Motorradheber und Kettenspray

Moin,

habe gestern ein Motorrad gekauft - mein erstes - und es heute auch umgemeldet. Fehlt nur noch der Schein, aber das ist am werden 😉

Ich will in den nächsten Tagen mal losfahren und mir die nötigsten Sachen für den "alltäglichen" Gebrauch holen.
Da ich keinen Hauptständer habe (Ducati 750ss) brauche ich einen Motorradheber. Bei Louis gibts ein für 20€; aber auch welche für über 100€. Ist der billige ausreichend, oder muss ich schweine viel Geld ausgeben?

Desweiteren brauche ich ja natürlich noch Kettenspray. Gibt es da quallitativ große Unterschiede? Und wenn ja, welche Sprays / Reiniger sind gut?

THX 4 Help

12 Antworten

Herzlichen Glückwunsch...
jetzt wird nicht nur italienisch Essen gegangen, sondern auch noch italienisch hingefahren :-)

eigentlich ist der Mopedheber für die Schwinge von Louis ausreichend.

Das Thema Kettenschmierung ist komplexer....

meine Erfahrungen sind....egal ob weisses/rotes/buntes...Kettenfett...in meinen Augen alles Kundenverdummung.
Solange der Wortbestandteil "FETT" im Produktnamen vorkommt heisst das:

dreckige Hinterradfelge durch aufgenommen Staub und abgeschleudertes Schmiermittel (viel Freude beim Putzen).

Wirklich gute Erfahrungen habe ich mit Trockenschmiermitteln wie z.B. "Profi-Dry Lube" gemacht. (ausreichende Schmierung der Kette, saubere Hinterradfelge und wenn mal dreckig, völlig easy zu reinigen)

An dieser Stelle wird vielleicht der eine oder andere den Finger heben und sagen:

"mit WD 40 bekommst du auch die dreckigste Hinterradfelge sauber.."

Meiner Meinung nach ist die beste Reinigung die, die man gar nicht erst machen muss.

Von der Vielfahrerfraktion wird auch noch die permanente Kettenschmierung telweise favorisiert...(Scottoiler). Also ich für meinen Teil schliesse mir nix an die Vergaser an um dann per Unterdruck meine Kette schmieren zu können....(im übrigen ..s.o.)

Grüsse

Zunächst einmal: Viel Spaß mit der Duc! Feines Mopped!
Mit zwei Fragen kannst Du einen Glaubens"krieg" unter Bikern entfachen:
1. Welches Öl?
2. Welches Kettenpflegemittel?

Ich habe Dir mal den Bericht von meiner Webseite reinkopiert:
Kette statt Kardan - Rasseln statt Riemen Fast eine Glaubensfrage ist die richtige Schmierung für die Antriebskette. Nicht ohne Grund, denn sie entscheidet über die Lebensdauer des Kettensatzes und über die frühzeitige Ausgabe von bis 150,- Euro. Im Überblick die wichtigsten Pfegearten
1. Profi Dry Lube.
Eine trockene Schmierung. In der Benutzung sehr gewöhnungsbedürftig. Zunächst heisst es die Kette trocken zu fahren und dann erst zu schmieren.
Vorteile SOLLEN sein: höhere Laufleistung, da sich Schmutz nicht mehr im Kettenfett verfangen kann und der Schmirgeleffekt ausbleiben soll. Zudem bleibt das Hinterad etc. sauber.
Nachteile: Es ist nicht offensichtlich, wann man nachsprayen muß.
Geteilter Meinung ist man sich bei der Schmierwirkung bei Nässe. Einige Biker berichten von einer besseren Schmierwirkung verglichen mit den anderen Produkten. Andererseits wird auch von rostenden Ketten nach Regenfahrten berichtet.

