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Kaufproblem

Themenstarteram 14. September 2020 um 9:44

Guten Morgen,

hab ein kleines Problem und wollte mal euch um Rat bitten.

Ich habe bei einem Autohaus einen Kaufvertrag unterschrieben und 10.000€ angezahlt.

Durch unverschuldete private Veränderungen, kann ich mir den Restbetrag nicht mehr leisten.

Als ich den Autoverkäufer darauf hinwies, meinte er das sie dann das Fahrzeug weiter veräußern würden und die komplette Anzahlung wie vertraglich vereinbart und gesetzlich zulässig hinfällig wäre. Ist das so? Ohne einmal um weiteren Rat zu bitten, wollte ich jetzt nicht einfach hinnehmen das 10.000€ weg sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Elaina

52 Antworten

Zitat:

@elaina1990 schrieb am 14. September 2020 um 09:44:22 Uhr:

Guten Morgen,

hab ein kleines Problem und wollte mal euch um Rat bitten.

Ich habe bei einem Autohaus einen Kaufvertrag unterschrieben und 10.000€ angezahlt.

Durch unverschuldete private Veränderungen, kann ich mir den Restbetrag nicht mehr leisten.

Als ich den Autoverkäufer darauf hinwies, meinte er das sie dann das Fahrzeug weiter veräußern würden und die komplette Anzahlung wie vertraglich vereinbart und gesetzlich zulässig hinfällig wäre. Ist das so? Ohne einmal um weiteren Rat zu bitten, wollte ich jetzt nicht einfach hinnehmen das 10.000€ weg sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Elaina

Moin, nimm das Auto und verkaufe es privat, wenn du es dir wirklich nicht leisten kannst.

Gruß

Moin

 

Ist die Unterschrift des Kaufvertrags weniger als 14 Tage alt? Ggfs gibt es ein Widerrufsrecht, was man nutzen kann.

Themenstarteram 14. September 2020 um 10:12

Zitat:

@lars789852 schrieb am 14. September 2020 um 10:11:26 Uhr:

Moin

Ist die Unterschrift des Kaufvertrags weniger als 14 Tage alt? Widerrufsrecht nutzen.

Nein, ist älter als 14 Tage.

Schau mal in die AGB, meist sind für diesen Fall Regeln aufgelistet. 15% der Kaufsumme habe ich oft in Verträgen gelesen.

Ansonsten schaue, dass du den Wagen trotzdem nimmst und weiterverkaufst. Oder finanzierst. Oder einen Käufer findest, der vielleicht sogar noch die Ausstattung ändern kann.

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, vielleicht sogar mithilfe eines Anwalts schauen was zu machen ist. Generell gilt aber, Vertrag ist Vertrag, beide Seiten müssen sich daran halten. Allerdings pauschal zu sagen, die komplette Anzahlung ist weg, geht meiner Meinung nach nicht.

Edit: Vielleicht kannst du dem Autohaus einen Kunden zuführen, Arbeitskollegen/in usw. die einen geplanten Autokauf dort durchführen und kannst damit was raushandeln.

Die genannte Konstellation sorgt dafür, daß sich mir alle Nackenhaare aufstellen. Du hast einen Kaufvertrag unterschrieben und bei Unterschrift 10.000 Euro Anzahlung geleistet und das wohl auch noch über einen längeren Zeitraum, wenn die 14 Tage bereits vorbei sind. Wenn der Händler in Insolvenz geht, dann wäre das Geld weg. Beim Fahrzeugkauf sind Anzahlungen in dieser Größenordnung bei seriösen Händlern eigentlich eher unüblich.

Bitte teile mit: Wann wurde der Vertrag unterschrieben? Wann wurde die Anzahlung geleistet? Wann wäre das Fahrzeug zur Lieferung fällig? Wie hoch ist der gesamte Kaufpreis? Neu- oder Gebrauchtwagen? Welches Fahrzeug?

Hast du dir den Vertrag mal angeschaut und auch gelesen, ob in solch einem Fall tatsächlich die gesamte Anzahlung weg ist?

Es kommt natürlich auch auf das Auto an, aber in den allermeisten Fällen wird das Autohaus nicht annähernd 10.000€ Verlust machen, nur weil die das Auto jetzt an jemand anders verkaufen müssen.

Ich würde auf keinen Fall hinnehmen, dass die gesamte Anzahlung jetzt weg ist und würde versuchen, einen Käufer zu finden.

