Leichtlauföl für alten Kadett
Habe mir einen gerade auf Euro2 umgerüsteten 60 PS 1,4 l Baujahr 1991 Kadett zugelegt, der zuvor checkheftmäßig von Werkstatt gewartet wurde.
Nun möchte ich aus Kostengründen alle Wartungsarbeiten selber machen.
Wichtig ist mir aber, daß ein leichtläufiges Öl hineinkommt.
Welches Öl wird standardmäßig bei Ölwechsel in Opel-Werkstatt verwendet (Vollsynthetisch 10W 40) ?
Kann ich extremes Leichtlauföl (wie 0W 30) verwenden, wenn ich den Motor eigentlich kaum belaste (mehr als 110 km/h fahre ich nicht) und im milden Ostfriesland wohne (hier liegt die Temperatur zu 99% zwischen -10 und 25 C) - also auch für deutsche Verhältnisse ein kleiner Temperaturbereich. Der Motor hat leider schon 200.000 herunter und ich möchte ihn max noch 50.000 fahren (das reicht).
Ich weiß, daß immer bemängelt wird, daß bei im Sommer zu dünnflüssigem Öl der Schmierfilm abreißen könnte und dadurch eine Unterbrecherung der Schmierung einsetzen könnte.
Es fragt sich jetzt eben was für ein Öl die Opel-Werkstätten standardmäßig nehmen (wenn Sie mineralisches Öl nehmen sollte man eben bei vollsynthetischen aufpassen (so habe ich gehört) und besonders wie weit darf man mit der Leichtlaufeigenschaft gehen.
26 Antworten
Hi!
Also bei mir haben sie das letzte mal, als ich einen Ölwechsel in der Werkstatt machen hab lassen, 10 W 40 Vollsynthetisch eingefüllt.
Ich glaube das reicht auch für deinen Kadett, denn ein 60 PS Motor ist nicht so hochgezüchtet, daß er Leichtlauföl braucht. 10 W 40 reicht völlig aus.
Hab jetzt 223000 km drauf bei einer 2liter Maschine und hab nur 10 W 40 gefahren, und der Motor läuft immernoch perfekt.
Gruß Marc
also das 10W40 reicht absolut für deinen Motor aus. Mit zu "dünnen" Öl musst du bei diesem Motor damit rechnen das erstens die Ölpmupe es nicht schafft das Öl ausreichend zu transportieren und zweitens der Motor anfängt aus allen kleinen Rissen und Undichtheiten zu siffen. Das heisst wirklich das dir der Ölfilm abreisst und du einen sogenannten Kolbenfresser bekommst oder die Welleen brechen weil die Ölpumpe nicht genügen Öl lieferte. Weiterhin wirst du bei dieser Laufleistung auch anfangen reichlicher Öl zu verbrennen.
So dünnes Öl reinzumachen ist wirklich nicht gesund für diesen Motor.
Hi,
im Normalfall werden in den Werkstätten 15 W 40 Mineralöle eingefüllt.
Was bei deinem Auto auch völlig ausreichen sollte.
Einen Wechsel auf ein Voll- oder Teilsynthetisches Öl würde dir der Motor wahrscheinlich sehr übelnehmen.
Alles was sich bisher an Ablagerungen angesammelt hat kann durch ein dünneres Öl, welches auch noch mit diversen Additiven versehen ist, gelöst werden.
Die Folge davon ist meist eine nicht mehr arbeitende Ölpumpe, welches wiederum zu Folge hat das keine ausreichende Schmierung mehr stattfindet.
Dieses wiederum führt unweigerlich zu einem Kolbenfresser.
Aber auch wird dein nun, vielleicht, trockener Motor an allen möglichen und unmöglichen Stellen das Öl herausdrücken.
Ergo, bleib bei einem Mineralöl (15 W 40).
Da du den Wagen ja eh nur 50T KM fahren willst sollten dir maximal 2 Wechsel reichen.
Je nach dem wie lange der letzte Wechsel her ist, reicht auch ein Ölwechsel aus.
