Margen im Gebrauchtwagenhandel
Guten Tag
Ich wundere mich, wie hoch die Margen der Garagen / Kiesplatzhändler im Gebrauchtwagenhandel wohl sind. Unter Margen verstehe ich die Differenz zwischen Ankaufs und Verkaufspreis.
Weiss das jemand? Besonders interessieren würde mich ein Vergleich der Margen in Deutschland, der Schweiz und den USA.
Sind die Gebrauchtwagenmärkte in diesen Ländern für die Garagen / Kiesplatzhändler insgesamt lukrativ?
Vielen Dank für Deine Einschätzung
Marco
Beste Antwort im Thema
Ich glaube viele Kissplatzhändler sind einfach Geldwäscher.
36 Antworten
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 9. Juni 2016 um 10:08:46 Uhr:
Hi,ein Kollege von meine Frau hat sich auch mal einen Porsche 928 für 1200€ abschwatzen lassen, ich hätte blind 1500€ gezahlt 😉
Die Regel ist das aber nicht,in der breiten Masse sind es höchstens ein paar hundert € wenn überhaupt. Im höheren Preissegment auch mal wenige tausend € dort sind dann aber auch Investitionen für z.b. eine Aufbereitung fällig.
Ich rede jetzt vom seriösen Autohandel (soll es tatsächlich geben) Tachotrickser und Co. verdienen natürlich mehr.
Gruß Tobias
"Verdient" hat man erst was nach Abzug aller Kosten, da gehört noch etwas mehr als Platzmiete, TÜV und Autopolitur dazu. Z.B. Kranken-, Renten- und Sozialversicherungsabgaben. Mit einem Kiesplatz voller alter Autos wirklich Geld zu verdienen, ist alles andere als einfach. Viele dieser Gewerbe existieren nicht nur, weil sie den Kunden betuppen, sondern auch wegen des Selbstbetrugs der Inhaber.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 8. Juni 2016 um 20:13:52 Uhr:
Von welchem Land berichtest du uns da? Da würde ich sofort einen Gebrauchtwagenhandel eröffnen. 😉
Grüße vom Ostelch
Les dir die Fragestellung nochmal durch.
Er wollte nur die diff EK/VK haben.
Das vom Gewinn noch wer weis was für Abgaben, Bedarfsrerparaturen und was auch immer abgeht ist da ja gar nicht enthalten.
Meine letzten 2 VW hatten zwischen VW-Händler EK und Händler VK nach Liste ca. 20-25%. Ich vermute, wirklich viel verdient wird er nicht haben. Bei Fähnchenhändlern ist die Spanne deutlich größer, zudem ich weiß, dort wird das Fahrzeug zudem nicht so aufwändig aufbereitet wie bei VW.
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Zitat:
@Ostelch schrieb am 9. Juni 2016 um 10:24:26 Uhr:
...
"Verdient" hat man erst was nach Abzug aller Kosten, da gehört noch etwas mehr als Platzmiete, TÜV und Autopolitur dazu. Z.B. Kranken-, Renten- und Sozialversicherungsabgaben.
...
Oh ja, und nicht zu vergessen die Gewerbe-, Einkommen- und ggf. Kirchensteuer. Und ggf. Beiträge zur Handwerkskammer sowie die Berufsgenossenschaft. Und wer es mit der Buchführung nicht drauf hat, braucht einen Steuerberater. Das kann man zwar alles (bis auf die EK-Steuer selber) auch wieder steuerlich geltend machen, aber es bleiben natürlich trotzdem Kosten.
Zitat:
@Manitoba Star schrieb am 9. Juni 2016 um 13:15:07 Uhr:
Zitat:
@Ostelch schrieb am 9. Juni 2016 um 10:24:26 Uhr:
...
"Verdient" hat man erst was nach Abzug aller Kosten, da gehört noch etwas mehr als Platzmiete, TÜV und Autopolitur dazu. Z.B. Kranken-, Renten- und Sozialversicherungsabgaben.