Du solltest aber bitte erst die wichtigen Fragen von Weilheimer beantworten. Ohne das, kann man dir schwer weiterhelfen.

Zitat:

@elaina1990 schrieb am 14. September 2020 um 09:44:22 Uhr:

wie vertraglich vereinbart und gesetzlich zulässig

Woraus ergibt sich die angebliche vertragliche Vereinbarung? Steht da was zu in den AGB? Kannst du davon vielleicht mal ein Foto hochladen?

Gesetzlich zulässig ist das sicherlich nicht.

Themenstarteram 14. September 2020 um 12:57

Zitat:

@Weilheimer schrieb am 14. September 2020 um 11:38:55 Uhr:

Die genannte Konstellation sorgt dafür, daß sich mir alle Nackenhaare aufstellen. Du hast einen Kaufvertrag unterschrieben und bei Unterschrift 10.000 Euro Anzahlung geleistet und das wohl auch noch über einen längeren Zeitraum, wenn die 14 Tage bereits vorbei sind. Wenn der Händler in Insolvenz geht, dann wäre das Geld weg. Beim Fahrzeugkauf sind Anzahlungen in dieser Größenordnung bei seriösen Händlern eigentlich eher unüblich.

Bitte teile mit: Wann wurde der Vertrag unterschrieben? Wann wurde die Anzahlung geleistet? Wann wäre das Fahrzeug zur Lieferung fällig? Wie hoch ist der gesamte Kaufpreis? Neu- oder Gebrauchtwagen? Welches Fahrzeug?

Danke für deine Antwort.

Der Vertrag wurde vor 4 Wochen unterschrieben, durch die privaten Veränderung war nicht klar ob sich das Auto noch bezahlen lies oder für „wichtigeres als ein Auto“ ausgegeben werden muss. Die Anzahlung wurde direkt geleistet. Es handelt sich um einen gebrauchten BMW M3 für 47.000€.

Themenstarteram 14. September 2020 um 13:06

Zitat:

@molchhero schrieb am 14. September 2020 um 12:53:51 Uhr:

Zitat:

@elaina1990 schrieb am 14. September 2020 um 09:44:22 Uhr:

wie vertraglich vereinbart und gesetzlich zulässig

Woraus ergibt sich die angebliche vertragliche Vereinbarung? Steht da was zu in den AGB? Kannst du davon vielleicht mal ein Foto hochladen?

Gesetzlich zulässig ist das sicherlich nicht.

AGB

Wieso hast du das Auto nicht schon längst bekommen? Ein Gebrauchtwagen wird ja nicht erst hergestellt, sondern innerhalb von 2 Wochen ausgeliefert.

Bei "übliichen" 15%, wären es 7.050€ Schadenersatz, bei 20% gar 9.400€.

Du musst mit einem Anwalt oder Verbraucherschutz klären, was üblich ist und rechtlich/moralisch angewandt wird.

Ich vermute, dass das Autohaus den Schaden "beweisen" muss. Denn wenn die den nun für mal angenommen nur 42.000,- verkaufen, dürfen die nur 5.000,- Schadenersatz verlangen.

Da es ein Gebrauchter ist, ist der Schaden in meinen Augen auch geringer, als für einen bestellten nach eigenen Gusto ausgestatteten Neuwagen.

Treffe mit dem Autohaus eine Vereinbarung oder nutze rechtlichen Beistand!

Da steht was von Schadenersatz, aber nicht davon, dass die Anzahlung komplett weg ist.

Einen Schaden muss der Händler erstmal geltend machen und beziffern. Kann mir kaum vorstellen, dass da ein Schaden in dieser Höhe entstehen wird.

Warum zum Teufel bestellt man ein Auto, zahlt 10.000 EUR an, wenn man zu dem Zeitpunkt nichtmal sicher sagen kann, ob man den Rest auch bezahlen kann? Vor allem ein Auto in der Preisklasse?

Naja plötzlich bekommt man die Kündigung, oder der Partner/in, Krankheit, Eltern, Kinder,...

Die Umstände gehen uns ja auch nichts an.

Zitat des TE:

"Durch unverschuldete private Veränderungen, kann ich mir den Restbetrag nicht mehr leisten."

So etwas soll vorkommen, @fehlzündung.

Es hat nicht jeder eine Glaskugel, um seine Zukunft vorausschauen zu können...

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