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PKW Maut, kommt sie noch? wenn ja, wann?

Themenstarteram 14. November 2018 um 21:25

Servus. Man hat schon länger nix mehr davon gehört.

Ist das Thema vom Tisch oder hat Scheuer Andi den Leitz Ordner vom Dobrind Alex dazu versemmelt?

Beste Antwort im Thema

Nein, die Maut kommt nicht, obwohl Alex sie schon "scharfgestellt" hatte. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: was kommt, ist die Infrastrukturabgabe. Die ist ja einen Zacken schärfer, weil sie auch für die Bundesstraßen zu zahlen sein wird - jedenfalls für Inländer. Seit März 2017 ist das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Wann die Abgabe kommt, steht noch nicht sicher fest. Es war mal von 2019 die Rede, jetzt heißt es, bis spätestens Ende 2021. Der Knackpunkt ist das Erhebungssystem, das noch nicht existiert. es gibt nur

Ausschreibungen dafür. Und dann gibt es noch die Klage Österreichs und der Niederlande vor dem EuGH. Sollte die Erfolg haben, fängt das Spiel von vorne an. Wenn es dann noch gespielt werden soll. Die CSU und die oberbayrischen Stammtische haben ja inzwischen auch andere Probleme.

 

Grüße vom Ostelch

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Eigentlich braucht man über die "niemand muss pendeln" - Aussage nicht zu diskutieren. Aber weils so schön ist:

Vorab, ich muss auch nicht pendeln. Zum Glück. Aber manche finden eben nur einen Job in der "großen Stadt". Und dank der wahnsinnigen Mietpreise in den größten deutschen Städten ist das nicht so einfach möglich. In Hamburg zahlt man schnell 1.000 Euro kalt für eine 70m²-2,5 Zimmer-Wohnung. In Berlin, Köln, München oder Frankfurt nicht anders. Was als junges, berufstätiges und kinderloses Paar noch geht, ändert sich spätestens, wenn man Nachwuchs bekommt. Auch deswegen, weil man nicht zwingend als Familie dauerhaft in einer 2,5 Zimmer Wohnung wohnen möchte - jedenfalls nicht zu dem Preis.

PKW-Maut:

Klar kommt sie noch. Und sie wird alle Autofahrer belasten. Das haben die ganzen Beschmierten davon, die so vehement eine Maut für die bösen Ausländer gefordert haben.

Zitat:

@Bytemaster schrieb am 15. November 2018 um 12:24:11 Uhr:

 

Kumpel von mir ist mit 50 Arbeitslos geworden. Nachdem er monatelang Bewerbungen geschrieben hat, hat er (als Ing.) ne Stelle vom Arbeitsamt angeboten bekommen, die 100km!! entfernt lag mit dem Hinweis, wenn er die nicht annimmt, gibt's weniger Arbeitslosengeld. Und so pendelt er seither halt jeden Tag einfach diese 100km.

Ist natürlich tragisch aber umziehen kommt nicht in Frage? Oder unter der Woche eine ganz billige Wohnung/Zimmer anmieten?

Ich kenne auch jemanden, der einen Fahrweg von 95KM pro Strecke hat und da es ihm zu blöd wurde und auch viel Geld kostet, hat er sich in der Nähe der Firma eine billige 1 Zimmer Wohnung genommen. Umzug steht außer Frage, da Frau mit Job, Kind mit Schule und Eigenheim aber es geht alles.

Wenn man 100KM oder mehr pendelt, sollte man sich mal fragen, ob man nicht irgendeinen Job annimmt auch wenn man weniger Geld bekommt. Unter dem Strich ist es wahrscheinlich nicht einmal weniger und vor allem hat man weniger Stress und Zeit verplempert.

Ich arbeite auch nicht in meinem erlernten Beruf und könnte dort wohl mehr verdienen aber ich bin froh, dass ich auch mit dem Rad zur Arbeit komme und nehme am Ende die 350€ weniger gerne in Kauf. Relativiert sich alles über die Fahrkosten.

Zitat:

@Gleiterfahrer schrieb am 15. November 2018 um 12:18:34 Uhr:

Zitat:

@Ostelch schrieb am 15. November 2018 um 11:47:41 Uhr:

 

Wir reden ja hier konkret von der Infrastrukturabgabe. Die ist beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. Wenn sie denn mal kommt, kommt sie als Pauschale für uns.

Grüße vom Ostelch

Und genau daran scheiden sich die Geister. Es wurde ja auch gesagt, dass kein deutscher Autofahrer mehr belastet wird. Wie dass aber umgesetzt werden soll, weiss keiner. Ausländer können so immer wegen Diskriminierung/Ungleichbehandlung klagen.

Das ist erst einmal geklärt. Der Ausgleich erfolgt über die entsprechende Senkung der Kfz-Steuer. Das macht dieses Ungetüm zusätzlich teuer, denn alle Kfz-Steuerbescheide müssen geändert werden. Manche zahlen wohl unter dem Strich mit Abgabe weniger als vorher. Da musst eman ja fleißig rechnen, um den Diskriminierungsvorwürfen der EU-Kommission auszuweichen. Das hat man geschafft. Mit noch mehr Bürokratie.

Das dicke Ende kommt aber auch hier noch und zwar bald, wie ich vermute. Dank Infrastrukturabgabe werden die Stuermittel des Bundes für den Bau und Unterhalt der Bundesstraßen und -autobahnen entsprechend gesenkt. Irgendwann reicht die Abgabe dann nicht mehr zur Finanzierung aus und sie muss erhöht werden. Spätestens dann zahlen wir alle mehr, denn eine Kompensation über die Kfz-Steuer ist dann kaum noch möglich.

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@Ostelch schrieb am 15. November 2018 um 11:53:43 Uhr:

Zitat:

@Daemonarch schrieb am 15. November 2018 um 11:50:14 Uhr:

 

Vielen Dank für diese geniale Erkenntnis, jetzt erklär das mal den hunderttausenden idioten, die rein zum Spaß stundenlang täglich rumpendeln...

Lohnt es sich, über diese Bemerkung zu diskutieren. Wenn ja, was ist denn "weit"? Und wenn wir das dann wissen: auch der, der gar nicht pendelt, aber ein Auto hat, wird diese Abgabe zahlen.

Grüße vom Ostelch

Ich dachte der triefende Sarkasmus meiner Anmerkung wäre klar gewesen..

Zitat:

@Daemonarch schrieb am 15. November 2018 um 13:21:40 Uhr:

Zitat:

@Ostelch schrieb am 15. November 2018 um 11:53:43 Uhr:

 

Lohnt es sich, über diese Bemerkung zu diskutieren. Wenn ja, was ist denn "weit"? Und wenn wir das dann wissen: auch der, der gar nicht pendelt, aber ein Auto hat, wird diese Abgabe zahlen.

Grüße vom Ostelch

Ich dachte der triefende Sarkasmus meiner Anmerkung wäre klar gewesen..

Offenbar nicht, wie der weitere Verlauf zeigt.

Grüße vom Ostelch

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