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Motorrad als Firmenwagen? EILT!

Themenstarteram 12. Dezember 2005 um 12:13

Hallo, Zusammen!

Wer kann mir noch vor Jahresendemit einem Tipp helfen, mein Steuerberater weiß nicht weiter: Kann ich ein (neues) Motorrad kaufen und als Selbständiger (Gesellschaft bürgerlichen Rechts, GbR) als Firmenwagen laufen lassen? Selbstverständlich könnte ich per Fahrtenbuch nachweisen, dass die Fahrten damit dienstlich sind.

Jemand meinte, über die Anerkennung würde von jedem Foinanzamt anders entschieden. Hat jemand im Forum Erfahrung?

Wäre sehr dankba für Feedback!

Udo

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16 Antworten

Hallo Udo,

ich empfehle dir mal mit deinem Finanzamt Rücksprache zu halten. Generell ist es für Unternehmen möglich Motorräder im Fuhrpark zu haben (haben wir selbst auch). Allerdings sind wir indirekt in der Branche tätig.

Ich denke wenn du direkt oder indirekt mit Motorrädern deine Brötchen verdienst sollte es möglich sein. Grundsätzlich solltest du deinem Finanzamt plausibel machen, warum es für deine Geschäfte günstig ist oder sogar erwartet wird mit dem Motorrad bei deinen Kunden vor zu fahren.

grüßle

peter

außerdem ...

das FA muß seine Entscheidungen begründen (!) und dann ist man meistens schlauer (hinterher)

ich würde also nicht fragen ob,

sondern sagen,

daß

ich ein Motorrad als Firmenmoped laufen lassen werde und wenn ich vom FA nix mehr höre, gehe ich davon aus, daß keine Einwände seitens des FA bestehen

falls Ablehnung (schriftlich), Frage wieso und Begründung, d.h., Verweis auf irgendwelche §§

und dann könnte man noch klagen – bis zum EuGH

...

die Typen im FA sind für uns da - nicht umgekehrt

...

Bei einem Kurierdienst würde ich den Einsatz eines Motorrades als sinnvoll erachten.

Glaube, dass die Vermutung nahe liegt, dass dort jedes Finanzamt im Einzallfall prüft und unterschiedlich entscheidet.

Das beste ist aber sicherlich, beim Finanzamt anzufragen.

 

Aber verrat uns doch mal in welcher Branche du tätig bist?

 

MfG

Motoele

Themenstarteram 14. Dezember 2005 um 13:12

Danke und Zusammenfassung

 

Also, erst mal vielen Dank für die vielen und guten Antworten. Habe mich auch nochmal mit meinem Steuerberater zusammengesetzt, und im Motorradladen wusste man auch noch was. Hier das Wesentliche:

Obwohl ich nicht in der Motorrad- oder Kurier-Branche bin, sondern selbständig als Unternehmensberater, kann man das Motorrad offenbar als Firmenfahrzeug anmelden. Es gibt anscheinend kein Gesetz und auch keinen Gesetzeskommentar, der Motorräder ausschließt.

Allerdings verlangt das Finanzamt einen plausiblen Nachweis, dass man mit dem Motorrad tatsächlich betriebsbedingte Fahrten macht. Ich werde das machen, da ich noch ein kleines Büro auswärts habe, wo ich tageweise am Schreibtisch arbeite und dann mit dem Motorrad hinfahre. Darüber führe ich dann selbstverständlich ein Fahrtenbuch.

Schwierig wäre es mit der Plausibilität wohl, wenn ich ausschließlich Kundenbesuche machen würde mit der Maschine.

Jetzt wollen wir mal sehen: Auf jeden Fall habe ich gestern Abend die Maschine gekauft, auf Firmennamen. Solltet Ihr noch Tipps haben, freue ich mich. Höre ich was Neues, schreib ich´s hier ebenfalls ins Forum.

Danke und Gruß

Udo

Denk daran, dass du dem Finanzamt die schreckliche Parksituation bei deinem Aussenbüro beschreibst, wo man mit dem Auto nie einen Parkplatz bekommt und deswegen ein Motorrad braucht.

// Joscha

ein Fahrtenbuch sollte stets handschriftlich geführt werden

eine schöne saubere Excel-Tabelle als Fahrtenbuch wurde bei uns schon mal beanstandet

...

Zitat:

Original geschrieben von J.Ripper

...eine schöne saubere Excel-Tabelle als Fahrtenbuch wurde bei uns schon mal beanstandet...

Mit welchen Argumenten?

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Mit welchen Argumenten?

Habe ich heute auch erst gehört, dass das beanstandet wurde. Hat wohl irgendwas damit zu tun, dass man das alles nachträglich noch ändern kann.

Legen die jetzt wohl vermehrt Wert drauf :(

Ich kenne keinen sachlichen Grund, warum ein Firmenfahrzeug 4 Räder haben muss.

