RD 250 Bj.73, DS 7, Foren, Teile, Szene
Hallo, ich habe mir, zum Herrichten, eine seit 2003 abgemeldete Luftgekühlte RD 250, Typ 352, Bj.1973 zugelegt die ich gerne wieder aufmöbeln, übern Tüv und auf die Strasse bringen möchte.
Es soll aber keine echte Restauration oder Neuaufbau werden. Lediglich Technisch auf Vordermann bringen und optisch aufhübschen.
Für mehr fehlt es an Platz, Zeit und Ausdauer bzw.Lust.
Einige Standschäden sind natürlich vorhanden, z.B. Tank innen stark verrostet.
Bremszylinder vorne, Schlauch und Sattel für die Einscheibenbremse sehen sehr mitgenommen aus.
Sollten sicherlich genau angeschaut, überholt oder gar ersetzt werden.
Motor dreht gut durch, hat Kompression.
Werde bloss die Kòpfe abnehmen um Zustand der Zyl.laufbahn zu checken.
Ich hoffe dass es dann mit Vergaserreinigung/überholung getan ist und er dann läuft und noch einigermaßen in Schuss ist.
Wenn nicht kann man ihn immer noch aufmachen und überholen (lassen).
Meine Fragen: Hat hier jemand Tipps für spezielle Foren dafür (nix gegen MT) oder gute Bezugsquellen für Ersatzteile, Original oder gibt es da auch brauchbare Nachbauteile dafür?
Online Händler bzw.Läden im Raum München?
Kann man Tankentrostung/Versiegelung und Bremsenüberholung auch bei speziellen Firmen in Auftrag geben? (Umkreis 50 km von München)
Ich scheue die Drecksarbeit beim Tank bzw.Zerlegung der Bremse aus Sicherheitsgründen etwas.
Habe bisher immer nur Belag und Flüssigkeitswechsel mit Entlüften selbst gemacht. Mehr nicht.
Z.B.gibt's in Ebay einen nagelneuen No name Bremszylinder mit HandhebelArmatur für 99.-€
Aber soll man sowas ("Chinaschrott"??) wirklich verbauen?
Vielleicht hat hier auch jemand Teile für das Modell übrig. Das wäre fein.
Danke und Gruss.
83 Antworten
Schön, dass Du die RD aufbaust. Aus meiner Erfahrung mit dem Vorgänger R5 noch folgende Tipps:
Schau mal, ob der 6. Ganz freigelegt wurde. Zu Beginn war das aus Geräuschgründen nicht der Fall.
Erneuern solltest Du definitiv die Zündkontakte und Kondensator. Genaue Zündeinstellung beachten, die Kolben danken es Dir.
Vergaser säubern ist gut und wichtig. Zu mageres Gemisch sorgt für leistungsreduzierende Entlüftungslöcher im Kolben.
Falls die Leistung nicht vollständig vorhanden ist, kann der Labyrinthdichtring der Kurbelwelle die Ursache sein. Prüfung geht über Druckverlustmessung.
Greetz
MadX
Hallo Mad X .
Danke für Dein Interesse und Deine Tips.
Von dem 6.Gang Gesperrt Thema habe ich bereits gehört und gelesen.
Habe bei der Besichtigung am Hinterrad gedreht und alle Gänge mal durchgeschalten und daher mal mitgezählt. Bin dabei auf 6 Gänge gekommen. Also doch nachträglich freigelegt. Kann aber nicht ganz ausschliessen dass ich mich doch verzàhlt oder mal einen Gang nicht weitergeschalten habe.
Zündung möchte ich, sofern sie noch fuunktionsfähig ist erst nur einstellen und baldmöglichst auf kontaktlos umbauen. Die Nachbauteile (Kontakte) sollen nicht gut sein und Originale 40 € kosten hat man mir gesagt.
Vergaser hab ich mit meinen herkömmlichen Methoden zu Hause zerlegt u.gereingt.
Also nicht mit Ultraschall.
Gestern ist mir was verdächtiges aufgefallen.
Normalerweise muss ich vorne 3.00 - 18
und hinten 3.50 - 18. Reifen verwenden.
Auch hatte ich in Erinnerung daß die Felge vorne entsprechend schmäler ist.
Nun seh ich daß sowohl vorne wie hinten ein
3.50 - 18 Metzeler Reifen montiert ist.
Habe die Breite der Felge aussen gemessen.
Beide sind 69 mm breit!
Kann das sein, daß jemand einfach das Vorderrad einer größeren Yamaha z.B. XS 650 montiert hat?
Oder lässt sich der 3.00-18 auf diese "breite" Felge aufziehen?
Gibt es zur Not eine Freigabe oder Eintragungsmöglichkeit für den breiteren 3.50-18
Vorderreifen?
