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Roller Kaufberatung - 50ccm

Themenstarteram 22. August 2020 um 12:02

Liebe Community,

ich habe in der nächsten Zeit vor mein Auto aus Kostengründen abzuschaffen und mir einen Roller (45 km/h) zuzulegen.

Ich bin relativ Technik-Interessiert und habe an unseren Familien-Autos eigentlich alle Wartungsarbeiten (Filterwechsel, Ölwechsel, Bremsenwechsel) selbst durchgeführt.

Bei dem Kauf der Rollers wäre mir wichtig, dass ich danach so unabhängig wie eben möglich bin um möglichst teure und aufwendige Reparaturen in einer Fachwerkstatt zu vermeiden und stattdessen mögliche defekte selber reparieren kann.

Nun gibt es bei Motorrollern ja auch eine breite Palette an Auswahl von diversen Markenrollern bis hin zu Baumarktchinarollern. Und auch Unterschiede in der Technik (2-Takter, 4-Takter). Mir kommt es weniger auf die Optik an sondern mehr darauf, dass der Roller folgende Punkte erfüllt

- Erreichen einer hohen Laufleistung

- Zuverlässigkeit

- Gute Ersatzteilversorgung

- Reparaturfreundlichkeit

Im Internet liest man des öfteren, dass 2-Takter einfacher aufgebaut sind und daher Reparaturfreundlicher sind. Ist dem wirklich so? Falls ja, gibt es Modelle die besonders zu empfehlen sind?

4-Takter haben ja bedingt durch Ihre Bauart nicht so einen hohen Verschleiss wie die 2-Takter und dürften daher vermutlich länger halten bzw. höhere Laufleistungen erreichen? Hinzu kommt, dass 4-Takter deutlich weniger Sprit verbrauchen und wohl auch die Hersteller aus Gründen der Abgasnormen mittlerweile eher 4-Takter produzieren.

Vielleicht kann mir hier der ein oder andere bei der Entscheidungsfindung welcher Roller es werden soll weiterhelfen.

Vielen Dank im Voraus für eure Mühe!

Viele Grüße

Jan

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16 Antworten
am 22. August 2020 um 12:07

Es gibt dazu unzählige Beiträge...

Schon mal die Suchfunktion benutzt?

Hallo Jan,

es ist schwer, auf solche Fragen eine passende Antwort oder Empfehlung zu geben.

Bei der Laufleistung angefangen, gibt es extreme Schwankungen.

Standfeste Zweitakter wie z.B. die älteren Piaggio sind für 100' gut, auch Markenrollern verrecken manchmal Motoren unter 30' km.

2 oder 4-takt ist bei guter Basis gleich haltbar.

Das zeigen auch die Fernost-Roller, die millionenfach durch die dortigen Metropolen wuseln und die seit den 60ern überwiegend 4-takter sind.

Als Langläufer hochgelobt ist die Suzuki Address 110, die es auch als 50er gibt (sehr selten).

Zuverlässige Roller gibt es wiederum viele, aber diese Frage ist in einem Forum wie diesen echt problematisch. Hier versammeln sich fast alle diejenigen, die Probleme mit ihrem Fahrzeug haben. Und je mehr davon verkauft werden, um so mehr häufen sich hier die Problemberichte. Daraus schließen viele zu Unrecht , das z.B. "China-Roller" unzuverlässig sind. Da auf 10 Markenroller 100 Billigroller kommen und die Dinger wie geschnitten Brot verkauf werden, kann das rein logisch schon nicht stimmen.

Man kann mit einem 1000,- Euro Roller 10 Jahre und 30'-40' km problemlos zurücklegen. Gleichemaßen kann man mit einem fast 3000,- Euro teuren Markenroller nur Probleme haben.

Fast alle Markenanbieter fertigen in Fernost oder beziehen den Großteil der Komponenten von dort.

Es kommt nur auf die vom Hersteller beschriebenen Anforderumgen und das Qualitätsmanagement an.

Wo auf der Welt das Ganze dann zusammengeschraubt wird ist völlig egal.

Die Honda Wave kommt aus Vietnam, die Suzuki Address me aus Thailand.

Am Band daneben wird der Lizenzroller zusammengebaut...

Wichtig ist eine funktionierende Ersazteilversorgung.

Aber auch die Preise müssen stimmen.

