Motorrad fahren in der Nacht
Hallo lieber Motor Talker 😁
Ich gehöre zu den Motorradfahrerinnen die ihr Gefährt als Alltagsfahrzeug nutzen und somit auch mal die eine oder andere Nachtfahrt auf sich nehmen "müssen".
Eine Nachtfahrt bestand bis jetzt aus ca. 150-330km, was sich wiederum in ca. 65% BAB, 25% Landstraße und 10% Stadt aufteilt.
Mitte Oktober steht wieder eine Nachtfahrt, von Berlin in Richtung Zwickau, an (ca. 300km). Nach einem Konzertbesuch werde ich ca. gegen 1 Uhr von Berlin aus wieder starten.
Bisher habe ich auf nächtlichen Touren folgedes getan:
- Fernlicht, dauerhaft (wo es geht)
- auf der BAB folge ich einem LKW => die machen Licht für beide
- angepasste Geschwindigkeit (z.B. BAB => 80-120km/h, Landstraße => 40-70km/h) ... lieber kriechen, aber sicher ankommen, schließlich sieht man nicht wirklich viel
- auf der Landstraße fahre ich meist nahe der Mittellinie um Ausweichmöglichkeiten nach rechts/links zu haben
- Warnweste anziehen
- Leucht-Knick-Lichter im Tankrucksack um Karte/Notizen lesen zu können
- fahre auch meist die gleiche Route wie ich am Tag hinzu gefahren bin
Es ist vielleicht eine etwas merkwürdige Frage: Könnt ihr mir Tipps bzgl. Motorrad fahren in der Nacht geben?
Schreibt mir einfach wie man das Nachtfahren "bequemer" machen könnte, was zu beachten ist oder eigene Erfahrungen ect. Das können z.B. Fahrtipps oder Sachen zur Sicherheit sein 🙂
PS: Der Hinweis eine Übernachtung zu suchen, muss nicht aufgezählt werden. Wenn diese Option zur Auswahl stünde, würde Frau nicht so doof fragen 😉
Beste Antwort im Thema
Hm, wenn ich das so lese: Du denkst beim Fahren zu viel nach. 😉
Das Fahren an sich sollte vollkommen selbstverständlich und natürlich klappen, dein Möppi muss dir wie angewachsen vorkommen, quasi mit dir verbunden, ein weiteres Körperteil.
Mir scheint, du bist zu verkrampft und wägst vorher alle Möglichkeiten dessen ab, was passieren könnte.
Manchmal, wenn ich tagsüber "etwas" schneller unterwegs bin, erwische ich mich auch dabei, dass ich kurz denke: wenn jetzt vor mir einer ausschert...
So was muss man aber verdrängen, sonst fährt die Angst ständig mit, und die ist dein größter Feind.
Klar muss man aufpassen und konzentriert sein, aber niemals verkrampft.
Hey, wir sind doch Frauen! Wir sind multitaskingfähig! 😁
Aber letztendlich denke ich, dass es bei dir einfach nur eine Sache der Übung ist.
Ich fahre seit inzwischen 16 Jahren echte Motorräder, vorher zwei Jahre lang ne süße kleine 50-er Suzuki, und da macht man sich um manche Dinge einfach keinen Kopf mehr. Vor allem lernt man, dass so ein Mopped ganz schön stabil ist und selbst Löcher oder Wellen ziemlich gut wegsteckt, also keine Angst vor Landstraßen, solange du angepasst fährst.
Du musst einfach üben, üben, üben. Je weniger du über das nachdenkst, was sein könnte, und je mehr du das genießt, was ist, desto sicherer wirst du.
Ich persönlich würde z.B. niemals ein Knicklicht in die Kartentasche tun, denn das ist eine nahe Lichtquelle, die dafür sorgt, dass du die Dunkelheit vor dir schlechter durchblicken kannst. Präge dir die Routen lieber vorher genau ein und halte zur Not an und schau mit einer Taschenlampe kurz nach. Im Auto fährt man nachts ja auch nicht mit eingeschalteter Innenraumbeleuchtung.
Nicht umsonst kann man in Autos die Tachobeleuchtung dimmen und nicht umsonst schaltet jedes Navi bei Dunkelheit in den Nachtmodus.
