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RAT GESUCHT: Job als Fahrzeugaufbereiter!!!

Themenstarteram 31. August 2011 um 16:33

Hallo an die Pflegeprofis,

mein kleiner Bruder hat sich auf 400,- Euro-Basis bei einem Fahrzeugaufbereiter beworben. Der Chef sagte, er soll am Freitag ein Fahrzeug Probe arbeiten.

Gemacht werden soll:

- Fahrzeugwäsche inkl. Motorwäsche

- Lackreinigung

- Innenreinigung inkl. Polsterreinigung

Genauer hat sich der Chef nicht ausgedrückt. Hintergrund dieser Test-Aufbereitung ist, laut Chef, dass er keine Zeit hat Leute anzulernen und so sehen will, was man kann.

Als der Chef mein Bruder fragte, ob er sowas schonmal gemacht hat, sagte mein Bruder, dass er ein eigenes Auto hat und dies auch selber sorgfältig pflegt. Allerdings sagte er auch gleich, dass er eine Lackreinigung und eine maschinelle Politur noch nie gemacht hat. Alles andere von den o.g. Sachen ist ihm nicht unbekannt.

Zur Erwähnung kam auch der Zeitfaktor. Der Chef sagte, dass eine Aufbereitung nicht so gemütlich wie bei einem selbst zu Hause von statten gehen kann.

Ich muß dazu sagen, dass mein Bruder und ich auch zusammen unsere Autos pflegen und er schon was kann, obwohl er kein Profi ist. Das Ergebnis unserer gemeinsamen Pflege könnt ihr in Ansätzen bei meinen Fahrzeugen in meiner Signatur nachvollziehen.

Dazu hätte ich noch ein paar Fragen an euch:

- Wie lange darf so eine Fahrzeugaufbereitung dauern?

- Hat jemand noch ein paar heiße Tipps in puncto Lackreinigung/Politur?

- Was sollte man ca. als Stundenlohn auf 400,- Euro-Basis bekommen?

- Und gibt es noch allgemein ein guten Rat, den man mit auf den Weg geben könnte?

Ich würde mich echt freuen, wenn ihr mir ein wenig weiter helfen könntet!

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18 Antworten

Zitat:

Was sollte man ca. als Stundenlohn auf 400,- Euro-Basis bekommen? 

ca. 6,00 - 7,00 EUR ist so die Regel ...

 

Gruß LongLive

1. Kommt immer drauf an wie dreckig das auto und b was der Kunde erwartet.natürlich sollte es sauber sein ,aber jemand der 800€ bezahlt erwartet was anderes als jemand der zu seiner Handwäsche noch die Innenreinigung dazubucht.

2.Wenn Dein Bruder noch nie sowas geamcht hat sollte er sich das aufjedenfall zeigen lassen.Eine Excenter maschine ist recht easy in der handhabung und man kann eigentlich nichts kaputtmachen.Wenn der Aufbereiter ne Rotationmaschine sieht das wieder anders aus..mit der kann man nämlich schnell ein paar Hologramme auf den Lack zaubern...sollte der Chef aber auch wissen.

3.habe ich keine Ahnung von aber 6-7€ hören sich nciht verkehrt an.

4.Dein Bruder sollte sicht mal hier und in anderen Foren mal ein wenig einlesen oder youtube benutzen dort sind auch viele nützliche Videos.

Z.B.:Meguiars Video

Polsterpfelge mit Petzoldt

...

Hallo,

egal wie viel man das eigene Fahrzeug geputzt hat, in der gewerblichen Fahrzeugaufbereitung laufen die Uhren anders.

Die Arbeitsschritte müssen schon gelernt sein damit man zeitlich im Rahmen bleibt. Ein fester Arbeitsablauf spart unnütze Wege und verhindert vergessene Stellen. Auch unterscheiden sich die Arbeitsweisen der Hobbyputzer (nicht negativ gemeint) vom Aufbereiter.

Geh mal von 4h für eine einfache Aufbereitung aus. Ein Aufbereiter sollte allein pro Tag 3 Händlerfahrzeuge machen können, oder 2 Privatkunden.

Den Job als Aufbereiter kann man nur langwierig erlernen, durch Übung. Es ist unmöglich das ein Kfz Lehrling in der ersten Stunde völlig selbstständig denselben Job macht wie ein erfahrener Kollege. Genauso wie ein Hobbykoch niemals in einer echten Restaurantküche überleben könnte. Zu Hause steht man 3h am Herd für 4 Portionen, im Restaurant hast Du 15min für 4 Portionen.

