Kaufberatung: 40.000km/Jahr, täglich 100km Autobahn, ca. 4.000€

Hallo zusammen!

Durch einen Jobwechsel bedingt, muss ich mir in den kommenden Wochen ein Auto zulegen. Ich habe einen täglichen Arbeitsweg von insgesamt 140km (davon 100km Autobahn, Tempo: entspannte 110-130km/h) und aufs Jahr gerechnet ungefähr 40.000-45.000km. Ich fahre allein, muss keine Familie transportieren und möchte sicher und zuverlässig mit möglichst wenig Verbrauch von A nach B und B nach A.

Ich suche einen Gebrauchtwagen für 3.500-4.500€ und wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, bin ich kein Experte im Bereich Automobile.

Und ich höre auch oft widersprüchliche Dinge:
"Mit Kleinwagen (z.B. Toyota Aygo) nicht regelmäßig lange Strecken auf der Autobahn, weil sie das überfordert." Der Nächste sagt, ist eigentlich egal, weil Kleinwagen mittlerweile viel besser und langlebiger sind, als früher.
"Lieber 4 statt 3 Zylinder, damit der Motor das langfristig überlebt." usw.

Ich weiß nicht, wem ich da vertrauen kann, aber der Gebrauchtwagenhändler ist ja im Allgemeinen nicht unbedingt die vertrauenswürdigste Beratungsperson.

Kann mir jemand von euch helfen und mir zu meinen Bedürfnissen passende Modelle nennen? Und wenn ja: auf welche zusätzlichen Werte sollte ich achten (Erstzulassungsjahr, Kilometerstand)?

In jedem Fall schon einmal vielen Dank für eure Hilfe!

Beste Antwort im Thema

Ich will dir da nicht reinreden (mache es aber trotzdem 😛) - 40.000km jährlich sind bei 25 Cent/km um die 10.000€ jährlich, die für das Auto draufgehen. Pendlerpauschale hin oder her, ist es das wert? Für das Geld würde ich lieber umziehen.

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Das hier kommt aus dem Citroën-Forum:

Zitat:

@Total2 schrieb am 4. August 2016 um 17:01:23 Uhr:


Der Wagen ist eigentlich technisch ausgereift und basiert auf dem Peugeot 208. Ich glaube nur, dass das kein deutsches Modell ist. In Deutschland wird der Wagen erst seit Mai 2016 angeboten - ist somit ein Importwagen.. Garantie etc. kenn ich mich da nicht aus. Problem ist bei so günstigen Autos auch oft, dass die Ausstattung im Ausland oft geringer als in D ist - gerade was Sicherheitsmerkmale angeht. Im NCAP Test schnitt er deshalb auch nur mit 3 Sternen ab, da viele Sicherheitsmerkmale im Ausland nicht standardmäßig an Bord waren. Der 92 PS Diesel ist auch der schlechtere von beiden, besser ist der mit 100 PS - verbraucht auch weniger.

Es geht um dieses Angebot:
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=228850355

Da mir hier im Forum vom Peugeot 207 abgeraten wurde und der Citroën offensichtlich auf dem 208 beruht: sollte ich dann besser nach einem anderen Auto suchen?
Die unklare Herkunft sehe ich ebenfalls als Unsicherheitsfaktor...

Der 208 ist der Nachfolger vom 207, da hat sich viel verbessert. Wegen der Herkunft kannst du ja einfach anrufen und den Händler fragen. EU Importe sind schon lange nichts ungewöhnliches mehr.

Edit: Übrigens ist der Radstand über 11cm länger als beim 208 was Komfort und Straßenlage auf der Autobahn verbessert

Zitat:

@Stratos Zero schrieb am 4. August 2016 um 18:32:05 Uhr:


Der 208 ist der Nachfolger vom 207, da hat sich viel verbessert. Wegen der Herkunft kannst du ja einfach anrufen und den Händler fragen. EU Importe sind schon lange nichts ungewöhnliches mehr.

Gibt es da Fallen, in die nicht tappen sollte?
Kann ich davon ausgehen, dass ein hier verkauftes Auto den deutschen Sicherheitsvorschriften entspricht?

Zitat:

Gibt es da Fallen, in die nicht tappen sollte?
Kann ich davon ausgehen, dass ein hier verkauftes Auto den deutschen Sicherheitsvorschriften entspricht?

