Partikelfilter - Nachrüstung
Die Firma REMUS aus Österreich bietet auf ihrer WEBSITE jetzt Partikelfilter für den 2.2l TID im 9-3er und 9-5er an. Für Österreicher sind auch Förderinformationen hinterlegt.
Hat schon jemand nachgerüstet - besonders aus Deutschlandund; und gibt es mittlerweile andere Anbieter?
10 Antworten
Guten Abend H-G
Hast du irgendwelche Infos, ob auch der deutsche Gesetzgeber den Einbau dieses Rußfilters fördert (Euro4)?
Bis jetzt gibt es keine staatliche Förderung für Dieselfahrzeuge mit DPF, weder im Neufahrzeug noch als Nachrüstung. Wollte die grüne Fraktion der ehemalige Regierung noch angehen, wurde allerdings von Schröders Vertrauensproblem und den Resultaten daraus ad absurdum geführt. Und Schwarz-Rot hat in der Planung Fahrzeuge ohne DPF mit einer Strafsteuer zu belegen.
by the way, ein Nachrüst-DPF wie er hier angeboten wird, bringt nur rund 60% der Reinigungsfähigkeit, wie zum Beispiel der "geregelte" DPF im Saab 1,9 TiD.
Ich habe mich bisher noch nicht allzusehr in diese Materie vertieft, verstehe ich dich richtig wenn du sagst, das der DPF im z.B. 1,9 TiD keine, auch nicht temporäre Steuererleichterung bringt ?
So sieht es aus.
Es gibt keine Steuererleichterung für die Dieselfahrzeuge mit Filter.
Es wird wohl eher umgekehrt so sein, dass die Fahrzeuge ohne Filter teurer werden, bzw. bei Grenzwertüberschreitung mit Fahrverbot belegt werden (was dann gleichermaßen für PKW und LKW gelten soll).
Habe gerade mal bei REMUS auf die Seite geschaut. Ist ja ein üppiges Lieferprogramm vorhanden. Nicht so wie bei HJS oder TwinTec, die nur die allergängigsten Modelle anbieten, wenn überhaupt...
...denn ein 9-5 Diesel ist doch extrem häufig anzutreffen 😁
Für den 3,0 haben sie aber auch nix. Da haut es den Filter womöglich beim Beschleunigen gleich wieder aus dem Abgasrohr raus, beim dem Durchsatz... 😁
Gruß
Axel
Okay, ich glaub´s jetzt.
Aber schade isses schon, das der Gesetzgeber lieber Strafsteuern kassiert, anstatt wirklich die Filter zu fördern.Für eine Vorreiterstellung im Sinne der Luftreinhaltung ist das kein Aushängeschild und kurbelt auch die Wirtschaft nicht wirklich an.
Tja, an dieser Stelle tritt dann wieder ein Glaubenskrieg an die Oberfläche...
Was ist der richtige Weg?
1.
Steuern rauf für alte Modelle ohne Nachrüstung und normale Steuersätze für Neuwagen mit Filter, so wie nachgerüstete Fahrzeuge?
oder
2.
Steuern runter für Neuwagen mit Filter und nachgerüstete Modelle, bei gleichbleibendem Satz für die alten Modelle?
Obwohl ich selber betroffen bin, wäre ich für Variante 1.
Ich halte nichts von Subventionen irgendwelcher Art. Ein Fahrzeug kostet Steuern und die müssen gezahlt werden.
Man muss mal weg von dem Denken, dass der Staat alles fördern muss was einzuführen ist.
Warum die belohnen, die ein Neufahrzeug nach dem aktuellen Stand der Technik erwerben. So etwas sollte selbstverständlich sein...!!! Nachrüstung wird dadurch attraktiv, dass die Steuersätze im gegebenen Rahmen bleiben.
Ausserdem sind keine Spielräume mehr für Steuergeschenke. Zahlt man es nicht über die KFZ Steuer muss es an einer anderen Stelle hereingeholt werden.
Das ganze funktioniert natürlich nur wenn ein vernünftiger Übergangsrahmen abgesteckt ist. Gestern noch OK und morgen überholt geht natürlich auch nicht. Ausserdem gehört die KFZ-Steuer sowieso reformiert...
