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Sicherheit bei Unfall Mittelklasse vs. Oberklasse und SUVs

Themenstarteram 24. März 2018 um 22:37

Hallo zusammen,

würde gerne ein Thema ansprechen, das mich seit Längerem beschäftigt.

Da ich mittlerweile pro Woche mehrere Hundert KM im Auto auf Autobahnen und Bundesstraßen unterwegs bin, ist mir Sicherheit inzwischen sehr wichtig geworden. Des Weiteren plane ich die Anschaffung eines neuen, gebrauchten Autos.

Ich habe mich schon oft gefragt, ob ein 5er/A6 bzw. 7er und A8 bei gleichem Crash-Verhalten wirklich so viel sicher als ein gleich ausgestatteter A4, 3er oder C-Klasse ist.

Des Weiteren wäre es interessant, ob ein Kombi bei einem Heckaufprall für den Fahrer sicherer als eine Limousine ist.

Im Prinzip ist es mir egal, ob ich in einem 7er oder einem 3er unterwegs bin, allerdings sollte das Auto sicher sein. Die Frage ist nun, ob sich die zig Tausend Euro für die nächst höhere Klasse wirklich sicherheitstechnisch lohnen. Der Längenunterschied zwischen einem 3er Kombi und einem normalen 7er ist ja nicht sonderlich groß.

Oder eher auf SUV umsteigen? Aber selbst hier stellt sich die Frage, ob ein X3 anstatt eines X5 sicherheitstechnisch nicht ausreicht bzw. eventuell sogar das gleiche Schutzverhalten liefert?

Was würdet Ihr zu diesem Thema sagen? Nur auf das Auto bezogen, ohne Sicherheitssysteme.

Kann sein, dass ich in Thema Sicherheit etwas übertreibe, war aber in der Vergangenheit schon in Unfälle verwickelt und bin deshalb sensibler geworden.

Danke für eure Antworten!

Beste Antwort im Thema

wenn die persönliche Sicherheit des Fahrers das entscheidende Kaufkriterium ist:

MAN und Scania haben ein paar interessante Modelle für Dich ;)

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Total spannende Frage!

Aus ein bisschen einsatzerfahrung im Umfeld Feuerwehr heraus würde ich sagen, dass die Unfälle, die dich (heutzutage noch) umbringen, dich in beinahe jedem Auto umbringen. Da ist dann auch nichts zu schützen.

Ansonsten hilft glaube ich eher moderner als nur größer – dabei aber bedenken, dass idR die Oberklassen die Fortschrittsgeneration voranbringen, d.h. z.B. der frische 7 ist womöglich wesentlich weiter als der 3 F30 kurz vor Ende seines Lifecycle und man müssste eher mit der letzten Generation vergleichen.

Das sind aber Bauchgefühl - Aussagen, nichts fundiertes

SUVs sind bauartbedingt bei einem Zusammenstoß mit einem normalen PKW im Vorteil und gleichzeitig eine größere Gefahr für den PKW-Fahrer.

Wenn dir im SUV ein PKW in die Seite fährt, muss er erstmal an deinem Schweller vorbei und dringt dann im Beinbereich ein. Sitzt du im PKW und ein SUV fährt dir in die Seite, kommt er durch die weichere Tür und trifft im Bereich des Oberkörpers bzw. dem Kopf auf den Fahrer.

Genauso bei Front- und Heckunfällen; der höhere und schwerere SUV steigt über den PKW und wird somit nicht so abrupt entschleunigt. Der PKW gerät eher unter das SUV.

Bei Limo/Kombi dürfte das eher eine Sache des Gewichts als der Länge werden, das leichtere Auto erfährt im Fall der Fälle tendenziell die stärkeren Kräfte.

wenn die persönliche Sicherheit des Fahrers das entscheidende Kaufkriterium ist:

MAN und Scania haben ein paar interessante Modelle für Dich ;)

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass SUV's aufgrund der höheren Masse und des deutlich höheren Schwerpunkts fahrphysikalisch eindeutig im Nachteil gegenüber "normalen" PKW's sind.