...Oh ja, und nicht zu vergessen die Gewerbe-, Einkommen- und ggf. Kirchensteuer. Und ggf. Beiträge zur Handwerkskammer sowie die Berufsgenossenschaft. Und wer es mit der Buchführung nicht drauf hat, braucht einen Steuerberater. Das kann man zwar alles (bis auf die EK-Steuer selber) auch wieder steuerlich geltend machen, aber es bleiben natürlich trotzdem Kosten.
Genau. Deshalb sollte man in der Diskussion aufpassen, vom Begriff der Marge nicht auf den Begriff Gewinn abzudriften.
Grüße vom Ostelch
Oh ja, und nicht zu vergessen die Gewerbe-, Einkommen- und ggf. Kirchensteuer. Und ggf. Beiträge zur Handwerkskammer sowie die Berufsgenossenschaft. Und wer es mit der Buchführung nicht drauf hat, braucht einen Steuerberater. Das kann man zwar alles (bis auf die EK-Steuer selber) auch wieder steuerlich geltend machen, aber es bleiben natürlich trotzdem Kosten.
Wer zahlt schon eine Kirchensteuer?
Diejenigen die das machen sind selbst schuld, die Kirche hat schließlich genug.
Zitat:
@bundesprofi schrieb am 9. Juni 2016 um 14:17:35 Uhr:
[/quote
Oh ja, und nicht zu vergessen die Gewerbe-, Einkommen- und ggf. Kirchensteuer. Und ggf. Beiträge zur Handwerkskammer sowie die Berufsgenossenschaft. Und wer es mit der Buchführung nicht drauf hat, braucht einen Steuerberater. Das kann man zwar alles (bis auf die EK-Steuer selber) auch wieder steuerlich geltend machen, aber es bleiben natürlich trotzdem Kosten.
[/quoteWer zahlt schon eine Kirchensteuer?
Diejenigen die das machen sind selbst schuld, die Kirche hat schließlich genug.
Wenn du meinst. Das ist aber sicher nicht das zentrale Problem der Margen des Gebrauchtwagenhandels. 😉
Grüße vom Ostelch
Mal ne frage an euch ? wieviel von den Antwortenden war schon mal in diesem Gewerbe tätig.
Ich glaube keiner.
Mal zu der Prozentrechnung ,lege mal 1000 Euro auf ner Bank an ,dann haste nach einem Jahr per anno so 10 Euro.
Im KFZ angelegt und nach 6 Monaten verkauft haste im schlechtesten Fall so 10-20 % ,also 100-200 Euro in 6 Monaten und nicht per anno.
Von hochspekulativen anlagen mal abgesehen ist die Marge garnicht mal so schlecht.
Wo besteht die Verbindung zwischen Legastheniker und einem der nicht "rechnen kann ?
Bopp 19
Zitat:
@Ostelch schrieb am 9. Juni 2016 um 14:50:00 Uhr:
Zitat:
@bundesprofi schrieb am 9. Juni 2016 um 14:17:35 Uhr:
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Oh ja, und nicht zu vergessen die Gewerbe-, Einkommen- und ggf. Kirchensteuer. Und ggf. Beiträge zur Handwerkskammer sowie die Berufsgenossenschaft. Und wer es mit der Buchführung nicht drauf hat, braucht einen Steuerberater. Das kann man zwar alles (bis auf die EK-Steuer selber) auch wieder steuerlich geltend machen, aber es bleiben natürlich trotzdem Kosten.
[/quoteWer zahlt schon eine Kirchensteuer?
Diejenigen die das machen sind selbst schuld, die Kirche hat schließlich genug.Wenn du meinst. Das ist aber sicher nicht das zentrale Problem der Margen des Gebrauchtwagenhandels. 😉
Grüße vom Ostelch
@ bundesprofi: Ich habe die Kirchensteuer erwähnt, weil sie in Deutschland - ggf., wie ich deutlich schrieb - eine feste, staatlich verankerte steuer- und abgabenrechtliche Bedeutung hat. Warum musst Du jetzt versuchen, eine OT-Diskussion über Religion loszutreten 😠 ?
