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Reifenstandards

Hallo, wenn ich mir Reifentests durchlese kommen mir da komische Gedanken :confused:. Wenn man z.B. einen Reifen wegen einem Bremstest auf trockener Fahrbahn abwertet.... Gibt es irgendwo Gesetzliche Kriterien, die besagen, dass ein Grenzwert nicht überschritten werden darf. Wie kann man einen Reifen als schlecht bewerten, wenn man die Kriterien selber anbietet?? Wonach richten sich also diese Werte ??

 

 

28 Antworten

Es gibt gesetzliche Kriterien, aber jeder Reifen mit Zulassung liegt über diesen Werten.

Die Werte bei Tests liegen in den jeweiligen Kriterien punkten des jeweiligen Bewerters, je nachdem was dieser für Maßstäbe setzt ist das Ergebnis gut oder schlecht.

Als Kriterienanhaltspunkt wird der Bewerter wohl von den besten und schlechtesten jeweils erzielten Ergebnisse aller getesteten Reifen ausgehen.

Zitat:

Original geschrieben von Kai70

Es gibt gesetzliche Kriterien, aber jeder Reifen mit Zulassung liegt über diesen Werten.

Wie darf ich das verstehn? Erreicht also keiner der getesteten Reifen die gesetzlich vorgeschriebenen Werte?

 

Zitat:

Original geschrieben von Kai70

Die Werte bei Tests liegen in den jeweiligen Kriterien punkten des jeweiligen Bewerters, je nachdem was dieser für Maßstäbe setzt ist das Ergebnis gut oder schlecht.

Als Kriterienanhaltspunkt wird der Bewerter wohl von den besten und schlechtesten jeweils erzielten Ergebnisse aller getesteten Reifen ausgehen.

Also dann dürte es ja keinen "schlechten" Reifen geben. Ich denke mal, dass ein Reifen bestimmte "Dinge" erfüllen muss um eine Zulassung zu bekommen. Es gibt halt Reifen die bessere Werte erreichen als andere. Aber deshalb einen Reifen als "nicht Empfehlenswert" zu bezeichenen? Sind solche Tests also auch voreigenommen? Oder vertreten andere wirtschaftliche Interressen?? Ich hoffe Ihr könnt mir folgen...

Zitat:

Original geschrieben von Zapf

Zitat:

Original geschrieben von Kai70

Es gibt gesetzliche Kriterien, aber jeder Reifen mit Zulassung liegt über diesen Werten.

Wie darf ich das verstehn? Erreicht also keiner der getesteten Reifen die gesetzlich vorgeschriebenen Werte?

Anders herum ;)

Zitat:

Original geschrieben von Kai70

Zitat:

Original geschrieben von Zapf

 

Wie darf ich das verstehn? Erreicht also keiner der getesteten Reifen die gesetzlich vorgeschriebenen Werte?

Anders herum ;)

Ahaaa, das ist ja genau das was ich eigentlich meine. Wenn also jeder Reifen mit Zulassung den gesetzlichen Vorgaben entspricht und diese auch einhält, dürfte man ja keinen Reifen so schlecht bewerten, dass er "nicht Empfehlenswert" ist. Meistens sieht man nur "Schulnoten" als Bewertung. Man sollte z.B. beim Bremstest die Geschw. und den Bremsweg in Meter mit angeben. Und dann noch die gesetzl. Höchstgranze. Jeder Reifen der die gesetzl. Grenze überschreitet ist dann für mich schlecht.

Man kann doch nicht den einen als schlecht bewerten, weil der andere Reifen weit vorher zum stehen kommt.

Zitat:

Original geschrieben von Zapf

... Man kann doch nicht den einen als schlecht bewerten, weil der andere Reifen weit vorher zum stehen kommt.

Doch, man kann :D

Da die Tester ihre eigenen Kriterien für den Test definieren, ist das durchaus legitim.