Stichwörter Elchtest, abrupte Ausweichmanöver, Bremsweg.

Natürlich haben die auch ihre elektronischen Helferlein, aber Physik lässt sich nunmal nicht überlisten.

Eine andere Überlegung (vereinfachtes Beispiel):

Zum Preis von einem A6 bekommt man einen eine Generation jüngeren A4, entsprechend 7er 5er 3er, E-Klasse C-Klasse usw.

In den Modellen der jüngeren Generation stecken dementsprechend auch die neueren Erkenntnisse zum Thema Sicherheit.

Natürlich brauchen sie (hoffentlich) auch weniger und haben kleinere Unterhaltskosten.

ich achte beim Kauf inzwischen mit einem Auge auf die Größe der (vorderen) Bremsscheiben, die Größe der Außenspiegel. Das verschafft zumindest mir Sicherheit. Was nützt es, wenn Du in einem 7er sitzt und der LKW drückt Dich in die Mittelleitplanke? Da helfen nur noch vernünftige Bremsen, damit Du weg bist, wenn der LKW seine Fahrspur komplett verlassen hat. Große und richtig eingestellte Rückspiegel helfen mr dabei, möglichst viel vom rückwärtigen (Autobahn) Verkehr im Blick zu haben. Manchmal frage ich mich, ob die Leute überhaupt was nach hinten sehen, bei den Spielzeugrückspiegeln.

Oft ist es auch so, dass blinkende Fahrzeuge gar nicht erkennbar sind. Nur direkt von hinten. Hier achte ich auch drauf, dass die Blinkerlichter an meinen Autos gut sichtbar sind. Der Passat B6 ist so ein Beispiel für ganz schlecht sichtbare hintere Blinker.

Sicherlich wäre eine gesunde Mischung aus Größe und Gewicht zunächst einmal hilfreich. Wir haben uns im Bereich Zweitwagen eine Klasse von Peugeot 208 auf 308 vergrößert und die OHL fühlt sich wesentlich "geborgener". Man merkt das teilweise schon wenn man die Tür eines Fahrzeuges zuschlägt. Da mit der Fahrzeugklasse auch immer das nötige Budget steigt würde ich behaupten, dass man in der bezahlbaren Fahrzeug-Größe wie Focus, Astra, BMW 1er, C4, 308, C-Klasse, Volvo S60, Mazda 3, Hyundai i30 durchaus sicher unterwegs ist und gleichzeitig aktuelle Sicherheitstechnik an Bord hat. Das sind schließlich die Brot- und Butter-Autos der Hersteller.

Ansonsten kannst Du nur noch NICHT am Straßenverkehr teilnehmen und das ist wohl für die meisten hier keine Alternative.

Zitat:

@taurus1 schrieb am 25. März 2018 um 00:16:44 Uhr:

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass SUV's aufgrund der höheren Masse und des deutlich höheren Schwerpunkts fahrphysikalisch eindeutig im Nachteil gegenüber "normalen" PKW's sind.

Stichwörter Elchtest, abrupte Ausweichmanöver, Bremsweg.

Natürlich haben die auch ihre elektronischen Helferlein, aber Physik lässt sich nunmal nicht überlisten.

Stimmt nur noch bedingt. Die neueren SUV's vom Schlage eines X3 lassen sich sehr dynamisch fahren. Der Bremsweg von 34,4 m (warm 34,2 m), beim Q5 sogar nur noch 33,9 m (33,6 m) ist so schlecht auch nicht. Der E63 S braucht 34,7 m (33,1 m), der RS6 Avant 35,4 m (34,0 m).

Natürlich lässt sich die Physik nicht überlisten; das wird durch einen "sanfteren" Fahrstil beim SUV jedoch mehr als kompensiert.