Ich hoffe das weiß hier jemand.
Hab mich inzwischen im Netz selber schlauer gemacht. 🙂
Vorderrad felge passt, ist 1.85 x 18
Optimale Grösse für 3.00 - 18 Reifen.
Hintere Felge ist auch 1.85 x 18 , sollte aber besser 2.15 x 18 sein für den 3.50 Zoll Reifen.
Ist aber technisch noch möglich und vertretbar diesen auf die relativ schmale Felge zu montieren.
So, ich dachte mir:
Gibst mal Bescheid wie es weiterging und es jetzt,3 Monate später aussieht...
Habe mittlerweile ca.700 € für Teile ausgegeben.
Am stärksten schlugen Reifen mit Schlauch und Montage (186€) Heidenau K 65, und die Überholung der Scheibenbremse vorne (210€) inkl.Stahlflexleitung zu Buche. Gaszug komplett 40€ und Luftfilter 25€ auch nicht grade ein Dumpingpreis.
Leider waren mangels Zulassung und ungünstigen Örtlichen Gegebenheiten, nie richtige längere Probefahrten möglich. 🙁
Auch gab und gibt es Probleme mit leichtem Ölverlust irgendwo unten am Motor, schlechte Gasannahme , extreme Rauchentwicklung u.ä.
Da ich keine Erfahrung und nicht die Ausstattung und den Platz für eine gründliche Motorüberholung habe und der einzige Könner auf dem Gebiet den ich kenne, wegen Arbeitsüberlastung abgelehnt hat, war mir erstmal wichtig das Gerät soweit zum laufen zu bringen, daß es zumindest für die HU und Zulassung ausreichend ist.
Dann kann man wenigstens auf die Strasse damit und Fehler oder Mängel im Zuge längerer AbstimmungsFahrten feststellen und die Erfolge der entsprechenden Gegenmaßnahmen beurteilen.
Nun, zumindest dies hat hat Vergangene Woche Gottseidank geklappt und ich kann mich jetzt auf diverse Vergasertests und Dichtheitsprpfungen freuen. Gestern bin ich schon wieder,nur 3 Tage nach erfolgreicher HU fast stehengeblieben. Läuft nur auf 1 Zylinder und das auch sehr schwachbrüstig. Zunächst war nur die Zündkerze verölt und hat nicht gefunkt. Kurze Zeit ging es mit der neuen, dann das gleiche wieder. Inzwischen sind von ehemals 6 neuen Kerzen nur noch 2 funktionsfähig. Die anderen machen trotz Reinigung und mit Feuerzeug @freibrennen@, keinen Funken nehr...
Also langweilig wirds mir wahrscheinlich auch im Winter heuer nicht...
Anbei ein Bild von der KÜS Prüfstelle letzten Mittwoch.
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Zitat:
@Mopedmongo schrieb am 01. Sep. 2019 um 09:49:14 Uhr:
Gestern bin ich schon wieder,nur 3 Tage nach erfolgreicher HU fast stehengeblieben. Läuft nur auf 1 Zylinder und das auch sehr schwachbrüstig. Zunächst war nur die Zündkerze verölt und hat nicht gefunkt. Kurze Zeit ging es mit der neuen, dann das gleiche wieder. Inzwischen sind von ehemals 6 neuen Kerzen nur noch 2 funktionsfähig. Die anderen machen trotz Reinigung und mit Feuerzeug @freibrennen@, keinen Funken nehr...
Entläd sich Deine Batterie von selbst, oder kannst Du das noch nicht sagen, weil der Zeitraum zu kurz ist? Dann hätte ich evtl. ne Idee, was da los ist.
Mfg
Hast Du den Zündkondensator mal geprüft, bzw die Kompression?
Verölte Kerzen können ein Hinweis darauf sein.
Also die Ladespannung hab ich mal kurz gemessen , die lag bei 3000 min-1 bei 14,2 Volt.
Im Leerlauf aber nur 13 Volt.
Kompression leider noch nicht gemessen. Geht nur bei abgebautem Tank. Hätte ich die ganzen Wochen vorher als der Tank unten war machen müssen. Jetzt ist auch noch fast voll....
Problem bei dem Modell ist der Verbindungsschlauch für die beiden Tankhälften, der unterm Rahmenrohr verläuft. Muss man vorher Sprit ablassen, sonst gibt’s ne Sauerei.
Kondensator denk ich nicht, weil ich gestern Abend mal die Kerzen rechts / links vertauscht hab und dann hat’s jeweils auf der anderen Seite gefunkt bzw. eben NICHT gefunkt.
Ich hatte aber sowieso geplant eine kontaktlose Zündung zu verbauen, sofern die noch zu bekommen sind.
