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Spannungsschwankungen Volvo XC70, Bj. 09/2000, Modell 2001

Volvo XC70 1 (S/P2)
Themenstarteram 21. Juni 2013 um 22:54

Hallo,

ich habe da ein Problem mit meinem Volvo V70 XC, Automatik, Bj. 09/2000, Modell 2001. Nachdem ich im Bordcomputer "Batteriespannung niedrig" gelesen hatte, habe ich ein Spannungsmessgerät an das Fahrzeug gehalten. Resultat: die Lichtmaschine hat zu wenig Strom geliefert. Im Forum konnte ich lesen, das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der LIMA Regler defekt ist, also habe ich diesen gewechselt.

Nach Prüfung der Bordspannung habe ich folgendes Phänomen feststellen können: an den Batterieklemmen im Kofferraum sind lediglich 12V zu messen, im Motorraum schwankt die Spannung zwischen 12,5 und 14,2V. Das Wechseln des Reglers hat demnach nichts gebracht.

Zudem spurt aktuell der Anlasser nicht mehr ein, aber vielleicht hängt das Eine mit dem Anderen zusammen. Hat jemand eine Idee, was an meinem Fahrzeug defekt sein kann? Wäre für jede Antwort dankbar.

Gruß Stefan

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13 Antworten

Wo hast du denn diese 14,2V gemessen? Der Motorraum ist groß....

Was macht die Batterie-Kontrolle? Wie sahen die Kohlen vom alten

Regler aus?

Themenstarteram 22. Juni 2013 um 12:18

Hallo,

danke für die Antwort. Gemessen habe ich am Pluspol hinter dem Luftfilterkasten, der wohl auch als Anschluss dient, wenn das Fahrzeug bei leerer Batterie überbrückt werden kann, diese befindet sich ja im Kofferraum. Minus dann entsprechend an Fahrzeugmasse. Der Regler sieht optisch zwar noch gut aus, was die Kohlebürsten anbelangt (an den Rändern der Auflagerfläche allerdings etwas ausgefranst), hier bin ich aber davon ausgegangen, da eine komplette Lichtmaschine als Ursache eher auszuschließen ist, da in der Regel der LIMA-Regler defekt ist. Eine Foto vom Regler habe ich beigefügt.

Gruß Stefan

Moin,

 

auf den Bildern sehen die Kohlebürsten noch ganz anständig aus.

 

Wenn vorne noch 14,2V Spannung anliegt, dürfte die LIMA als Ursache nicht in Frage kommen.

 

Ich würde eher tippen auf Masseverbindung (zu hoher Übergangswiderstand) hinten von der Batterie - Karosse oder ggf eine lose (nicht richtig befestigte Klemme) an der Batterie.

Das würde auch für die Anlaßprobleme sprechen.

 

Oder die Batterie selber, ggf Plattenschluß in einer Zelle.

Wenn die Batterie oben auf geht, dann mal mit einem Säureheber (3,95) die Ladedichte der einzelnen Zellen messen. Sollte eine Zelle von den Werten der anderen Zellen abweichen, liegt hier ein Plattenschluß vor, die Batterie muß neu.

U.U. auch der Säurestand zu niedrig, ggf mit destillierten Wasser auffüllen und 20km fahren.

 

Themenstarteram 29. Juni 2013 um 21:21

Hallo,

danke erst einmal für die Antwort. Leider bin ich aus zeitlichen Gründen auch jetzt erst dazu gekommen, zu antworten.

Folgendes hat sich bisher ergeben: am 22.06. habe ich den ADAC angerufen, der Techniker hatte sich die Problematik an meinem Fahrzeug angesehen und folgendes festgestellt: der Anlasser oder vielmehr der Magnetschalter ist defekt, zum Starten des Motors wurde der Magnetschalter entsprechend überbrückt. Der Generator lieferte, nachdem der Motor lief, im Motorraum an der Pluspol-Anschlussstelle zum Überbrücken bei Startschwierigkeiten, wo sich der Sicherungs-/Relaiskasten befindet, ca. 14,1 Volt gegen Masse Motorblock gemessen. An der Batterie im Kofferraum lag die Spannung bei ca. 12,5 Volt. Fazit vom ADAC Techniker: neuen Anlasser einbauen lassen und die PlusPol-Leitungen vom Generator zum Anlasser und zur Batterie kontrollieren. Da der Motor lief, habe ich den Wagen umgehend zur Werkstatt gefahren und abgestellt. Nach 5 Minuten habe ich den Wagen dort erfolgreich noch einmal starten können.

Einen Tag später habe ich noch einmal einen Startvorgang versucht, dieser blieb allerdings erfolglos.

Am 24.06. hat die Werkstatt sich das Fahrzeug angesehen und ebenso wie der Techniker vom ADAC die Diagnose auf defekten Anlasser gestellt, dieser wurde dann auch bestellt und am 27.06. eingebaut.

