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RGV 250! Wie ist sie so? Was beacten?

Themenstarteram 8. Februar 2003 um 16:49

hiho!

also ich bin hier neu...zumindest im motorradforum und habe noch nicht mal ne maschine. es geht nur darum das ich mir bald eine kaufen möchte und ich habe mich so langsam für die suzuki RGV 250 entschieden weil ich die vom optischen okay find usw.

nun meine fragen: wieviel darf so ein teil kosten? wieviel darf es runterhaben? gibt es sowas wie einen verschleiß den man schon bei einer bestimmten kilometerzahl immer hat? hat sie sonstige probleme? und vor allem das wichtigste für mich: wie sieht es mit pflege und folgekosten aus? ich bin nicht technisch unbegabt aber habe in sachen auto und vor allem in sachen motorrad wenig ahnung.

wäre nett wenn ihr mir helfen könntet.

danke im voraus, hekko!

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7 Antworten
am 11. Februar 2003 um 22:47

Hallo Hekko,

also wenn ich mir deinen beitrag so durchlese, denk ich du solltest dich eher nach einem gefährt mit 4 takten umsehen.

Ich denke bei der RGV sollte man nicht nach der Optik gehen (obwohl SIE wirklich ein leckerbissen ist).

Probleme der RGV :

- Außlassschieber haben ganz große schwächen bis Bj.93

- Dein linker Fuß muss sich im schlaf bewegen können

- Der Motor braucht viel Pflege und liebe

- nach 100km kannst Du weder Beine noch Arme bewegen

- Sozius was ist das?

- eine eigene Tankstelle wäre von Vorteil, die Dir auch gleich ÖL verkauft für 10-12 Teuros der Liter

Weitere Gründe gegen eine RGV :

- heutzutage noch eine RGV mit guter Pflege zu bekommen ist nach 10 Jahren nicht mehr so einfach

- vielzuviele RGV's am Markt wo die Leute ihr "Tuning" geschick dran versucht haben und diese dann nicht mehr standfest sind

Gute RGV's verkauft man nicht.

Wenn Dich das alles nicht abschreckt und Du eine Rakete haben möchtest bei der (fast) jedes Big-Bike den kürzeren zieht, dann hol Dir auf jeden Fall ne RGV, aber vergeß die Autobahn und den Stadtverkehr.

Die RGV ist auf der Landstraße zuhause.

Nicht das du jetzt denkst ich hätte was gegen RGV's, ich fahr selber eine, aber man muß schon wissen wodrauf man sich einläßt.

MFG

Peter

Es ist sehr schwer sich dem Bann einer RGV zu entziehen - habs versucht und es ist fehlgeschlagen! Mit der Lucky Strike stiehlst Du allen die Show und der Sound und Duft des Öls ist unverwechselbar!

Die Meinung von Streetmachine kann ich nur bestätigen!

Stadt rumzuckeln ist auf Dauer nix und Autobahn geht aufs Kreuz. Landstraße heizen und gelegtliche Streckpausen sind angesagt. Und wenn Du über 186 groß bist vergiss es gleich!

Wenn Du nicht selber schrauben kannst, solltest Du schon so 500-1000 € (durchschnittlich) im Jahr einkalkulieren.

Zum Preis: Nehmen wir mal an guter Zustand und 20.000 km 1500 € und ne LS 2000€ (Wenn Sie Jemand hergibt, deshalb kanns auch teuer werden). Wichtig: sind die Auslaßschieber in Ordung oder erneuert (Die sind echt teuer)!

am 14. Februar 2003 um 22:59

Danke das Du Dich meiner Meinung anschließt.

Für 1500.- Teuros ne gute Maschine zu bekommen wird schwer, da hilft nur suchen.

Anebi noch ein Bild von meinem Schätzchen :

RGV

am 4. März 2003 um 7:40

Habe mal für ein anderes Forum einen Fahrbericht geschreiben, wenn es Dich interessiert:

 

!!Achtung, die genannten Preise sind noch in DM!!