Bevor ich selber suche, hat jemand einen Tipp oder Link wo es welche zu kaufen gibt und eine Empfehlung?
„Entläd sich Deine Batterie von selbst, oder kannst Du das noch nicht sagen, weil der Zeitraum zu kurz ist? Dann hätte ich evtl. ne Idee, was da los ist. „
Ich dachte zwar, da wäre alles soweit ok.
Allerdings war die tatsächlich mal während der Basteleiphase inder Tiefgarage, von einem aufs andere mal plötzlich vollkommen platt...
4 Tage zuvor war noch alles OK. Dachte zuerst an Kurzschluss oder Defekte Lima über die sich die Batterie entladen hätte...auch war der Stecker mit den 3 weissen Kabeln unter der Sitzbank praktisch zusammengeschmolzen und verschmort.
Habe aber keinen Fehler oder heimlichen Stromfluss messen können...
Nach Aufladen der Batterie ist das bisher auch nicht mehr passiert und es schien alles ok!
Also. Auf die Gefahr hin, dass das jetzt wieder niemand glauben mag: Ich habe eine KH250 Dreizylinder Zweitakt und die hat mich fast zur Weißglut gebracht, weil sie ständig Zündkerzen gefressen hat. So nach ca. 50-100km, immer eine andere Kerze ohne Funktion. Mal die linke, mal die mittlere, usw. Ebenso war die Batterie nach einer gewissen Standzeit auch immer sehr müde.
Im Endeffekt war es bei der KH der Laderegler, der erstens die Batterie im Stand immer schön leergesuckelt hat und des Weiteren daran Schuld war, dass die Zündspulen nicht genügend Zündenergie liefern konnten, um die Kerzen ordentlich "freizubrennen". Die Kerzen fahren sich quasi zu, sind so angefettet, dass da nix mehr vernünftig zünden kann. Nach einer Trocknung solcher Kerzen und einem Test in einem anderen Fahrzeug (Puch Maxi) gingen die "kaputten Kerzen" wieder tadellos!
Wenn man sich den Aufbau einer Zündkerze anschaut sieht man eh, dass da in dieser Windeseile nicht allzuviel kaputt gehen kann, außer die Elektroden brennen weg, aber das sieht man ja gleich. In diesem Fall hätte man aber sicher bald ein schönes Loch im Kolben.
So, jetzt dürfen alle auf mich einprügeln.
Mfg
Für das "Problem" mit dem Verbindungsschlauch empfehle ich Dir eine Shlauchkupplung, gibt es z.B. im Wassersport. Hatten wir bei der R5 (Vorgänger RD350) so montiert und das hat die ganze Situation schon sehr vereinfacht. ;-)
@kawastaudt: Danke für die Info, das ist mal ein ganz neuer Ansatz.
Klingt auch nicht unplausibel. Ich werde das auf alle Fälle miteinbeziehen. Die Kerzen hebe ich natürlich auf. Denke auch daß die unmöglich für immer kaputt sein können.
Jede Wette: würde ich die jetzt woanders einschrauben, zünden sie gut.
@MadX: Auch Dir Danke für den Hinweis!
Das würde ich mir auch ranbauen.
Hat so eine Schlauchkupplung dann ein Ventil drin, so daß beim Trennen nichts ausläuft?
Wäre toll wenn Du vielleicht ein Foto oder ein Link zu so einem Ding hast.
Kennst Du in München evtl. sogar eine Adresse von einem Laden dafür?
Ich kaufe ungern im Internet, lieber in echten Geschäften auf Old School Art. 🙂
Bei Umbau auf "Kontaktlos" musst Du aber bei RD 400- CDI-Yamaha-Teilen auch,LIMA mit Polrad , Zündschloss und Killschalter wechseln.
Billig wird das nicht.
Am besten Schlachter besorgen.
Bei der RD 400 E /F Mj.78/79 ( Sargtankmodelle mit CDI-Zündbox/ kontaktlos) passen teilweise die Teile der RD 350 LC ( 4LO ).
Von der 4LO gibt's ja mehr auf dem Markt.
Müssen aber umgelötet werden.
Alternativ wäre Umbau auf eine Transistorzündanlage kontaktgesteuert.
Hier hat man zwar noch Kontakte,aber die nutzen sich kaum ab.
Oder Nachbau-CDI-Zubehör-Anlage.
Link such ich Dir raus.
