Radnabe VA: Gewinde für Radbolzen defekt

Mercedes E-Klasse W124

Hallo,

habe heute festgestellt, dass ein Gewinde der Radnabe so defekt ist, dass es die Radschrauben rund macht. Siehe Bild. Schraube 2 und 3 sind in dem defekten Gewinde gewesen. Die Schrauben habe ich selber reingedreht, schön sanft und mit einem Drehmomentschlüssel mit 110 Nm gezogen. Schraube 3 ist ein Felgenschloss aus einem weicheren Material.

Bin kein Mechaniker, die Schrauben sehen aber so aus, als ob früher mal eine Schraube mit dem Schlagschauber zum Durchdrehen gebracht worden ist. Dabei ist das Innengewinde in der Radnabe zerstört worden.

Kann ich das so lassen und ggf. immer eine neue Schraube einsetzen?

Vielen Dank im Voraus

Bolzen
34 Antworten

Zitat:

@Steven4880 schrieb am 24. August 2023 um 20:55:59 Uhr:


Ich habe mein Fett in ner Tube. Mache morgen mal ein Bild.

Ja, ich hab's auch noch in einer Plastiktube. 😎

Ciao
Ratoncita

Fett_Tube
Fett_neongruen

Ich glaube ich hab das gleiche. Ist ziemlich ergiebig.

Zitat:

@2fat4u schrieb am 24. August 2023 um 19:59:21 Uhr:



- Auf was sollte ich bei einer gebrauchten Nabe achten (außer auf die Gängigkeit der Gewinde für die Bolzen)?

der ABS-Ring sollte nicht verrottet sein.
Kann man die Nabe echt mit den Fingers abdrücken?

Grüße

Die Nabe geht ganz ohne Werkzeug ab.

Die Zentrale Mutter ist geschlitzt und hat eine Schraube quer, um sie fest zu spannen. Die Schraube lösen und dann die Zentrale Mutter entfernen. Dann die Unterlagscheibe entfernen, und dann einfach mit zwei Händen an der Nabe ziehen.
Die kommt sofort runter.

Bestenfalls ersetzt man die Lager darin. Geht mit nem Gummihammer und nem Rundmaterial.
Die neuen Lagerringe klopft man (mit den alten als Hilfe) wieder in die gereinigte Nabe.

Alles schön fetten. Ein bis zwei Esslöffel Fett in den Zwischenraum der beiden Lager.
Dann einen neuen Radialdichtring einsetzen. Der alte muss zerstört werden, wenn man den raus macht.

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Die Nabe auf den gereinigten Achsschenkel-Zapfen satt aufschieben. Bis die hinten deutlich anschlägt.

U-Scheibe drauf und die Zentrale Mutter drauf.

Soweit anziehen bis sich die U-Scheibe gerade noch mit nem Schraubendreher noch drehen lässt.

Dann mit nem Gummi-Hammer auf den Zapfen schlagen. Dann löst sich das alles wieder ein wenig.
Das macht man so 1-2 Mal. Die U-Scheibe muss sich am Ende mithilfe eines Schraubendrehers noch etwas drehen lassen.
Die Zentrale Mutter durch die Querschraube fixieren.

Dann ist die Nabe korrekt drin.
Das kann man nach ein paar Wochen Fahrt nochmal prüfen. Ist aber meist nicht nötig.

Die Staubkappe füllt man nochmal ordentlich mit Fett, bevor man die wieder draufschlägt. Da hilft ein passender Ring, damit man die nicht verbeult. 😉

Leute denen der Umgang mit Wälzlagern nicht vertraut ist, sollten die Radlager eher nicht allein wechseln. Man kann da einiges falsch machen was hinterher zum vorzeitigen Ausfall oder sogar zu Fressen führen kann.

Schreib doch lieber, was man beachten sollte. Dein Tipp ist ja in etwa so, als wenn man im Bordbuch oder einer Reparaturanleitung liest, gehen sie damit in eine Werkstatt. Das will man doch aber durch die Nutzung dieses Forums gern vermeiden.

Zitat:

@mawi2006 schrieb am 27. August 2023 um 21:54:11 Uhr:


Schreib doch lieber, was man beachten sollte. Dein Tipp ist ja in etwa so, als wenn man im Bordbuch oder einer Reparaturanleitung liest, gehen sie damit in eine Werkstatt. Das will man doch aber durch die Nutzung dieses Forums gern vermeiden.

OK,

hier ab Seite 43 wird der Einbau von Radlagern beschrieben...
https://www.schaeffler.com/.../wl_80100_3_de_de.pdf

Franky hat schon recht mit seinem Hinweis, finde ich. Der Plan ist, dass ich die Nabe samt Lager tausche, dabei das Lager grob einstelle und die Werkstatt es dann fein einstellt.

Zitat:

@2fat4u schrieb am 28. August 2023 um 10:25:45 Uhr:


.... und die Werkstatt es dann fein einstellt.
@Steven4880

hat es weiter oben sehr gut beschrieben.

Besser wird es eine Werkstatt auch nicht machen.

Ciao
Ratoncita

Wenns nach dem Einstellen poltert: zu wenig Vorspannung

Wenn die Felge plötzlich mittig warm wird: zu viel Vorspannung

Das Spiel muss geradeso weg sein; MB sagt auch: Die Unterlegscheibe unter der Mutter, muss sich mit etwas Kraft drehen lassen.

Wenn man nicht ganz doof ist, hat man das schnell raus 😉

Habe mir ab Seite 43 mal durchgelesen inklusive dem Abschnitt Einbaufehler. Alles klar soweit. Habe ich also im Prinzip schon immer so gemacht, nur noch nie eine staubfreie Werkstatt gesehen. 😁

Zitat:

@mawi2006 schrieb am 28. August 2023 um 21:39:53 Uhr:


Habe mir ab Seite 43 mal durchgelesen inklusive dem Abschnitt Einbaufehler. Alles klar soweit. Habe ich also im Prinzip schon immer so gemacht, nur noch nie eine staubfreie Werkstatt gesehen. 😁

Na ja, das ist die Empfehlung von FAG. Fakt ist, je weniger Schmutz ins Lager gerät und je weniger Hammerschläge beim Einbau verwendet werden, desto länger dürfte die Lagerstelle problemlos laufen....korrekte Einstellung und Schmierung vorausgesetzt.

Ich habe schon Leute gesehen die die neuen Lagerringe mit Splintentreibern oder Schraubendrehern in den Sitz treiben...kann man machen, dann hält es eben nicht so lang.
Optimal ist eine Presse zum Einbau oder auch eine Gewindestange mit Muttern und passenden Scheiben zum Einziehen.

Naja. Solange man immer nur fein und dosiert mit einem splintentreiber oder ähnlichem auf den entsprechenden Innen oder Aussenring klopft, passiert da wohl eher weniger.
Meistens geht es ja mit einer passenden Nuss ganz gut.

Zitat:

@Frankyboy379 schrieb am 29. August 2023 um 12:21:03 Uhr:



Optimal ist eine Presse zum Einbau oder auch eine Gewindestange mit Muttern und passenden Scheiben zum Einziehen.

Bei den Lagerringen in der Nabe vorne?
Die sind doch nicht soo fest da drin.

Zum einsetzen der neuen Ringen habe ich immer die alten Ringe als Druckstück verwendet.

Ich denke es kommt auch auf das handwerkliche Geschick an. Jemand der zB beruflich schon mit mechanischen Baugruppen zu tun hat, tut sich da leichter als jemand dem der Background fehlt.

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