100 Antworten
@ NyahNorman
Hmm....erst Konzert und dann ab 1 Uhr morgens 300 km Heimfahrt mit dem Motorrad? Das würde ich mir (trotz ein paar Tage mehr Erfahrung) ehrlich gesagt verkneifen und lieber nach einer Alternative (Bahn, Mitfahrgelegenheit, Übernachtung) suchen.
Direkt nach dem Konzert ist man euphorisch und aufgekratzt, fällt dann aber ziemlich schnell in ein "Aufmerksamkeitsloch" und wird müde. Im Auto ist sowas schon gefährlich und lässt sich nur mit sehr viel Routine oder vorschlafen meistern, auf dem Motorrad finde ich das (gerade für einen Anfänger) unverantwortlich.
Gruß
Frank
Zitat:
Original geschrieben von NOMDMA
@ NyahNormanHmm....erst Konzert und dann ab 1 Uhr morgens 300 km Heimfahrt mit dem Motorrad? Das würde ich mir (trotz ein paar Tage mehr Erfahrung) ehrlich gesagt verkneifen und lieber nach einer Alternative (Bahn, Mitfahrgelegenheit, Übernachtung) suchen.
Direkt nach dem Konzert ist man euphorisch und aufgekratzt, fällt dann aber ziemlich schnell in ein "Aufmerksamkeitsloch" und wird müde. Im Auto ist sowas schon gefährlich und lässt sich nur mit sehr viel Routine oder vorschlafen meistern, auf dem Motorrad finde ich das (gerade für einen Anfänger) unverantwortlich.
Gruß
Frank
Das sehe ich genau so wie Frank.
Du solltest auch bedenken das es evt. regnen könnte. Nachts mit dem Bike durch Regen zu fahren ist so ziemlich das unangenehmste was ich bis jetzt erlebt habe. Das ist Stress pur und bei ca.300km Entfernung extrem anstrengend.
Gruss Michi
Also, im Prinzip gebe ich NOMDMA recht. Aber; wie heißt es so schön: "Nur die Harten kommen in den Garten."😁
Zugegebenermaßen, habe ich solche Aktionen auch schon gemacht. Auch noch Heftigere; z.B.: Nachts, bei dickem Nebel (Da bin ich stellenweise nur noch im Schritttempo weiter gekommen und habe mit dem rechten Fuß an der Grasnarbe gefühlt wo die Straße aufhört, da ich mein Vorderrad nicht mehr sah).
Wichtig: Kein Tropfen Alkohol - und vorschlafen, vorschlafen und nochmals vorschlafen!
Da, wo ich bei solcherlei Aktionen keine Möglichkeit hatte vor zu schlafen (auch bei noch längeren Strecken), war (situationsbedingt) mein Adrenalin-Pegel dermaßen im "roten Bereich", daß Müdigkeit gar nicht erst aufkommen konnte (dafür zitterte ich - und zwar nicht gerade durch die Kälte😠). - Hinterher musste ich allerdings erst mal, und zwar ; bei nächster Gelegenheit, ausgiebig ausschlafen.
Aber; das sind "Hauruck-Aktionen", die sich ein durchschnittlicher Bürger und Motorradfahrer, der nicht für diverse Extrembedingungen trainiert ist, respektive; der nicht über die entsprechende Kondition verfügt, nicht unbedingt antun sollte. Zumal, bei besagten Durchschnitts-Motorradfahrern, dann leicht Versagen auftreten können, die auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.
@Basti311:
Nunja, Nachts wird es selbst im Sommer zuweilen relativ kalt. Da sollte man schon Vorsorge treffen. (Naja,; wenn Du schnell genug zitterst, schläfst Du wenigstens nicht ein😁)
Nachtfahrten können wirklich auch sehr schön sein. Gut ausgebaute Autobahnen in einer lauen Sommernacht und verhältnismäßig wenig Verkehr, sind schon recht nett, wenn man nicht müde ist. Auch Nachtfahrten bei Schnee und Vollmond haben was.
Zitat:
Original geschrieben von NOMDMA
@ NyahNormanHmm....erst Konzert und dann ab 1 Uhr morgens 300 km Heimfahrt mit dem Motorrad? Das würde ich mir (trotz ein paar Tage mehr Erfahrung) ehrlich gesagt verkneifen und lieber nach einer Alternative (Bahn, Mitfahrgelegenheit, Übernachtung) suchen.