Allerdings liegt natürlich zunächst mal der Verdacht nahe, dass jemand, der das macht, sein Hobby von der Steuer abzusetzen versucht. Und ein solcher Verdacht ließe sich z.B. dadurch erhärten, dass im Sommer mehr betrieblich notwendige Kilometer gefahren werden als im Winter.

Falls das der Fall ist, würde ich mir dafür schon einmal eine gute Begründung ausdenken.. ;)

Auch sonst wird die Argumentation für die Notwendigkeit der betrieblichen Anschaffung eines Motorrads nicht leicht zu führen sein. Der innerstädtische Kurierdienst wurde bereits genannt. In jedem anderen Fall ist das Mopped die weitaus schlechtere Wahl als ein Auto (Wetterabhängigkeit, geringe Transportkapazität, Kundenauftritt in Leder-/Regenkombi) und von daher die betriebliche Notwendigkeit unglaubwürdig.

Dazu kommt ja noch, dass die Nutzung eines Privatfahrzeugs für betriebliche Zwecke finanziell recht attraktiv ist, und bei Vorhandensein eines solchen die Investition von Betriebskapital in ein (auch noch neues) Motorrad einfach keinen Sinn ergibt.

Ich weiß nicht, wie die Rechtslage aussieht und ob es Präzendenzfälle gibt - aber ich würde mich auf Ärger einstellen.

Grüße, Ulrich

Themenstarteram 15. Dezember 2005 um 10:54

Fahrtenbuch exel und Motorrad

 

Hallo!

Fahrtenbuch als Exel-Datei kann das Finanzamt beanstanden, auch wenn es inhaltlich richtig ist (wegen Manipulationsgefahr), das hat mir mein Steuerberater auch schon zum Firmen-Pkw gesagt.

Danke für Hinweis auf die Glaubwürdigkeit Motorrad und Business-Klamotten, habe eine Kombi, wo das drunter passt. Und bisher kenne ich noch keinen Fall, bei dem das mit dem Firmen-Motorrad konkret abgelehnt wurde vom Finanzamt...

Themenstarteram 11. Januar 2006 um 11:16

Zwischenbericht

 

Also, nachdem hier so eifrig diskutiert wurde, mein Zwischenbericht zum Thema:

Habe im Dezember 2005 ein Motorrad neu gekauft, auf eigenen Namen angemeldet. Das Fahrzeug nutze ich jetzt für berufliche Fahrten zu Kunden und Geschäftspartnern. Mit handschriftlich geführtem Fahrtenbuch und Tankquittungen weise ich das nach. Da ich als Selbstständiger (GbR) Vorsteuer abführe, habe ich die beim Motorradkauf im Dezember auch gegenüber dem Fin.-amt auch angegeben. Meine Geschäftspartnerin hat auch ein Auto, damit fahre ich/wir, wenn das Wetter Motorradfahren nicht zuläßt.

Der Steuerberater ist optimistisch, ich auch. Warum auch nicht, läuft ja alles korrekt ab.

Wenn ich was Neues erfahre, schreibe ich das hier rein! Ihr auch?

Nochmal Danke und Gruß

Udo

Also, wir haben in unserer UG auch ein Motorrad laufen. Als Übersetzer/Dolmetscher und IT-Dienstleister besuchen wir damit Kunden, Behörden, Steuerberater, Buchhalter und tätigen Einkäufe von Büro-Mat und PC-Zeugs. Viele dieser Ziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit nur wesentlich höherem Zeitaufwand zu erreichen. Unser Motorrad hat eine Zuladung von 200 Kg und wird meist das ganze Jahr benutzt (auch jetzt noch im Dezember). Bei Übersetzungen liegt unser Schwerpunkt auf technische Übersetzungen (Automotive, Yachtbau, Bikes, Diving, Maschinenbau und Mode). Das Image, welches wir als End-Fünfziger mit unserem Motorrad erreichen, ist unserem Unternehmen X-mal zuträglicher, als der beste Business-Zwirn. Dem Aspekt der privaten Nutzung (der mit Fug und Recht unterstellt wird, wie aber beim PKW auch) begegnen wir durch die 1 % - Regelung. Dadurch entfällt das Fahrtenbuch. Bisher mussten wir keine dummen Fragen in diesem Thema beantworten.

LG, Uwe

Zitat:

@Drag1Star schrieb am 17. Dezember 2014 um 22:26:32 Uhr:

Als Übersetzer/Dolmetscher und IT-Dienstleister besuchen wir damit Kunden, Behörden, Steuerberater, Buchhalter und tätigen Einkäufe von Büro-Mat und PC-Zeugs.

Unser Motorrad hat eine Zuladung von 200 Kg und wird meist das ganze Jahr benutzt (auch jetzt noch im Dezember).

Ein Gespann?

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