahresende war und ich meine Versicherung gewechselt hatte, nun hatte die damalige ja einen Schaden gemeldet bekommen, welche sie der neuen Versicherung meldete, weil da der Fall noch nicht abgeschlossen war, deshalb wurde ich erstmal hochgestuft, nach einigen Telefonaten wurde ich wieder runtergestuft und der Spuk war vorbei...

am 2. August 2012 um 9:22

Zitat:

Original geschrieben von Turbotobi28

Und so von der Beschreibung her passt der Schaden zu dem von beschrieben Unfallhergang.

Seh ich anders. Wenn der Aussenspiegel des Gegners die hintere Tür trifft, weiss ich nicht was das mit fehlendem Schulterblick zu tun hat?

Das Auto des Mannes der TE (Nebenbei: Warum sind eigentlich die Geschädigten immer PC-Legasteniker?) war also vor dem Auto des Gegners. Also mit Schulterblick garnicht zu erfassen.

Hi,

naja vermutlich befand sich der Mann der TE gerade in Toten Winkel als der gute Mann begonnen hat die Spur zu wechseln,als es zur kollision kam war er dann schon ein paar meter weiter vorne. 

Er wird also schon ein wenig schneller unterwegs gewesen sein als der Spurwechsler.

 

Gruß Tobias

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