Offroad-Schlamm-Festfahren-am eigenen Schopf wieder herausziehen?

Hallo Offroadfans 😁

Habt ihr Euch schonmal im Schlamm festgefahren ( oder beinahe ) und wart alleine unterwegs?

Wie habt Ihr das gemeistert?

Wenn alle 4 im Schlamm drehen , der Bock nicht mehr auf Lenkbefehle reagiert und jegliches Profil von braunem Modder umhüllt ist, erhöht sich die Herzschlagfrequenz schlagartig 😁

Paar Äste unter die Räder werfen, hilft ja nur kurz...

Erzählt mal bißchen von Euren Abenteuern...super auch mit Bildern 😉

Beste Antwort im Thema

Ja, das Problem hatte ich auch mal.
War seinerzeit , noch vor dem Krieg, in Jugoslawien unterwegs und habe mich mitten im Nirwana (freie Fahrt nach Kompass) eingegraben. Habe dann einfach meine Stockwinde (unbedingt immer im Wagen mitführen) genommen und Rad für Rad aus dem Sumpf gehoben und mit Ästen unterfüttert. Dann noch schnell eine Spur gelegt, und weiter gings. Das ganze hat kaum 24 Std. gedauert und ich sah aus wie ´ne Sau.
Seitdem Fahre ich im Gelände, wenn ich allein unterwegs bin, immer nur so weit wie ich mit Zweiradantrieb komme. Dann kann ich mir immernoch mit Allrad helfen. Wenn du dich erstmal mit Allrad festfährst, hast du allein kaum eine Chance dich wieder zu befreien, ausser du baust den Wagen an Ort und Stelle auseinander und hinter dem Hindernis wieder zusammen :-))
Viele Grüße
Paprotti

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Hier habe ich ein komplettes Bergeset gefunden;
http://www.power-trax.de/produkte/winches/recovery.htm
Nicht billig, aber jeden Cent wert, wenn es darauf ankommt und aus zuverlässigen, hochwertigen Teilen zusammengestellt.
Wenn es dir zu teuer ist, kannst du nach dem Muster dieses Sets die Teile auch in einfacher Qualität einzeln kaufen, zum Beispiel bei Amazon, Ebay, .... und daraus selber was basteln.
Hier ist die Fotoserie zum Einsatz des Set:
http://www.power-trax.de/produkte/winches/recovery-fotostory.htm

Das Bergeset ist ja super! Kompakt und leicht und flexibel (Nutzung auch hinten...)
Welche Zugkraft sollte ein Kettenzug oder eine Winde (Angabe erste Wicklung) denn haben im Verhältnis zum Fahrzeug-Gewicht?
Wenn ich mich recht entsinne kommt es ja bei allen Komponenten (Gurte, Seile, Schäkeln und Co.) auf die entsprechende Arbeitslast (nicht Bruchlast) an...

Festfahren kann einem mit allen möglichen Fahrzeugen passieren. Ich hab mich mit meinem Niva bisher einmal so richtig reingeritten. Wenn man vollflächig aufliegt dann ist schlichtweg Ende im Gelände. Je mehr Gelände ein Auto kann, desto schwieriger wird es dann auch mit der Bergung :-) In meinem Fall war das ein Riesendrama und der herbei gebetene Bauer ist gleich mit Allradtraktor und allem möglichen Bergekram angerückt als ich ihm sagte, daß ich mit dem Russen festsitze.

Eine externe Winde (gerne auch manuell!) ist meist hilfreich - aber man braucht richtig viel (gutes) Seil. Manuell bietet den Vorteil, daß man sie überall ansetzen kann.

Bei mir ist offroad immer ein komplettes Berge-Set im Jeep dabei.
Vor ein paar Jahren habe ich mich im griechisch/bulgarischen Grenzgebiet derart fest gefahren,
dass ich über zwei Stunden für die Eigenbergung brauchte.

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Wenn man alleine unterwegs ist und ein Passage unsicher erscheint ....würde ich erstmal aussteigen und mir das genauer ansehen eventuell mit einem Stock schauen wie tief ist das Wasserloch oder die XXL Pfütze....😉

Sind große Steine drin oder Äste/ Baumreste oder Stämme im Schlamm ??

Wenn man dann der Meinung ist das könnte gehen und keine verborgenen Hindernisse ....dann ist mit Schwung / Anlauf von Vorteil....Untersetzung bzw. den richtigen Gang gewählt macht auch Sinn 😉

Da bin ich anderer Meinung (und Erfahrung). Wenn ich mir unsicher bin, steige ich auch aus. Aber mit Schwung irgendwo durch... Wenn es klappt, gut - wenn nicht, dann steckt man ordentlich fest. Ich fahre lieber langsam da rein und schaue, wie sich das Fahrzeug und der Untergrund verhält. Wenn es dann doch schlimmer ist, als gedacht, kommt man dann noch rückwärts wieder raus.

Auf Schotter nen Berg hoch muss man schonmal Schwung holen. Da helfen auch alle Sperren nicht, die man hat. Der Schotter oder am besten noch Rundkies drehen sich einfach weg.

Kommt also auch immer etwas auf die Situation an. Aber Gaskrank wo durch preschen - da bin ich nicht der Typ für. Man weiß als Selbstschrauber halt auch, was alles belastet wird und kaputt gehen kann. Zumal man in Urlauben auch irgendwie zurück kommen muss (und wir 2 Wochen in dem Teil wohnen).

Zitat:

@QZ110 schrieb am 23. Februar 2020 um 15:44:42 Uhr:


Bei mir ist offroad immer ein komplettes Berge-Set im Jeep dabei.
Vor ein paar Jahren habe ich mich im griechisch/bulgarischen Grenzgebiet derart fest gefahren,
dass ich über zwei Stunden für die Eigenbergung brauchte.