Fahre einfach etwas langsamer ... das kostet dich praktisch nichts, bringt aber einen enormen Sicherheitsvorteil. Gerade Hochgeschwindigkeitsfahrten auf der Autobahn sowie die üblichen "5 % unterm technisch machbaren" auf der kurvigen Landstraße werden dadurch deutlich entschärft. 5-20 km/h langsamer machen im Bremsweg etwas aus, was man durch ein "besseres" Fahrzeug oft nicht erreichen kann. Positive Nebeneffekte sind kleinere Kosten und ein entspannteres Fahren.

Wie schon angesprochen ist ein großes Fahrzeug nicht zwingend sicherer als ein kleines. Ein großes hat zwar in der Summe bei der Sicherheit Vorteile, die muss man aber auch erst mal bezahlen.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 25. März 2018 um 12:33:50 Uhr:

Zitat:

@taurus1 schrieb am 25. März 2018 um 00:16:44 Uhr:

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass SUV's aufgrund der höheren Masse und des deutlich höheren Schwerpunkts fahrphysikalisch eindeutig im Nachteil gegenüber "normalen" PKW's sind.

Stichwörter Elchtest, abrupte Ausweichmanöver, Bremsweg.

Natürlich haben die auch ihre elektronischen Helferlein, aber Physik lässt sich nunmal nicht überlisten.

Stimmt nur noch bedingt. Die neueren SUV's vom Schlage eines X3 lassen sich sehr dynamisch fahren. Der Bremsweg von 34,4 m (warm 34,2 m), beim Q5 sogar nur noch 33,9 m (33,6 m) ist so schlecht auch nicht. Der E63 S braucht 34,7 m (33,1 m), der RS6 Avant 35,4 m (34,0 m).

Natürlich lässt sich die Physik nicht überlisten; das wird durch einen "sanfteren" Fahrstil beim SUV jedoch mehr als kompensiert.

Es gab vor einiger Zeit mal einen Test mit den großen SUV der bekanntesten Hersteller. Bis auf ein Modell hatten die alle erhebliche Mängel beim Ausweichtest.

Das Szenario war ein Ausweichmanöver (ich glaube mir Bremsung) und ein darauf folgendes wieder Einscheren. Das Problem ist, dass die SUV elektronisch so eingebremst, werden, dass die Kippgefahr nicht gegeben ist. Das hat zur Folge, dass das 2. Ausweichmanöver nicht mehr richtig ausgeführt werden konnte, da die elektronik dagegen gesteuert hat, damit der SUV nicht in eine gefährliche Kippbewegung kommen kann.

Gibt einige spannende Studien zu dem Thema, verlinke ich später.

Meiner Meinung nach sollte für SUVs eine erhöhte Betriebsgefahr gelten, ähnlich LKWs.

Die SUV haben zwar eine schlechtere Fahrdynamik, beim Crash bzw für die Folgen spielt es jedoch keine Rolle. Die Amis werten die Folgen der Unfälle aus und haben eine Liste der Fahrzeuge wo das Verletzungsrisiko am geringsten ist. Die Top 10 besteht meines Wissens nach aus 9 SUV und den Audi A4.

Die Größe ist eben doch entscheidend :D

https://youtu.be/6pVF1Wr7GLQ

Meine Tochter fährt einen Smart ForFour, den ich auch des Öfteren fahren "darf". Kommt es mir nur subjektiv so vor, oder werde ich dann wirklich öfter behindert, geschnitten, bedrängt oder zum Bremsen gezwungen, als wenn ich mit meinem Touareg unterwegs bin?

Zitat:

@PeterBH schrieb am 25. März 2018 um 15:00:37 Uhr:

Meine Tochter fährt einen Smart ForFour, den ich auch des Öfteren fahren "darf". Kommt es mir nur subjektiv so vor, oder werde ich dann wirklich öfter behindert, geschnitten, bedrängt oder zum Bremsen gezwungen, als wenn ich mit meinem Touareg unterwegs bin?