Gruß
Frank
Prinzipiell schließe ich mich meinem Namensvetter an,
Aber:
Da ich gerne nachts fahre,
auf längeren Strecken generell in Voll-Montur,
das heißt bei mir GoreTex mit reflexStreifen an Jacke-Hose-Schuhen bin ich genügend sichtbar,
mein Visier unmittelbar vor Fahrtantritt mit nem feuchten BrillenPutztuch sauber gemacht, und die im Helm integrierte Sonnenblende halb runter.
richtig ist ich fahre auf Landstrassen etwa 10-15% langsamer als am Tag und halte meine "Blickrichtung" meistens noch vor der "Leuchtweite" des Scheinwerfers, dies aber eher unbewußt,
und ja manchmal (besonders in linkskurven) wird man unweigerlich auch mal geblendet, da nehm ich dann eben den Kopf etwas runter so daß die blendenden Scheinwerfer (event. erst mit zusätzlichem drehen des Kopfes) in der Sonnenblende liegen.
klappt bei mir ganz gut den Kurvenverlauf trotzdem noch zu erkennen.
Ist auch übungssache.
lG aus Bayern Frank
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Ich habe mich persönlich ja noch nie von hinten oder vorne gesehen und weiß daher nicht wie gut bin ich sichtbar. Zum anderen sind hier viele Auto- und Motorradfahrer/innen und habe daher vielleicht auch schonmal Erfahrungen gemacht.
Aber wenn genügend Reflektierflächen schon ausreichen um die Sichtbarkeit zu erhöhen, müsste der Rücksack bzw. die Warnweste ausreichen.
@sampleman
Zitat:
Ein Problem ist die Erkennbarkeit von hinten, vor allem auf der BAB. Autofahrer sind auf Fahrzeuge mit zwei Rückleuchten geeicht. Bei einem Kfz mit nur einer Rückleuchte neigen sie dazu, den Abstand zu überschätzen.
Genau deswegen habe ich nach eventuellen zusätzlichen Hilfmitteln wegen der Sichtbarkeit gefragt.
Meine erste Nachttour von Berlin war aber mehr als ruhig. Die besonders schnellen Dosen fahren eigentlich immer auf der linken Spur (ich immer ganz rechts) und deren Lichtquelle ist verdammt stark. Ich bin nur damals erschrocken, als ich an einem Schwerlasttransporter vorbeigefahren bin: Die seitlich überstehende und große Fracht vor schon recht beeindruckend.
Ich habe gestern Abend mal schnell gerechnet, also Landstraße fahre ich wohl ca. 40km (+10km verfahren). Davon kenne ich auch die meisten Straßen (gut ausgebaute Umgehungsstraße mit 1A Asphalt und reflektierenden Markierungen ect.). Nur die paar Kilometer aus Berlin sind mir fremd.
Aber mein Thread soll auch eine unterstützung für zukünftige Nachtfahrten sein. Nach dem Motto: Was kann ich verbessern oder was habe ich vielleicht bisher falsch gemacht.
Und ja, ich fahre schon so wenig wie möglich Landstraße, aber manche Kilometer lassen sich nicht vermeiden.
@NOMDMA
Eine alternative ist einfach zu teuer und die Rückfahrt dauert mehr als 7h, weil man auf irgendeinem Bahnhof wieder festsitzt. Das Zugticket kostet mich ca. 60€ (+x€ U-Bahn/S-Bahn). Meine erste Berlinfahrt hat mich 35€ für Sprit & Parken gekostet. Die Rückfahrt hat nicht ganz 4h gedauert (inkl. Pausen, Tanken und 3mal verfahren in Berlin).
Das mit der Müdigkeit dachte ich bei meiner ersten Fahrt auch, aber dem ist nicht so. Ich renne nach Konzertende auch nicht sofort zum Bike und fahre los. Erstmal muss ich mich fertig anziehen und mein Bike prüfen, kurz frische Luft inhalieren und dann gemütlich mit 30-40km/h durch Berlin (nachts ist die Stadt ausgestorben). Und zum anderen ist es eine fremde Stadt und ich bin auch total neugierig, weiß nicht wo Abzweigungen kommen und wie Fahrspuren verlaufen => erhöht die Konzentration.
@camion-rebel
Meine erste Berlinfahrt war toll. Hinzu und zurück Regen, Regen und nochmal Regen. Ich natürlich nur in meiner Lederkombi (nichts sagen) und die war natürlich nach guten 8-10h (zeitig da sein. warten und anstellen, Konzert an sich ect.) nicht trocken. Aber an sich ging es zu fahren, weil ich 3 nette LKWs hatte, denen ich hintergefahren bin. Immer mit genügend Abstand (wenn ich die Reklame lesen konnte, habe ich mich wieder fallen gelassen => ca. 3-5s-Abstand).
