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Kostensenkungen beim Radwechsel unmoralisch?

Themenstarteram 11. Dezember 2014 um 18:06

Kurze Erklärung für alle die keine Mechaniker/Ingenieure sind:

Ein Rad hält ja auf der Radnabe durch die Reibung zwischen Felge und Nabe. Befindet sich Dreck auf der Kontakfläche zwischen Rad und Nabe, wird dieser mit der Zeit zusammengepresst und die Radbolzen verlieren ihre Vorspannkraft. Dadurch kommt es zum Rutschen des Rades auf der Nabe. Die Radbolzen werden auf Biegung und Querkraft beansprucht. Durch die Überdimensionierung kommt es nicht sofort zu einem Bruch sondern zu einem langsamen Rissfortschritt. Erst nach längerem Rutschen ist der Rissfortschritt so groß, dass es schließlich zu einem Ermüdungsbruch mit Restgewaltbruch kommt. Soweit so gut.

Nun zur eigentlichen Frage:

Vor einigen Jahren fing eine große Kette mit drei Buchstaben an, beim Radwechsel die Kontaktflächen nicht mehr zu reinigen, sondern einfach auf die Rechnung zu schreiben " Radbolzen bitte nach 50 km nachziehen!". Was auch nötig ist, da sich die Radbolzen ja aufgrund der mangelnden Reinigung tatsächlich lösen (auch wenn sie sich dazu nicht drehen). Mich hat das damals als Mechaniker schwer schockiert. Die Idee ist wohl, dass die kurze Fahrstrecke ca. 50 km nicht ausreicht, um die Radbolzen soweit zu schädigen, dass es gefährlich wird. Problematisch wird es wenn der Kunde die Räder nicht nachziehen lässt. Dann kommt es irgendwann zum Abscheren der Radbolzen und zum Verlust des Rades.

Inwischen haben sogar die meisten Vertragswerkstätten dieses Verfahren übernommen. Das spart sicher viele Kosten. Aber ist es denn nicht moralisch verwerflich, aufgrund von Kosteneinsparung Menschenleben zu gefährden?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@SDGolf3 schrieb am 11. Dezember 2014 um 21:16:18 Uhr:

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. Dezember 2014 um 20:57:38 Uhr:

Ich als Bürohengst mit elektrotechnischem Hintergrund weiss aber, dass die

Verbindung von Radnabe und Felge (in Drehrichtung) keine formschlüssige ist.

Aus dem Grund habe ich Bürohengst in "" gesetzt,

damit sich keiner angegriffen fühlt. Darum geht´s gar nicht.

Dann erkläre uns doch mal bitte, warum es sich bei einer Verbindung

Radnabe/Scheibenrad nicht um eine förmschlüssige Verbindung handeln soll.

Weil ich zumindest bei allen mir bekannten Fahrzeugen noch keine Verzahnung zwischen Radnabe und Felge gefunden habe.

Und jetzt erkläre Du bitte, weshalb es eine formschlüssige Verbindung sein sollte.

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Zu einer Beurteilung müßte man jetzt noch wissen, wie oft es in der Realität zur den geschilderten Ermündungsbrüchen mit Restgewaltbrüchen in Folge nicht ordnungsgemäß gereinigter Kontaktflächen kommt.

Gibt es denn statistiken über abgefallene Räder wegen abgescherter Bolzen? Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass die fast so selten wie Meteoritentreffer sind.

DoMi

Die Nachziehsache in Wortform ist eine reine Haftungsgeschichte und hat in der Regel nichts mit der zuvor erledigten Arbeit zu tun.

könnte dann so aussehen

Langlöcher

Zitat:

@alexauto321 schrieb am 11. Dezember 2014 um 18:06:09 Uhr:

Ein Rad hält ja auf der Radnabe durch die Reibung zwischen Felge und Nabe.

[......]

Die Radbolzen werden auf Biegung und Querkraft beansprucht.

Wo hast du denn diesen Quatsch her, bzw wer hat dir das erzählt :confused:

Doch wohl nicht die mit den 3 Buchstaben.