Wie kommst du jetzt darauf, warum sollte das nicht der Fall sein? Es gelten EU-weit die selben Vorschriften und inzwischen wird das Modell ja auch offiziell in Deutschland verkauft.

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Zitat:

@Stratos Zero schrieb am 4. August 2016 um 18:49:36 Uhr:



Zitat:

Gibt es da Fallen, in die nicht tappen sollte?
Kann ich davon ausgehen, dass ein hier verkauftes Auto den deutschen Sicherheitsvorschriften entspricht?

Wie kommst du jetzt darauf, warum sollte das nicht der Fall sein? Es gelten EU-weit die selben Vorschriften und inzwischen wird das Modell ja auch offiziell in Deutschland verkauft.

Weil das in dem oben zitierten Beitrag so erwähnt wurde.

Zitat:

@Admiratio schrieb am 4. August 2016 um 18:51:15 Uhr:



Zitat:

@Stratos Zero schrieb am 4. August 2016 um 18:49:36 Uhr:


Wie kommst du jetzt darauf, warum sollte das nicht der Fall sein? Es gelten EU-weit die selben Vorschriften und inzwischen wird das Modell ja auch offiziell in Deutschland verkauft.

Weil das in dem oben zitierten Beitrag so erwähnt wurde.

Welchen Teil meinst du denn genau? Den mit der Sicherheitsausstattung? Da steht ja im Inserat, was der hat. Die optionale Verfügbarkeit von Fahrassistenzsystemen bei Neuwagen dürfte dir ja wohl ziemlich egal sein...

Zitat:

@Admiratio schrieb am 4. August 2016 um 18:25:53 Uhr:


Da mir hier im Forum vom Peugeot 207 abgeraten wurde und der Citroën offensichtlich auf dem 208 beruht: sollte ich dann besser nach einem anderen Auto suchen?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Beide Fahrzeuge sind sehr zuversichtlich und brauchen sich vor den Alternativen von anderen Herstellern nicht verstecken.

Zitat:

@Admiratio schrieb am 4. August 2016 um 18:25:53 Uhr:


Die unklare Herkunft sehe ich ebenfalls als Unsicherheitsfaktor...

Bei einer Besichtigung lässt sich die Herkunft ja eindeutig nachvollziehen. Ist meiner Meinung nach kein großes Problem. Muss sich nur im Preis widerspiegeln.

Zitat:

@206driver schrieb am 5. August 2016 um 06:27:53 Uhr:



Zitat:

@Admiratio schrieb am 4. August 2016 um 18:25:53 Uhr:


Da mir hier im Forum vom Peugeot 207 abgeraten wurde und der Citroën offensichtlich auf dem 208 beruht: sollte ich dann besser nach einem anderen Auto suchen?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Beide Fahrzeuge sind sehr zuversichtlich und brauchen sich vor den Alternativen von anderen Herstellern nicht verstecken.

Zitat:

@206driver schrieb am 5. August 2016 um 06:27:53 Uhr:



Zitat:

@Admiratio schrieb am 4. August 2016 um 18:25:53 Uhr:


Die unklare Herkunft sehe ich ebenfalls als Unsicherheitsfaktor...

Bei einer Besichtigung lässt sich die Herkunft ja eindeutig nachvollziehen. Ist meiner Meinung nach kein großes Problem. Muss sich nur im Preis widerspiegeln.

Welches Argument habe ich gegenüber dem Verkäufer?
Für den ist es doch nur ein Auto, das 2014 Erstzulassung hatte und relativ wenig Kilometer runter hat!?

Habe Re-Importe immer nur wertmindernd für Neuwagen wahrgenommen - ab dann ist es doch ein Auto wie jedes andere!?

Zitat:

@Admiratio schrieb am 5. August 2016 um 12:21:33 Uhr:



Habe Re-Importe immer nur wert mindernd für Neuwagen wahrgenommen - ab dann ist es doch ein Auto wie jedes andere!?

Vorsicht: Was bei uns Standard Ausstattung ist (ESP, 20x Airbags usw. ...) ist in anderen Ländern eventuell Aufpreis pflichtig und dann nicht enthalten.

Zitat:

@Admiratio schrieb am 5. August 2016 um 12:21:33 Uhr:


Welches Argument habe ich gegenüber dem Verkäufer?
Für den ist es doch nur ein Auto, das 2014 Erstzulassung hatte und relativ wenig Kilometer runter hat!?