@lidskjalfr
Danke! An Nebel habe ich gar nicht gedacht ö.Ö
Ich werde die Wetterberichte im Auge behalten und die Route nach eventuellen Flüssen/Seen absuchen und umfahren.
Das mit dem Vorschlafen kann ich ja mal versuchen, aber habe ich bisher nicht gemacht. Dafür muss ich mich beim Motorradfahren immer dazu zwingen etwas zu essen, weil ich kein Hungerfühl bekomme.
Untrainiert bin ich sicherlich, im sportlichen Sinne. Aber das wird nicht meine erste lange Fahrt. In den bisherigen 4 Monaten meines Bikerlebens habe ich folgende Strecken (an einem Tag) absolviert: Hamburg: 530km; Berlin (700km, davon 50% bei Nacht und Regen); Leipzig (250km, davon 50% bei Nacht auf der Landstraße und sehr leichtem Sprühregen). Sonst fahre ich eigentlich täglich Motorrad (an 5 Tagen in der Woche) und meist 100-320km/Tag mit max. einer Pause.
@Ruebe-ruebe
Meine Tempoverringerung ist etwas größer, aber man soll sich ja an die Sichtverhältnisse anpassen.
Ich werde meine Sonnenblende auch noch etwas anpassen und den Trick versuchen umzusetzten. Danke.
@NyahNorman:
Bei Nebel hast Du auf dem Bock immer noch bessere Karten als im Automobil. Meine Erfahrung ist immer gewesen, daß ich auf dem KRad immer bessere Sicht hatte. Auch kann man im Auto nicht mit dem Fuß mal schnell fühlen wo die Straße aufhört.
Bei, von mir weiter oben erwähnten Extremst-Suppe, konnte man sich mit dem Motorrad immerhin noch langsam voraus tasten. Mit dem Auto wäre da rein gar Nichts mehr gegangen.
Nebel in der beschriebenen Intensität hat man aber sehr selten (mein Erlebnis, mit dem; nach der Straße tasten, hatte ich übrigens am schönen Rhein). Meist ist eben nur etwas schlechtere Sicht.
Gefährlich sind Nebelbänke! Da fährst Du bei fast klarer Sicht oder leichtem Dunst, recht flott durch die Gegend - und plötzlich musst Du in die Eisen😰, weil da, hinter der nächsten Kurve plötzlich eine Nebelbank steht, durch die Du nur mit höchstens 40 Km/h tuckern solltes. Dann; plötzlich wieder annähernd klare Sicht, - also; Zunder geben - und gleich hinter der nächsten Biegung; wieder so ne Sch... -Suppe!
In Litauen und Rumänien sehr oft erlebt, aber auch im Saarland, um Heidelberg herum und im Raum Emmendingen (Moppedsammler kann da vielleicht auch ein Liedlein davon trällern).
Auf flachem Land, siehst Du meist Nebelschwaden auch des Nachts schon recht frühzeitig und kannst deine Geschwindigkeit anpassen.
Also; Flussläufe, etc. musst Du nicht unbedingt total vermeiden, solltest aber damit rechnen, daß es zeitweilig etwas schlechtere Sichtverhältnisse geben könnte.
Uff, bin eben von einer kleine 120km Runde zurück.
Ich habe Sencers Rat mit dem Druck auf die Fußrasten und Knie eng am Tank ausprobiert. Das klappt wunderbar, aber durch die ungewohnte Haltung bin ich noch etwas zu verkrampft, da muss ich noch üben.
Habe mich an Flicken, Kopfsteinpflaster und Bahnübergängen versucht und das geht jetzt besser. Leicht aufzustehen und dann mit den Knien abfedern, trau ich ich noch nicht so wirklich.
Lewellyns Hinweis das Navi als Hilfsmittel zu nutzen um den Verlauf auszumachen, geht leider nicht. Ich hab von 15m bis 2km die Maßstäbe ausprobiert, aber das Navi ist immer etwas langsamer als ich und manche Kurven werden nicht als Kurven dargestellt. Darauf kann ich mich nicht verlassen, vielleicht auch gut so, nicht das ich dann nur noch nach Navi fahre.