Der Job ist meist unterbezahlt, die Leute bleiben nicht lange und es geht in die Knochen. Wer Spaß daran hat und arbeiten kann und will, wird einigermaßen erfolgreich.

Eine Probearbeit soll zeigen das man sich für den Job wirklich interessiert. Leute die über Ihre eigenen Füße stolpern und nach 2h schon nach Luft schnappen kann man schnell aussortieren. Der Arbeitgeber weiß auch das gute Aufbereiter nicht auf Bäumen wachsen, man muß jeden einarbeiten. Wenn jemand zwar wenig kann, sich aber geschickt anstellt und auch mal ein paar Fragen zu den Dingen hat, ist das durchaus positiv.

Hi,

sorry aber nen Aufbereiter der Leute einstellt und denen nicht seine Arbeitsweise beibringt und Produkte erklärt kannst vergessen.

Selbst wenn Dein Bruder schon als Aufbereiter gearbeitet hätte gehört eine Einweisung dazu. Schliesslich hat jeder Aufbereiter seine Hausprodukte die der neue nicht kennen kann.

Nen Aufbereiter wird auch nicht mit nem Exenter arbeiten, die Zeit hat er gar nicht. Mein Tip: Dein Bruder soll sich jemanden suchen der seine Angestellten unterstützt.

Und bloß nicht zu gründlich sein die letzten Swirls weg zubekommen oder eine Neuwertigen Innenraum hinzubekommen ist nicht das was Tagesgeschäft eines Aufbereiters ist. Time ist Money !

Gruß KAX

Mal ne doofe Frage. Ist das als Nebenjob gedacht um Geld zu verdienen oder als Hobby? Denn zum Geld verdienen auf 400 € Basis gibt es auch Dinge, die mit weniger Aufwand und schneller zu den oben genannten 400 € führen.

Nenn mir mal den Laden, wo dein Bruder hin will. Damit ich dort nicht aus Versehen nen Firmenwagen abgebe.

Das wird ein unseriöses Abgerackere für'n Hungerlohn für Deinen Bruder.

Arbeit suchen und haben: Immer toll.

Sich für ein Trinkgeld tagtäglich kaputtrackern: Nicht toll.

Nachdem er beim "Probeaufbereiten" mitbekommen hat, wie das läuft, sollte er sich das gut überlegen, ob er das für das Geld regelmäßig machen will.

Gruss,

Celsi

Für das Geld soll er Zeitungen austragen oder sich irgendwo an die Pforte setzen. Besser bezahlt und gesünder.

Themenstarteram 1. September 2011 um 1:02

Zitat:

Original geschrieben von Goify

Mal ne doofe Frage. Ist das als Nebenjob gedacht um Geld zu verdienen oder als Hobby? Denn zum Geld verdienen auf 400 € Basis gibt es auch Dinge, die mit weniger Aufwand und schneller zu den oben genannten 400 € führen.

Nenn mir mal den Laden, wo dein Bruder hin will. Damit ich dort nicht aus Versehen nen Firmenwagen abgebe.

Das ist ein Nebenjob neben seiner schulischen Ausbildung, an dem er sich was dazu verdienen will.

Den Betrieb nenne ich dir gerne per PN, wenn du wirklich wert drauf legst!

@ all

Danke für die bisher konstruktive Beteiligung. Eure kritischen Worte stimmen mich etwas nachdenklich und sie sind sehr hilfreich. Sicherlich haben ich und mein Bruder uns nicht die Illusion gemacht, dass es ein Faulenzerjob ist. Er wird sich´s Freitag angucken und danach werde ich berichten.

Weiterhin bin ich aber trotzdem für jeden Rat dankbar!

Ja ich bin auch mal gespannt was er danach sagt.Es ist aber wirklich ein Knochenjob.Das sollte man wirklich nicht unterschätzen!

Ja ganz so leicht is der Job net bin damals auch vom Mechaniker auf aufbereiter umgestiegen,also das is schon nen hartes probe stück für jemand der noch nie gross sowas gemacht das kann man mit privat putzen auch nich vergleichen das is eigentlich nen einstellungs test für jemand der das schon ma gemacht hat,dauert ca nen halbes jahr bis de alle arbeits gänge drinne hast und auch nach zeit arbeiten kannst und dann auch saubere arbeit ablieferst.Viele aufbereitungs Firmen suchen aber auch nur teilzeit arbeiter für kleine sachen wie auto durch die anlage schieben oder mietwagen säubern sowas wär vielleicht eher was.