Zitat:
@Bopp19 schrieb am 9. Juni 2016 um 14:54:24 Uhr:
Mal ne frage an euch ? wieviel von den Antwortenden war schon mal in diesem Gewerbe tätig.
Ich glaube keiner.
Mal zu der Prozentrechnung ,lege mal 1000 Euro auf ner Bank an ,dann haste nach einem Jahr per anno so 10 Euro.
Im KFZ angelegt und nach 6 Monaten verkauft haste im schlechtesten Fall so 10-20 % ,also 100-200 Euro in 6 Monaten und nicht per anno.
Von hochspekulativen anlagen mal abgesehen ist die Marge garnicht mal so schlecht.
Wo besteht die Verbindung zwischen Legastheniker und einem der nicht "rechnen kann ?
Bopp 19
Du gehst hier aber von einer automatischen Wertsteigerung aus.
Stell dir vor die Kiste steht 6 Monate, du willst sie verticken, dann fallen dem Käufer die inzwischen eckigen Räder auf, dann ist in der Zwischenzeit ein Radlager oder eine Achsmanschette durch (war schon, aber hat sich in der Standzeit verschlechtert, insbesondere Scheibenbremsen sind auch so eine Sache), Zahnriemen, Auspuff... nur gibst du da jetzt auch noch Gewährleistung drauf, musst du schließlich.
Der Käufer fährt mit dem "Neuwagen" als erstes auf die Autobahn und tritt ihn, da erzähl mal was von "fällt nicht unter die Gewährleistung, weil Verschleißteil", wenn der Kühler hochgeht.
Ich würde es nicht machen wollen. Traummargen wird´s sicherlich geben, Glücksgriffe. Vielleicht macht man es auch genau deshalb, etwas Glücksspiel, einen Wagen günstig ergattern und richtig gut weiterverkaufen. Macht sicherlich Spaß. Aber auf Dauer? Das ständige Risiko? Die Ladenhüter, die einfach nicht weggehen?
Ich sage nichts dagegen, wenn das jemand machen will oder gar richtig gut Geld damit verdient. In meiner Nähe vermietet einer Supersportwagen. Stehen am Straßenrand (!), Ausdruck im Fenster: "Miet mich!" Wenn das einer allein macht, ohne große Firma dahinter, nur die fünf (?) Autos, finde ich das schon mutig. Dafür fährt er natürlich auch privat immer dicke Kisten, die ich mir niemals leisten kann. Mag sein, dass auch das bei einem Gebrauchtwagenhändler die Intention sein kann.
1. Verstehe ich unter Marge und Gewinn das gleiche.
2. Im Schnitt sage ich, dass ein Gewinn von 500-1000 € pro Auto gesund und anstrebenswert sind (bei kleineren-/Kieshändler).
3. Hängt der Erfolg sehr von dem Eigentümer und seinen geschulten Verkäufern ab.
4. Ist es relativ Egal in welchem Land du das betrachtest, denn überall hast du Kosten und Erträge. Es kommt auch mehr auf das relative Verhältniss an!
5. Die Frage ist nicht wie hoch die durchschnittliche Marge ist, sondern wie hoch DU deine haben möchtest und ob diese realisierbar ist. Wenn du z.B. gut verhandeln kannst oder viele kennst die dir ihr Auto günstig geben oder viele die ein Auto von nur dir kaufen möchten, weil du so vertrauenswürdig bist, kannst du locker mehr verdienen als andere die nicht so einen Vorteil haben.
6. Der Gewinn liegt im Einkauf!! Das gilt nicht nur bei Autohändlern, sondern in der ganzen Handel- und Industriebranche!
