Schuld an Schaden - Verhalten Gegenseite

Hallo zusammen,

ich möchte einmal meinen aktuellen Fall schildern.

Vorneweg: Ich wohne mit der anderen Person in einer Straße und sie wohnt mit mir im gleichen Mietshaus direkt nebeneinander.

Vor einigen Tagen bekam ich von ihr eine Sprachnachricht über WhatsApp, dass sie von einem anderen Mieter aus dem Haus erfahren habe, dass ich beim Einparken ihr Auto berührt hätte und ob ich keinen Mumm, das auch zuzugeben. Und derjenige habe dies auch beobachtet.
Ich war total perplex, denn ich wusste nichts von einem Unfall. Dies hat mehrere Gründe: Ich habe kein Geräusch wahrgenommen, dass eine Berührung vorliegt, meine Parksensoren haben mich über eine Berührung nicht gewarnt und der Zeuge (ich weiß, um wen es sich handelt; ich habe ihn mehrmals in den letzten Wochen gesehen und ihn gegrüßt) hat mich auch nicht darauf angesprochen. Weder vom Fenster im 1. Stock, noch im Hausflur (er wohnt eine Etage unter mir und dem Unfallgegner) und hat auch nicht an meine Tür geklopft. Ich wurde vielmehr darauf hingewiesen.

Ich habe seitdem ich das erfahren habe von vorneherein Kooperation auf eine Einigung mit oder ohne Versicherung gezeigt. Aber die Gegenseite ändert ständig ihre Strategie, verhält sich unkooperativ und droht ständig mit Polizei.
Dabei wohnen wir im gleichen Haus nebeneinander.

Die Person war zuerst in einer freien Werkstatt und ihr wurdet gesagt, sie soll es in einer Fachwerkstatt beheben lassen. Kosten wohl bei ca. 800 EUR. Ich habe dann gesagt: Ok, dann bitte Kostenvoranschlag, damit ich Bescheid weiß.
Einen Tag später sagt sie, sie sei bei einem Gutachter in unserer Straße und der sagt, der Schaden liege bei ca. 500 EUR. Den sollte ich ihr direkt geben, dann wäre die Sache erledigt, ansonsten über Versicherung. Immer mit Drohung von Polizei (lässt sich auch alles belegen).

Ich habe bis jetzt nicht das Datum, wann das passiert sein soll oder wie es passiert sein soll und die Person weigert sich mir Ihre Versicherungsdaten zu geben.

Ich habe ihr nur gesagt, nachdem sie mir von den 500 EUR erzählt hat, genauso wie einen Tag zuvor: Dann brauche ich bitte Konkretes, woraufhin wieder Drohungen kamen.

Ich bin einfach nur baff, wie man so dreist sein kann. Ich streite ja das alles gar nicht ab, es kann ja sein, dass es passiert ist, ich habe kein Problem damit, den Schaden so oder so zu beheben.
Ich habe es halt aus den o.g. Gründen nicht mitbekommen.
Und es ist auch nur ein sehr geringer Schaden (sie hat ein 20 Jahre altes Auto, meines ist 2 Jahre alt und viel mehr wert; und es handelt sich bei ihrem Schaden um einen kleinen Riss hinten an der Stoßstange).

Ich bräuchte mal hierzu eure Einschätzung.

Vielen Dank im Voraus.

Beste Antwort im Thema

Ich finde der TE sollte hartnäckig sein und zusehen da nicht EINEN Euro zu bezahlen. Das ist ne ganz miese Tour.
Solchen Leuten gehört das "Handwerk" gelegt. Würde mit der eigenen Versicherung nochmal sprechen, ob da mittlerweile Forderungen eingegangen sind.

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Anstatt Wein ist auch Bier erlaubt - aber nur gutes.

Solange nicht exakt Ort und Zeit bekannt sind und zutreffend sind, ist alles nur Spekulation.
Erstmal Faktencheck!
Dann Versicherung kümmern lassen .

Diese unbedingt auf Vorschäden und gute Bekanntschaft zwischen Gutachter und Geschädigtem hinweisen!

Final über Schadensrückkauf nachdenken.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 19. September 2018 um 14:56:29 Uhr:



Wo du hin bist ist völlig unerheblich. Es gibt einen Fall da ging der Unfallverursacher in den Supermarkt nebenan um seinem Unfallgegner ein Wasser zu holen (bekam eine Anzeige wegen Fahrerflucht).

Gruß Metalhead

Na ganz so einfach ist es nicht.
Wenn dies aber stimmen würde, hätte Ich dem Unfallgegner die Wasserflasche um die Ohren gehauen.

Ohne ein konkretes Schadensbild, was von der Höhe und auch der Seite passen würde, würde Ich grundsätzlich jede Schuldzuweisung abweisen.
Wenn aber der Herr Nachbar noch ins Spiel kommt, der angeblich alles gesehen hat, weiß wo der TS wohnt und das nur mit der Geschädigten aushandelt, macht auch Er sich strafbar.

Wenn der Schei++haufen keine 500.- m,ehr wert ist, dann drück ihr doch einfach 500.- in die Hand und nimm Fahrzeugbrief und Schein mit. Dann vercheckst den Corsa an irgendeinen Exporteur für 250.- und hast deine Ruhe.

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Ich finde der TE sollte hartnäckig sein und zusehen da nicht EINEN Euro zu bezahlen. Das ist ne ganz miese Tour.
Solchen Leuten gehört das "Handwerk" gelegt. Würde mit der eigenen Versicherung nochmal sprechen, ob da mittlerweile Forderungen eingegangen sind.

Zitat:

@Geisslein schrieb am 20. September 2018 um 09:18:34 Uhr:


Wenn dies aber stimmen würde, hätte Ich dem Unfallgegner die Wasserflasche um die Ohren gehauen.