Aber soetwas würde man Weitsicht und Planung nennen und das gibt es in der Politik nicht... 🙁
Gruß
Axel
Der Anteil von Diesel-PKW (und LKW) an der Feinstaubbelastung der Luft steht ja auch zur Debatte.
Es gibt Leute mit gesundem Menschenverstand die sagen, das das Verhältnis zwischen dem Aufwand der bei Autos zur Reduzierung des Feinstaubs getrieben wird keinesfalls zur erzielbaren Wirkung passt.
Will sagen: Die größte Menge der Belastung kommt woanders her !
Das stimmt wohl. Ich hatte mal eine Grafik gesehen, dass nur 25% der Feinstaubbelastung vom Straßenverkehr stammen. Das unterteilte sich aber auch nochmals in Aufwirbelungen / Reifenabrieb und Ruß. Hierbei lag der größte Teil bei den LKW.
Ich meine mich zu erinnern, dass der Gesamtanteil von Diesel-PKW irgendwo bei 5-10 % lag.
D.h. wenn alle Diesel-PKW mit Filter ausgerüstet wären, würden eine Reduzierung von nicht einmal 10 % erreicht. Besonders weil eigentlich nur der Wirkungsgrad der Herstellerlösungen mit mehr als 90% wirklich was bringt. Bei den Nachrüstlösungen sind wir sowieso "nur" zwischen 40 und 60 %.
Aber die ganze Thematik ist auch nur entstanden, weil man sich überhaupt erst angreifbar macht. Warum wird nicht einfach das Optimum entwickelt? Gerade wenn bereits Lösungen am Markt waren. Aber gerade die Deutschen Firmen hatten so etwas ja nicht nötig und unsereins hängt nun in der Luft.
Im übrigen ist die Diskussion hier wieder die gleiche wie damals mit der KAT Einführung. Soweit ich weiß, sorgten die geregelten KAT dafür, dass das Abgas zu 90 % gereinigt wurde. Blieben also 10 % der Schadstoffe übrig. Die zuletzt gültige EURO 2 und EURO 3 hat von diesen 10 % nochmal einen großen Anteil abgeknabbert. Also von was reden wir jetzt noch. Sagen wir mal von 3 - 5 % im Verhältnis zu Fahrzeugen aus den 80ern... nicht wirklich viel, oder??
Das Zögern deutscher Hersteller bei der Erstausrüstung mit RPF rührte angeblich lt. Herstellern aus dem Mißtrauen gegen die Filterlösung.
Das Ganze wollte man Motorseitig in den Griff bekommen, d.h. Verbrennungsvorgang optimieren. Das zum Thema "Optimum der Rußvermeidungstechnologie" Und wo käme man denn hin, wenn man eine in Frankreich eingeführte Lösung einfach nachbauen würde ?
Zitat:
Original geschrieben von ziehblau
Im übrigen ist die Diskussion hier wieder die gleiche wie damals mit der KAT Einführung. Soweit ich weiß, sorgten die geregelten KAT dafür, dass das Abgas zu 90 % gereinigt wurde. Blieben also 10 % der Schadstoffe übrig. Die zuletzt gültige EURO 2 und EURO 3 hat von diesen 10 % nochmal einen großen Anteil abgeknabbert. Also von was reden wir jetzt noch. Sagen wir mal von 3 - 5 % im Verhältnis zu Fahrzeugen aus den 80ern... nicht wirklich viel, oder??
Im gleichen Zeitraum wurden die Kesselanlagen für Privathaushalte reglementiert, neue Brenner entwickelt und natürlich auch verwendet. Die Schadstoffemissionen von Kleinheizanlagen wurden in den letzten 20 Jahren um 50% bei Ölbrennern und um 80% bei Gasbrennern reduziert.
...oder andersrum?...😁
Will damit nur sagen, daß Otto Normal in den letzten 20 Jahren wirklich zum Umweltschützer geworden ist...und die Industrie nach wie vor hinterherhinkt.🙁