Aber auch das hatte ich schon. Da habe ich mich aufs Auge verlassen... Wenn man dann so 2 Stunden zugange ist - bei 30°C - dann ist man froh wieder raus zu sein. Mister ADAC oder vergleichbares helfen da wenig weiter. Und 5km zum nächsten Dorf?! 😁

Zitat:

@Dave1989 schrieb am 3. März 2020 um 08:18:43 Uhr:


Da bin ich anderer Meinung (und Erfahrung). Wenn ich mir unsicher bin, steige ich auch aus. Aber mit Schwung irgendwo durch... Wenn es klappt, gut - wenn nicht, dann steckt man ordentlich fest. Ich fahre lieber langsam da rein und schaue, wie sich das Fahrzeug und der Untergrund verhält. Wenn es dann doch schlimmer ist, als gedacht, kommt man dann noch rückwärts wieder raus.

Auf Schotter nen Berg hoch muss man schonmal Schwung holen. Da helfen auch alle Sperren nicht, die man hat. Der Schotter oder am besten noch Rundkies drehen sich einfach weg.

Kommt also auch immer etwas auf die Situation an. Aber Gaskrank wo durch preschen - da bin ich nicht der Typ für. Man weiß als Selbstschrauber halt auch, was alles belastet wird und kaputt gehen kann. Zumal man in Urlauben auch irgendwie zurück kommen muss (und wir 2 Wochen in dem Teil wohnen).

Zitat:

@Dave1989 schrieb am 3. März 2020 um 08:18:43 Uhr:



Zitat:

@QZ110 schrieb am 23. Februar 2020 um 15:44:42 Uhr:


Bei mir ist offroad immer ein komplettes Berge-Set im Jeep dabei.
Vor ein paar Jahren habe ich mich im griechisch/bulgarischen Grenzgebiet derart fest gefahren,
dass ich über zwei Stunden für die Eigenbergung brauchte.

Aber auch das hatte ich schon. Da habe ich mich aufs Auge verlassen... Wenn man dann so 2 Stunden zugange ist - bei 30°C - dann ist man froh wieder raus zu sein. Mister ADAC oder vergleichbares helfen da wenig weiter. Und 5km zum nächsten Dorf?! 😁

Nach diesem Erlebnis, wurde eine Wind montiert und ich habe sie seit dem noch nie zur Eigenbergung gebraucht.
Vollgas Schlamm Attacken brauch ich nicht mehr, da habe ich einiges an Lehrgeld bezahlt.
Das beste ist, vor der Aktion den Kopf ein schalten, da kommt man im Normalfall am weitesten und die Reparaturen halten sich in Grenzen.
Vor allem, wenn man mit dem Jeep noch 2000 km zurück fahren muss.

Wenn man Hindernisse umfahren kann oder meiden kann sollte man das tun wenn Gefahr besteht stecken zu bleiben und man allein unterwegs ist.....gibt ja genug Videos wo bewusst das Schlammloch getestet wird ....man nimmt dabei eigentlich immer in Kauf das was kaputt gehen kann .

Wenn man aber durch muss weil es keine Alternative gibt .....dann ist es sch besser etwas Schwung mitzunehmen wenn man die Passage vorher auf Hindernisse die versteckt sein könnten geprüft hat ....bei solchen erschwerten Fahrten ist es sinnvoll wenn der Beifahrer vorne weg läuft und schaut was einen erwartet .

auf 2 Dinge möchte ich hier hinweisen:
Ich las mit Bergeseil und ziehen an der Abschleppöse, da gibt es zwei Probleme, eines ist, das bei einem normalen gedrehten Seil ( sind die meisten) der Drehdrall dazu führen kann, das die Öse bei mehrfachen Versuchen sich schon mal heraus dreht, ich habs in letzter Zeit fast nur noch mit elastischen Bergegurten, wie z.B. von ARB gezogen, die Elastizität im Gurt lässt es zu, das man mit mäßigem Schwung ins Seil fahren kann ohne wirklichen Ruck zu verursachen, bei normalen Seilen/Gurten kann man eigentlich erst Kraft einsetzen, wenn das Seil gespannt wird.
Wichtig ist es, das die Eindrehöse wirklich !!! gut fest angezogen ist, es hat schon so einigen beim Abreißen hinten Schäden am Auto verursacht.
Das Zweite - ebenso wichtige:
Offroadfahren hat eher was mit Köpfchen und Strecke lesen zu tun, statt Gaspedal und brachiale Gewalt zu nutzen. Als Fahrer muß ich permanent versuchen die Strecke vor mir zu eruieren, was mit meinem Fahrzeug geht oder nicht. Mit einer Bergewinde kann man sich mal, so geeignete Haltepunkte vorhanden sind, schon mal irgendwo durchziehen, aber das sollte nicht von vorne herein geplant werden, denn es kann auch schief gehen. Wer alleine Strecken fährt sollte auch dran denken, das das Handy keinen Empfang hat und man evtl keinen erreicht, der einen raus zieht. Der Krone wird kein Zacken abbrechen, wenn man eine Passage lieber nicht fährt und wieder nach Hause kommt statt stecken zu bleiben und 15km zu Fuß durch die Wildnis zu pilgern, um Hilfe zu finden.

Auch wenn die schwierige Passage eventuell den besonderen Kick verschafft ....wenn msn alleine unterwegs sollte man jedoch darauf verzichten und wie gesagt das Gehirn einschalten und die Lösung suchen die am ehesten ein durchkommen verspricht 😉

Thema verfehlt :-)

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