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Konjunkturpaket II - "Abwrackprämie"

Themenstarteram 13. Januar 2009 um 21:20

Hallo zusammen,

was meint ihr zu dieser "tollen Idee", zukünftige (potentielle) Young- und Oldtimer durch staatliche Förderung bereits im Alter von 10 Jahren ins Jenseits zu befördern ?

Mal ganz davon abgesehen, daß Leute, die ein 10 oder 15 Jahre altes Auto im Alltag pilotieren, sich auch mit den 2.500,- EURonen "Abwrackprämie" sicherlich nicht gerade dazu motivieren lassen (können !!), einen Neuwagen zu erstehen ...

Meine Meinung:

a) schade um die alten Autos (ich maße mir nicht an zu urteilen, welches jetzt 10 Jahre altes Auto das Potential zu einem Klassiker hat, deshalb meine ich alle 10 Jahre oder älteren Autos an dieser Stelle)

b) bringt nix

Gruß

Kai

Beste Antwort im Thema

Die Abwrackprämie ist Unfug aus mehrerlei Gründen:

1. Wenn eine solche Prämie bezahlt wird, stellt diese staatliche Subvention die Preisuntergrenze für einen Gebrauchtwagen dar. Damit werden gerade Geringverdiener vom Autoverkauf abgehalten (oder ist gerade das Sinn der Sache?!)

2. Die an den Autokäufer bezahlte Subvention entlastet die Neuwagenverkäufer vom Preisdruck bei der Kaufverhandlung - jeder, der ein bißchen verhandelt, kriegt einen Preisnachlass. Die an den Käufer bezahlte Subvention wird daher nur zum Teil bei diesem verbleiben, einen Teil davon wird den Herstellern in Form ersparter Preisnachlässe zukommen (vielleicht ist das ja gerade Sinn der Sache: Die Autoindustrie ist ja begeistert von dieser Idee?!)

3. Vor einiger Zeit haben insbesondere unser umweltbewegten Mitmenschen immer propagiert: "Reparieren vor Wegwerfen und Neukaufen". Das scheint ja nun nicht mehr zu gelten. Wahrscheinlich werden die Neuwagen, die die abgewrackten "alten Stinker" ersetzen sollen, irgendwo im Hyperspace umweltfreundlich und CO2-neutral hergestellt. Vermutlich sind die Grünen aber in Wirklichkeit auch so wie Frösche: Außen grün und innen rot - Die erfüllen sich jetzt den alten sozialistischen Traum, "Reiche" aus ihren "Protzkisten" zu scheuchen und in die kleinen "umweltfreundlichen" Prekariatstransporter vom Schlage eines Twingo, Lupo oder Dacia zu kommandieren (Schade, dass es keinen Trabbi mehr gibt...)

4. "Umweltfreundliche" Neuwagen helfen genauso wenig bei den Feinstaub und Klimaprobleme wie indianische Amulette oder getrocknete Affenschädel: Maßgeblich für Feinstaub ist insb. das Wetter, was man jetzt bei unserer Inversionswetterlage in sämtlichen Städten sieht. Genauso ist das angebliche "Klimaproblem" unabhängig von den Automobilen und Heizungen. Wer's nicht glaubt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelalterliche_Warmzeit

 

Aber solange wir unsere Politiker aus den Kreisen von Lehrern, Landratsamtsbeamten, Vertretern katholischer Landfrauenbünde und Gewerkschaftsfunktionären rekrutieren, wird sich da nix ändern. Naja, sch..ß drauf ... :o

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Die Autohersteller wissen seit Jahren, dass die

Nachfrage zurück geht.

80 % ihrer Vertragshändler melden seit Jahren

rote Zahlen.

Trotzdem haben die Hersteller Modell-Offensiven

betrieben, investiert, sich selber gefeiert.

Selber schuld würde ich sagen.

