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Partikelfilter und Kurzstreckenbetrieb

Themenstarteram 8. Juni 2012 um 13:34

Servus!

Ich hab brav die Suche benutzt aber nix gefunden.

Bei mir steht in Kürze ein Autokauf an.

Ein Kollege hat gemeint ich sollte mir doch mal´nen Diesel holen und so hab ich mal das Rechnen angfangen.

Der Diesel wäre unterm Strich [Versicherung, Steuer und Kraftstoffkosten] ca. 60,- Euro billiger im Monat, bei 20.000 km im Jahr. Bei 15.000 km ist der Diesel immer noch 10,- Euro günstiger.

Die Wartung und den Wertverlust hab ich mal außen vor gelassen.

Wartung hat man bei jedem Auto und nachdem ich meine Auto´s im allgemeinen fahre bis sie sich nicht mehr wirtschaftlich am Leben halten lassen ist mir der Wertverlust auch egal.

Ich denke aber das mein Fahrprofil absolut nicht zu einem Diesel passt. Was bringt mir der sparsamere Diesel wenn ich nur Partikelfilterprobleme hab?

Mein Arbeitsweg beträgt an 6 Tagen die Woche 2 x 7,7 km, das sind 15,4 km am Tag.

Da wird der Diesel meiner Meinung nach

- nicht warm

- der Partikelfilter verstopft

- Ölverdünnung durch Piloteinspritzung

Nach diesen 6 Tagen fahre ich 40 km Autobahn mit 120 - 130 km/h.

Reicht das um den Filter "freizubrennen"?

 

Am Tag drauf geht´s die 40 km zurück und es geht weiter mit 6 Tagen a 2 x 7,7 km Arbeitsweg.

 

Gibt es Hersteller deren Diesel Kurzstrecke besser verkraften als andere?

 

Oder soll ich beim Benziner bleiben? Mein Herz schlägt von jeher für Benziner, der Kopf sagt Diesel.

 

Was soll ich machen?

Ich tendiere eher zum Benziner

- kein Problem mit Kurzstrecken

- kein Partikelfilter

- angenehmeres Laufgeräusch

- bessere Heizung [wichtig im Winter]

- springt im Winter auch bei - 35° noch an

 

Auf Eure Input´s freut sich

 

Der Gaswart

Beste Antwort im Thema

Dafür darfst bei suzuki fast alles an Öl eingefüllt werden, da sind die Anforderungen sehr niedrig. Das reduziert die Kosten enorm.

Bei Kurstrecke ist eh besser früher zu wechseln, da nutzen dir die tollen LL Intervalle gar nichts weil auch ein Benziner zur Ölverdünnung neigt wenn er nur kaltstar sieht und dann nur wenig gefahren werden.

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Zitat:

Original geschrieben von Gaswart

Nach diesen 6 Tagen fahre ich 40 km Autobahn mit 120 - 130 km/h.

Am Tag drauf geht´s die 40 km zurück und es geht weiter mit 6 Tagen a 2 x 7,7 km Arbeitsweg.

Reicht das um den Filter "freizubrennen"?

Yes, thats enough. Zu welchem Diesel/Benziner würdest du denn genau tendieren? Total allgemein gehalten wirds schwierig

Zitat:

Benziner keine kurzstrecken probleme?

Vieleicht mit 1.0 liter hubraum... der R4 2,3 liter im W210er hatte üblen Spriteintrag im Kurzstreckenbetrieb.... also bitte rosa brille absetzen.

Ein 1,2;1,4;1,6 liter Diesel hat mit kurzstrecke auch gar keine Probleme... wie gesagt, ist alles auch stark hubraum abhängig egal ob diesel oder benziner. Mein jetziger ist im innenraum und der motor auch schnell auf 85° - dank motor und innenraumluft zuheizer...

Das kann man an der Größe nicht festmachen. Ich kenne einen 1,2-Liter-Diesel, den man für Kurzstrecken von 100 oder noch weniger km besser nicht anschmeißen sollte, andererseits kenne ich auch einen 1,7er Diesel, dem das Profil selbst ohne die 2x40 km am Wochenende nichts ausmachen würde.