Für mich zum Beispiel ist das beim Reifenkauf ebenfalls ein entscheidendes Kriterium, da ist der Rollwiderstand und der Verschleiss eher zweitrangig.

btw: das heißt Standard

Zitat:

Original geschrieben von Zapf

Man kann doch nicht den einen als schlecht bewerten, weil der andere Reifen weit vorher zum stehen kommt.

Kann man, die Reifentest beruhen lediglich auf der Empfehlung des jeweiligen Testers, und sollen dem Verbraucher bei seiner Wahl helfen.

Es gibt einen Unterschied zwischen

- ein Reifen erreicht nicht die gesetzlichen Mindestanforderungen - das nennt man dann "verboten"

und

- ein Reifen schafft zwar die gesetzlichen Anforderungen ist aber in einzelnen Disziplinen oder auch in der Gesamtheit seiner Eigenschaften viel schlechter als der Stand der Technik - das nennt man dann "nicht empfehlenswert".

ghm

Zitat:

Original geschrieben von kc24

Doch, man kann :D

Da die Tester ihre eigenen Kriterien für den Test definieren, ist das durchaus legitim.

Für mich zum Beispiel ist das beim Reifenkauf ebenfalls ein entscheidendes Kriterium, da ist der Rollwiderstand und der Verschleiss eher zweitrangig.

btw: das heißt Standard

Ich will dir jetzt nicht widersprechen, weil der Bremsweg natürlich wichtig ist. Ich widersetze mich eigentlich nur dem Wortgebrauch "nicht Empfehlenswert". Wenn der Reifen in einem gesetzl. festgelegtem Rahmen zum stehen kommt, und somit die vom Gesetzgeber geforderte Sicherheit gewährleistet ist. Kann der Reifen doch nicht als schlecht bezeichnet werden. Dass der andere besser und sicherer ist, ist mir auch klar...

Ein anderes Beispiel: Der Gesetzgeber hat bestimmte Kriterien festgelegt um einem KfZ die grüne Plakette zu verpassen. Wenn nun das Baugleiche Fahrzeug bessere Abgaswerte erzielen würde und den doppelten Preis hätte, würde den Wagen kaum jemand kaufen. Grüner kann die Feinstaubplakette ja nicht werden.

ich weis, ist ein bissl ein doofes beispiel, aber so ungefähr stell ich mir das vor...

Zitat:

Original geschrieben von ghm

- ein Reifen schafft zwar die gesetzlichen Anforderungen ist aber in einzelnen Disziplinen oder auch in der Gesamtheit seiner Eigenschaften viel schlechter als der Stand der Technik - das nennt man dann "nicht empfehlenswert".

ghm

Ok, die Aussage gefällt mir ... :) Ist irgendwie einleuchtend.

Es ist eben ein relativer Maßstab, der durch die Qualität der Mitbewerber mitbestimmt wird. Wenn der Durchschnitt besser wird, dann muß der einzelne ebenfalls besser werden um im Feld durchschnittliche oder gar Spitzenpositionen zu erreichen.

Ein Reifen, der vor 10 oder 20 Jahren noch super bewertet wurde, würde nach heutigen Maßstäben sicher als "nicht empfehlenswert" abschneiden weil sich die Reifentechnologie weiterentwickelt hat und auch ein Mittelklasse-Reifen nach heutigem Stand besser ist.

Oder wie der Volksmund sagt: Das Bessere ist der Feind des Guten ;)

ghm

Zitat:

Original geschrieben von ghm

Oder wie der Volksmund sagt: Das Bessere ist der Feind des Guten ;)

 

ghm

Noch so ein schöner Spruch der mir gefällt... Ich darf mir ja dann eigentlich kein "schlechtes" Gewissen einreden lassen, wenn ich mir nen Reifen kauf, der nicht gut abgeschnitten hat.

Ich finde, als einer der wichtigsten Faktoren für eine Notbremsung ist der Reaktionsweg.