Wieso, die Anzeige kam von der Polizei.

Zitat:

Ohne ein konkretes Schadensbild, was von der Höhe und auch der Seite passen würde, würde Ich grundsätzlich jede Schuldzuweisung abweisen.

Ich auch, aber scheinbar gibt's ja einen Schaden (ob der passt wissen wir nicht).

Gruß Metalhead

Metal, die Karre von der "Geschädigten" ist doch lt. Aussage des TE eh komplett ramponiert. Wer sagt denn das der Schaden nicht schon vorher da war, wie alle anderen auch.
Der TE soll der Tante ne Karte vom Export-Händler oder vom Altmetallentsorger in die Hand drücken. 😁

Zitat:

@AndyW211320 schrieb am 20. September 2018 um 09:59:19 Uhr:


Wer sagt denn das der Schaden nicht schon vorher da war, wie alle anderen auch.

Der Zeuge.

Wie gesagt, das macht die Versicherung. Wenn die Stosstange vorher schon den Wert 0 hatte, bekommt sie auch genau das.

Allerdings ist es unrealistisch mit einem neuen Auto die Stosstange eines eines ältern Fahrzeugs zu zerreißen ohne daß da am eigenen Auto starke Schäden auftreten. Ich hab mal mit einem Tetrapak 'ne Delle in einer aktuellen Stosstange verursacht (ist doch nur noch Schaumstoff das Zeug).

Gruß Metalhead

Was war jetzt noch mal der Grund, weshalb nicht einfach als Haftpflichtschaden abgerechnet wird?

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 20. September 2018 um 09:50:07 Uhr:



Wieso, die Anzeige kam von der Polizei.

Und wer hat die Polizei gerufen ?!
Irgendwie ist die Geschichte wenig glaubwürdig, wenn der Unfallverursacher der Geschädigten eine Flasche Wasser kauft, kann diese doch der Polizei mitteilen, daß der Verursacher da ist, aber für Sie eine Flasche Wasser kauft, weil es Ihr durch die Aufregung schlecht ging... fertig !
Noch lange kein Grund jemanden wegen Fahrerflucht zur Anzeige zu bringen.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 20. September 2018 um 09:50:07 Uhr:



Ich auch, aber scheinbar gibt's ja einen Schaden (ob der passt wissen wir nicht).

Richtig, und solange das nicht eindeutig geklärt ist, ob der Schaden vom TS verursacht wurde bleibts dabei und Ich würde jede Schuldzuweisung abstreiten, egal ob da 1 Nachbar oder 10 es gesehen haben.

Zitat:

@Matsches schrieb am 20. September 2018 um 07:20:15 Uhr:



Zitat:

@AndyW211320 schrieb am 19. September 2018 um 14:14:36 Uhr:


"Riecht" für mich mächtig nach einem abgekartetem Spiel von dem "Geschädigten" und dem "Zeugen" dir gegenüber,
Neider, die Dir einen reinwürgen wollen? Weil Du ein fast neues Fahrzeug fährst?

Riecht das so?
Ein vorhandener Schaden beim Unfallopfer, ein vorhandener Schaden beim angeblichen Verursacher.
Ein Zeuge der das ganze beobachtet hat und ein vermeintlicher Verursacher der sich durchaus vorstellen kann das er eben dieser war.
Für mich riecht das jetzt auf den ersten Riecher erst mal nicht nach einem abgekarteten Spiel.

Ich habe gesagt: Wenn das einwandfrei nachzuvollziehen ist (Zeugenaussage passt mit Zeitpunkt, Schaden stimmen überein etc.), dann sehe ich das auch ein...
Aktuell habe ich ja gar keine Infos, weil man sich weigert, mir mitzuteilen, was jetzt Sache ist. (Wann? Welcher Schaden am Auto? etc.)
Nur die Gegenseite macht halt Terror!

Und bevor ich nicht konkrete Infos habe zu Zeitpunkt, Schaden sowie Schadenshöhe + Gutachter meiner Versicherung, ist mein Standpunkt klar.

Zitat:

@Geisslein schrieb am 20. September 2018 um 11:32:31 Uhr:


Und wer hat die Polizei gerufen ?!
Irgendwie ist die Geschichte wenig glaubwürdig, wenn der Unfallverursacher der Geschädigten eine Flasche Wasser kauft, kann diese doch der Polizei mitteilen, daß der Verursacher da ist, aber für Sie eine Flasche Wasser kauft, weil es Ihr durch die Aufregung schlecht ging... fertig !
Noch lange kein Grund jemanden wegen Fahrerflucht zur Anzeige zu bringen.
https://www.motor-talk.de/forum/fahrerflucht-t5986855.html

Gruß Metalhead

Zitat:

@Matsches schrieb am 20. September 2018 um 07:20:15 Uhr:


Riecht das so?
Ein vorhandener Schaden beim Unfallopfer, ein vorhandener Schaden beim angeblichen Verursacher.
Ein Zeuge der das ganze beobachtet hat und ein vermeintlicher Verursacher der sich durchaus vorstellen kann das er eben dieser war.
Für mich riecht das jetzt auf den ersten Riecher erst mal nicht nach einem abgekarteten Spiel.

Ein bereits vorhandener Unfallschaden am Fahrzeug des TE bedeutet noch lange nicht, daß Er der Verursacher ist.
Ich würde das, wenn Ich der TS wäre vorab abgleichen, ob die Schäden auch zueinander passen, wenn nicht, hätte Ich keine Skrupel davor mir einen Anwalt zu holen.
Für mich riecht das schon sehr nach Versicherungsbetrug seitens der Geschädigten. Der Nachbar ist auch schnell in eine solche Sache eingeweiht.

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