Also, stürz dich nicht in unnötige Kosten 😉
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Also, ich hab' 'n Bekannten, der in 'ner Raffinerie arbeitet. Der sagt, dass man einen Motor über 150t km nur mit mineralischem Öl fahren sollte, weil nur mineralisches Öl die Fähigkeit besitzt, Metallspäne zu transportieren.
Deshalb soll man einen neuen Motor auch nicht mit syntetischem Öl einfahren, weil die Späne beim Einschleifen vor Ort bleiben und sich fleissig ins Metall reiben.
Der Wechsel auf Vollsynthetisch ist nie ein Fehler wenn der Motor nicht komplett zugeschlammt ist. In diesem Fall macht man nach 500km einen neuen Ölwechsel mit Filterwechsel.
Die Späne müssen abtransportiert werden weil sie sonst im Lager weitere Folgeschäden verursachen. Siehe Greuter. Aral sieht auch keine Notwendigkeit für Mineralöl unter iregndwelchen Bedingungen.
Dann eben ein 10W 40 Öl
Habe jetzt folgende Schlüsse gezogen:
Vielleicht nehme ich jetzt dann ein SAE 10W 40 oder das ganz billige SAE 15W 40 (mineralisch).
(Ich glaube SAE 10W 40 gibt es auch mineralisch.)
Zu erwähnen wäre, daß ich zwar langsam fahre aber überwiegend lange Strecken (=120 km Heimweg am Wochenende) andere Strecken fahre ich nicht.
Es wäre von daher auch nicht so wichtig, daß das Öl gut im kalten Zustand schmiert sondern es wird zu über 95% im voll aufgeheizten Zustand gefahren.
So wie ich die SAE-Bezeichnung verstehe bezieht sich die erste Zahl (vor dem W) auf die Winterviskosität wobei es folgende Viskositätsabstufung gibt: 0W < 5W <10W <15W.
Diese Viskosität bezieht sich doch wie ich denke nur auf dem Kaltzustand im Winter (ist das richtig) ?
Die zweite Zahl (30 oder 40) gibt dann die Viskosität beim erwärmten Motor an oder ?
Wenn das so ist wie ich das denke, dann fiele aufgrund meiner langen Fahrten (von durchschittlich 120 km/Tour) die Aufwärmungsphase (von ca. 5 km) sowieso kaum noch ins Gewicht. Der Wagen wird dann ja zu ca. 96% warm gefahren. Also macht es dann ja kaum noch etwas aus von welcher Kaltviskosität 0W 5W 10W 15W gestartet wird (ist doch so oder) ?
Eine Leichtlaufverbesserung hätte ich in der 96% Warmphase nur wenn ich 30 er statt dem üblichen 40er Öl nehmen würde (was natürlich zum Schaden des Motors und Leckstelle führen könnte).
Mineralisches oder Synthetisches Öl wäre dann die 2. Frage. Mir ist ja bewußt, das synthetisches Öl den gefährlichen Ölschlamm aufwirbeln kann - deshalb werde ich feststellen welche Ölsorte vorher schon drin war.
Gruß
Manfred
Habe jetzt folgende Schlüsse gezogen:
Vielleicht nehme ich jetzt dann ein SAE 10W 40 oder das ganz billige SAE 15W 40 (mineralisch).
(Ich glaube SAE 10W 40 gibt es auch mineralisch.)
Zu erwähnen wäre, daß ich zwar langsam fahre aber überwiegend lange Strecken (=120 km Heimweg am Wochenende) andere Strecken fahre ich nicht.
->10W40 ist meist teilsynthetisch. Ich empfehle, min. ein gutes 10W40 Öl zu nehmen. 15W40 ist veraltet und heute nicht mehr zeitgemäß.
Es wäre von daher auch nicht so wichtig, daß das Öl gut im kalten Zustand schmiert sondern es wird zu über 95% im voll aufgeheizten Zustand gefahren. So wie ich die SAE-Bezeichnung verstehe bezieht sich die erste Zahl (vor dem W) auf die Winterviskosität wobei es folgende Viskositätsabstufung gibt: 0W < 5W <10W <15W.