Themenstarteram 2. September 2011 um 23:56

Also, ich bin der besagte Bruder und ich stand heute um 7:30 Uhr beim Aufbereiter auf der Matte in der Erwartung, dass ich wie abgesprochen ein Auto zu Probe aufbereite; denn es war ja eine Innen- und Außenreinigung mit Lackreinigung angekündigt worden.

 

Stattdessen habe ich von 7:30 bis 12:20 Uhr 4 PKW´s (Sab 900 Cabrio, Tiguan 2.0 TSI, Chevrolet..., Nissan Xtral) reinigen müssen!

Der Ablauf war immer der Gleiche: einen Wagen von einem schlammigen Rasenplatz mit Karacho in eine versiffte Waschhalle ballern, dann mit einem Dampfstrahler, der einen Rückstoß hatte wie eine Uzzi, die Karre absprühen (übrigens nur mit Kaltwasser). Anschließend gabs eine Handwäsche, wieder mit Kaltwasser ohne Reinigungsmittel, das wurde vorher mit einer Pumpsprähflasche aufgesprüht.

Der Schwamm sah so aus, als wenn ein Stück Schaumstoff aus einer Matratze rausgeschnitten wurde. Der Eimer und der Schwamm waren voller Dreck, was ich zwar versucht habe auszuspülen, aber dennoch blieb da noch genug Schmutz übrig!

Ich wurde auch angewiesen bei den Autos bei Bedarf eine Motorwäsche durchzuführen; ob ich geschult bin oder die vom Hersteller im konkreten Fall erlaubt war, hat niemanden intreressiert.

Nachdem ein Mitarbeiter nach ca. 15 Min. in die Waschbox kam und zu mir sagte, dass müsse schneller gehen, wurde mir klar, matrialschonend arbeiten ist für mich nicht mehr möglich!!!

Nach dem Waschen wurde der Wagen mit einer Art Abzieher vorgetrocknet. Anschließend musste ich in eine andere Halle fahren und den PKW mit Druckluft und Papiertücher trocknen, kurz aussaugen, so dass oberflächlich alles sauber ist und fertig... der Nächste bitte...

Der Tiguan war übrigens ein Neuwagen, der noch überall Schutzfolien drauf hatte. Der wurde wohl beim Anliefern durch die matschige Wiese gedonnert; auch innen war schon Schlamm im Fußraum Fahrerseite.

Beim Waschen sind eingie feine Kratzer reingekommen!

Um 12:30 Uhr habe ich dann gesagt, dass ich ein Termin habe, sonst hätte ich bis 18 Uhr arbeiten müssen, der Chef hat gesagt, er redet mit seinen Mitarbeitern wie ich gearbeitet habe, wenn ich gut war, ruft er mich an.

Mein Fazit: es ist wie von Einigen gesagt, ein Knochenjob und ich fühle mich wiedermal bestätigt, dass mein Misstrauen ins KFZ-Gewerbe gerechtferitg ist!!!

Der Aufbereiter arbeitet für ein großes renomiertes Audizentrum, das mit einem ebenfalls großen VW-Zentrum fusioniert hat. Dort wird auch Porsche mit verkauft.

Nissan ist dort auch Kunde.

Und wenn ich mal einen Neuwagen kaufen sollte, werde ich sagen, ich nehme den Wagen so wie er vom Transporter rollt, ohne Wäsche und sonst was; auch die Kennzeichenhalter würde ich lieber selber anbauen!!!

So, das waren meine heutigen Erfarungen. Ich hoffe, dass das nur eine Ausnahme war!?!

>So, das waren meine heutigen Erfarungen. Ich hoffe, dass das nur eine Ausnahme war!?!

Eher nicht. Das ist tägliche Praxis. Fahrzeugaufbereitung entscheidet sich wesentlich von dem was hier angesagt ist.

Wenn man für Autohäuser arbeitet ist oft nur eins wichtig: Der Preis ! für 30-40 Euro pro Auto bleibt nicht viel Zeit

wenn man Kostendeckend arbeiten will.