Zur Historie:

1984 kam das erste RG 250 T Modell von Suzuki auf den Markt. 45 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 180 km/h waren damals für eine 250er unübertroffen. Desweiteren war die UR-RG das erste Serienmotorrad mit Aluminiumrahmen. Dies ließ sich Suzuki gerade in den ersten Jahren auch bezahlen; 9300.- waren ein stolzer Preis.

Diese Modelle mit den 2-Zylinder Reihenmotoren wurden dann 1989 durch das erste RGV-Modell (2-Zylinder V-Motor) abgelöst. Die ersten RGV Modelle noch mit konventioneller Teleskopgabel und am besten zu identifizieren an den Endrohren, welche links und rechts angebracht waren, besitzen das Modellkürzel VJ 21 A. Diese RGV´s hatten 58 PS und verschwanden 1990 aufgrund der härter werdenden Abgasbestimmungen wieder von der Bildfläche.

1991 kam dann die wahrscheinlich aufwendigste RGV auf den Markt. Up-Side-Down Teleskopgabel, Bananenschwinge und gleich die erste Replica nach dem damaligen WM-Bike von Kevin Schwantz (Lucky-Strike-Edition), alle späteren Modelle erfuhren wieder Einsparungen an der Schwinge usw. . Diese Modelle waren gerade im Übergangsbereich und wurden somit zum Teil mit und ohne Kat gebaut. Diese neuen RGV-Modelle haben das Kürzel VJ 22 B und sind an den zwei Endrohren auf der rechten Seite gut von den Vorgängermodellen zu unterscheiden.

Alle RGV Modelle nach 1991 hatten dann durchgehend Katalysatoren und nur noch 56 PS. Bis 1993 fand der Import der RGV-Modelle nach Deutschland statt. Gebaut wurden diese jedoch noch bis 1996. In diesem Jahr wurde sie durch die RGV 250 SP abgelöst. Dieses Modell unterscheidet sich motorisch sowie vom Aussehen grundlegend von allen anderen Modellen und fand fast gar keinen Einzug nach Deutschland.

Die Weiterverwendung des Motors (mit einigen Modifikationen) in der RS 250 (bis heute) ist wohl jedem bekannt.

Der Motor:

Der RGV wird viel schlechtes nachgesagt, wobei vieles leider auch wirklich stimmt.

Schon die Motorcharakteristik ist nicht Jedermann Sache. Verwertbare Leistung ist erst jenseits von 6000 U/min anzutreffen, davor reicht es gerade um im Stadtverkehr gut mitschwimmen zu können. Dann steigert sich die Leistung bis 8000 U/min kontinuierlich.......dann werden schlagartig die 56 Pferdchen wach und melden sich beim Fahrer durch vehementen Vorwärtsdrang. Dieser wird dann wieder bei 11 000 U/min allmählich gebremst.

Der Verbrauch liegt je nach Fahrweise zwischen 6-8 Liter. Auch der Öldurst hält sich mit 1 Liter auf ca 1200 bis 1400 km in Grenzen, obwohl die Auslaßseite der Zylinder über die Ölpumpe direkt mit Öl versorgt werden.

Die Auslaßsteuerung ist auch noch so ein Problemfall. Hier kann es zu kapitalen Motorschäden kommen falls sich die Auslaßschieber verselbständigen und somit in den Zylinder fallen. Hier kam es schon des öfteren vor, daß der Besitzer sein Pleuel von außen betrachten konnte. Deshalb stets bei Gebrauchtkauf erst die Schieber überholen. Die Materialkosten von ca. 1500.- je nach Aussehen der Auslaßschieber sollten niemanden zurückschrecken lassen. Hier sind vorzugsweise Zubehörschieber oder überarbeitete Schieber der Firma Kfz-Fischer einzubauen (sind auch wesentlich billiger als die Originalen).

Auch die Gangabstufung ist sehr eigenwillig, hier erreicht der vierte Gang schon die 160 km/h – Marke und der fünfte hat seinen Dienst erst bei Tacho 195 geleistet, um dann den 6ten Gang einlegen zu dürfen. Diese Abstufung erscheint bei dieser Leistung und dem geringen Hubraum allerdings schon sinnvoll.