60tkm ist nicht "relativ wenig KM". Das ist natürlich kein Problem für das Auto, aber es muss sich im Preis bemerkbar machen.

Der Ball liegt nicht bei dir, sondern beim Verkäufer. Er muss dir sagen, warum der Wagen diesen Wert haben soll. Dein einziges Argument sollte sein, dass es für 2.000€ mehr einen Neuwagen mit 0km und besserer Abgasnorm gibt.

Zitat:

@Admiratio schrieb am 5. August 2016 um 12:21:33 Uhr:


Habe Re-Importe immer nur wertmindernd für Neuwagen wahrgenommen - ab dann ist es doch ein Auto wie jedes andere!?

Natürlich ist es ein Auto wie jedes andere. Die laufen vom gleichen Band und können sich nur in manchen Ausstattungen unterscheiden. Das muss aber nicht immer schlechter sein. Gibt auch genügend Beispiele hier im Netz, wo man bei EU Importen auch andere Ausstattungsmerkmale wählen konnte als in DE.

Man muss sich halt nur vor gründlich informieren und vergleichen. Das fällt natürlich schwer, wenn es das Fahrzeug damals nicht in DE gab.

@Admiratio

Du hattest geschrieben, dass die 4000 EUR nicht in Stein gemeißelt sind, über 10.000 aber ein Problem wäre.
Das macht die Sache dann deutlich einfacher.

Immer die Diesel-Problematik (Abgase, Drohung mit blauer Plakette) außen vor, wäre ein Seat Ibiza TDI mit 30.000 km die erste Wahl. Die kriegst Du um die 9.000 - 10.000 EUR, die Autos sind sicher, wartungsarm, komfortabel, sehen Sch... aus. Die haben allesamt den kritischen EA 189-Motor, also ein wenig Pokerei ist der Kauf schon, aber sie sind auch eine gute Verhandlungsbasis für Preisnachlässe beim Händler (und je mehr sich VW anstellt, desto besser wird die Argumentationsgrundlage).

Das Auto, das 50.000 km drauf hat, fährt Dir mit wenigen Risiken weitere 200.000 km.
Maximalkosten:
Anschaffung: 10.000 EUR
Injektoren Tausch: 1.500 EUR
Turbo Tausch: 1.500 EUR
Zahnriemen und Wasserpumpe 1x: 600 EUR
Service: 2000 EUR
Sprit (Diesel mit 1,20 EUR gerechnet): 13200 EUR
Versicherung mit Teilkasko: ~ 600 EUR pro Jahr? Dann sind es in 4 Jahren: ~2400 EUR
Steuern: ~ 4 x 200 = 800 EUR
Reifen (Winter/Sommer je 1x tauschen): ~800 EUR
Sonstiges (Scheibenwischer, Autopflege, Steinschlag-Marderfraß-Selbstbeteiligung, andere Kleinigkeiten): ~3000 EUR
Restwert: ~ 1500 EUR
Summa summarum: ~36.000 EUR abzüglich 1.500 EUR = ~34.500 EUR

Ich gehe jetzt von der kompletten Wartung original bei Seat aus, damit das Auto mit Garantie immer fahrbereit ist.

Meine überschlagsmäßige Kalkulation beschert Dir ~12.000 EUR Kosten pro Jahr für das Auto, was einem "Paket sorgenfrei" entspricht, soweit "Auto" und "sorgenfrei" in einem Satz erwähnt werden darf. Ich bin übrigens ein großer Fan von "Paketen sorgenfrei" :-)

Wenn Dir Injektoren, Turbo und Steinschläge nicht um die Ohren fliegen, Du vom Marder nicht angefressen wirst, also keine Marderabwehr brauchst (~300 EUR), und wenn der Dieselpreis weiterhin bei ~1,009 - 1,099 bleibt, wird es (deutlich) billiger. Die Preise für die Reparaturen habe ich aus den Erfahrungen mit diversen VW-Golf mit größerem Motor (2.0 TDI) geschätzt.

