überhöhte Reparaturkostenrechnung durch Vertragswerkstatt?
Hallo zusammen,
Ich bin gerade echt geschockt - hatte einen kleinen Rempler, Unfallgegner hat keinen Schulterblick genutzt und ist uns in die Seite gefahren. Schuldfrage geklärt - hier alles gut.
Es hat wirklich nur ein klein wenig geruckelt, ab Ende der Fahrertür sind zwei kleine Dellen, bis Ende der hinteren Tür Kratzer, am hinteren Radkasten ein kleiner Kratzer, das wars.
Erst war ich bei der Werkstatt meines Vertrauens für einen Kostenvoranschlag (ist aber außerhalb Deutschlands) - man schätzte den Schaden auf 1800-2000€ ein. Aber mit nur einem deutschen Unfallbericht der Polizei hat man mir gesagt, es würde länger dauern, ist etwas langwierig.
Ok, keine Zeit, ab in eine Vertragswerkstatt in der Nöhe meiner Arbeit in Deutschland, die regeln alles, soll mir recht sein. Immer wieder vertröstete man mich, ich bekäme noch das Gutachten (sollte ich schon längst per Post haben angeblich) - nach Murren der Werkstatt habe ich es endlich bekommen.
Ich falle vom Glauben ab - unter dem Strich fast 9000 €. Es wurde das halbe Auto ausgetauscht inkl. vieler teurer Teile, in deren Nöhe der Unfallgegner nicht einmal im Ansatz war. Antwort des Händlers auf mein Unverständnis: Durch Vibrationen des Unfalls könnten hier Beschädigungen entstanden sein, was ich überhaupt wolle, kostet mich ja nichts. Sorry, jedes noch so kleine Schlagloch erzeugt mehr „Vibrationen“.
Kann ich da was tun, ohne mir selbst die Finger einzuklemmen? Ich finde das mehr als dreist… der „freie“ Gutachter, der angeblich von der Vertragswerkstatt engagiert wurde, hängt da doch auch mit drin….
Ich bin stinksauer - kein Wunder, werden die Versicherungsbeiträge immer unbezahlbarer, wenn die Werkstätten so vorgehen….
25 Antworten
Zitat:
@Dellenzaehler schrieb am 1. April 2025 um 10:13:33 Uhr:
geändert, nun zufrieden?
So ist es besser.
… und du darfst die einen weiteren Punkt auf das Haarespalter- und Rechthabereikonto buchen. Wobei mich wundern würde wnn da noch Platz ist.
Mache ich doch gerne. Unter anderem deswegen bin ich ja Teamleiter und verdiene > 48 € pro Stunde...
kein Streit bitte deswegen
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Zitat:
@Dellenzaehler schrieb am 1. April 2025 um 09:44:01 Uhr:
Ja, das dürfte wohl so sein. Sonst würdest du auch nicht auf die Idee kommen ein Schaden von 9000 € für 400 € mit "Smart Repair" zu reparieren.Jetzt fehlt nur ein ein Beitrag in welchen jemand angibt, das geht auch mit Handauflegen, ich habe mal gehört das kosten dann nur 200 €.....
Die Vertragswerkstatt tauscht halt die komplette Tür, inkl. Neulackierung etc. und anscheinend noch alles mögliche andere. Bei Smart Repair wird halt von innen die eine oder zwei Dellen rausgedrückt und eventuelle Kratzer wegpoliert.
Man kriegt von der Versicherung meinetwegen 2000€ fiktive Abrechnung und zahlt davon meinetwegen 400€ für Smart Repair. Den Rest behält man dann halt bzw. hat halt ein minimales Risiko dass vielleicht später ein Problem kommt.
Mit der jetzigen Situation denke ich ist halt das Risiko dass die gegnerische Versicherung die 9000€ nicht zahlen will und man als Unfallopfer auf der Differenz sitzen bleibt weil man eine übertrieben umfangreiche Reparatur in Auftrag gegeben hat.
Ohne Bilder, die Frage ob es z.B. ein Leasingfahrzeug ist etc. ist es aber auch viel Kaffeesatzlesen.
Meine Mutter hat vor rd. 10 Jahren wegen einer minimalen Delle fast den kompletten Wert von ihrem 15 Jahre alten vergammelten Kleinwagen bekommen. Restwert 50€, Wiederbeschaffungswert 1500€ glaube ich war die Rechnung. Und den Gutachter hat die gegnerische Versicherung geschickt.
Zitat:
@andifux schrieb am 1. April 2025 um 14:48:16 Uhr:
Die Vertragswerkstatt tauscht halt die komplette Tür, inkl. Neulackierung etc. und anscheinend noch alles mögliche andere. Bei Smart Repair wird halt von innen die eine oder zwei Dellen rausgedrückt und eventuelle Kratzer wegpoliert.Man kriegt von der Versicherung meinetwegen 2000€ fiktive Abrechnung und zahlt davon meinetwegen 400€ für Smart Repair. Den Rest behält man dann halt bzw. hat halt ein minimales Risiko dass vielleicht später ein Problem kommt.
Deine Aussage ist so nicht ganz richtig.
Die Probleme kommen erst später, wenn man nicht nach Gutachten repariert hat und das Fahrzeug wieder in einem Unfall verwickelt wird.
Dann schauen die Versicherungen ganz genau nach, ob Vorschäden nach Gutachten mit Rechnung repariert wurde. (die Versicherungen speicher neuerdings alle Schäden in einer Datenbank).
Wenn nicht nach Gutachten repariert wurde, wird die Schadenssumme von Wiederbeschaffungswert abgezogen, da dann die Versicherungen von einem nicht reparierten Fahrzeug ausgehen.
Das habe ich jetzt erst hinter mir, bei meinem Fahrzeugbrand, wo ich nachweisen musste, das alle Vorschäden (ein Sturmschaden und ein Unfall) nach Gutachten repariert wurden.
Neuerdings war heute vor 14 Jahren 🙂 Informa HIS GmbH
Die Versicherung könnte auch auf die Idee kommen, bei fiktiver Abrechnung eines Vorschadens gar nicht zu zahlen.
Zitat:
@remarque4711 schrieb am 1. April 2025 um 16:38:54 Uhr:
Neuerdings war heute vor 14 Jahren 🙂 Informa HIS GmbHDie Versicherung könnte auch auf die Idee kommen, bei fiktiver Abrechnung eines Vorschadens gar nicht zu zahlen.
Sie könnte nicht nur darauf kommen, Sie macht es schon, erleben wir ja täglich. Aber es ist so langsam müßig das hier zu schreiben. Es kommt immer wieder jemand um die Ecke und weis es besser.....
Den Vorgänger von HIS gab es schon ab Anfang der 90er Jahre, aber das ist Dir ja auch sicher bekannt Delle.
Zitat:
@andifux schrieb am 1. April 2025 um 14:48:16 Uhr:
Ohne Bilder, ....
Ein Bild wo der gesamte Schaden zu sehen ist hat der TE weiter oben doch eingestellt.
Zitat:
@germania47 schrieb am 1. April 2025 um 17:06:20 Uhr:
Den Vorgänger von HIS gab es schon ab Anfang der 90er Jahre, aber das ist Dir ja auch sicher bekannt Delle.
das hieß damals Uniwagnis. Sagen die Älteren (wie ich) ab und an immer noch.....