MX-5 Elektroumbau -Wohin mit den Akkus-

Hallo zusammen,

ich baue gerade einen MX-5 NA von 1991 auf Elektroantrieb um.
Gerade bin ich an dem Punkt angekommen, wo entschieden werden muss, wo die Akkus hinsollen.

Eines ist klar, und zwar, dass die ursprüngliche Achslastverteilung möglichst beibehalten werden soll um es später beim TÜV einfacher zu haben.

Nun ist die Frage, was ist das geringere Übel bzw. besser?

1. Den Großteil der Akkus hinter die Fahrersitze zu bauen, dort wo vorher der Tank war. Dieser Punkt wäre etwas höher gelegen (also höherer Schwerpunkt), aber nicht soweit von der Fahrzeugmitte entfernt.

2. Die meisten Akkus in den Kofferraum bauen. Hier würde ich das Bodenblech des Kofferraumes heraustrennen und die Akkus mit einer Box quasi durch den ursprünglichen Kofferraumboden hängen. Dort ist außerdem mehr Platz, da der Endschalldämpfer etc. nicht mehr da ist. Dieser Punkt ist aber hinter der Hinterachse und ich bin mir nicht sicher, wie es sich bei Kurvenfahrten mit den heckgetriebenen MX-5 bemerkbar macht.

Das zusätzliche Gewicht auf der Hinterachse kann durch 1-2 mehr Akkumodule unter der Motorhaube ausgeglichen werden. Es geht nur darum, ob der Mazda noch vernünftig fahrbar ist, wenn ca. 100 kg hinter der Hinterachse sitzen?

25 Antworten

Zitat:

Eventuell bekommste einen E-Motor von Denen und der kann / soll direkt an die Kardanwelle. Das Drehmoment und die Drehzahl stimmt!!

So ein Schwachsinn: damit wird das die lahmste Krücke, die man sich denken kann und der Motor kann niemals voll ausgedreht werden.

Wenn überhaupt geht das nur MIT Getriebe !

Gruß SRAM

Zitat:

Später kann man dann vorsichtig antesten, was das Getriebe an Drehmoment aushält.

Die 190 Nm sind für das Getriebe des MX5 kein Problem.

Allerdings hat dein Motor nur eine sehr geringe nutzbare Drehzahlspanne nach Kennfeld. Hast du dich über das Verhalten bei niedrigeren Drehzahlen informiert ? Wenn nicht: das würde ich dringend nachholen........🙂

Gruß SRAM

Das volle Drehmoment liegt direkt am Anfang an.
Es wird beim übersteigen einer bestimmten Drehzahl, ich glaube 4250 rpm ab.

Ich rate zu einer detaillierteren Betrachtung der Verhältnisse beim Anfahren.......

Gruß SRAM

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Worauf bezogen meinst du das?
Strom und Drehmoment?

Wieso willst Du den ganzen Antriebsstrang beibehalten? Der E-Motor gehört mit fester Über/Untersetzung direkt an die angetriebene Achse - ich habe noch kein aktuelles E-Auto mit Schaltgetriebe gesehen...

Dann hättest Du z.B. im Kardantunnel und vorne im dann leeren Motorraum jede Menge Platz für Akkus.

Als ehemaliger NA-Fahrer bin ich aber auf jeden Fall gespannt, wie das weitergeht - wie planst Du die Geschichte mit den ganzen Nebenaggregaten zu lösen? Heizung? Unterdruck für Bremskraftverstärker? Servolenkung?

Und zu guter Letzt natürlich die Frage nach dem TÜV - weiss der schon von seinem Glück, das Ding mal abnehmen zu dürfen? Oder soll das Auto gar nicht zugelassen werden?

Der TÜV weiß bescheid und ich baue den Wagen so gut es geht nach den Vorgaben um. Da gibt es ein sehr gutes Leitblatt. Ist quasi eine Anleitung ein sicheres Auto zu bauen.

