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Magna soll keine Aufträge mehr von Chrysler bekommen

Opel
Themenstarteram 30. September 2009 um 10:47

Zitat:

Magna soll keine Aufträge mehr von Chrysler bekommen

Fiat- und Chrysler-Chef Sergio Marchionne will keine Fertigungsaufträge mehr an Magna vergeben. Stattdessen sollen künftig Chrysler-Modelle, die zuvor von Magna gefertigt wurden, in einer neu erworbenen Fabrik in Italien gebaut werden, sagte Marchionne in einem Interview. Das wäre ein weiterer Schlag für Magna, das mit russischen Partnern Opel übernehmen will. Auch VW überlegt Aufträge von Magna abzuziehen.

Quelle: http://www.automobilwoche.de/apps/pbcs.dll/frontpage

Wenn nun noch mehr Kunden wie BMW und VW Aufträge von Magna wegziehen, könnte das für Magna ein schwer verdaubares Unterfangen werden, Opel zu Kaufen.

Was meint ihr?

Beste Antwort im Thema
am 3. Oktober 2009 um 12:37

Also das Unternehmen Volkswagen wird von Tag zu Tag unsympathischer. Nach Datenklau, Betriebsratbestechung und kostenlosen Reisen für Journalisten jetzt die nächste grosse Verarsche!

Wenn VW so ein Problem hat, dass evtl. Opel von VW-Wissen profitieren könnte, warum, ja warum in Gottes Namen beziehen sie denn seit Jahren Lieferungen von Delphi (GM) oder Denso (Toyota). Da hat man offenbar niemals bedenken gehabt, dass Wissen weitergelangen könnte. Die lügen sich was zusammen und alle nicken es nur ab. Naja aber dafür zahlen die Kunden gerne noch ein paar Tausender mehr. Das is so lächerlich, aber weil wir alles glauben, was uns das Fernsehen erzählt und sich nur ein Bruchteil selbst schlau macht, funktioniert es. Denn VW ist ja "Das Auto". Achso, stimmt, den Spruch haben sie ja auch geklaut.

Armes Deutschland, mehr fällt mir dazu nicht ein.

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entschuldige das war doch abzusehen, das habe ich auch schon vorrausgesagt, das FIAT die Produktion von Magna abziehen wird.

Und das konnte sich Magna auch selber sagen. Spuckt den den Automobilbauer in die Suppe und glaubt ungeschoren davon zu kommen.

Desweiteren wird sicher auch nicht gerne gesehen, wenn mit Opels Technologien im Osten weitere Konkurenz entstehen soll, bei den bisher schon Überhang an Produktionskapazitäten.

italo

Der Magna - Deal ist, falls er jemals "ernsthaft" beabsichtigt wurde, entweder schon tot oder er wird innerhalb kürzerer Zeit (max. 2 Jahre) zum endgültigen Untergang von Opel und zu größten wirtschaftlichen Problemen bei Magna führen. Schade um die Geldverschwendung, schade um die vergeudeten Chancen für Opel.

 

Viele Grüße, vectoura

am 30. September 2009 um 12:03

Servus Zusammen!

Ich meine weiterlesen!

Zitat:

Laut "WSJ"-Online wäre dieser Schritt des Italieners allerdings die Fortsetzung der Fiat-Strategie, die Kontrolle über Chryslers Fertigung zu erlangen. Bereits zuvor hätte der Fiat-Chef nach dem Einstieg bei Chrysler dafür gesorgt, dass der US-Autohersteller einige Partnerschaften wie jene mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi beendete. Obwohl der italienische Konzern zunächst nur mit 20 Prozent bei Chrysler an Bord ist, verfügt Fiat über Rechte, die dem Autobauer die alleinige Kontrolle über das US-Unternehmen verleihen.

Unklar sei, ob der Auftragsentzug für Magna von der Entscheidung des österreichisch-kanadischen Konzerns beeinflusst werde, Opel/Vauxhall zu übernehmen.