Ein Fehler ist es auch, die Wartungs- und Instandhaltungskosten beim Diesel auf dem gleichen Niiveau wie beim vergleichbaren Otto zu erwarten. Ein Diesel ist hier idR teurer. Außer halt wenn man einen rubusten Diesel mit einem anfälligen Benziner vergleicht.

Bei 20.000 km im Jahr solltest aber über Gasbetrieb nachdenken, gerade wenn Du das Auto lange behalten möchtest. Je nach Auto hast Du das nach 20 bis 100 tkm gegenüber dem Benziner wieder rausgefahren. Die Wartung beim Gasauto ist etwas teurer als beim reinen Benziner, aber noch nicht auf Diesel-Niveau.

Essenz: Bei mehr als Null Kilometern iim Jahr lohnt sich ein Diesel nur in seltenen Ausnahmefällen. Man kauft einen Diesel allenfalls, weil man Fan davon ist, aber wenn man rechnen kann so gut wie nie wegen der Kosten.

Themenstarteram 8. Juni 2012 um 16:06

Erstmal Danke für Eure Meinungen!

@ heizölraser: Beim Diesel würde es um den Seat Ibiza mit dem 2 Liter TDI [143 PS] Motor gehen, beim Benziner um den Suzuki Swift Sport, 1.6 Liter [136 PS] Saugbenziner.

 

@ meehster: Ich fahre zwischen 15.000 und 20.000 km im Jahr, meistens so um die 17.000.

Vom Gasantrieb möchte ich weg, ich fahr im Moment mit CNG ab Werk [damals, 2008, sehr günstig neu bekommen] und bin nicht zufrieden.

War schon oft was kaputt, Gas möchte ich persönlich nicht mehr.

Wenn das irgendwann mal ausgereift ist vielleicht wieder....

Der Swift verlangt alle 15.000 km einen Service, der Ibiza alle 15.000 km Ölwechsel und alle 30.000 km Wartung. Das Thema dürfte zugunsten des Benziners ausgehen.

Swift hat Steuerkette, Ibiza Zahnriemen mit 210.000 km Wechselintervall [sehr mutig!]...

Ich denke das ein Benziner die bessere Wahl wäre...

 

Ciao

Der Gaswart

 

 

Wie wärs mit e85? ATU hat aktuell ein Angebot drin für 299€ gibt es das Steuergerät und Einabau, das ganze hat auch eine ABE und ist somit TÜV zulässig. Kommt von Tec 2 kostet eigentlich 599€.

Tanken kannst immer noch normalen sprit wenn kein e85 verfügbar ist. An der Wartung verändert sich nichts bleibt bei den 15tkm.

Noch sinnvoller wäre aber ein andere Fahrzeug, ein 1225er Roller im Sommer. Für 8km geht das ganz gut wenn es warm ist, damit bist flott unterwegs und der Stau in der Stadt kann dir auch egal sein. Der ist in der Wartung und Versicherung noch viel billiger.

Wie kommst du bei deinem Streckenprofil auf 17.000 km?

Ich komm auf deutlich weniger :eek: (und da Lohnt ein Diesel definitiv nicht!)

Themenstarteram 8. Juni 2012 um 20:03

Danke für Eure Meinungen!

@ Provaider: Ich hab kilometerweit keine einzige E 85 Tankstelle im Umkreis. Die nächste ist 20 km entgegengesetzt zu meinem Wohnort. Fällt E 85 also aus.

Erdgas hab ich damals auch nur in Betracht gezogen da Tankstelle 2 km von daheim auf dem direkten Arbeitsweg liegt. Und ich bekam den CNG-Neuwagen äußerst günstig.

Über ´nen Roller hab ich noch nicht nachgedacht. Wär auch nur was für den Sommer. Im Winter steht das Teil rum und gammelt vor sich hin.