@lidskjalfr
Danke für den interessanten Beitrag.
Ich habe mal im Gedächtnis gegraben, aber kein Erlebnis zum Thema Nebel in Erinnerung. Also werde ich mein bestes geben und vorsichtig sein ^^
Wirkliche Ratschläge zur Nachtfahrt kann ich Dir nach ca 30 Jahren Zweiradabstinenz als Wiedereinsteiger nicht wirklich geben. Die Strecke kenne ich aus der Sicht hinter der Autoscheibe. In Berlin bis zur Autobahn nähe Schönefelder Kreuz ist die Straße gut beleuchtet. Die A13 ist in der Regel bis DD wenig befahren. Da gilt: "Nicht einschlafen". Ab der A4 in DD ist es zu fast jeder Zeit turbulent. Zwischen DD und Chemnitz ist die A4 3-Spurig, schlängelt sich aber bergauf, bergab durch die Ausläufer des Erzgebirges. Da kann man den Verlauf der Bahn nachts nur an den roten Rückleuchten der vorausfahrenden erahnen. Da weiß man nicht wirklich ob da 500 Meter weiter drei Spuren nebeneinander durch ein polnisch- rumänisches Elefantenrennen belegt sind, oder ob die Fahrzeuge nur hintereinander in einer Biegung fahren. Wenn vor Dir keiner zu sehen ist, da kann das auch daran liegen, dass in einer Herbstnacht in einer Senke eine Nebelbank liegt. Das sind 70 Km die wirklich schlauchen können. Der beste "Scout" ist hier eventuell ein Bus. Der ist schneller als LKW, und hat auch ordentlich Licht. Ich mag Busse mit dem Wohnwagen im Schlepp. (Die haben so einen schönen Windschatten) 🙂
M.M.
Zitat:
Original geschrieben von m_moench
Wirkliche Ratschläge zur Nachtfahrt kann ich Dir nach ca 30 Jahren Zweiradabstinenz als Wiedereinsteiger nicht wirklich geben. Die Strecke kenne ich aus der Sicht hinter der Autoscheibe. In Berlin bis zur Autobahn nähe Schönefelder Kreuz ist die Straße gut beleuchtet. Die A13 ist in der Regel bis DD wenig befahren. Da gilt: "Nicht einschlafen". Ab der A4 in DD ist es zu fast jeder Zeit turbulent. Zwischen DD und Chemnitz ist die A4 3-Spurig, schlängelt sich aber bergauf, bergab durch die Ausläufer des Erzgebirges. Da kann man den Verlauf der Bahn nachts nur an den roten Rückleuchten der vorausfahrenden erahnen. Da weiß man nicht wirklich ob da 500 Meter weiter drei Spuren nebeneinander durch ein polnisch- rumänisches Elefantenrennen belegt sind, oder ob die Fahrzeuge nur hintereinander in einer Biegung fahren. Wenn vor Dir keiner zu sehen ist, da kann das auch daran liegen, dass in einer Herbstnacht in einer Senke eine Nebelbank liegt. Das sind 70 Km die wirklich schlauchen können. Der beste "Scout" ist hier eventuell ein Bus. Der ist schneller als LKW, und hat auch ordentlich Licht. Ich mag Busse mit dem Wohnwagen im Schlepp. (Die haben so einen schönen Windschatten) 🙂M.M.
Hallo!
DIe A4 Richtung Dresden kenne ich etwas, aber leider aus dem Auto als unaufmerksame, meist schlafende Beifahrerin ^^"
Das um/ab Dresden rum viel los ist, habe ich mitbekommen. Allerdings war das nur Tagsüber!
Danke für den Hinweis wegen der Nebelbank!!!
Eigentlich fahre ich nicht gerne die A4 Richtung Dresden und wollt die A4 Richtung Erfurt und dann die A9 nehmen. So bin ich auch beim ersten Mal gefahren und fand das angenehm. Damals bin ich in der Nacht von Montag zu Dienstag gefahren, diesmal wird es Mittwoch zu Donnerstag (12.10-13.10).
DIesmal muss ich in Berlin zum Ostbahnhof (parken & Sachen in Schließfach packen) um dann ca. 2km zur Konzerthalle zu laufen.