Das würde Sinn ergeben. Chrysler wollte wohl kein Werk in Europa bauen und jetzt hat Fiat eine Fabrik in der anscheinend nicht viel los ist. Ist doch klar das dann der Auftrag von Magna abgezogen wird. Wenn ich ein boshafter Mensch wäre, würde ich Sergio Marchionne auch Rache unterstellen...

MfG

Marco

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht handeln doch alle (VSW, BMW, FIAT-Chrysler) richtig: Einen mit staatlichen Mitteln gestützten Neueinsteiger am ( noch dazu schrumpfenden) Markt muß man "bekämpfen", um die eigene Marktposition nicht zu gefährden. Auch bei VW, FIAT , BMW etc. arbeiten viele Menschen (übrigens viel mehr als bei Opel)...ob man denen dann mal später vermitteln kann, dass sie arbeitslos geworden sind, weil eine staatlich subventionierte Firma "New Opel" künstlich am Markt erhalten wird?

Alles hat mindestens 2 Seiten...

Viele Grüße, vectoura

am 30. September 2009 um 13:07

Also wenn BMW etwas von Opel zu befürchten hat... den Tag will ich erleben! Das ist jetzt aber ein ganz anders Thema.

Und VW hat sicherlich aus "betriebswirtschaftlicher Sicht" recht dazu.

Fiat wird selbst staatlich subventioniert, also wohl auch künstlich am Leben erhalten. Außerdem hätten sie das sicherlich auch so gemacht, wenn RHJ oder die Chinesen Opel bekommen hätten. Außerdem geht es hier anscheinend nur um die Fertigung, nicht zum Zulieferteile.

Ich für meinem Teil warte jetzt erst mal die nächsten Jahre ab, was aus Opel, Magna, den Russen, Fiat usw. wird. Änderen können wir hier eh nix und nur um in paar Jahren sagen zu können, "ich habs ja glei gsagt" ist mir meine Zeit zu schade, sinnlos rumzudiskutieren.

MfG

MArco

Vor allen dingen stellen die Automobilfirmen z.T. Ihre Entwicklungen oder Produktspezifikationen zu verfügung damit Magna für sie Teile herstellt.

BMW,VW,Fiat etc. leiten also Entwicklungskompetenz direkt an einen Wettbewerber weiter ... schön blöd. Ist doch klar das ich meiner Konkurenz nicht meine Entwicklungen gebe damit die anhand meiner (teuren) Pläne evtl. Entwicklungskosten spart.

am 30. September 2009 um 13:30

Was sollte einen Zulieferer hinderen, ein Teil für BMW zu bauen, das von BMW entwickelt würde, und dieses dann leicht geändert an zb. Ford zu verkaufen. Natürlich ist die Gefahr größer, wenn der Zulieferer einen Automobilhersteller besitzt. Aber nicht alles was "zugeliefert" wird ist High Tech. Was bringt, als Beispiel, der Heizungskasten vom E60 Opel? Die werden wohl kaum ein Auto darum herumbauen?

Ja, ich denke auch, dass dort gerne übertrieben wird. Ich stelle mir dann immer einen Lenkstockhebel aus einem BMW vor und wie viele tausend Arbeitsstunden da drin stecken... und alleine das Know-How, was Opel daraus schöpfen könnte ... Leute, macht mal halblang.

cheerio

Hier gehts aber nicht nur um profane Teile wie einen Lenkstockhebel und es geht auch nicht darum die Teile nachzubauen sondern anhand von Plänen, die unter anderem Materialmixe etc. enthalten "Entwicklungshilfe" für die eigenen Projekte zu ziehen und seien es auch nur kleine Stücke. Das wird dann vielleicht beim E60 nicht so interessant sein aber spätestens wenn z.B. die Plände vom Golf 7 oder vom neuen BMW "Unterklassemodell" kommen, Zulieferer bekommen sowas deutlich vor Modelleinführung.

Magna hat Umsätze im 2 stelligen Milliardenbereich, die kommen bestimmt nicht nur aus der Produktion von Lenkrädern und Fußmatten ... siehe auch hier: http://www.magna.com/magna/de/about/

am 30. September 2009 um 14:10

Stimmt auch, aber wenn ich will das was in meinem Haus bleibt, dann Entwickle ich das selber und Fertige das dann auch selber, z.B. die Motorblöcke aus der Magnesium/Aluminum-Legierung von BMW. Die Giesen das selber.