Da lieber nur ein Auto. Macht auch mehr Spaß wenn es regnet oder schneit. Stau gibt´s da wo ich wohn nur ganz ganz selten. Und als Schichtarbeiter hat man das Problem sowieso fast nie.

 

@ marcu 90: Ich fahre natürlich nicht nur in die Arbeit sondern auch mal woanders hin [Urlaub, Freunde treffen, etc.]. Im Schnitt kommen da übers Jahr, inkl. Arbeitsweg, 15.000 - 20.000 km zusammen.

So war es die letzten 4 Jahre, im Schnitt waren es immer 17.000 km +/- 2.000 km.

 

Ciao

Der Gaswart

Heute gibt es zu Dieseln einen interessanten Artikel von der Zeit:

http://www.zeit.de/auto/2012-06/diesel-zukunft

Du hast ja eingangs selbst dargelegt, dass Du die Kosten für Wartung, höhere Anschaffungskosten etc. noch nicht berücksichtigt hast.

Für mich hört sich das auch so an, als sein ein Benziner tendenziell die bessere Alternative...

Ah.. jetzt wirds konkret...

am besten noch Probefahren und in den spezifischen Foren nachhaken. Die 2.0TDI´s haben eigentlich alle 90tkm Zahnriemenwechsel... schon allein mit dem gummi-haltbarkeitsdatum kommt man nicht an die 210tkm, (quelle?-würde mich interessieren)

der 140ps´ler macht eigentlich gerade in einem ibiza mächtig fun... da hatte ich mal einen 96er GT-TDI noch mit der 1,9er maschine... und im touran von meinem dad lief der gut und im a3 hat der auch ordentlich gezogen...

kette hält auch nicht ewig... die wird nämlich auch zwischen 200-300tkm, wenn man sichergehen will, fällig... zu den suzuki motoren kann ich grad leider nicht viel sagen...

bei kurzstrecke und möglichst langer haltbarkeit sollte man die ölwechselintervalle runter setzen. vor allem die kette dankts...

Themenstarteram 9. Juni 2012 um 0:19

@ Einige_Fragen: Zu Deinem Link, das hab ich mir auch schon gedacht, wenn an ´nem modernen Diesel was kaputt geht wird es schnell sehr teuer.

Ein Benziner mit Saugrohreinspritzung ist da im Fall des Falles günstiger zu Reparieren. Was nicht da ist kann auch nicht kaputt gehen.

 

@ heizölraser: Das mit dem 210.000 km Wechselintervall hab ich mal auf ´ner Liste von SEAT gesehen. Ich find die aber grad nicht. War auch irgendwo hier im Forum.

Ich hab ´nen anderen Link gefunden, musst zum letzten Beitrag runterscrollen:

http://www.motor-talk.de/.../...0-diesel-common-rail-t3668580.html?...

 

Bei meinem alten 200er Benz [W 123] ist nach 200.000 km die Steuerkette zu prüfen und ggf. zu wechseln. Das gilt für Benzin und Diesel-Motoren.

Aber da hab ich noch 67.000 km Zeit...

Spaß macht der TDI mit Sicherheit, der 110 PS TDI von ´nem Ex-Kollegen im Golf 3 war schon kräftig auf der Brust!

 

Ja, Probefahren werde ich beide auf jeden Fall. Und dann werd ich ja sehn was es wird!

Muss vorher jedoch erstmal meinen Fuhrpark [Oldtimer/Motorrad] verkleinern, mir fehlt einfach die Zeit um mich um alle Fahrzeuge zu kümmern.

Von dem Geld kann ich dann was neues kaufen, Schulden will ich für ein KFZ nicht machen.

Ölwechsel Intervalle verkürze ich schon immer wenn es das Fahrprofil erfordert.

Wie heisst es doch bei Werner: "Und imma daran denken, mid dem Öl nich spaasam sein!"