Ich komme gerade von einer Frankreich-Tour zurück, bei der ich auf der Rückfahrt (mit Sozia) auch bei Dunkelheit fahren musste. Zunächst muss man aber sagen, dass IMHO die Leute in Frankreich deutlich entspannter fahren als in Deutschland und ich habe bisher noch keinen getroffen, der unnötigerweise (möglichst noch tagsüber!) mit Nebelscheinwerfern etc. fährt und normalerweise blenden die Leute auch echt schnell ab, wenn sie einen sehen. Probleme hatte ich nur einmal, als ich, weil Gegenverkehr war, nicht das Fernlicht anmachen konnte (das normale Licht der GT750 ist schon recht funzelig, auf jeden Fall aber zu tief, aber vielleicht ist das auch nur bei meinem Bike falsch eingestellt) und dann nach einer Kurve von einem der in Frankreich ja so beliebten Kreisverkehren überrascht wurde - die sind dort nachts nur durch das "man darf nur rechts abbiegen"-Schild markiert, das in diesem Fall halt ein bisschen blöd stand. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich nachts auch wirklich eine ziemliche Eule bin und extrem blendempfindlich bin...
also wenn du schon zum konzert fährst, ist die beste lösung: wenig schlaf, viel bier und dazu ne nase voll koks. dann bist du für die heimfahrt so gerüstet, das dich auch kein entgegenkommender 40 tonner auf deiner straßenseite aus der ruhe bringt 🙂
(spässle nebenbei)
das selbe problem hat auch meine frau. sie kann nachts nicht fahren (auto). schon gar nicht bei regen oder schnee. sie ist absolut nachtblind.
ich kenne da noch mehr weibliche fahrerinnen mit dem selben problem. ohne diskriminierend zu wirken: es scheint wohl ein eher typisches frauenproblem zu sein.
meine gutste fährt dann auch einfach hochkonzentriert (was man beim biken sowieso sollte) und relativ langsam. ich kann dann leider nicht als beifahrer mitfahren, da ich es nicht verstehen kann ^^
hinter einem lkw herfahren sehe ich als sehr problematisch. man sieht nicht was auf der fahrbahn los ist. liegt vielleicht ein abgefetzter reifen auf der strecke oä.
ich bin letztens mit dem bike nach hause gefahren (bundesstraße), in einer autokolonne. überholen ging nicht. fahrtempo war 100 kmh. da taucht auf einmal unter dem auto vor mir ein fäustl (größerer hammer) auf, den ich selbstverständlich voll mitgenommen habe. ich musste gleich anhalten, da ich dachte er hat mir die verkleidung zerdeppert. ich hatte zwar genug abstand, aber zum ausweichen hat es nicht mehr gereicht.
auf autobahnen hab ich schon so einiges rumliegen sehen.
lieber habe ich niemanden vor mir und kann soweit einsehen wie ich es kann. ich denke auch umso konzentrierter fährt man.
Zitat:
Original geschrieben von nO-FaCe
fahrtempo war 100 kmh. da taucht auf einmal unter dem auto vor mir ein fäustl (größerer hammer) auf, den ich selbstverständlich voll mitgenommen habe.
Ursache: Zu wenig Abstand!
Lösung: Abstand Halber Tacho (50m) oder 2 Sekunden (60m)!
Gerade auf dem Motorrad ist es doch klar, dass man sich diesen Sicherheitsraum schafft/schaffen muss. Wenn du nichtmal Zeit hast einem Hindernis auszuweichen, dann warst du viel (!) zu nah dran - wie willst du dann bei einer Not-Bremsung des Vordermanns erst reagieren?
Außerdem klingt es so, als seist du mittig hinter deinem Vordermann gefahren was auch ein No-Go ist. Leicht seitlich versetzt, damit man im Falle eines Falles Notwege hat. Je näher man dran ist, umso stärker sollte man versetzt fahren.
Übrigens: Der TE hat schon geschrieben, dass er 3-5 Sekunden Abstand hält. Wenn der LKW 90km/h fährt, sind das 25m pro Sekunde (=> 75 Meter - 125 Meter). Hier geht es also einfach nur darum Strassenverlauf und Schilder in einiger Entfernung zu lesen. Da lässt sich wirklich nichts einwenden.
Zitat:
Original geschrieben von Sencer
Ursache: Zu wenig Abstand!Zitat:
Original geschrieben von nO-FaCe
fahrtempo war 100 kmh. da taucht auf einmal unter dem auto vor mir ein fäustl (größerer hammer) auf, den ich selbstverständlich voll mitgenommen habe.