Ich habe alle Möglichkeiten durchgespielt und zum Besten Ergebnis bin ich gekommen wenn ich das Getriebe drin lasse. Ist etwas Mehrgewicht und evtl eine mögliche Schwachstelle, aber der Anfahrstrom wird wie schon geschrieben wesentlich reduziert, was Motor und Akkus schont. Platz habe ich auf jeden Fall genug, da ich wegen dem Gewicht "nur" 18kWh an Akkus einbauen kann.
Außerdem kann man mit dem Getriebe immer im besten Bereich fahren, bzw. die Übersetzung so einstellen, wie man gerade fahren möchte.
Ich habe auch überlegt, das Getriebe zu behalten und die Kupplung samt Schwungscheibe rauszuschmeißen, habe mich aber aufgrund des TÜV dagegen entschieden. Da man so, falls im Antriebsstrang etwas schief laufen sollte (was eigentlich nicht möglich ist) noch durch die Kupplung die Leistung wegnehmen kann. Doppelte Sicherheit also.
Außerdem ists schon nett auch während des Fahrens ohne weiteres schalten zu können😉

Stimmt aber, es gibt sehr wenige Elektroautos mit Schaltgetriebe.

Der elektrische Bremskraftverstärker aus Audi A3 bis R8 kommt rein bzw. ist drin. Da muss ich nur noch den Unterdruckschalter einstellen und ein passendes Relais finden.
Heizung mache ich entweder billig und nicht so elegant mit nem einfachen 12V Keramikheizer für den Zigarettenanzünder oder mit nem 1,8kW Heizelement, das dahin kommt, wo im Moment noch der alte Wärmetauscher sitzt.
Servo hatte der NA nicht, da es ein US-Basismodell ist.

Zitat:

Original geschrieben von marco2228


Ist etwas Mehrgewicht und evtl eine mögliche Schwachstelle,...

Kupplung, Getriebe, Kardanwelle, der Träger, der Getriebe und Differential verbindet - das wiegt ganz schön...

Zudem wäre der Kardantunnel absolut perfekt für Akkus - tief und zentral im Auto gelegen und beim MX-5 auch mit ordentlichem Querschnitt.

Schalten ohne Motorgeräusch stelle ich mir auch merkwürdig vor - und dauernd auf den Drehzahlmesser zu gucken, kann ja nicht die Lösung sein 😉

Zitat:

Heizung mache ich entweder billig und nicht so elegant mit nem einfachen 12V Keramikheizer für den Zigarettenanzünder...

Vergiss es, die haben 150W und produzieren gerade mal ein laues Lüftchen...

Bei Eberspächer ein e85 oder E100 Heizer geholt, so machen das die OEM für reine E-Fahrzeuge. Oder halt ein Diesel/Benzinmodell je nach dem was du sonst noch an Autos im Fuhrpark hast.

Zitat:

Original geschrieben von Marsupilami72



Zitat:

Heizung mache ich entweder billig und nicht so elegant mit nem einfachen 12V Keramikheizer für den Zigarettenanzünder...

Vergiss es, die haben 150W und produzieren gerade mal ein laues Lüftchen...

Das laue Lüftchen reicht um durch den TÜV zu kommen, außerdem werde ich den Wagen wahrscheinlich sowieso mit Saisonkennzeichen zulassen.

Im Leitfaden heißt es zu der Heizung:

Zitat:

"Bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb darf dies als nachgewiesen betrachtet werden, wenn über Luft- ausströmer die für die Sicht wesentlichen Teile der Windschutzscheibe deutlich spürbar mit ausrei- chend warmer Luft beströmt werden, z. B. mittels handelsüblicher Zusatzheizung gemäß RL 2001/56/EG."

Zitat:

Worauf bezogen meinst du das?
Strom und Drehmoment?

Ja.

Mit Ergänzung: Wirkungsgrad und Kühlung.

Kühlung dann, wenn der Motor keine Fremdkühlung hat (Motorunabhängiger Lüfter oder Wasserkühlung). In dem Falle darf der Motor bei geringerer Drehzahl als der unteren angegebenen Grenze NICHT dauerhaft voll belastet (im Sinne von Stromaufnahme) werden, da er sonst überhitzt.

In diesem Falle muß der Anfahrstrom auch nach unten drehzahlabhängig begrenzt werden. Hast du einen programmierbaren Drehzahlsteller / Frequenzumrichter ?

___________________

Zum Getriebe: bei den angesprochenen und dem vorhandenen Motor unbedingt notwendig, wenn man auch mal einen Berg hochfahren oder zügig beschleunigen will.

Gruß SRAM

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