Kühlmitteltemperatur steigt unter gewissen Voraussetzungen an
Seit elf Jahren und nach 250 tkm bin ich es gewohnt, dass die Kühlmittelanzeige nach der Warmphase irgendwo bei 85 oder 87 °C stehen bleibt und sich nicht mehr bewegt.
Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Zylinderkopfdichtung getauscht. Irgendwann danach habe ich festgestellt, dass bei Außentemperaturen > 15 °C (Heizung ausgeschaltet, Gebläse steht auf 18 °C, Auto hat keine Klima) und bei Drehzahlen > 3.500 U/min die Kühlmitteltemperatur bis in den roten Bereich steigt. Mit zunehmender Fahrzeit, steigt die Temperatur dementsprechend.
Im Winter tritt das Phänomen nicht auf, weil die Heizung läuft.
Es tritt auch sowohl im Benzin- als auch im LPG-Modus auf.
Als erstes habe ich den Thermostat getauscht, keine Verbesserung.
Temperaturfühler und Viscokupplung/Lüfter sind geprüft, alles in Ordnung.
Kühler und Wasserpumpe getauscht, auch keine Verbesserung.
Gestern nochmals Thermostat getauscht.
Der Tausch der Teile hat mich etwa 1.000 EUR gekostet. Ich habe nun den Eindruck, dass die Temperatur nun „nur noch“ bis etwa 95°C steigt.
Ich wundere mich, warum die Kühlmitteltemperatur steigt, obwohl der Fahrtwind mit zunehmender Geschwindigkeit ausreichend kühlen müsste. Interessant ist auch, dass die Temperatur(-anzeige) innerhalb kürzester Zeit wieder im normalen Bereich ist. Wenn ich bei z. B. 180 km/h und etwa 95 °C vom Gas gehe und den Wagen ausrollen lasse, ist die Temperatur bei 100 km/h schon wieder im normalen Bereich.
Kennt jemand, oder hatte jemand das gleiche oder ähnliche Probleme mit der Kühlmitteltemperatur? Welche Kühlmitteltemperatur ist denn auf Dauer schädliche für ZKD und Motor, welchen Wert sollte diese nicht überschreiten?
Für zielführende Rückmeldungen bedanke ich mich im Voraus.
Gruß
TBomer
17 Antworten
Imho kann man ruhig von außen indirekt die Temperatur am Schlauch zum Kühler oder am Gehäuse des Thermostates messen. Das sind wenn überhaupt nur wenige °C Abweichung. Im Ausgleichsbehälter misst man auch nicht ganz genau, da dort das heiße Wasser des eigentlichen Kühlsystems nicht voll durchfließt.
Evtl auch mal die Kontakte des Sensors/Steckers (mechanisch) reinigen. Letztendlich ist das ja eine Messung des Widerstandes. Diese kann durch Korrosion an elektr. Verbindungen beeinflusst sein.
Zur Eingangsfrage:
Ich glaube nicht dass Temperaturen unter dem roten Bereich, auch längere Zeit, negative Auswirkungen auf den Zylinderkopf haben.
Ich kenne Motoren (nicht KFZ) die laufen die meiste Zeit mit ca 130°C Kopftemperatur (Wasserloses Kühlmittel)
Die Dichtung juckt es wegen 10°C hin oder her auch nicht wirklich.
Imho ist alles unter 120° völlig unbedenklich.
Die 120°C sind ja auch bloß rot weil dort das Kühlwasser anfängt zu kochen und durch die entstehenden Dampfblasen die Wärme nicht mehr gut abgeleitet werden kann (partielle Überhitzung). Die mechanischen Komponenten würden sicher noch ein paar °C mehr vertragen.
Allerdings sollte im Auto alles was deutlich über 110°C bzw. Richtung 120°C auch die absolute Ausnahme sein, ansonsten stimmt imho etwas mit dem Kühlsystem nicht.
Hallo zusammen,
habe nun festgestellt, dass offenbar der Ausgleichsbehälter vom Kühlwasser undicht ist. Das kann natürlich die Ursache sein.
Gibt es eine Anleitung, die den Ausbau des Ausgleichsbehälters (WIS) beschreibt? Oder kann mir jemand Tipps und Ratschläge für den Tausch mit auf den Weg geben?
Vielen Dank für eure Unterstützung.
Gruß
TBomber
P. S.: Die TÜV-Plakette ist gestern ohne Mängel erteilt worden ;-)))