Unterschied RD-Modelle kontaktlos/kontaktgesteuert.
http://www.powerdynamo.biz/deu/systems/7106/06or13.htm
Einbau Anleitung bebildert:
http://www.powerdynamo.biz/deu/systems/7105/71059inst.php
Übersicht YAMAHA-RD-Modelle :
http://www.powerdynamo.biz/deu/systems/lists/yamaha.php
Eingebaute powerdynamo-Anlage in RD 350 mit Bildern:
https://www.rd250tuned.de/deutsch/250-350-luft/elektronische-zündung/
Alternative : TRANSISTORZÜNDANLAGE kontaktlos:
NEWTRONICS
https://yambits.co.uk/...onics-electronic-ignition-system-p-23723.html
Benzinschlauch Kupplung:
Zitat:
@kawastaudt schrieb am 2. September 2019 um 07:57:33 Uhr:
Also. Auf die Gefahr hin, dass das jetzt wieder niemand glauben mag: Ich habe eine KH250 Dreizylinder Zweitakt und die hat mich fast zur Weißglut gebracht, weil sie ständig Zündkerzen gefressen hat. So nach ca. 50-100km, immer eine andere Kerze ohne Funktion. Mal die linke, mal die mittlere, usw. Ebenso war die Batterie nach einer gewissen Standzeit auch immer sehr müde.
Im Endeffekt war es bei der KH der Laderegler, der erstens die Batterie im Stand immer schön leergesuckelt hat und des Weiteren daran Schuld war, dass die Zündspulen nicht genügend Zündenergie liefern konnten, um die Kerzen ordentlich "freizubrennen". Die Kerzen fahren sich quasi zu, sind so angefettet, dass da nix mehr vernünftig zünden kann. Nach einer Trocknung solcher Kerzen und einem Test in einem anderen Fahrzeug (Puch Maxi) gingen die "kaputten Kerzen" wieder tadellos!
Wenn man sich den Aufbau einer Zündkerze anschaut sieht man eh, dass da in dieser Windeseile nicht allzuviel kaputt gehen kann, außer die Elektroden brennen weg, aber das sieht man ja gleich. In diesem Fall hätte man aber sicher bald ein schönes Loch im Kolben.So, jetzt dürfen alle auf mich einprügeln.
Mfg
Der Funke brennt keine Kerze frei, das erledigt die Verbrennungstemperatur bei dem jeweiligen Wärmewert der Kerze und dem entsprechenden Gemisch. Wenn die Kerzen "angefettet" sind, stimmt das Gemisch nicht oder es geschiet erst nach Aussetzen der Kerze.
Deine beschriebene Kuriosität habe ich auch an einem 98er Motor, andere Motoren verhalten sich dagegen ganz normal.
Hier habe ich mal eine mögliche Fehlerbeschreibung. > > >
"Deine Kerze bildet Silikatglas oder sammelt Bleidreck an, wie man in den 50ern sagte.
Das Zeug ist nur ganz dünn und kalt nicht leitend aber wenn es heiß wird, überbrückt es den Isolator.
Typisches kennzeichen: Motor aus oder stottert, nach Fahrt - Kerze raus - funkt -
Kerze rein -...losfahren geht vielleicht noch, doch nach wenigen Metern das gleiche wie vorher. Das ist ein sicheres Zeichen dafür.
Um diesen Zustand zu erreichen, müssen viele Faktoren zusammentreffen, der Sprit hat auch damit zu tun, klar. Leider liegt dieser Zustand der Erfahrung nach oft in einem Bereich, in dem der Motor eigentlich gut läuft. Was tun ??
Manchmal ist es fast egal, was man ändert, hauptsache irgendwas und schon hört das auf.
Meistens muss man schon etwas knobeln.
Daher bringt manchmal eine andere Kerze, gleicher Typ aber anderer Hersteller oder anderer Wärmewert etwas.
Andre Bauform kann auch klappen, können aber Folgeprobleme anderer Art auftreten.
Vergaser "verstellen" oder Zündung, Staudruck im Auspuff, Steuerzeiten usw.
Hieraus wird ersichtlich: Es gibt keine schlechten Zündkerzen, nicht japanische, Isolator, Iskra oder von wem auch immer. Es ist nur so, daß es eben nicht zusammenpasst (obwohl es so in der BA stand...).
Die Kerzen sind auch gar nicht defekt, unter dem "Glas" ist ein wunderbar intakter Isolator, nur die Schicht muss ab, da hilft Strahlen oder Kerze wechseln."
Zitat:
@schelle1 schrieb am 02. Sep. 2019 um 18:17:39 Uhr:
Der Funke brennt keine Kerze frei
Das hab ich auch garnicht behauptet! Das ist für mich ein schleichender Prozeß, der sich über Kilometer durch schlechte Verbrennung einstellt, weil die Zündenergie zu gering ist. Ich kann es nicht vollständig wissenschaftlich wiedergeben, aber seit dem anderen Laderegler habe ich nicht eine Kerze mehr "verbraucht". Muss man nicht glauben, ist aber so, jedenfalls in meinem Fall.
Mfg