Das kann ich in meinem Fall auch bestätigen. Wenn ich mit unseren Firmenfahrzeug VW UP! unterwegs bin, habe ich häufig das Gefühl gleich von anderen Verkehrsteilnehmern über den Haufen gefahren zu werden. Bin ich privat mit Phaeton unterwegs hat man das Gefühl "respektiert" zu werden.

Wenn es um die Sicherheit geht würde ich auch immer die amerikanischen Crashtests recherchieren (iihs.org).

Denn die haben viele verschiedene Kriterien inkl. Small Overlap, Überschlag etc. die es bei uns nicht gibt. Der NCAP ist diesbezüglich nicht mehr zu gebrauchen, da es viel zu wenige Kriterien gibt und jedes Auto mit 100 elektronischen Helferlein automatisch schon 4 Sterne bekommt, während das sicherste Auto ohne Elektro Klim Bim maximal 3 Sterne erreichen kann.

Bei den Amis hat übriigens der aktuelle 3er ganz gut abgeschnitten:

http://www.iihs.org/iihs/ratings/vehicle/v/bmw/3-series-4-door-sedan

Der neue Volvo Xc60, wie so häufig bei Volvos, auch sehr sicher~

http://www.iihs.org/iihs/ratings/vehicle/v/volvo/xc60-4-door-suv

Sind mir mittlerweile zu viele Beiträge um sie alle zu lesen. Meines Erachtens (und das ist auch die Meinung vielen Profis) haben große Autos beim Aufprall auf ein festes Hinderniss (Leitplanke, Baum, Mauer etc.) keinerlei Unterschied gegenüber einem Kleinwagen. Grund: Der Große oder SUV hat zwar mehr Blech was als Knautschzone dient hat aber eben auch eine deutlich größere Masse. Somit ist der Sicherheitsgewinn wieder hinfällig. Die Knautschzone ist deswegen größer weil das Autos sie auch schlichtweg benötigt. Zum Schutz der Insassen gibt es Airbags und Gurtstraffer. Die hat heute jeder Kleinstwagen. Das Einzige was hier von Vorteil ist: Der Aufprall gegen ein anderes Fahrzeug: Da ist der Kleinere eindeutig im Nachteil weil er die große Masse des SUV/7er etc. "schlucken" muß. Der Kleine sieht nach dem Aufprall einfach schlimmer aus. Schrott sind aber beide und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist bei beiden ähnlich hoch. Airbag Gurtstraffer etc. haben beide.

Ein Kombi hat beim Heckaufprall auch keine Vorteile gegenüber der "normalen" Limousine. Das bischen Dach und die Fensterholme bringen nix. Der Unterboden ist der Selbe. Es kann sogar sein das die ggf. längeren Holme und Längsträger sich schneller und leichter verbiegen wie die "normalen".

Der SUV hat bauartbedingt noch einige Nachteile gegnüber dem normalen Kombi: Höherer Schwerpunkt (er wankt stärker und hat eine geringere Fahrstabilität), Die grobstolligen SUV-Reifen (Die haben nicht soviel Bodenhaftung) und die größere Masse (wie oben schon geschrieben)

Nach deiner Überlegung müßte ja ein Smart for Two eine unsichere Kiste sein. Ist er aber nicht. Der kippt viellicht beim nem Crash um oder titscht zurück aber dank Airbag/Gurtstraffer etc. hat der Fahrer die selben Verletzungen wie der in der S-Klasse. da gibt es übrigens ein nettes Video bei Youtube zu.

Und die sog. Aktive Sicherheit ist ja auch mindestens genauso wichtig wie die passive. Aktive Sicherheit: Was wird getan um einen Unfall zu verhindern, passive Sicherheit: was passiert wenns dann doch mal kracht.

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