Diese Viskosität bezieht sich doch wie ich denke nur auf dem Kaltzustand im Winter (ist das richtig) ?
Die zweite Zahl (30 oder 40) gibt dann die Viskosität beim erwärmten Motor an oder ?
->kann man vereinfacht so sagen.
Wenn das so ist wie ich das denke, dann fiele aufgrund meiner langen Fahrten (von durchschittlich 120 km/Tour) die Aufwärmungsphase (von ca. 5 km) sowieso kaum noch ins Gewicht. Der Wagen wird dann ja zu ca. 96% warm gefahren. Also macht es dann ja kaum noch etwas aus von welcher Kaltviskosität 0W 5W 10W 15W gestartet wird (ist doch so oder) ?
->doch, weil beim kaltstart der mit Abstand höchste Verschleiß am Motor auftritt. Durch dickes öl wird der dann noch drastisch erhöht. Ein Kaltstart macht mehr aus las 100km Fahrt. Außerdem öffnet dann das Druckventil im Filter und das Öl mit den abgesetzten Schmutzteilchen kommt beim Kaltstart ungefiltert in den Motor.
Eine Leichtlaufverbesserung hätte ich in der 96% Warmphase nur wenn ich 30 er statt dem üblichen 40er Öl nehmen würde (was natürlich zum Schaden des Motors und Leckstelle führen könnte).
->Leckstellen gibt es nicht aber das 30er Öl hat eine zu geringe Scherfestigekeit was zu Lagerschäden und Nockenwellenschäden führen kann.
Mineralisches oder Synthetisches Öl wäre dann die 2. Frage. Mir ist ja bewußt, das synthetisches Öl den gefährlichen Ölschlamm aufwirbeln kann - deshalb werde ich feststellen welche Ölsorte vorher schon drin war.
->Bei gutem 15W40 Öl und gerelmäßigem wechsel ist es VÖLLIG UNBEDENKLICH, auf vollsynthetisch umzustellen. Bei verschlammten Motoren kann man übergangsweise 10W40 fahren.
Wechsel von Mineralöl auf Synthetik
Hallo Opelfreunde,
bei Fahrezugen mit hoher KM-Laufleistung haben sich an den Kolbenringen und Kolbenwänden Ablagerungen (im my-Bereich) gebildet. Diese Ablagerungen sind bei beiden Grundölsorten unterschiedlich. Wenn nun bei Fahrzeugen mit einer hohen KM-Laufleistung mit Mineralöl auf Synthetik gewechselt wird, werden durch das gute Spülvermögen und durch die andere Grundölsorte, diese Ablagerungen gelößt und man bekommt entweder einen höheren Spritverbrauch oder einen höheren Ölverbrauch. Bei einem Wechsel von Synthetik auf Mineralöl tritt dieses Phänomen übrigends auch auf. Erfahrungsgemäß sollte ein Wechsel der Grundölsorte nur bis ca. 60.000 km erfolgen. Danach ist es besser bei der Grundölsorte zu bleiben die bisher im Fahrzeug gefahren worden ist. Auf die Vorgaben der Automobilhersteller ist selbstverständlich zu achten! Es gibt Auto`s bei denen ausschließlich synthetische Öle vorgeschrieben sind. Beim Kadett von manwappl ist dies aber nicht der Fall und er kann also Mineralöl (15w/40) oder eine teilsynthetisches Öl (10W/40) fahren.
Gruß Uwe
Der übergangsweise leicht erhöhte Ölverbrauch geht innerhalb kurzer Zeit (etwa 1000km) vollständig zurück.
Die Bildung der (lackartigen) Rückstände am Kolben findet bei Syntheseölen fast garnicht statt da sich diese aus den Oxidationsprodukten der Öle aufbauen.
Krausmotor? Oder lieber Vege? Kolben habe ich auch schon ausgebaut. Bei 10W40 keine Ablagerungen. Kolben waren absolut sauber.