Das solltest du nochmal überdenken

 

 

Themenstarteram 11. Dezember 2014 um 19:49

@SDGolf3: Ich dachte so etwas wäre Allgemeinwissen. Es handelt sich ja um eine ganz normale Schraubverbindung. Hierbei erfolgt die Kraftübertragung immer durch Reibung. Eine Beanspruchung von Schrauben auf Querkraft oder Biegung war noch nie eine gute Idee.

Hallo!

Im Prinzip wird das Rad von der Nabe "getragen", die Verschraubung sorgt dafür, daß das Rad an seinem Platz bleibt. Umgangssprachlich gesagt.

Wichtig ist, die Anlagepunkte am KFZ und an der Felge zu reinigen.

Lösen kann sich das Rad so schnell nicht. Es gibt aber Extremfälle, wenn erhebliche Verschmutzungen da sind und ggf. zusätzlich falsche oder ungleichmäßige Anzugsmomente benutzt wurden.

Und es ist die Aufgabe eines jeden Betriebes -oder Laien- diese zu beseitigen. Der Preis spielt keine Rolle, es gehört eben zu der Tätigkeit. Wie man aber bei 9,90€ noch Geld verdienen will beim Radwechsel ist leicht zu erklären:

Der Mechaniker bekommt einen wunderbaren Blick auf die Reifen, die Bremse, Querlenker, Stoßdämpfer und und und. Zudem hat er das Auto auf der Bühne. Da kann man schnell nochmal den Kunden holen: "Gucken Sie mal, der Motor verliert Öl und der Auspuff ist fast durch...."

Der Hinweis dient im Prinzip nur dazu, nochmal etwas mehr Sicherheit zu gewährleisten und den Betrieb zu entlasten, falls der Kunde dem Hinweis nicht Folge leistet.

Allgemeinwissen....nein.

Frage mal einen " Bürohengst ", ob er/ sie den Unterschied von

metrischem und feinem Gewinde, sowie Kegel/ Kugelbundschrauben erklären kann.

Wenn du eine Antwort bekommst...Super. Falls nicht, sage ihm/ ihr

dass das Allgemeinwissen für den Allerwertesten ist :p

Ganz normale Schraubverbindung....auch nein.

Du als Mechaniker ( wurde erwähnt ) solltest wissen, dass es sich beim

Kraftfahrzeug nicht um eine normale/ 0815 Schraubverbindung handelt.

Desweiteren tritt die Reibung und die Kraftübertragung nicht zwischen Felge

und Radnabe auf, sondern zwischen Reifenfläche und Strassenbelag.

Hast du dir Radschrauben/ Muttern mal angesehen?

Noch ein Nachtrag zur eigentlichen Frage:

Moral/ Unmoral ist uninterssant.

Es geht primär darum, dass sich die Werkstatt absichert. Ob nun nach 50 km oder

nach einer kurzen Probefahrt. Wenn das Rad nach 50 km nicht abgefallen ist,

fällt es nach 51 km und mehr auch nicht ab.

Zitat:

@alexauto321 schrieb am 11. Dezember 2014 um 18:06:09 Uhr:

Befindet sich Dreck auf der Kontakfläche zwischen Rad und Nabe, wird dieser mit der Zeit zusammengepresst und die Radbolzen verlieren ihre Vorspannkraft.

Bitte bedenke, in 99,99% der Fälle ist schon ein Rad montiert gewesen und somit besteht so gut wie keine Gefahr von einem Zusammenpressen des Drecks auf der Kontaktfläche weil diese schon metallisch blank war. Alle die selber Räder wechseln, haben dies sicherlich beobachtet, Rest der Fläche rostig und schmutzig aber Kontaktfläche meistens sauber.

Zitat:

@SDGolf3 schrieb am 11. Dezember 2014 um 20:02:08 Uhr:

Allgemeinwissen....nein.

Frage mal einen " Bürohengst ", ob er/ sie den Unterschied von

metrischem und feinem Gewinde, sowie Kegel/ Kugelbundschrauben erklären kann.

Wenn du eine Antwort bekommst...Super. Falls nicht, sage ihm/ ihr

dass das Allgemeinwissen für den Allerwertesten ist :p

Ganz normale Schraubverbindung....auch nein.

Du als Mechaniker ( wurde erwähnt ) solltest wissen, dass es sich beim

Kraftfahrzeug nicht um eine normale/ 0815 Schraubverbindung handelt.