Was nutzt es, wenn man nach 5 Jahren noch Verkleidungsteile für den Roller bekommt, die aber mehr kosten als der Zeitwert. Eine China Vergaser bekomme ich für rund 20,- Euro. Da kostet bei Honda allein der Gummistutzen mehr.

Und was heißt schon "Marke"? Die heute großen Marken waren in den 60/70ern japanischer Billigschrott,

Heute sind sie Marktführer. Kymco ist auf dem (guten) Weg zur "Marke"

Alle Roller sind nicht gerade schrauberfreundlich. Viele Teile sind schwer zugänglich und allzu oft sollte man bei den lömmeligen Laschen Verkleidungsteile auch nicht abbauen. Seit Euro 4 wird die Spritvergasung elektronisch überwacht und geregelt und da ist zur Zeit nichts mehr mit selber Schrauben. Aber sonst kann man die normale Wartung gut selber machen.

Es gibt sehr viele Gleichteile, die quer durch die Anbieter verwendet werden. Mein damaliger China-Roller hatte z.B. Bremsbeläge, die die Honda MT-5 aus den 80ern hatte. Sonst wäre das zum Problem geworden. Da muss man zwar suchen, kann dann aber gut Geld sparen.

Seitdem elektronisch geregelte Vergaser (übergangsweise) und oft schon die richtigen Einspritzanlagen verbaut werden ist der Verbrauch drastisch zurückgegangen. Mein derzeitiger Retro-China-Roller verbraucht nur rund 2,5 Liter, alle anderen meiner vielen 50er Roller hatten immer mindestens 3,5 Liter verbraucht. Die Elektronik kann jetzt bei der Drehzahl, bei der 45 km/h erreicht werden, die Spritmenge zurücknehmen, die CDi hat da auf Spätzündung geregelt und der Sprit ist quasi verpufft.

Mein Rat wäre:

Kauf einen preiswerten No-name Roller eines großen deutschen Importeurs für max 1500,- Euro mit drei Jahren Garantie, fahre den 3-4 Jahre und verkaufe ihn. Danach fallen neue Reifen (Alter), ein neuer Riemen, Rollen.... an, der Auspuff muss aufwändig entrostet und lackiert werden, manche Teile werden schon matt oder gar spröde. Dabei verliert man gut 1000,- Euro. Oder fahr ihn so lange, bis er das Spinnen anfängt und gib ihn für 100,- einem Bastler. Bei einem Markenroller geht es bei 2500,- erst los und da sind die ersten 1000,- verraucht, wenn Du ihn in Empfang nimmst und vom Hof fährst.

Schau einfach Mal bei großen Firmen auf die Zweiradparkplätze oder was an Bahnhöfen oder großen Wohnanlagen steht.

Wären die so genannten "China-Böller" wirklich so schexxe, wie es hier immer wieder posaunt wird, würde die auch niemand mehr kaufen.

Ich bin mit meinem jedenfalls sehr zufrieden.

 

Grüße

Thorsten

Themenstarteram 22. August 2020 um 19:50

Vielen Dank für die Super ausführliche und Hilfreiche Antwort.

Ich hab hier mal quer durchs Forum geschaut und die Meinungen gehen ja auch hier sehr auseinander. Aber du hast schon recht... im Forum findet man meistens die Personen die Probleme haben.

Vor ein paar Jahren waren die typischen Baumarktroller (Rex) ich glaube neue Roller werden gar nicht mehr unter der Marke Rex produziert, welche Marken sind da denn so Empfehlenswert?

ATU bietet ja z.B. auch einen Chinaroller (Explorer) an.

Im Forum habe ich auch schon des öfteren gelesen, dass man von Gebrauchten Rollern Abstand nehmen sollte weil diese meistens Verbastelt sind und man nie genau weiss was der Vorgänger damit angestellt hat.

Liebe Grüße

Jan

Vielleicht liest du dir das hier mal durch.

Das mit den Gebrauchten Rollern ist so eine Sache, auf die Schnelle wird es nicht funktionieren.

Man muss Zeit haben und auf das richtige Angebot warten können.

Ich habe z. B. einen China 125ger wegen eines Trauerfall extrem günstig bekommen könne. War 2,5 Jahre alt mit nur 1500Km und fast neuwertig zu einem Drittel des Neupreises. Sicherlich auch weil ein Chinakracher schwerer an den Mann zu bringen ist als ein Markenroller.