Nach dem Einbau des neuen Anlassers war das Problem allerdings nicht behoben, der Mechaniker hat daraufhin die Verbindungen im Motorraum mit einem Spray eingesprüht, welches die Kontakte ertüchtigt. Laut Aussage des Mechanikers erschien auch zusätzlich im Display vom Bordcomputer ein Hinweis auf die Wegfahrsperre. Schließlich hat die Werkstatt den Motor doch noch zum Starten bekommen. Danach lief der Wagen auch wieder für 2 Tage, so lange verblieb das Fahrzeug zur Kontrolle und Probefahrt in der Werkstatt. Zusätzlich geht der Mechaniker davon aus, dass das Zündschloss wahrscheinlich auch defekt ist.

Als ich heute den Wagen abgeholt habe, fiel mir Zusatzinstrument für die Bordspannung (Digital, aus dem Zubehör) auf, dass das Spannungsproblem (Anzeige stand auf 12,4V und sank allmählich während der Fahrt auf bis zu 11,6V runter) scheinbar noch nicht gelöst war. Als ich den Wagen nach einer Standzeit von 3,5 Stunden wieder starten wollte, zeigte dieser dieselben Symptome wie zu Anfang: der Anlasser drehte nicht durch. Während ich wieder auf den ADAC gewartet habe, habe ich sporadisch versucht, den Wagen zu starten. Ein Überbrücken mit einem anderen Fahrzeug zeigte auch keine Erfolg. Auch ich habe nach einer geraumen Zeit den Hinweis im Bordcomputer gelesen: „Wegfahrsperre siehe Handbuch“, und später noch: „ABS prüfen“("ABS prüfen" aber nur während des umdrehens des Schlüssel zum Starten).

Der ADAC hat den Wagen wieder in die Werkstatt gefahren, vielleicht weiß ich am Montag mehr, und den Hinweis auf die Masseverbindung werde ich der Werkstatt noch mitteilen (Danke auch dafür).

Kennt von euch eventuell jemand die Problematik und hat, speziell im Hinblick auf die Anzeigen im Bordcomputer, einen ähnlichen Fall erlebt?

Gruß Stefan

am 29. Juni 2013 um 21:36

Würd mal nach "volvo wiring diagrams" suchen und mir die Kabel der Wegfahrsperre genauer anschauen, die Schlüssel sind im CEM gespeichert und werden beim straten mit dem Motorsteuergerät synchronisiert, wenn hier was schief geht sollte der Wagen nicht starten. Eventuell hilf auch ein anderer Schlüssel.

Wird das Fahrzeug von einer Volvo Fachwerkstatt mit Vida ausgelesen? So sollte sich ein Fehler eigentlich schnell finden lassen...

Themenstarteram 29. Juni 2013 um 21:48

Hallo, danke für den Tip.

Nein, es ist keine Volvo Werkstatt, aber wie der Mechaniker mir auch mitgeteilt hat, sind die Fehlerspeicher ausgelesen worden, hier stand allerdings nichts verdächtiges drin, ob dies nun ein VIDA-System ist, werde ich am Montag mal erfragen.

Das mit dem Schlüssel hatte die Werkstatt ebenso in Verdacht, da der Wagen aber mit dem Ersatzschlüssel hinterher lief, ich den Wagen mit dem Schlüssel, den ich in der Regel immer benutze, auch gefahren bin, kann diese Fehlerquelle wohl ausgeschlossen werden.

"volvo wiring diagrams" sind denke ich Pläne vom Kabelbaum, werde im Internet mal suchen. Eine Frage noch: was bedeutet CEM?

Gruß Stefan

am 30. Juni 2013 um 1:49

Nahezu alle freien Werkstätten haben wenn sie überhaupt ein Diagnosegerät besitzen meist nur ein OBDII Gerät.

Dieses liest die Werte welche nach ISO Norm definiert sind aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/On-Board-Diagnose

Es sind einige Wenige Werte, welche dafür aber herstellerübergreifend und fahrzeugübergreifend sind.

Jeder spezieller Fehler welcher von einem moderneren neueren Fahrzeug erfasst wird ist nicht darin enthalten. In Sachen Fahrzeugdiganose war Volvo immer sehr fortschrittlich und stellt jede menge weitere Parameter zur Diagnose zur Verfügung, diese werden aber nicht von der ISO norm abgedeckt und können nicht ausgelesen werden.

Es könnte durchaus sein, dass die Fahrzeugelektonik genau weiß was defekt ist dies aber nicht durch die OBDII Schnittstelle mitteilen kann.

Diese Daten werden in diesem Fall direkt über den CAN-Bus an das Volvo Diagnosegerät übertragen. In der Software erhält der Händler sogar direkt Vorschläge zur Reperatur bzw. zum Austausch.

Also ist in diesem Fall eine Volvo Fachwerkstatt im klaren Vorteil.