Die Steuergelder kann man jetzt schon als ver-

brannt bezeichnen. Über kurz oder lang werden

die Hersteller sich alle verkleinern müssen.

am 15. Januar 2009 um 14:15

Zitat:

Original geschrieben von KaiGCab

... anscheinend ist man sich noch uneins darüber, ob die Autos tatsächlich verschrottet werden müssen;

"Regierungsamtlich" scheint die Uneinigkeit nicht zu bestehen - und die Tagesschau und ich hätten Unrecht:

Finanzministerium

und ein paar Klicks weiter

als PDF

Gruß Walter

Sorry, ich versteh' Eure Aufregung nicht: Einige meiner Motorräder (Bj. 1919, 1921 und 1928) haben z.T. :

- die Hyperinflation 1923,

- die Weltwirtschaftskrise 1927,

- das III. Reich,

- den 2. Weltkrieg

- das Elend nach dem 2. Weltkrieg

- die Wegwerfmentalität der 60/70er Jahre

- die Ölkrise 1973

- die Ökosteuer seit 1998

- und nicht zuletzt auch unzählige Besitzerwechsel

 

überlebt. Zuvor waren noch ein 1. Weltkrieg und ein brachialer technischer Fortschritt von 1890 bis 1930. Trotzdem gibt es noch eine Vielzahl von alten Fahrzeugen aus dieser Zeit. ;)

 

Und Ihr glaubt wirklich, dass unsere Zonenangie mit den bisserl Geld künftigen Liebhaberobjekten den Gar aus macht?!! Macht Euch locker, Freunde, das spielt doch praktisch keine Rolle! Meine Isetta (Bj. 1958), meinen Käfer (Bj. 1955) und meinen 964er Porsche (Bj. 1991) werde ich sicherlich nicht verschrotten, auch nicht für das Doppelte der Prämie und schon gar nicht für einen Dacia Logan!:cool:

Da ist viel Wahres dran und zudem auch noch

lustig geschrieben :-)

Hast Recht !!!

Themenstarteram 15. Januar 2009 um 19:31

... nuja, an die Baujahre (und insbesondere an Motorräder) hat man wohl in Berlin auch nicht gedacht ;-))

Ein Kollege denkt ernsthaft darüber nach, einen entsprechend alten (keine Ahnung, vielleicht 10 oder 11 Jahre alten) 6-Zylinder BMW 3er Kombi dafür herzugeben (der nicht völlig vergammelt und fahruntüchtig herumsteht wohlgemerkt) und dann einen Avensis zu kaufen, der offenbar so schon recht günstig da steht.

Seit drei Tagen predige ich auf ihn ein, es sein zu lassen ;-)

Ich denke, daß das wohl jeder selbst angesichts seiner momentanen Lebenssituation entscheiden muß. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, daß das ganze der Konjunktur nur ein paar Tropfen auf den heißen Stein bescheren wird.

Zitat:

Original geschrieben von roboprof

Meine Isetta (Bj. 1958), meinen Käfer (Bj. 1955) und meinen 964er Porsche (Bj. 1991) werde ich sicherlich nicht verschrotten, auch nicht für das Doppelte der Prämie und schon gar nicht für einen Dacia Logan!:cool:

Hoffen wir mal, dass jeder so denkt.

 

Ich kann mich noch an eine Aktion eines Radiosenders zusammen mit Fiat erinnern. Das ist schon Ewigkeiten her, aber schmerzt immer noch.

 

Da wollte man ganz umweltfreundlich sein und bot dem, der mit der "ältesten Karre" kommt, einen Fiat Uno an, wenn er sein Vehikel gleich an Ort und Stelle in die Presse gibt. Es gab 3 solcher Aktionen und es traf einen Bulli, einen Käfer und einen Goggo, alle aus den 50er Jahren.

 

Die Unos sind hoffentlich selber längst in der Presse gelandet, während Käfer und Bulli sich heute vielleicht noch durch die Welt boxen würden und der Goggo mit fröhlichem Zweitaktgeheul die Gegend erschrecken würde.

Aber es sollte nicht sein... :(

 

Ich halte die Verschrottungsprämie sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht für absoluten Schwachsinn. Das Geld wäre wohl sinnvoller angelegt gewesen, wenn der Staat damit den Nachrüstwilligen einen DPF vernünftig finanziert hätte. Das hätte pro nachgerüstetem Fahrzeug die Hälfte gekostet und somit hätte man mit dem vorgesehen Budget die doppelte Menge an Fahrzeugen zu Saubermännern machen können...

Nope, Drahkke, ist auch nicht optimal, weil jede staatliche Subvention für bestimmte Einsatzzwecke dort automatisch zu Preissteigerungen führt. So gesehen bereits Ende der 80er/Anfang der 90er beim Fördergebietsgesetz, als man in den NBL 50 % der Baukosten im Jahr der Baufertigstellung als Sonder-AfA steuermindernd gegen seinen Gewinn verrechnen konnte. Was ist mit dieser für den Laien gut aussehenden Idee passiert? Interessant war eine Bauinvestition ja nur für Unternehmen, die Gewinne gemacht haben (was sollten die mit Verlust denn anfangen mit den Abschreibungen?!!) - das waren aber nicht die in den NBL, sondern die im Westen. Gebaut wurden die Immos nicht von ex-DDR-Baufirmen, sondern von Holzmann, Hochtief etc. aus dem Westen - d.h. die für den Osten gedachten Subventionen wurden in den Westen umverteilt; so war das ursprünglich ja gerade nicht gedacht. Und die Baukosten sind mit dem Argument "ist ja subventioniert" explodiert.