Ich kann selber Schrauben und bin das Risiko eines Chinakracher ein gegangen. Bisher bin ich völlig zufrieden mit dem Teil.

Hallo Jan,

die Rollerpreise fallen wieder.

Die sind in den letzten Jahren extrem angesteiegen und das läßt sich nicht mit einer Abgasrückführung begründen.

Das hat der Markt ind Deutschland einfach hergegeben.

Die Online-Anbieter lassen jetzt für manche Modelle die 1000,- Euro Grenze fallen, bis 1500,- gibt es da gute Angebote.

Wie aber garssen gerade gepostet hat, sind die guten Gebrauchten rar.

Ich habe den Retro Roller von Alpha-Motors.

Der Händler soll (bislang) lt Forum eine gute Ersatzteiversorgung bieten.

Dieser China-Roller hat vor zwei Jahren knapp 1400,- Euro gekostet, die UVP ist jetzt auf 1100,- gefallen und im Rausverkauf werden die Reste für knapp 1100,- (970,- + 100,- Versand) angeboten.

Da wollen die Verkäufer für 1-2 Jahre alte Roller meist erst 900,- dann 800,- und wenn der Herbst da ist, kann man Glück haben und ein Schnäppchen machen.

Daher würde ich nie 450,- für einen 11 Jahre alten Rex zahlen.

Auch keine 350,-...

Meist ist es so, dass die China-Roller entweder von Anfang an Probleme machen, oder 10 Jahre einwandfrei laufen.

Wenn die Geschichte, warum man nach so kurzer Zeit den Roller abgibt, stimmt, kann man ein Schnäppchen bekommen.

Oder das war ne erfundene Story und man bekommt ne Dauerbaustelle, deren Garantie gerade abgelaufen ist.

In den ersten zwei Jahren fallen die Roller im Wert sehr stark. Dann stabilisiert sich das und führt dazu, dass um die 500-600 Euro ähnliche Roller im Alter zwischen 1 und 15 Jahren angeboten werden.

Wenn Du noch warten kannst/möchtest, gibt es im Herbst (z.B. bei ATU) oft gute Angebote, weil die 2021er Modelle schon im Container in China auf den Versand warten.

 

Grüße

Thorsten

Hi ich bin es nochmal.

Also ich muss gestehen, dass ich ein Schraub und Testobjekt noch hinterm Haus stehen hatte, das war ein Piaggio Zip II 50 4T (BJ 2006). Dieser Stand allerdings einige Jahre draußen und wurde nie gestartet. Ich war überrascht, dass ich diesen nach der langen Standzeit wieder zum laufen gebracht habe. Ich muss sagen, da hat mich Piaggio echt überrascht, auch der Rahmen sieht soweit ich das Beurteilen kann noch echt gut aus. Allerdings sind doch einige Sachen zu machen, in die ich vermutlich nicht mehr investieren will. Ich hab dem Piaggio eine neue Batterie einen neuen Vergaser eine neue Vorderachse und eine neue Bremsscheibe + Beläge vorne spendiert. Allerdings sind noch ein paar Baustellen vorhanden.

Der Kilometerzähler sowie der Tacho zählen nicht mehr (vermutlich Tachoschnecke) und der Tankgeber ist ohne Funktion. Manchmal schleift auch das Vorderrad und die Reifen sind runter und müssen auf jeden Fall neu. Auch die Federn hinten sind ziemlich vergammelt. Für mich war der Piaggio Lehrobjekt und gleichzeitig einen Versuch ob mir das Roller fahren noch Spaß macht.

Roller fahren macht mir definitiv noch Spaß und ich bin nach wie vor am überlegen mir einen neuen 50 ccm Roller zuzulegen kann mich aber nicht so recht entscheiden welche Technik es werden soll. Aufgrund der wirklich guten Erfahrungen würde ich falls ich einen neuen Roller kaufe wieder zu Piaggio tendieren. Allerdings dann ein etwas größeres Modell, ich muss sagen ich wiege knapp 140 KG (Tendenz sinkend) und wirke auf dem Piaggio Zip schon wie ein Zirkuselefant.