Da jemand im anderen Beitrag auf Castrol verwiesen hat hier ein Auszug:
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UMÖLUNG VON MINERALÖL AUF "SYNTHESE"
Aspekte bei Motoren mit hohen Laufleistungen: Motoren höherer Laufleistungen (60.000 -100.000 km oder mehr), die mit einem Mineralöl betrieben wurden, können im Laufe der Zeit Ölkohleablagerungen gebildet haben ( z.B. Bereich Kolbenringe oder Ventilführungen) bzw. stark verschmutzt sein, da Mineralöle thermisch nicht so stabil sind wie Syntheseöle.
Durch die reinigende bzw. spülende Wirkung einiger synthetischer Motorenöle werden Verkokungen oder Ablagerungen mit der Zeit beseitigt. Da dieser Reinigungsprozeß nicht an allen Stellen im Motor gleichzeitig und gleichmäßig erfolgt, wie z.B. im Kolbenringbereich, kann in der Übergangsphase ein leicht erhöhter Ölverbrauch eintreten, der sich wieder normalisiert, wenn alle Ringe "freigespült" bzw. freigängig sind.
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Ja dann nehme ich wohl ein 10W 40 Teilsynthetik Öl. Würde zwar gerne noch ein dünnflüssigers nehmen aber da werden mir zu viele von abraten.
Aber jetzt möchte ich noch nach Aditiven fragen:
Sollte ich vorher eine Öl-Schlamm Spülung mit Liqui-Moly machen. Es gibt hier ja die Ölschlammspülung, die man einige 100 Km vor Ölwechsel einfüllt.
Ich habe noch eine halbe Flasche MoS-Leichtlaufzusatz, was noch für eine komplette Motorfüllung reicht. Ich wollte mir aber stattdessen noch ein Keramikmotorversiegelungsmittel wie "Cera Motion" oder "Ceracoat" (ich glaube das Zeug von http://www.mathy.de ist auch so etwas) besorgen und dazufüllen.
Was meint Ihr sind diese Mittel zu empfehlen ? Bringt es noch was MoS-Leichtlaufzusatz dazuzugeben sobald ich den Motor (für eine Laufleistung von 50.000 km) mit einem Keramikversiegelungsmittel behandelt habe ?
Oder ist das mit der keramischen Versiegelung alles Absoluter Humbug (läut ja auch viel auf HSE oder QVC sowas) ?
Mein Hauptziel Benzin sparen aber Motor erhalten:
Wenigstens möchte ich in Sachen Reibung (was ja bei meiner langsamen Fahrweise stärker ins Gewicht fällt) machen.
Leichtlaufreifen usw. habe ich schon. Mit der Leichtläufigkeit des Öls darf ich ja nicht so weit gehen (wegen Motorschaden mangels Schmierung). Ein kermamischer Motorölzusatz ist jetzt das einzige was mir noch einfällt zur Reibungsreduzierung (derzeit liege ich bei etwa 4,8l/100km).
Gruß
Manfred W. (manwappl)
Die Reibungsverluste sind doch scheißegal. Laß das 0.3 Liter ausmachen wenn überhaupt. Und das zwischen 15W40 und 5W30.
Das 10W ist okay, 5W ist besser was den Vesrchleiß angeht. Das mit Motorschäden durch vollsynthetisch ist einfach Unfug. Kannst bei jedem Motorinstandsetzer anrufen und bei jedem Ölhersteller. Dabei bei der Technik anfragen (ingenieure) und nicht beim Hausmeister oder in der Werkstatt. Einhellig wird bestätigt daß es nichts besseres als vollsynthetische Öle für einen Motor gibt.
Von Additiven -gleich welcher Art- ist DRINGEND abzuraten. Abgesehen von deren Schädlichkeit für den Motor ist das Geld in besserem Öl sinnvoller aufgehoben.
Suche im Forum nach Slick 50. Habe da mal viele Seiten aus dem Netz kopiert. Die Leiostungssteigerung basiert auf geringerem Öldruck durch verstopfte Ölzufuhr. Auch verstopfte Hydrostößel sind möglich was bei Motoren mit Steuerkette tödlich endet wenn diese hydraulisch gespannt wird.
Nicht ohne Grund haben *alle* Autohersteller den Einsatz von Additiven durch den Endanwender untersagt. Gutes Öl ist bereits optimal additiviert.