Krümmer Stehbolzen ausbohren

Liebe Gemeinde,
ich muß 2 Stehbolzen bei meiner alten XJ 900 ausbohren und möchte danach Baercoil-rep-gewinde reinmachen.
Leider nicht so einfach,trotz meiner HSS-cobalt-Bohrer. Stehbolzen sehr hart(-näckig) und laufe Gefahr kein sauberes Bohrloch hinzukriegen.
Hat da jemand einen Tip (Hilti,Diamantbohrer;heiß machen o.ä.), bzw weiß jemand wie so was in einer Werkstatt gehandhabt wird???
Danke und immer gute Reifenhaftung...

26 Antworten

Also in der Regel verschleißt an nem Stehbolzen gar kein Bohrer, wenn man vernünftige Bohrer hat und mit Kühlschmiermittel arbeitet. Wenn der Bohrer stumpf wird, schleift man ihn halt wieder an.
Schlecht ist nur, wenn der Bohrer überhitzt oder Abbricht.
Ich habe in der Ausbildung zig Stehbolzen ausgebohrt. Hatte damit eigentlich nie Probleme.

Was ist ein "vernüftiger" Bohrer? Dachte eigentlich,ich gehe erst mal durch die Mitte,mit meinem 2,5 und 3 mm cobalt,mit hoher Drehzahl, aber der Erfolg ist eher mäßig...🙄
Gruß

Ein vernünftiger Bohrer ist ein stinknormaler HSS-Bohrer in Handwerker- oder Industriequalität. bekommt man leider selten im Baumarkt. TiN-Beschichtung oder so sieht toll aus, ist aber nicht unbedingt nötig.
Bezüglich der Drehzahl gibts normalerweise ne Angabe auf der Packung vom Bohrer oder entsprechende Tabellen . Zu schnell und zu langsam ist schlecht. Trocken bohren ist gerade bei legierten Stählen wie in deinem Stehbolzen auch eher suboptimal.

So siehts aus. Wie gesagt habe ich HSS - Bohrer von DeWalt. Dazu Schneidöl, und soviel Druck auf die Maschine, das der Bohrer auch schneidet und nicht drauf rotiert. War eine Schinderei, denn Yamaha - Stehbolzen scheinen aus sehr hartem Stahl zu bestehen.

Ich hätte das gerne mit der großen Standbohrmaschine gemacht, aber da hätte ich nicht nur den Motor, sondern auch noch den Zylinderkopf der XT ausbauen müssen

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Nobel ist natürlich eine Luftdruckbohrmaschine. Die sind klein und "wackeln" nicht beim anlaufen. Wir haben immer klein vorgebohrt und dann mit einem "Schweineschwanz" bzw. Linksausdreher den Bolzen rausgeschraubt.

Ich hab sogar eine auf den Stehbolzen aufgeschweißte Mutter abgerissen. So rum 1 cm von dem Scheißding hat noch rausgeschaut. Keine Grip- Rohr- oder sonstwas-Zange hat den bewegt. Auch heiß machen hat nichts genutzt. Also abgeflext, angekörnt und ein Loch gebohrt.

Im Idealfall bohrt man genau in der Mitte des alten Bolzens. Dieser Idealfall ist selten.

ankörnen, klein vorbohren, Bohrer mit Öl kühlen, nachbohren mit gewünschter Größe. HSS-Handerwerkqualität - gut is.

Falls du nen Schleifbock zu anschleifen hast: Spitzenwinkel ist 118°

Ankörnen klappt besser mit einer Lupe. Man trifft dann besser in die Nähe der Mitte. Schneidöl ist gut, im Notfall tut es sogar Salatöl. Ich würde wenn ich nichts anderes hätte Motoröl nehmen, das haben wir glaub ich alle zu hause.

Und was soll der Tip mit dem Bohrerschleifen. Wenn das jemand versucht, der das noch nie gemacht hat, gehts eh schief. Schleifbock ist zwar schön, ne flex geht aber genau so. Was mit der Flex besser geht als am Schleifstein, den Bohrer hinten Hohl schleifen um die Auflagefläche zu verkleinern. Dann muss man aber gut mit Öl kühlen.

Gruß

Frank

Ne Hohlkehle an nen Bohrer zu schleifen macht erst an ca 10mm Durchmesser Sinn. Da ja noch ein Rest des Bolzens für den Ausdreher bleiben soll, ist das wohl nicht wichtig.
Es sei denn-
der Krümmer is mit Schiffsflanschen verschraubt.

Dann möchte ich ein Bild vom Bike..

Da dürfen die Meinungen gerne auseinander gehen. Mein Meister hat in meiner Ausbildung darauf geschworen. Und da hier wohl am ehesten mit einem Akkuschrauber und dadurch bedingt falscher Drehzahl gebohrt wird, würde es nicht schaden.

Da aber die wenigsten von Hand so was schleifen können, ist es eh nicht wichtig.

Gruß
Frank

Was genau ist denn die richtige Drehzahl, um abgerissene Yamaha-Stehbolzen zu bohren ?

Bevor man lange suchen muss: Ein legierter Stahl erfordert eine Schnittgeschwindigkeit von 25 m/Minute. Da an der Außenkante der Schneidfläche zu messen ist, ist das vom Bohrerdurchmesser abhängig. Der wird als Teiler mit pi multipliziert.

Man rechne: 25 m/min sind 25000 mm in der Minute.
6 mm mal pi sind 18,84.

Die Bohrdrehzahl beträgt somit 1326 U/min.

Wessen Akkubohrer das nicht kann (Mein Bosch PSR 18 schafft 1340) sollte zur Elektrobohrmaschine mit Drehzahlvoreinstellung greifen. Oder zum Standgerät, das meine kann ich durch Riemenverschiebung einstellen.

Was dem TE vielleicht mehr hilft: Ich habe den Stehbolzen mit dem Akkubohrer ausgebohrt (5,2 mm, theoretische rum 1500 U/min) und ein Gewinde reingeschnitten. 6 mm Bolzen rein, ohne time-sert oder helidingens.

Hallo

Die Qerschneide zu reduzieren macht bei Bohrern bis 8 oder meinetwegen 10 mm wirklich wenig Sinn. Gute Bohrer sind in der Tat gar nicht so einfach zu finden. Die Bezeichnung HSS sagt mal grundsätzlich gar nix über die Qualität.
Die mir bekannten, normalen Akku Schrauber/Bohrer laufen für diese Arbeit zu langsam.

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