 

Hier ist ein schöner Rechner

 

Wenn ich 50km/h fahre, und eine Reaktionszeit von 1 sek. rechne, komme ich auf 13,8 meter Reaktionsweg. habe ich eine Reaktionszeit von 0,5 sind's nur knap 7 meter. Reche ich mit 1,5 sek. sind's schon fast 21 meter. Der "normale" Mensch hat ja eine Reaktionszeit von ca. 0,5-1,5 sek. je nach Gemütszustand (Hab ich mal irgendwo gelesen).

 

Dann hat ja eigentlich so nen Bremstest wie ADAC & Co. machen, keine richtige Aussage ob dies im echten Strassenverkehr auch zutrifft, wenn der Reaktionsweg alleine schon eine Spanne von 14 Meter bei 50 km/h ausmacht. Ich zumeindest hab noch nirgends gesehn, dass als Unfallursache die Reifenmarke schuld gewesen wäre. Oder dass ein Unfall hätte vermieden worden wäre, wenn eine "Preminum-Marke" auf dem Auto montiert wäre.

 

Bitte nicht steinigen, ich lass mich gerne eines besseren belehren ;)

Zitat:

Original geschrieben von Zapf

... Oder dass ein Unfall hätte vermieden worden wäre, wenn eine "Premium-Marke" auf dem Auto montiert wäre....

Na ja, wenn durch eine "Preminum-Marke" mit 2m Bremsweg weniger der "Einschlag" nicht erfolgt, ergo der Unfall gar nicht passiert, wird also auch nix in der Statistik auftauchen.

Wer halt mit "schlechten" Reifen zu dicht auffährt, braucht sich nachher nicht wundern. Das steht nämlichmit ziemlicher Sicherheit im Unfallbericht, nicht der Reifentyp.

Also ich denke, daß der durchschnittliche Autofahrer eine deutlich bessere Reaktionszeit als 1 Sekunde hat. Sonst würde es noch viel öfters krachen.

Deswegen denke ich ebenfalls, daß den technischen Eigenschaften eines Reifens tatsächlich eine sehr große Bedeutung zukommt und ja, ich bin davon überzeugt, daß viele Unfälle nicht passieren würden oder der Unfallverlauf deutlich harmloser sein könnte wenn durchgehend bessere Reifen gefahren würden.

Wer einen Grund sucht, trotz dieser Fakten möglichst billige Reifen zu fahren der wird diesen Grund sicher finden auch wenn er damit deutliche Abstriche in der Sicherheit für sich und für andere in Kauf nimmt.

Es geht mir nicht darum, daß jeder nur noch mit dem besten und teuersten rumfahren darf - es geht um einen vernünftigen Kompromiss aus Leistung/Sicherheit und Preis und dadurch definiert wird, was das Gros der Herstellererreichen oder übertreffen kann und nicht was einzelne beim Kampf um Absatzmärkte und Gewinnmarchen in den Markt drücken und gerade noch die Zulassungskriterien erfüllen.

Aber wie gesagt, wer sich den Ramsch schönreden will, der wird sich selbst überzeugen wenn er nur lange genug auf sich einredet ;)

ghm

Zitat:

Original geschrieben von ghm

Aber wie gesagt, wer sich den Ramsch schönreden will, der wird sich selbst überzeugen wenn er nur lange genug auf sich einredet ;)

ghm

Da magst du recht haben. Versteh micht bitte nicht falsch, ich will mir keinen Ramsch schön reden. Ich hab schon viele Premium-Marken und einige Billig-Marken gefahren, und war mit fast allen zufrieden. Ich will einfach nur verstehn, wie es zu Testergebnissen kommt. Ich für meinen Teil konnte ebenfalls einen Unterschied zwischen Premium- und Billigreifen feststellen, keine Frage !! Aber dass ein Reifen Lebensgefährich sein kann.... würde ich jetzt nicht behaupten wollen. Hatte sogar mehr gefährliche Situationen mit "nicht-Premuim-Bereifung" gemeistert. Einen Unfall hatte ich dann mit Pirelli. Der beste Kompromiss ist wie du schon gesat hast, zwischen Preis/Leistung und Sicherheit.

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