Der hohe Umsatz kommt aber auch von Entwicklungsarbeiten die Magna den Herstellern ganz abnimmt. Das wird dann vertraglich für ein paar Jahre Geschütz und dann kann es jeder haben. Das hat all die Jahre funktioniert und jetzt nicht mehr?

Zum Beispiel Common Rail. Das hat Bosch mit Fiat entwickelt und jetzt gibt es keinen Dieselmotor im PKW ohne. Und sogar Siemens baut Common Rail nachdem ein oder zwei Entwickler die Firma gewechselt haben und die Patente abgelaufen sind...

Das ist jetzt mein persönlicher Eindruck, den ich durch nichts untermauern oder beweisen kann: Mir kommt es so vor als ob es den großen Automobilherstellern aufstößt, das ein Zulieferer einen von ihnen Schluckt. Als ob es wider der natur wäre. Aber Achtung, das ist eine persönliche subjektive Meinung! ;)

Zitat:

Original geschrieben von mrburns666

Servus Zusammen!

Ich meine weiterlesen!

Zitat:

Original geschrieben von mrburns666

Zitat:

Laut "WSJ"-Online wäre dieser Schritt des Italieners allerdings die Fortsetzung der Fiat-Strategie, die Kontrolle über Chryslers Fertigung zu erlangen. Bereits zuvor hätte der Fiat-Chef nach dem Einstieg bei Chrysler dafür gesorgt, dass der US-Autohersteller einige Partnerschaften wie jene mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi beendete. Obwohl der italienische Konzern zunächst nur mit 20 Prozent bei Chrysler an Bord ist, verfügt Fiat über Rechte, die dem Autobauer die alleinige Kontrolle über das US-Unternehmen verleihen.

Unklar sei, ob der Auftragsentzug für Magna von der Entscheidung des österreichisch-kanadischen Konzerns beeinflusst werde, Opel/Vauxhall zu übernehmen.

Das würde Sinn ergeben. Chrysler wollte wohl kein Werk in Europa bauen und jetzt hat Fiat eine Fabrik in der anscheinend nicht viel los ist. Ist doch klar das dann der Auftrag von Magna abgezogen wird. Wenn ich ein boshafter Mensch wäre, würde ich Sergio Marchionne auch Rache unterstellen...

MfG

Marco

ob es Strategie oder auch ein wenig Rache ist....das ist eine Frage die nur Herr Marcchione Beantworten kann...zumindest hat FIAT ja in Italien selber noch freie Kapazitäten und man hat die Produktion von Bertone abgekauft für kleine Serienfertigung....

Mit dem PGA-Konzern hat man die nicht umbedingt erfolgreiche Partnerschaft mit dem Eurovan gekündigt. Mit dem Voyager wird man sich bei Fiat auch neu positionieren.

Daher ist im Grunde alles gesagt. Magna wird sich noch schwer Tun mit dem Opel Deal

FIAT hat sicher noch einige Verbindlichkeiten aber die wurden mit Herrn Marchione erheblich reduziert. Und FIAT selber arbeitet in den schwarzen Zahlen. Ob FIAT überhaut staatliche Subventionen erhält ist eh fraglich, da hätten sicher die Wettbewerbhüter von Brüssel ein Auge drauf.

Man sollte sich vorher informieren bevor man Stammstischausagen tätigt.

italo

italo

Irgendwie haben manche noch die alberne Vorstellung, dass der Technologietransfer vom OEM zum Zulieferer läuft. :D :D

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Zulieferer entwickeln für die OEMs, bei den Zulieferern sitzt die technische Kompetenz. Und die tun das schon seit einer halben Ewigkeit für alle OEMs. Die Zulieferer verkaufen auch immer wieder dieselben Dinge (mit mehr oder weniger Modifikationen) an mehrere Hersteller. Und es gibt auch schon seit halben Ewigkeiten OEM-nahe Zulieferer (Denso oder Delphi zum Beispiel), die alle anderen OEMs genauso beliefern. Im Gegensatz zu fast allen anderen Zulieferern bietet Magna auch noch mehr: Sie entwickeln nicht nur Komponenten, sondern auch ganze Autos.