 

volvo wiring diagrams könnte das erste suchergebnis bei google sein unter welchem man Schaltpläne findet. Eventuell hilft auch zusammen schreiben und ein . com dahinter :)

Das CEM ist das Central electronic module im Fahrerfußraum oberhalb des Diagnosesteckers, auch als Relaiskasten bezeichnet. In ihm sind die Schlüsselcodes und Teile der Wegfahrsperre gespeichert. An diesem hängt auch der Ring (Antenne) welche den Schlüssel ausliest. Dieses Gerät synchronisiert sich bei jedem Start mit dem Motorsteuergerät um eine Zündung zu zu lassen.

Würde also erstmal bei Volvo auslesen lassen.

Berichte weiter, eventuell kann noch jemand helfen...

am 30. Juni 2013 um 10:33

Hallo Doc!

Was hälst Du in diesem Fall von einem CanBus-Reset?

Kann doch nicht schaden, oder?

 

Gruß, Frank

am 30. Juni 2013 um 12:22

Schaden kanns nicht, gehe aber davon aus, dass die Batterie eh schon mehrfach abgeklemmt war und denke mehr als das Fahrzeug spannungsfrei zu machen steckt hinter dem Reset nicht, darum wird die Technik des Abklemmens nicht ganz so wichtig sein.

Wenn die Geräte Strom erhalten, fahren in diesen die Mikrocontroller erneut hoch, bzw. abgestürzte Mikrocontroller erhalten zwangsweise einen Reset.

Wenn ich jetzt das so richtig mitgelesen habe, springt der Volvo immer nur nach einer gewissen längeren Standzeit nicht an ?

 

Es könnte somit sein, dass die Batterie durch zu hohen Ruhestrom leergesaugt wird.

Wurde der Ruhestrom gemessen ? 

Wenn ein zu hoher Ruhestrom (über 0,05 A) gemessen wird, wird auch kein Fehler im Speicher abgelegt.

 

Sollte die Fehlereinkreisung mit den ziehen der einzelnen Sicherungen kein Ergebnis bringen, dürfte dann noch eine defekte Diode (Durchgang) der LIMA in Frage kommen, dann wird die Batterie bei Motor aus über die Feldwicklung der LIMA leergesaugt.

Bei Motor an, ladet dann die LIMA wie immer.

 

Zitat:

Original geschrieben von steview

Der Generator lieferte, nachdem der Motor lief, im Motorraum an der Pluspol-Anschlussstelle zum Überbrücken bei Startschwierigkeiten, wo sich der Sicherungs-/Relaiskasten befindet, ca. 14,1 Volt gegen Masse Motorblock gemessen. An der Batterie im Kofferraum lag die Spannung bei ca. 12,5 Volt. Fazit vom ADAC Techniker: neuen Anlasser einbauen lassen und die PlusPol-Leitungen vom Generator zum Anlasser und zur Batterie kontrollieren.

Wurden denn die Leitungen zur Batterie mal kontrolliert? Nur ein Spray reicht da nicht. Da müssen die Kontaktstellen mal richtig gesäubert werden. Natürlich auch von der Masseleitung. So lange das nicht passt, macht eine weitere Fehlersuche eigentlich keinen Sinn.

Und geh vielleicht doch lieber in die richtige (Volvo-)Werkstatt, die kennen sich mit den Autos aus und haben ganz andere Diagnosemöglichkeiten.

Themenstarteram 5. Juli 2013 um 21:56

Hallo Forum,

danke erst einmal für die zahlreichen Antworten und Tipps.

Der Wagen "läuft" wieder, als Defekt hat sich folgendes erwiesen: ein Kabel (Pluspol), welches sich unter dem Sicherungskasten im Motorraum befindet, war verschmort und bildete ab und zu einen Wackelkontakt. Als Ursache hierfür kann ich mir nur das Resultat aus dem Versuch einer Intensiven Überbrückung meines Zweitwagens vorstellen. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich auf Grund der Startprobleme des Zweitwagens dessen Anlasser schon extrem gefordert, offensichtlich ist dabei dieses Kabel des Volvos auf der Strecke geblieben, der Defekt war äußerlich nicht erkennbar.

Da ich den Volvo zunächst ein paar Tage stehen gelassen habe, bin ich auf Anhieb auch nicht auf den o.a. Grund als Ursache gekommen.

An diesem Kabelstrang befanden sich wohl neben der Batterie auch der Anlasser und die Wegfahrsperre. Das Kabel wurde repariert, seitdem liegt die Bordspannung zwischen 13,8 und 14,1 V, wie es sich gehört.

Im Nachhinein ist die Sachlage nur logisch: das Kabel vom Generator war intakt und lieferte die zu erwartenden 14,1Volt gegen Fahrzeugmasse gemessen, da das Kabel für die Batterie weitestgehend vom Pluspol zum Generator unterbrochen war, konnte an der Batterie im Kofferraum auch nicht der Ladestrom von 14,0 V Spannung ankommen.

Man lernt nie aus!!!

Gruß Stefan

Der verschmorte Kabelanschluß hatte einen zu hohen Übergangswiderstand erzeugt und deshalb ist dort entsprechend viel Volt abgefallen.

 

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