 

Das Gleiche passiert mit den Kaufanreizen für neue Autos: Du kriegst das Auto nicht billiger als heute, wenn Du engagiert feilscht. Nur der Autohändler und der Hersteller ersparen sich die Preisnachlässe! Konkret: Die Subvention macht nicht Dich reicher, sondern die Händler und Hersteller.

 

Das Einzige, was angesichts der wirtschaftlichen Lage sinnvoll wäre, ist eine deutliche Steuerminderung für alle Bürger (und nicht so eine Hühnerkacke wie 3,50 € pro Monat)! Und: Scheiß auf soziale Gerechtigkeit, am meisten Geld geben immer noch die aus, die oberhalb des Durchschnittseinkommens von ca. 28 T€ p.a. liegen. Der deutsche sozialistische Reflex ist immer die Alimentation des Prekariats (hat ja Adolf selig auch schon so gemacht ...), weil die zahlenmäßig die größere Gruppe sind - im Herbst sind schließlich Wahlen. Nur wenn wir alle dauerhaft mehr Geld in der Tasche haben (und das nicht nur einmal mit einer Abwrackprämie) werden wir unser Ausgabeverhalten ändern!

 

Wenn ich mir aber vorstelle, was mit den Milliarden an Liquidität passiert, die die Staaten jetzt in die Märkte pumpen ... Hier ist die Katastrophe (nämlich Hyperinflation) nach der jetzigen Krise schon vorprogrammiert. Wann zum Teufel werden endlich Vorschriften erlassen, dass Politiker qualifiziert sein müssen für das, was sie tun? Überlegt 'mal: Wer einen Mofaauspuff für 50 € reparieren will, muss drei Jahre lernen und zwei Jahre Gesellenzeit ableisten, bis er Meister werden kann - erst dann darf er das Mofa reparieren. Ein Schullehrer, Verwaltungsbeamter, Schlosser oder Katholikenvertreter darf über Konjunkturprogramme im Wert von 50 Milliarden € entscheiden! Oder: Kennt Ihr ein Unternehmen, in dem ein Deutschlehrer Finanzvorstand sein könnte? Hans Eichel seinerzeit war gelernter Deutschlehrer, Ulla Schmidt ist Sonderschulpädagogin usw., usw.

 

WÜRG!:mad: 

am 16. Januar 2009 um 3:31

es ist wirklich unglaublich was für'n Blödsinn ubsere Politiker machen... die können ja garnichts ???

Und wir alle spinnerten Oltimer / Youngtimer freaks durchaus genug für die Wirtschaft machen, denn Autoteile-Läden, Werkstätten, Lackierereien (usw) wollen auch leben... und in der regel gibt es neben dem geliebten und umsorgten Alt-Pkw dann noch den Alltagswagen an dem ja auch verdient wurde...

Ein wirkliches Konjunkturpaket sähe vor, die Wirtschaft

dort zu stärken, wo die meisten Arbeitsplätze geschaffen wer-

den, nämlich in kleinen und mittelständischen Betrieben.

Wie soll ein Klempnerbetrieb, ein Friseurladen oder ein Einzel-

handel überleben, wenn auf jeden dieser Unternehmer drei

private Konkurrenten kommen ?

Der Gesamtumsatz den alle Handwerker, Dienstleister und

Händler machen, die rein auf privater Basis ohne jede Ge-

werbeanmeldung agieren, ist höher als der jährliche Staats-

haushalt der BRD.

Trotzdem wird es geduldet.

Anstatt etwas dagegen zu unternehmen, werden die verblei-

benden "richtigen" Unternehmer geschröpft und mit Prüfun-

gen zu absurden Nachzahlungen gezwungen.

Im Prinzip geschieht hier das selbe wie bei den Arbeitneh-

mern, die ebenfalls geschröpft werden, während sich die

Kollegen, die auf reiner Privatbasis arbeiten gehen, tot-

lachen.