2. Scott Oiler: Eine permanente Schmierung wird mittels eines kleinen Gerätes direkt in der Nähe der Kette gewährleistet. Unglaubliche Laufleistungen von 30 - 40.000 KM solen mit einem Literpflegeöl sollen möglich sein.
Nachteil: Falsch eingestellt man damit zur Umweltsa* Bleibt der Preis von 130 Euro Wert zuzüglich des Pflegeöls und ein nicht gerade attraktives Anbauteil

3. Schmierung mit Kettenspray. Die klassische Variante. Weisses Spray ist zu bevorzugen, da man den Überblick über die bereits aufgesprühte Menge bekommt.
Nachteil: Der Hinterbau des Bikes wird eingesaut. Weiterhin ist Diziplin vom Biker beim Einsprayenerforderlich. Insbesondere bei Regentouren.
Die Kette ist möglichst im warmen Zustand auf der Innenseite einzusprühen. Natürlich ist manuelles Reinigen abhängig vom Kettenzustand erforderlich.

4. Kettenmax Eine Zwitterstellung zwischen Schmierer und Reiniger nimmt der Kettenmax ein. In einem Arbeitsgang soll die Kette gereinigt und gepflegt werden. Biker berichten von einer teilweise umständlichen Handhabung. Es ist besonderes Öl erforderlich, das zwangsläufig überdosiert wird und umweltgerecht entsorgt werden muß.

5. Fazit Ich bevorzuge weisses Kettenspray. Alle 500 Km oder bei bzw. nach einer Regenfahrt aufgetragen, bürgt es für eine dauerhafte und sichere Schmierung. Mein Favorit S 100.

Gruß
Nic

Tagchen,

dazu kann ich sagen:

Laufleistung : in der Regel 25.000 KM

Kettenverschleiss: minimal (Wechsel erfolgt aufgrund abgefahrenes Ritzel/Kettenblattes, Kette könnte noch weiter verwendet werden.)

Moped: FZR 1000 mit 150 Prüfstands PS, sowie 120 NM Drehmoment (ab 3000 U/Min permanent mind. 100 NM am Hinterrad)

Schmiermittel: Profi Dry Lube bzw. vergleichbares Schmiermittel auf Teflonbasis ohne Fett.

Grüsse

(ich poliere mir doch nicht die Felge um hinterher den Dreck zu entfernen.)

Da fällt mir noch etwas ein: :-)

Mit dieser Art der Kettenschmierung macht es auch endlich Sinn mal eine eloxierte Kette (rot, Gold, Grün, was auch immer) zu fahren. (sieht dazu noch richtig Klasse aus)

Danke für die Tips. Wie siehts mit reinigen vor dem Neufetten aus? Jedesmal? Alle Jubeljahr mal? Einmal muss ich sie wohl sauber machen, da ich nicht weiß, was der Verkäufer vorher benutzt hat. Zwei Schmierungen zu mischen kommt sicher nicht so gut ...

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Hi,

meine Meinung dazu:

Motorradheber:
die Vierkant-Produkte von Kern-Stabi sind nach meiner Erfahrung erste Wahl. Sehr funktional, umfangreiches Sortiment an Adaptern, gute Einstellmöglichkeiten und ein gut gewählter Drehpunkt, so daß das Motorrad leicht anzuheben ist.

Kettenspray:
Ich habe mal 1 1/2 Jahre (30.000 km) Dry Lube ausprobiert (eben weil mich die Sauerei genervt hat).
Fazit: Ich bin wieder davon abgekommen und zurück zu herkömmlichen weißen Kettenspray:
- erhöhter Verschleiß
- Rost an der Kette, besonders nach Regenfahrten
trotz intensiver Anwendung von Dry Lube.

Kettenmax:
umständliche Handhabung die gegenüber herkömmlicher Anwendung kaum Vorteile bietet.