Dieses Geschwätz von wandernden Entwicklungsunterlagen ist nichts weiter als Show für die Öffentlichkeit, die keinen Schimmer davon hat, wie Automobilentwicklung abläuft. Und gerade bei der Entwicklung von kompletten Autos außerhalb der regulären Produktlinien möchte ich mal sehen, was dann, wenn es ernst wird, von dem großspurigen Geschwätz noch übrig bleiben wird. Dann gibt es nämlich zwei Möglichkeiten: Das Projekt im Powerpoint-Status belassen oder wieder lieb bei Magna anfragen, wenn Gras über die Sache gewachsen ist.

Gruß

Michael

Zitat:

Dieses Geschwätz von wandernden Entwicklungsunterlagen ist nichts weiter als Show für die Öffentlichkeit, die keinen Schimmer davon hat, wie Automobilentwicklung abläuft.

Achso und du hast den Durchblick, sowas gibt es also nicht ? Industriespionage ? :) Hier mal der Kollege der von Opel für VW geklaut hat ;) ...

http://de.wikipedia.org/.../...A9_Ignacio_L%C3%B3pez_de_Arriort%C3%BAa

und das ist ja nur ein kleines Beispiel.

Natürlich entwickelt Magna für die anderen Hersteller, bekommt dafür Geld und z.B. Produktionspläne für neue Modelle DAMIT sie entwickeln können. Will heißen Magna bekommt z.B. interne Dokumente über den neuen BMW 3er in dem das komplette neue Armaturenbrett oder ein Teil der Konstruktion des Unterbodens für z.B. Sitze abgebildet ist und das weit vor Markteinführung. Daraus lassen sich auch prima Infos beziehen.

Anderes Beispiel: Bosch bekommt Pläne von neuen BMW und (z.B. den neuen TSI Motoren) Volkswagen über die Motorenentwicklung der nächsten 2-5 Jahre um neue Aggregate/Anbauteile/Innerein zu entwickeln ... Gold wert !

Also man gibt jemandem Geld und Pläne damit der evtl. wichtige Infos aus der Produktion schon vorher für seine eigenen Zwecke nutzt ... nicht sehr schlau.

am 30. September 2009 um 14:28

Zitat:

Original geschrieben von Edroxx

 

Achso und du hast den Durchblick, sowas gibt es also nicht ? Industriespionage ? :) Hier mal der Kollege der von Opel für VW geklaut hat ;) ...

http://de.wikipedia.org/.../...A9_Ignacio_L%C3%B3pez_de_Arriort%C3%BAa

und das ist ja nur ein kleines Beispiel.

Das streitet keiner ab

Zitat:

Natürlich entwickelt Magna für die anderen Hersteller, bekommt dafür Geld und z.B. Produktionspläne für neue Modelle DAMIT sie entwickeln können. Will heißen Magna bekommt z.B. interne Dokumente über den neuen BMW 3er in dem das komplette neue Armaturenbrett oder ein Teil der Konstruktion des Unterbodens für z.B. Sitze abgebildet ist und das weit vor Markteinführung. Daraus lassen sich auch prima Infos beziehen.

Die bekommen ein einfaches CAD-Modell. Ein anständiges Amaturenbrett oder Türverkleidung oder Sitz kann so gut wie jeder bauen. Die Frage ist immer nur, was darf es kosten...

Zitat:

Anderes Beispiel: Bosch bekommt Pläne von neuen BMW und (z.B. den neuen TSI Motoren) Volkswagen über die Motorenentwicklung der nächsten 2-5 Jahre um neue Aggregate/Anbauteile/Innerein zu entwickeln ... Gold wert !

Darum geht es doch. Was sollte Bosch abhalten, als Beispiel, das wissen von den Motoren zu mischen?

Ist das bei Magna anders?

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