7. Bevor du selbst anfängst zu handeln lerne es! Fange bei einem Autohaus an und arbeite dich hoch bis du so viel Know-how hast dass du es alleine angehen kannst.
Grüße
Zitat:
@MGi1 schrieb am 9. Juni 2016 um 19:13:45 Uhr:
1. Verstehe ich unter Marge und Gewinn das gleiche.
2. Im Schnitt sage ich, dass ein Gewinn von 500-1000 € pro Auto gesund und anstrebenswert sind (bei kleineren-/Kieshändler).
3. Hängt der Erfolg sehr von dem Eigentümer und seinen geschulten Verkäufern ab.
4. Ist es relativ Egal in welchem Land du das betrachtest, denn überall hast du Kosten und Erträge. Es kommt auch mehr auf das relative Verhältniss an!
5. Die Frage ist nicht wie hoch die durchschnittliche Marge ist, sondern wie hoch DU deine haben möchtest und ob diese realisierbar ist. Wenn du z.B. gut verhandeln kannst oder viele kennst die dir ihr Auto günstig geben oder viele die ein Auto von nur dir kaufen möchten, weil du so vertrauenswürdig bist, kannst du locker mehr verdienen als andere die nicht so einen Vorteil haben.6. Der Gewinn liegt im Einkauf!! Das gilt nicht nur bei Autohändlern, sondern in der ganzen Handel- und Industriebranche!
7. Bevor du selbst anfängst zu handeln lerne es! Fange bei einem Autohaus an und arbeite dich hoch bis du so viel Know-how hast dass du es alleine angehen kannst.
Grüße
Wenn du unter Marge die Gewinnmarge verstehst, hast du recht, wäre es doch nur die Handelsspanne würde ich ich mir Sorgen um dein Geschäft machen. 😉
Ansonsten hast du recht.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 9. Juni 2016 um 19:20:56 Uhr:
Zitat:
@MGi1 schrieb am 9. Juni 2016 um 19:13:45 Uhr:
1. Verstehe ich unter Marge und Gewinn das gleiche.
2. Im Schnitt sage ich, dass ein Gewinn von 500-1000 € pro Auto gesund und anstrebenswert sind (bei kleineren-/Kieshändler).
3. Hängt der Erfolg sehr von dem Eigentümer und seinen geschulten Verkäufern ab.
4. Ist es relativ Egal in welchem Land du das betrachtest, denn überall hast du Kosten und Erträge. Es kommt auch mehr auf das relative Verhältniss an!
5. Die Frage ist nicht wie hoch die durchschnittliche Marge ist, sondern wie hoch DU deine haben möchtest und ob diese realisierbar ist. Wenn du z.B. gut verhandeln kannst oder viele kennst die dir ihr Auto günstig geben oder viele die ein Auto von nur dir kaufen möchten, weil du so vertrauenswürdig bist, kannst du locker mehr verdienen als andere die nicht so einen Vorteil haben.6. Der Gewinn liegt im Einkauf!! Das gilt nicht nur bei Autohändlern, sondern in der ganzen Handel- und Industriebranche!
7. Bevor du selbst anfängst zu handeln lerne es! Fange bei einem Autohaus an und arbeite dich hoch bis du so viel Know-how hast dass du es alleine angehen kannst.
Grüße
Wenn du unter Marge die Gewinnmarge verstehst, hast du recht, wäre es doch nur die Handelsspanne würde ich ich mir Sorgen um dein Geschäft machen. 😉
Ansonsten hast du recht.
Grüße vom Ostelch
Ja, deshalb ist ja auch ein relativer Wert so wichtig um einfacher vergleichen zu können.
Bin selber Händler. Die Margen sind zwischen 10-40%.
Meist musst du bei alten Autos auch noch viel Investieren zb Zahnriemen, Tüv, Klimagas auffüllen, Überführung, Spritkosten, laufende Betriebskosten,rote Kennzeichen, Anhänger usw.
Da musst du schon günstig einkaufen können damit es sich irgendwie rechnet.