Grüße

Martin

zum thema hubbock:
hab ich bei rennbrötchen keine erfahrung

zum thema kette reinige:
s100 kteenreiniger... das zeug wird aufgesprüht und bildet einen aktivreinigungsschaum, erlöst den schmutz und bindet ihn. danach ist das ganze mit einem gartenschlauch doer fampfstrahler(bei x,o und z-ring ketten bitte vorsichtig sein) abwaschen.

castrol kettenreiniger kannste in die tonne treten das zeug löst das fett nur kurzzeitig und klebt dann wieder fest.

zum thema kette fetten:
ich benutze das s100 weisse kettenspray. nicht weil ich nicht weis wo ich die kette schon gefettet hab odier nicht, sondern weils einfach super schmiert, selbst nach langen regenfahrten muss man nicht sofort nachfetten. es haftet nach einem tag festigungszeit super an der kette und spritzt nicht ab! abspritzen tut es nur dann wenn die kette überfettet wird.

dry lube hab ich nur einmal gefahren. danach hab ich eine neue kette gebraucht weil es geregnet hat und sich die drylube schneller gelöst hat als ich nachfetten konnte.

micha

huhu..
erstma glückwunsch zu der geilen maschine hab selber das glück eine 750ss fahrn zu dürfen 🙂

der heber sollte meiner meinung nach rot sein dasser farblich zum mopped passt 😉
vom preis her wirds denk ich egal sein

zum schmiern nimm ich so zähflüssiges fast schon festes fett.. kA was des is is auf jeden fall gut und wurd mir von meinem händler empfohlen

gruß maddin

Zitat:

Original geschrieben von Brill01


der heber sollte meiner meinung nach rot sein dasser farblich zum mopped passt 😉
vom preis her wirds denk ich egal sein

Ich will den nicht dranlassen wenn ich fahre 😁 Daher ist die Farbe egal. Aber der 20€ Heber hat laut Louiskatalog die selbe Tragkraft (150kg) wie die exorbitnantviel€ Heber. Und wenn der billige auch seinen Dienst verrichtet, sehe ich es nicht ein, dass ich mehr als das Dreifache bezahle. Zumal ich ein armer Schüler bin 😉

ich hab auch den 20€-Heber von Tante Louise und der funktioniert mit meiner Kilo-FZR astrein. Auch vom Handling her ist er recht easy, in 5 sec. habe ich meine Kiste ALLEIN aufgebockt.
Da die 750ss eh leichter ist als mein Eisenhaufen, müsste er dafür völlig ausreichen.
Einzig die "Gummibeschichtung" der Auflagen löst sich sehr schnell ab, aber da kann man ja selbst was dauerhaftes ranbasteln.

zum Thema Kettenreiniger: Den sollte man so ca. 2-3 mal im Jahr einsetzten, um den Sand und sonstige "Schleifmittel" im Fett zu entfernen. Und auf KEINEN FALL mit nem Dampfstrahler wieder "wegblasen" sondern mit nem sanften Wasserstrahl (Gartenschlauch etc.). Mit dem Dampfstrahler drückt man das Fett aus den durch die O/X-Ringe geschützten Bereichen und Wasser bleibt drin, weshalb die Kette dann sehr schnell reif für die Tonne ist.
Mit S100 habe ich auch die besten Erfahrungen gemacht, gerade nach Regenfahrten kann man sehr schön beobachten, wie sich nach kurzer Zeit wieder ein "Schmierfilm" aufbaut.

Moinsens.

Der Motorradmontageständer ist ja einhellig abgehandelt.

Hier meine Kettenschmier und Pflegemethode.

Ich schmiere nur....und zwar mit dem Kettenspray das gerade verfügbar ist.
(z.Z. mit dem billigen weissen Polo-Fett.)

Wichtig dabei ist: Regelmäßig abends, nach dem Heimkommen schmieren.
Das Lösemittel des Kettensprays hat dann genügend Zeit, über Nacht abzulüften.
Die Haftwirkung ist dann enorm und ich brauche das Hinterrad auch nicht so oft zu säubern.

Die Kette reinige ich überhaupt nicht !
Warum ?