Mein Augenmerk ist auf den Piaggio Liberty 50 4T I-Get gefallen. Ist der Motor zu empfehlen? Was für eine Laufleistung ist dort realistisch? Wenn ich das richtig verstehe, besitzt der Liberty keinen Vergaser mehr sondern eine elektronische Einspritzung, dass wird vermutlich Segen und Fluch zugleich sein oder? Weil wenn diese Probleme macht, dann geht es richtig ins Geld oder?

Vielen Dank für die Hilfe

Jan

140 Kilochen- da bist Du mit ein paar Klamotten doppelt so schwer, wie der arme Zip und das bedeuted für einen 50er ja schon fast die vollständige Auslastung der Zuladung. Wenn Du dann zum Einkaufen rollerst, rufen die dünnen 50er-Federelemente nach Hilfe...

Hast Du womöglich vor einen "größeren" Führerschein zu machen. Das passt dann eher von Fahrzeuggröße und Gewichten?

Dann kannst dich mit mein Schwager gleich tun,Jahre lang mit der Zip gefahren ,ich habe das immer verglichen mit dem Tanzbär auf dem Einrad. Nun fährt er die Piaggio Liberty mit den großen Räder und ist zufrieden.

Ich habe einen Autoführerschein und bin lange Auto gefahren, habe aber vor das Auto aus Kostengründen in Zukunft öfters stehen zu lassen und auf das Fahrrad und den Motorroller auszuweichen.

Gestern Abend habe ich mich informiert, dass ich ja wenn ich etwa 5 Praxisstunden und 4 Theoriestunden mache eine 125 ccm Maschine fahren darf, dass war im ersten Moment schon verlockend aber was ich an den 50 ccm Rollern so schätze ist, dass sie keine HU benötigen und auch keine Zulassung benötigen. Und in der Anschaffung wäre eine vernünftige 125 ccm Maschine auch etwas teurer.

Die Liberty macht auf mich einen etwas erwachseneren Eindruck als die kleine ZIP obwohl ich Sie noch nie Live gesehen habe. Auch die größeren Räder sehen sicherlich Nett aus. Im Internet findet man halt recht wenig zu den I-Get Motoren oder ich hab bisher nicht die richtigen Suchbegriffe eingegeben. Wenn diese ebenfalls Ihre 20.000 - 30.000 km oder sogar mehr halten wäre das schon echt verlockend :)

Viele Grüße

Jan

Mit der Zip kein Vergleich,Einspritzer 3 Ventile und sehr geringer Spritverbrauch sowie Wartung die seltener ist.

Schwager fährt die jetzt über 2 Jahre zur Arbeit und hat keine Probleme mit gehabt.Auch das fahren ist kein Vergleich mit der Zip ,viel angenehmer.Nur musst du mit den neuen Rollern dich damit abfinden das sie stur ihre 45 Kmh laufen (Tacho 48-50) wie bei allen Euro 4 Rollern und dran rumpfummeln nur der tot bedeutet.

Ne daran rumfummeln wollte ich sowieso nicht :)

Ich wollte nur die notwendigen Wartungen selbst erledigen (Motorölwechsel, Riemenwechsel, Getriebeölwechsel).

Das müsste dort ja wie bei der ZIP auch funktionieren oder? Weil von der grundlegenden Technik hat sich ja nicht ganz soviel verändert.

Viele Grüße

Jan

Zitat:

@se7enx schrieb am 21. September 2020 um 14:18:37 Uhr:

Ne daran rumfummeln wollte ich sowieso nicht :)

Ich wollte nur die notwendigen Wartungen selbst erledigen (Motorölwechsel, Riemenwechsel, Getriebeölwechsel).

Das müsste dort ja wie bei der ZIP auch funktionieren oder? Weil von der grundlegenden Technik hat sich ja nicht ganz soviel verändert.

Viele Grüße

Jan

Moin, ja das funktioniert "wie in alten Zeiten".

Probleme gibt es bei den Euro 4 Rollern halt weil vielen die exakt eingehaltenen 45Km/h sauer aufstoßen.

Und wer versucht da etwas zu ändern hat bis jetzt so gut wie immer Schiffbruch erlitten. Und teuer Lehrgeld bezahlt.

Und deswegen gibt es inzwischen häufiger fast neue, wenig gefahrene Euro-4-Roller zu kaufen. Dieses Frühjahr fielen mir da insbesondere 50er Liberty-Roller auf...

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