Desweiteren tritt die Reibung und die Kraftübertragung nicht zwischen Felge

und Radnabe auf, sondern zwischen Reifenfläche und Strassenbelag.

Hast du dir Radschrauben/ Muttern mal angesehen?

Ich als Bürohengst mit elektrotechnischem Hintergrund weiss aber, dass die Verbindung von Radnabe und Felge (in Drehrichtung) keine formschlüssige ist. Folglich handelt es sich um eine kraftschlüssige. Also doch Reibung. Anderenfalls würde sich zwar die Radnabe, aber nicht die Felge drehen.

Zitat:

@Imprezaraser schrieb am 11. Dezember 2014 um 19:55:57 Uhr:

Hallo!

Im Prinzip wird das Rad von der Nabe "getragen", die Verschraubung sorgt dafür, daß das Rad an seinem Platz bleibt. Umgangssprachlich gesagt.

Wichtig ist, die Anlagepunkte am KFZ und an der Felge zu reinigen.

Lösen kann sich das Rad so schnell nicht. Es gibt aber Extremfälle, wenn erhebliche Verschmutzungen da sind und ggf. zusätzlich falsche oder ungleichmäßige Anzugsmomente benutzt wurden.

Und es ist die Aufgabe eines jeden Betriebes -oder Laien- diese zu beseitigen. Der Preis spielt keine Rolle, es gehört eben zu der Tätigkeit. Wie man aber bei 9,90€ noch Geld verdienen will beim Radwechsel ist leicht zu erklären:

Der Mechaniker bekommt einen wunderbaren Blick auf die Reifen, die Bremse, Querlenker, Stoßdämpfer und und und. Zudem hat er das Auto auf der Bühne. Da kann man schnell nochmal den Kunden holen: "Gucken Sie mal, der Motor verliert Öl und der Auspuff ist fast durch...."

Der Hinweis dient im Prinzip nur dazu, nochmal etwas mehr Sicherheit zu gewährleisten und den Betrieb zu entlasten, falls der Kunde dem Hinweis nicht Folge leistet.

Im Prinzip hast du mit "von der Nabe getragen" recht, denn das Gewicht des Fahrzeugs ruht ja auf selbiger.Aber mit den Kräften die beim Bremsen oder Beschleunigen wirken hat die Nabe nichts zu tun, die wirken allein auf die Radbolzen.Von daher stimmt es schon das die Radbolzen auf schädliche weise belastet werden wenn sie locker sind,da sich die Felge in dem Fall bei jedem Bremsen oder Beschleunigen leicht verdreht und der Konus der die Bolzen in den Löchern der Felge und somit die Felge auf der Nabe zentriert sitzt dann auch nicht optimal.

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. Dezember 2014 um 20:57:38 Uhr:

Ich als Bürohengst mit elektrotechnischem Hintergrund weiss aber, dass die

Verbindung von Radnabe und Felge (in Drehrichtung) keine formschlüssige ist.

Aus dem Grund habe ich Bürohengst in "" gesetzt,

damit sich keiner angegriffen fühlt. Darum geht´s gar nicht.

Dann erkläre uns doch mal bitte, warum es sich bei einer Verbindung

Radnabe/Scheibenrad nicht um eine förmschlüssige Verbindung handeln soll.

Zitat:

@SDGolf3 schrieb am 11. Dezember 2014 um 21:16:18 Uhr:

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. Dezember 2014 um 20:57:38 Uhr:

Ich als Bürohengst mit elektrotechnischem Hintergrund weiss aber, dass die

Verbindung von Radnabe und Felge (in Drehrichtung) keine formschlüssige ist.

Aus dem Grund habe ich Bürohengst in "" gesetzt,

damit sich keiner angegriffen fühlt. Darum geht´s gar nicht.

Dann erkläre uns doch mal bitte, warum es sich bei einer Verbindung

Radnabe/Scheibenrad nicht um eine förmschlüssige Verbindung handeln soll.

Weil ich zumindest bei allen mir bekannten Fahrzeugen noch keine Verzahnung zwischen Radnabe und Felge gefunden habe.

Und jetzt erkläre Du bitte, weshalb es eine formschlüssige Verbindung sein sollte.

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