Schmutz auf den Rollen wird bei allen Schmiermethoden, im Fahrbetrieb abgeschleudert.
Die O, bzw. X-Ringe der Kette sorgen dafür daß, Schmutz nicht in den dauergeschmierten Innenteil zwischen Laschen und Rollen kommt !

Reinige ich die Kette ( egal mit welcher Methode...)
so bringe ich Schmutzpartikel in diesen geschützten Teil der Kette ein. Die O-Ringe werden Zerstört, das Fett in den dauergeschmierten Bereichen wird ausgewaschen.
Die Lebenserwartung der Kette sinkt drastisch.

(Die Hersteller von Kettenreinigungsmitteln und Systemen sehen das natürlich anders......)

Vorteil: Der Kettensatz meiner Maschine ist jetzt 40000 Km drauf, ist nicht ungleich gelängt, hat keine Sägezähne an Ritzel oder Kettenrad und lässt sich sogar noch drei bis viermal Nachspannen.
Dann ist aber wirklich ein Neuer fällig.

Nachteil: Die Kette sieht zwar immer geschmiert aber nicht wirklich "schön" aus.
Das schert mich aber, bei der erreichbaren Lebenserwartung, keinen Deut.

Ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Allerdings müsste man mir einen Kettensatz zeigen können dessen Laufleistung, mit allen Tricks und Kniffen, erheblich höher liegt.

Der finanzielle Aufwand für das Reinigen ist ja auch nicht ganz ohne.
Ein Rechenbeispiel.
Wenn ich einmal im Monat die Kette reinige und das Kettenreinigungsmittel jeweils 7,50 € kostet
dann sind das, während einer 7-Monatigen Saison 52.5 €
Falls der Kettensatz bei einer Jahreslaufleistung von ca. 15000 Km etwa 2 Jahre hält, so habe ich in dieser Zeit 105 € für Kettenreiniger ausgegeben.
Unnötigerweise, wie ich meine.
Lege ich auf diese 105 € noch ein paar Kröten drauf habe ich ja schon wieder einen neuen Kettensatz.

Zu der Zeit als O-Ring-Ketten flächendeckend eingeführt wurden, war eines der Verkaufsargumente daß diese bei weniger Pflege, länger hielten. Das hat sich bewahrheitet, waren doch konventionelle Ketten oft bereits mit 15000 Km schrottreif.

Auf die Idee ein Reinigungsmittel für O-Ring-Ketten anzubieten war noch keiner gekommen.
Das ist eindeutig eine Idee der letzen Jahre. Deutlich geprägt von der Vertreterweisheit daß, man einem Kunden alles verkaufen kann wenn ich ihm nur dringlich genug suggeriere daß, er es unbedingt braucht........

just my two-cents.

Gruß
Jürgen

Danke für all die Tips. Bitte verdreht nicht die Augen, wenn ihr Folgendes lest: Ich glaube ich werde das erste Kettenspray nehmen, dass ich finde. Es hieß ja am Anfang, dass sich mit der Frage ein "Glaubenskrieg" entfachen ließe. Dem ist wirklich so. Jeder, den ich bis jetzt gefragt habe, findet was anderes gut. Jeder schwört auf beste Laufleistungen. Ich werd dann also einfach mal rumprobieren.

Hab in letzter Zeit Bremsenreinige benutzt (große Dose von Louis, scön billig gegenüber Kettenreiniger). Denke mal, das da in etwa das gleiche drin is wie im Kettenreiniger, halt jede Menge fettlösendes Mittel. Mit Zahnbürste und dem Zeug wird die Kette wieder blitzblank, dann weißes Kettenspray drauf (auch das billige von Louis, bin überzeugt davon, das es das gleiche Zeugs is, wie das teure von andren erstellern). Ob es allerdings so gut für die Haltbarkeit der Kette ist, weiß ich nicht. Die Argumente von Schraubär42 sind schon gut, vor allem auch weniger Arbeit :-)

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