 

Ciao

Der Gaswart

Zitat:

Original geschrieben von heizölraser

Zitat:

Original geschrieben von Gaswart

Nach diesen 6 Tagen fahre ich 40 km Autobahn mit 120 - 130 km/h.

Am Tag drauf geht´s die 40 km zurück und es geht weiter mit 6 Tagen a 2 x 7,7 km Arbeitsweg.

Reicht das um den Filter "freizubrennen"?

Yes, thats enough.

Nö. Das Stück mit 40km reicht zwar, aber es wäre sehr blauäugig anzunehmen, dass die Regeneration immer nur dort stattfindet. Wenn sie ''Werktags'' auftritt, steht man ganz schön dumm da.

Der Seat hat kein Additiv, d.h. die Temperatur im Partikelfilter muss auf 650°C gebracht und gehalten werden. Das geht im Kurzstreckenbetrieb nur mit massiver Nacheinspritzung. Das wiederum führt führt zu Ölvermehrung.

Bei dem Fahrprofil kommt nur ein Benziner in Frage.

Themenstarteram 9. Juni 2012 um 8:50

Guten Morgen 206 Driver!

Das Thema Ölverdünnung macht mir auch große Sorgen. Partikelfilter mit Additiven haben meines Wissens nur die Franzosen auf dem Markt.

Ich werd beim Benziner bleiben, dürfte die problemlosere Alternative sein...

 

Danke und Ciao

 

Der Gaswart

Zitat:

Original geschrieben von Gaswart

Das Thema Ölverdünnung macht mir auch große Sorgen.

Sollte es auch. Wobei man auch sagen muss, dass dieses Phänomen so explodiert ist, weil doch sehr viele einen Diesel gekauft haben, die gar keinen brauchen und ihn ''nicht richtig'' einsetzen. Im Prinzip kann man dem Hersteller dann keinen Vorwurf machen.

Schwierig wird es dann beim Ibiza, da dieser einen sog. CDPF hat. Dieser kombiniert zwar die Eigenschaften von passiver und aktiver Regeneration, jedoch könntest du diesen Vorteil nur auf den ''längeren'' Strecken ausspielen (wobei ich persönlich 40km nicht als lange Strecke ansehe). Folge ist also, dass der Partikelfilter nahezu ausschließlich als aktiver Partikelfilter betrieben wird. Damit ergeben sich dann die bekannten Probleme.

Zitat:

Original geschrieben von Gaswart

Partikelfilter mit Additiven haben meines Wissens nur die Franzosen auf dem Markt.

Ist ne französische Technik, die aber auch von vielen Herstellern (Ford, Mazda, Volvo etc.) dazu gekauft wird bzw. wurde.

Ich finde es völlig richtig, dass du bei deinem Profil beim Benziner bleibst. Der Swift ist ein schönes Auto, lediglich das sehr kurze Wartungsintervall würde mich geringfügig stören.

Dafür darfst bei suzuki fast alles an Öl eingefüllt werden, da sind die Anforderungen sehr niedrig. Das reduziert die Kosten enorm.

Bei Kurstrecke ist eh besser früher zu wechseln, da nutzen dir die tollen LL Intervalle gar nichts weil auch ein Benziner zur Ölverdünnung neigt wenn er nur kaltstar sieht und dann nur wenig gefahren werden.

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Dafür darfst bei suzuki fast alles an Öl eingefüllt werden, da sind die Anforderungen sehr niedrig. Das reduziert die Kosten enorm.

Der Suzuki will auch vollsynthetisches Öl haben.

Schon mein Ältester (Daihatsu Cuore von 1999) braucht vollsynthetisches Öl, da mit zu billigem Öl die Kolbenringe verkoken können,

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Bei Kurstrecke ist eh besser früher zu wechseln, da nutzen dir die tollen LL Intervalle gar nichts weil auch ein Benziner zur Ölverdünnung neigt wenn er nur kaltstar sieht und dann nur wenig gefahren werden.

Richtig. Gerade wenn man ein Auto lange halten will, sollte man lieber zu früh als zu spät die Wartungen durchführen.

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