Gruß KAX

Zitat:

Original geschrieben von FL.MAVERIK

Also, ich bin der besagte Bruder und ich stand heute um 7:30 Uhr beim Aufbereiter auf der Matte in der Erwartung, dass ich wie abgesprochen ein Auto zu Probe aufbereite; denn es war ja eine Innen- und Außenreinigung mit Lackreinigung angekündigt worden.

 

Stattdessen habe ich von 7:30 bis 12:20 Uhr 4 PKW´s (Sab 900 Cabrio, Tiguan 2.0 TSI, Chevrolet..., Nissan Xtral) reinigen müssen!

Der Ablauf war immer der Gleiche: einen Wagen von einem schlammigen Rasenplatz mit Karacho in eine versiffte Waschhalle ballern, dann mit einem Dampfstrahler, der einen Rückstoß hatte wie eine Uzzi, die Karre absprühen (übrigens nur mit Kaltwasser). Anschließend gabs eine Handwäsche, wieder mit Kaltwasser ohne Reinigungsmittel, das wurde vorher mit einer Pumpsprähflasche aufgesprüht.

Der Schwamm sah so aus, als wenn ein Stück Schaumstoff aus einer Matratze rausgeschnitten wurde. Der Eimer und der Schwamm waren voller Dreck, was ich zwar versucht habe auszuspülen, aber dennoch blieb da noch genug Schmutz übrig!

Ich wurde auch angewiesen bei den Autos bei Bedarf eine Motorwäsche durchzuführen; ob ich geschult bin oder die vom Hersteller im konkreten Fall erlaubt war, hat niemanden intreressiert.

Nachdem ein Mitarbeiter nach ca. 15 Min. in die Waschbox kam und zu mir sagte, dass müsse schneller gehen, wurde mir klar, matrialschonend arbeiten ist für mich nicht mehr möglich!!!

Nach dem Waschen wurde der Wagen mit einer Art Abzieher vorgetrocknet. Anschließend musste ich in eine andere Halle fahren und den PKW mit Druckluft und Papiertücher trocknen, kurz aussaugen, so dass oberflächlich alles sauber ist und fertig... der Nächste bitte...

Der Tiguan war übrigens ein Neuwagen, der noch überall Schutzfolien drauf hatte. Der wurde wohl beim Anliefern durch die matschige Wiese gedonnert; auch innen war schon Schlamm im Fußraum Fahrerseite.

Beim Waschen sind eingie feine Kratzer reingekommen!

Um 12:30 Uhr habe ich dann gesagt, dass ich ein Termin habe, sonst hätte ich bis 18 Uhr arbeiten müssen, der Chef hat gesagt, er redet mit seinen Mitarbeitern wie ich gearbeitet habe, wenn ich gut war, ruft er mich an.

Mein Fazit: es ist wie von Einigen gesagt, ein Knochenjob und ich fühle mich wiedermal bestätigt, dass mein Misstrauen ins KFZ-Gewerbe gerechtferitg ist!!!

Der Aufbereiter arbeitet für ein großes renomiertes Audizentrum, das mit einem ebenfalls großen VW-Zentrum fusioniert hat. Dort wird auch Porsche mit verkauft.

Nissan ist dort auch Kunde.

Und wenn ich mal einen Neuwagen kaufen sollte, werde ich sagen, ich nehme den Wagen so wie er vom Transporter rollt, ohne Wäsche und sonst was; auch die Kennzeichenhalter würde ich lieber selber anbauen!!!

So, das waren meine heutigen Erfarungen. Ich hoffe, dass das nur eine Ausnahme war!?!

Hallo

ist schon heftig,was Du schreibst.Ich kann auch nachvollziehen,dass

das ein ziemlicher Knochenjob ist.

Werde mir in Zukunft dreimal überlegen,ob ich zu nem Aufbereiter gehe,oder das Geld weiter in Pflegemittel investiere und selber putze.

Danke für die Info.

Gruß Andreas

Reiner Knochenjob, bei dem am besten Autos hassen sollte, dann gehts schneller. Schlecht bezahlt, weil Autos waschen kann ja irgendwie jeder... :(

Besser ein Callcenterjob: im Warmen, im Trocknen, im Sitzen und der Stundenlohn ist nicht schlechter.

Stundenlohn ist abhängig von welcher Region in Deutschland, im Südwesten mehr, im Nordosten deutlich weniger.

Zur Orientierung: Aktueller Branchenmindest-Bruttostundenlohn Gebäudereinigung 8,55 Euro (Innenreinigung West) bzw. 7,00 Euro (Innenreinigung Ost).

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