Eingetragen sind Endgeschwindigkeiten von 194 bis 198 km/h, auf dem Tacho sind aber wie immer mehr als 200 km/h drin.

Die oft verwendeten Jolly Moto Auspuffanlagen bieten wirklich einen erstaunlichen Leistungszuwachs und eine Gewichtsersparnis von mehreren kg. Diverse Firmen bieten für die RGV bis zu 80 PS an; die gesamten Tuningsmaßnahmen gehen jedoch sehr zu Lasten der Haltbarkeit dieses Motors. Die etwas zu schwach ausgelegte Kurbelwelle, hält diesen Belastungen oftmals nicht stand. Läßt man die RGV jedoch im völligen Originalzustand, so kann sie durchaus ein treuer und zuverlässiger Partner sein.

 

Das Fahrwerk:

Das Fahrwerk ist erste Sahne, Doppelscheibenbremse mit jeweils vier Kolben, in 7 Stufen verstellbare Gabel (jedoch auch in der härtesten Stufe für Fahrer über 80 kg zu weich) und verstellbares Federbein hinten.

Kenne kaum ein anderes Motorrad, das sich für Kurven so leicht und so tief abwinkeln läßt wie die RGV. Auch spätes Anbremsen und geringe Aufstellneigung sind Paradedisziplinen der RGV.

Im Auslieferzustand betragen die Reifendimensionen vorne: 110/70 und hinten: 150/60. Ein 160er Hinterrad bewirkt der Handlichkeit noch keinen Abbruch.

Im Allgemeinen ist das ganze Fahrwerk gnadenlos überdimensioniert und hat in keinem Bereich nur annähernd mit der Leistung dieses Motorrades zu kämpfen. Alle Lagen werden souverän gemeistert und vermitteln dem Lenker ein beruhigendes Fahrgefühl.

 

Allgemeines:

Die RGV kann und will auch ihre Herkunft aus dem Rennsport gar nicht verleugnen. Und so sensibel sollte sie auch behandelt werden. Regelmäßige Pflege und Wartung sind Pflicht.

Daher ergeben sich auch relativ hohe Unterhaltskosten die mit Häufigkeit und Intensität der Nutzung steigen.

Gebrauchtfahrzeugpreise von 3000.- bis 8000.- richten sich nach Zustand und Alter der Modelle und verlocken zum Kauf.

Nein, ein alltagstaugliches Motorrad ist die RGV wirklich nicht.

Dafür macht sie so viel Spaß wie kaum ein anderes Motorrad. Man sollte schon ein eingefleischter 2T-Freak mit tiefergehenden Schraubererfahrungen sein und am besten nicht auf die RGV angewiesen sein, ja so sieht wohl der potentielle Käufer aus.

 

Und hier ein Pic meiner RGV:

 

http://www.motorrad.gmxhome.de/.../RGV_seite.jpg

am 4. März 2003 um 13:28

ein sehr interessantes thema was ihr da habt, dazu habe ich auch einige fragen.

meine freundin will bald auch den motorrad führerschein machen und sie hat quasi mich damit beauftragt ein passendes motorrad zu finden. also ich hatte auch mit einer RGV250, einer aprillia rs250 oder etwas vergleichbarem gespielt. das motorrad sollte nicht zu teuer sein, möglichst etwas sportliches und auch nicht allzu wartungsintensiv! die beschreibung scheint dann aber auf keine der von mir genannten maschinen zu passen, hat jemand noch andere ideen?

am 4. März 2003 um 13:56

CBR 400 RR, RVF 400, GSX-R 400, FZR 400 SP.......

zwar alle nicht gerade billig, dafür aber weniger wartungsintensiv.

Als recht haltbare 2T's erweisen sich TZR 250 2MA und 3MA, sowie die NSR 250. Obwohl mir da die wirkliche Insider-Erfahrung fehlt.

am 8. März 2003 um 21:20

okay vielen dank! =)

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