Wenn Du weniger Geld ausgeben möchtest, musst Du fest mit Tagen rechnen, an denen Du in der Schule anrufen musst: "Herr Direktor, ich kann heute nicht zur Schule - ich hatte eine Autopanne". Wenn man im Stadtverkehr eine Panne hat, ist es easy: man holt den ADAC und fährt selbst mit Bus und Bahn weiter (oder mit dem Taxi). Da würde ich Dir zu einem Ford Fiesta für 200-500 EUR raten. Das sind tolle Autos. Die fahren ewig lange, brauchen nur mal ab und zu einen Ölwechsel (evtl. auch schon mal neue Bremsen). Wenn eine größere Reparatur ansteht, Schrotthändler anrufen, und für 100 EUR verkaufen. Der nächste Fiesta könnte schon in der Garage stehen. Einfach Kennzeichen umbauen(*), und weiter fahren. So kannst Du auf einen Kilometerpreis von knapp über Benzinpreis kommen. Über passive und aktive Sicherheit wollen wir da nicht diskutieren - aber sie wäre immer noch besser als auf einem Motorroller :-)

Als meine Chefin meinen schönen VW mit 30 ct/km "vergütet" hat, dass ich zu Kunden fahre, habe ich ihr irgendwann "angedroht", dass ich so einen Fiesta für die Dienstfahrten kaufe. Und schon stand der neue A1 TDI INKL Privatnutzung vor der Tür :-)

Zu (*): Wechselkennzeichen bei der Versicherung vereinbaren.

Außer Seat Ibiza kommst Du mit Skoda Fabia oder Oktavia auf ähnliche Kosten. Toyota Auris/Yaris dürften preislich auch nicht wesentlich anders liegen.

Zitat:

Das Auto, das 50.000 km drauf hat, fährt Dir mit wenigen Risiken weitere 200.000 km.
Maximalkosten:
Anschaffung: 10.000 EUR
Injektoren Tausch: 1.500 EUR
Turbo Tausch: 1.500 EUR
Zahnriemen und Wasserpumpe 1x: 600 EUR
Service: 2000 EUR
Sprit (Diesel mit 1,20 EUR gerechnet): 13200 EUR
Versicherung mit Teilkasko: ~ 600 EUR pro Jahr? Dann sind es in 4 Jahren: ~2400 EUR
Steuern: ~ 4 x 200 = 800 EUR
Reifen (Winter/Sommer je 1x tauschen): ~800 EUR
Sonstiges (Scheibenwischer, Autopflege, Steinschlag-Marderfraß-Selbstbeteiligung, andere Kleinigkeiten): ~3000 EUR
Restwert: ~ 1500 EUR
Summa summarum: ~36.000 EUR abzüglich 1.500 EUR = ~34.500 EUR

Ich gehe jetzt von der kompletten Wartung original bei Seat aus, damit das Auto mit Garantie immer fahrbereit ist.

Meine überschlagsmäßige Kalkulation beschert Dir ~12.000 EUR Kosten pro Jahr für das Auto, was einem "Paket sorgenfrei" entspricht, soweit "Auto" und "sorgenfrei" in einem Satz erwähnt werden darf. Ich bin übrigens ein großer Fan von "Paketen sorgenfrei" :-)

ich habe mich direkt nach dem ersten überlesen gefragt, warum mir der jährliche Betrag so hoch vorkommt. Ich will nicht grundsätzlich deine Rechnung in Frage stellen, aber 36.000/4 sind 9.000 € und nicht 12.000 € pro Jahr. Zudem frage ich mich, ob Teile deiner Rechnung nun auf 5 Jahre sind (z.B. beim Diesel), da du oben von weiteren 200.000 KM sprichst, was nicht 4, sondern 5 Jahre wären. Den Punkt Sonstiges finde ich persönlich mit ca. 70 € im Monat schon recht hoch angesetzt.

@lenny1988

Zitat:

ich habe mich direkt nach dem ersten überlesen gefragt, warum mir der jährliche Betrag so hoch vorkommt. Ich will nicht grundsätzlich deine Rechnung in Frage stellen, aber 36.000/4 sind 9.000 € und nicht 12.000 € pro Jahr. Zudem frage ich mich, ob Teile deiner Rechnung nun auf 5 Jahre sind (z.B. beim Diesel), da du oben von weiteren 200.000 KM sprichst, was nicht 4, sondern 5 Jahre wären. Den Punkt Sonstiges finde ich persönlich mit ca. 70 € im Monat schon recht hoch angesetzt.