Lösung: Abstand Halber Tacho (50m) oder 2 Sekunden (60m)!Gerade auf dem Motorrad ist es doch klar, dass man sich diesen Sicherheitsraum schafft/schaffen muss. Wenn du nichtmal Zeit hast einem Hindernis auszuweichen, dann warst du viel (!) zu nah dran - wie willst du dann bei einer Not-Bremsung des Vordermanns erst reagieren?
Außerdem klingt es so, als seist du mittig hinter deinem Vordermann gefahren was auch ein No-Go ist. Leicht seitlich versetzt, damit man im Falle eines Falles Notwege hat. Je näher man dran ist, umso stärker sollte man versetzt fahren.
Übrigens: Der TE hat schon geschrieben, dass er 3-5 Sekunden Abstand hält. Wenn der LKW 90km/h fährt, sind das 25m pro Sekunde (=> 75 Meter - 125 Meter). Hier geht es also einfach nur darum Strassenverlauf und Schilder in einiger Entfernung zu lesen. Da lässt sich wirklich nichts einwenden.
mein abstand beträgt immer ziemlich genau ein pylonenabstand auf der landstraße. dem hammer konnte ich nicht mehr ausweichen. ich habe das mopped schon weggedrückt und bin trotzdem noch drauf. vielleicht hab ich es auch nicht gleich erkannt, auf alle fälle war das ding einfach so da.
mittig werde ich auch nie fahren, da ich von haus aus links fahre um im richtigen moment zu überholen.
und => 75 Meter - 125 Meter bei tempo 90 in der nacht, wenn man eh schon "nachtblind" ist, ist nicht viel (ist meine meinung).
@nO-FaCe
Wenn ich vor mir niemanden habe, ist es für mich schwerer die Konzentration aufrecht zu erhalten.
Es ist wie im Motorradrennsport: Wenn du erster bist mit einem großen Abstand zum Hintermann musst du dir was einfallen lassen, um keine Fehler zu machen. Wenn man aber jemanden vor sich hat, hat man immer ein Ziel.
Ich versuche in dem Fall den Abstand konstant zu halten und nebenbei nutze ich die Vorteile die ich vom Vordermann erhalte.
Und ob mein Tempo jemanden nicht gefällt, ist mir ehrlich wurscht :P Ich fahre sowieso immer alleine und so schnell wie ich will bzw. wie meine Honda mitmacht.
@Sencer
Das mit den 90km/h würde mir gefallen, leider fahren so manche Elefanten 120-130km/h. So schnell fahre ich tagsüber, in der Nacht reduziere ich auf 90-110km/h auf der BAB.
Ich hatte schon einmal das Problem, dass mir ein LKW auf die Pelle gerückt ist (naja fast). Ein bissel Gas geben und bei der nächsten Raststätte einfach mal eine Durchfahrt machen und schon dreht man den Spies um 😁
Zitat:
Original geschrieben von NyahNorman
@nO-FaCe
Wenn ich vor mir niemanden habe, ist es für mich schwerer die Konzentration aufrecht zu erhalten.
Es ist wie im Motorradrennsport: Wenn du erster bist mit einem großen Abstand zum Hintermann musst du dir was einfallen lassen, um keine Fehler zu machen. Wenn man aber jemanden vor sich hat, hat man immer ein Ziel.
Ich versuche in dem Fall den Abstand konstant zu halten und nebenbei nutze ich die Vorteile die ich vom Vordermann erhalte.
Da gibt es wohl auch verschiedene Sichtweisen. Mir wird hinter nem LKW zum Beispiel immer total schnell langweilig, egal ob mit Motorrad oder Auto, ob bei Tag oder bei Nacht. Liegt wohl daran, dass ich immer das gleiche Viereck vor mir hab und sonst nach vorne nichts neues sehen kann. Darum mag ich auch kein Joggen (man sieht viel zu lange das Gleiche), sondern fahre lieber Fahrrad 😁
Nach deiner echt aufwendigen Vorbereitung kann ich dir nur noch mit auf den Weg geben, mach dich nicht so verrückt!
Du hast ja anscheinend schon einige Touren mit mehreren 100 Kilometern gemacht, bist auch solche Distanzen schon in der Nacht gefahren. Ich sehe da keinen Grund für Zweifel, locker bleiben, Konzert genießen und entspannt nach Hause gondeln. Das klappt schon! 🙂