Der Staat hat meiner Meinung nicht begriffen, dass das

tatsächliche BIP wesentlich höher ist, wobei ein Groß-

teil aber gar nicht fiskalisch erfasst wird.

Während bei Vertragshändler X die Monteure in Erman-

gelung von Arbeit das Werkzeug putzen, stehen die

Kunden bei Kalle`s Feierabend-Privatwerkstatt für den

Zahnriemenwechsel Schlange.

Themenstarteram 16. Januar 2009 um 20:12

Wer sind die, die "auf reiner Privatbasis arbeiten" ? Schwarzarbeiter. Das, was dort nicht an die diversen Solidargemeinschaften abgeführt wird (Steuern, Beiträge, Umlagen), müssen die anderen notwendigerweise mitfinanzieren.

Sich einerseits den Verpflichtungen zu entziehen, aber andererseits "im Falle eines Falles" genau diese Solidargemeinschaften (egal, ob "der Staat" an sich oder die verschiedenen Versicherungen) in Anspruch zu nehmen, naja ...

"Absurde Nachzahlungen": Das sind nur rein rechnerisch (Entgelt x Beitragssatz) ermittelte, vorenthaltene Beiträge. Das ist btw. 'ne Straftat, § 266a StGB ... nur mal so nebenbei erwähnt ...

Aber ich möchte hier an dieser Stelle keine "Gerechtigkeits-Diskussion" anzetteln, gehört nicht hierher. Hier geht's um Oldtimer (und die, die es hoffentlich noch werden können) ;-)

Ich lese dauern "Wer mit einem 9 oder gar 15 Jahre alten Auto kann sich einen Neu- oder Jahreswagen leisten?". Meine Erfahrung: eine Menge Leute könnten sich das leisten, nur sie wollen nicht.

Warum:

- die aktuellen Autos verbrauchen nicht weniger

- die teuren Reparaturen sind durch, daher kann man den Wagen behalten

- die Ausstattung reicht aus (Klima, Servo, ...)

und das wichtigste: Sie sind nicht bereit dermaßen viel Geld für einen Neuwagen zu bezahlen.

Mein Nachbar (Bahnrentner) meinte letztens:

Früher habe ich mir alle 2 Jahre ne C oder E Klasse neu gekauft. Wenn ich aber sehe, was die jetzt dafür haben wollen spinnen die. Er könnte sich das Teil locker leisten, aber er sieht es einfach nicht ein. Genauso wie ein Service inzwischen bei 200 - 400€ angelangt ist. Das höre ich inzw. von vielen im Bekanntenkreis. Neuwagen werden kaum noch gekauft, dann eher nen Jahreswagen.

Meiner Meinung nach sind die Hersteller abgehoben mit den Preisen und erfahren endlich, dass auch mal Schluß ist.

Dass die Neuwagen immer teurer werden, liegt auch daran, dass, wer sein Modell nicht ständig größer und stärker macht, beim nächsten Vergleichstest gnadenlos dafür abgestraft wird, weil der Konkurrent ne Handbreit mehr Platz im Innenraum hat.

Früher war man mit 200km/h ein Hirsch, jetzt fährt beinah jeder Kleinwagen und jedes Papamobil das.

 

Ob das zum Fortschritt gehört, sei dahingestellt.

Zitat:

Original geschrieben von roboprof

! Und: Scheiß auf soziale Gerechtigkeit, am meisten Geld geben immer noch die aus, die oberhalb des Durchschnittseinkommens von ca. 28 T€ p.a. liegen. Der deutsche sozialistische Reflex ist immer die Alimentation des Prekariats WÜRG!:mad: 

Voll den Punkt getroffen.

Wenn ich diesen Bockmist immer höre, "soziale Gerechtigkeit". Meine soziale Gerechtigkeit ist sicher nicht die einer Frau Ypsilanti oder eines Herrn Lafontaine.

Die kennen nur ein Programm, die "Reichen" zu besteuern oder die, die sie dafür halten. Sonst fällt denen nix ein.

Ich halte es für gerecht, wenn die, die hart und viel arbeiten, die anspruchsvolle und gute Arbeit machen, auch viel verdienen. Denn es profitieren auch andere davon.

Und wer sich in der sozialen Hängematte gut fühlt, soll gefälligst für die Knete, die ihm der Staat gibt, die Straße fegen oder Alte pflegen.

 

Noch was zur Abwrackprämie. Der Gedanke, dass irgendwelche Spitzbuben damit betrügen und das Geld des Steuerzahlers einkassieren, ist schlichtweg unerträglich.

 

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