Wenn man viel - sehr viel - fährt, und wenn man den Wagen lange hält, wird der Kilometerpreis billiger. Ich hatte einen Golf VI, Jahreswagen drei Jahre gehalten und durch einen Unfall verloren, wodurch die Versicherung einen Versicherungswert lt. Gutachten erstattet hat, der aber auf dem freien Markt nicht erzielt worden wäre. Nach überschlagsmäßiger Berechnung meiner gesamten Kosten (ich habe alle wesentlichen Rechnungen aufbewahrt, die kleinen Ausgaben aber nicht komplett verfolgt) bin ich auf 38 ct/km gekommen.

Ich habe ja so meine Ausgaben, die nicht jeder Andere haben muss... Ich leiste mir Vollkasko mit wenig Selbstbeteiligung. Meine Haftpflicht deckt auch Schäden, die mir Andere verursachen, wenn sie nicht versichert sind (also quasi doppeltes Vollkasko :-) ). Ich leiste mir den Beitrag für den Rabattschutz. Ich kaufe jährlich Vignetten für Österreich und die Schweiz, und sehr häufig Vignetten in Ungarn und in anderen Ländern. Ich nehme immer Fähren und Tunnel, umfahre also die Mautstellen nicht. Ich lasse spätestens alle 2-3 Monate mein Auto manuell reinigen (also Innenraum), regelmäßig die Klimaanlage reinigen (ohne akutem Gestank) usw. Das sieht man dem Auto so nicht an, ich steige trotzdem mit Dreckschuhen ein und die Waschstraße besuche ich nur, wenn das Auto wirklich wie Sau aussieht :-) Meine Autos gehen IMMER in den Markenservice, auch 20 Jahre alte Rostlauben mit 350.000 km. Das tue ich aus Erfahrung: wenn ich in den Markenservice gehe, dann fahren die Autos pannenfrei bis zum nächsten Service. Wenn nicht, gibt es Ersatzfahrzeuge und Gewährleistung. Die Aussage gilt nur für Premiumhersteller (also nicht für Fiat und Peugeot). Zudem: wenn ich das Auto in die Werkstatt fahre, leiste ich mir ein Ersatzfahrzeug, oder nehme den Hol- und Bringdienst in Anspruch (meistens). Ich kaufe nur das Beste als Zubehör (Scheibenwischer z.B. nur Bosch). Und dann leiste ich mir, den Scheibenwischer mit vereister Scheibe zu verwenden, weil ich am Vorabend vergessen habe, den Scheibenwischer abzustellen. ZACK, 60-70 EUR verbraten... Das kann 1-2x pro Winter passieren.... Ich fahre ausschließlich Premiumreifen (Conti, Goodyear - meist aber Goodyear), ein Satz kostet da lockere 600 EUR und mehr. Teilweise hatte ich die Reifen nach 15.000 km abgefahren, weil ich extrem viel Serpentinen gefahren bin (flott). Das sind alles Kosten, die Andere nicht teilen. Meine Kostenschätzung zeigt also den "worst case" auf.

Ich habe versucht abzuschätzen, was passiert, wenn ich mir bei dieser geringen Zinslage einen dicken Wagen gönne. Es passiert, dass ich mir Horrorkosten an den Hals schaffe. Wenn ich mit einem 5-er BMW für drei Jahre je 50.000 km fahre, hat das Auto einen kaufmännischen Restwert nahe Null. Voila: 23.000 EUR Verlust pro Jahr nur für das Blech. Sprit, Wartung, Reparaturen und meine sonstigen Kosten kommen dazu.

Mein Limit für den Autokauf ist deswegen bei ~18.000 EUR. Nach drei Jahren kann der Restwert gerne auf 0 fallen. Bei 30.000 km/Jahr sind das 6000 EUR reine Blechkosten pro Jahr oder auch 20 ct/km. Mehr km == weniger Blechkosten (aber mehr Reparatur- und Wartungskosten, was die Ersparnisse am Blech fast auffrisst).

Mein letztes, unfallfrei verkauftes Auto nach drei Jahren hat 7800 EUR "gebracht". Ich hatte damit 130.000 km verbraten, was Blechkosten von ~3500 EUR/Jahr bedeutet (monatlich ~300 EUR). 300 EUR reine Blechkosten ist schon eine Hausnummer für einen Golf VI - oder? Es sind aber nur knapp 8 ct/km...

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