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Irlandreise

Themenstarteram 17. April 2015 um 14:41

Hallo Gemeinde,

für 2016 haben meine Lebensgefährtin und ich eine 2wöchige Irlandtour geplant.

Bis jetzt war der Plan- durch Frankreich,mit der Fähre nach England, von Dover nach Holyhead und von dort mit der Fähre nach Irland. Nun auch wenn dies eine tolle Tour ist, so komme ich doch beim Faktor Zeit und Geld ins grübeln,vor allem weil wir hauptsächlich in Irland fahren möchten.

Nun bin ich , zumindest auf den ersten Blick, auf eine Alternative gestoßen - die Firma Overlanders.ie bietet von Memmingen einen Transport nach Irland an 550,-Euro mit Rücktransport incl.Gepäck und Ausrüstung. Nun meine Frage-hatte hier im Forum schon jemand so etwas gemacht? Erfahrungen mit Overlanders? oder kennt jemand noch andere Alternativen? Für Antworten wär ich dankbar.

Gruß

Marcus

20 Antworten

Frag den Lewellyn.

Overlanders kenne ich nicht. Es gibt in Hilden eine Spedition, die das Mopped nach Irland bringt und man selbst fliegt. Dass das Geld spart, glaube ich eher nicht. http://www.bike-on-board.de Es ist aber schnell und man spart sich viel gefahre.

Im Grunde gibt es zwei Varianten nach Irland. Die eine ist mit der Fähre nach England und dann weiter mit der nächsten Fähre nach Irland. Von wo man da startet, liegt am eigenen Wohnort. Wenn Du über Calais-Dover fährst ist das zwar kurz und preiswert, Du musst aber dafür irgendwo übernachten bis Irland. Fährst Du nach Rotterdam, nimmst Du die Nachtfähre nach Hull mit Kabine und sparst eine Hotelübernachtung unterwegs.

Alternativ fährt man nach Cherbourg. Dort gibt es die einzigen Direktfähren nach Irland. 19 Stunden Seefahrt. Eine kleine Seereise. Wenn man es mag, ist das toll. Zeitlich tun sich die Varianten nichts. Wenn man kein Problem damit hat, 900km am Stück abzureißen, ist die Cherbourgvariante die schönere. Finde ich.

Wir fahren im Sommer aber über Rotterdam Hull. Als grössere Grupoe sind Mammutetappen schwierig.

Themenstarteram 19. April 2015 um 9:15

Danke levellyn für Deine Antwort,

Ein guter Tip mit der Spedition, nur dass Memmingen für mich bedeutend näher ist als Hilden. Mit Geld sparen meinte ich eigentlich eher , dass ich beim ursprünglichen Plan mehr Zeit und mehr Übernachtungen plus kosten für Fähre einplanen muss. Overlanders ist eine irische Firma, die Bikes von Irland nach Deutschland transportiert, in ihre Basis nach Memmingen, und auch zurück deshalb die Möglichkeit auch für deutsche Bikes nach Irland.

Werde mich mal weiter schlau machen.

N´Abend!

Auch wenn ich noch nicht dort war, in meinen Überlegungen für Irland spielen Transfer Dienstleister keine Rolle.

Da Ihr hauptsächlich in Irland fahren wollt, bietet sich an - wie Lew schon sagte - die Nachtfähre Rotterdam - Hull für die Hin- und Rückfahrt. Dann jeweils eine Nacht in Nordwales irgendwo zwischen Bangor und Holyhead (je nach Fährzeiten).

Wenn Ihr in Euren Jobs nicht am WE arbeiten müßt, habt Ihr ja 16 Tage Zeit von SA über die 2 Werkswochen bis SO.

2 Nächte auf der Fähre + 2 Nächte in Nordwales, dann bleiben bis zu 11 Nächte in Irland.

Selbst wenn Ihr einen Vorbereitungstag vorher nehmt und einen Relaxtag hinterher sind es immer noch 9 Nächte, also 8 ganze Tourtage auf Irland.

Ich probiere dieses Jahr erstmal die Nachtfähre nach Hull für Nordwales und Schottland.

Übernachtungstipps: www.bike-stay.net

Gruß

Q.

Wie gesagt, man schafft das auch ohne Übernachtung in England. Von Hull quer durch bekommt man locker in 3,5 Stunden hin, dann auf die Fähre nach Dublin und man ist Abends beim Guinness im Pub.

Wobei wir zumindest auf dem Rückweg eine Nacht in Wales mitnehmen. Weil, da ist auch nett. ;)

Keine Frage - in einem Tag von Hull nach Dublin ist möglich.

Und in einem halben Tag bis Holyhead sicher auch.

Die Frage ist mit welchen Zeitverzögerungen ist zu rechnen?

Die Fähre nach Irland ist sicher auch vorzubuchen. Wie lang vorher soll man am check-in sein? Für Rotterdam wurde mir empfohlen 2 Std. vorher. Wie sieht es in Holyhead aus?

Auch die Fährzeiten sind abzustimmen. Geht die Irland-Fähre gegen Mittag, wird es schon eng.

Geht sie am späten Nachmittag kommt man vielleicht in die Dunkelheit und muß noch ein Hotel suchen (oder bucht auch das vor).

Dann frage ich mich noch ob die Großräume Leeds, Manchester und Liverpool verkehrstechnisch überlastet sind? Oder (außer bei Unfällen) staufrei?

Da wird man evtl. auch ausgebremst.

Mir stellt sich auch die Frage nach der Ausdauer der LG. Fährt sie als Sozia oder selbst?

Und nicht vergessen:

Gemeinsame Urlaube sind auch immer ein Beziehungstresstest. So sagt man zumindest.

Und wenn man in Wales zwischen übernachtet kann man auch schön fahren.

Zwischen Manchester und Sheffield liegt der Peak District National Park.

Der sieht zumindest auf der Karte interessant aus.

Q.

Öhmm ja. Ich bin jetzt von komplett vorgebuchten Dingen ausgegangen. Fähren, Hotels etc.

Wenn man sich natürlich am Fährschalter erstmal anstellen muss, um eine Überfahrt zu erwerben, könnte es auch mal kritisch werden. Ohne Vorbuchungen würde ich auch eher zu Cherbourg tendieren. Da ist das Procedere mit nur einer Fähre entspannter. Zumal, wenn man wirklich "nur" Irland will. dann brauch ich nicht 2 Tage (hin und rück) auf englischen Autobahnen und Häfen verbringen. Da ist das Liegen im Deckchair angenehmer...

Themenstarteram 20. April 2015 um 12:51

Also erst einmal Danke für Eure neuen Anregungen, Rotterdam-Hull hatte ich irgendwie gar nicht im Plan. Zusätzliche Übernachtungen in Großbritannien wären auch kein Hemmschuh. Wir wären übrigens mit zwei Motorrädern unterwegs und sind ziemlich konsequente Autobahnverweigerer. Was heissen würde, dass wir alleine nach Rotterdam ca.15 Std.reine Fahrzeit berechnen müssten, mit Autobahnbenützung wären es ca. 8 Std- durchaus machbar aber nicht nach unserem Geschmack.Sollten wir uns also für eine längere Autobahnfahrt entscheiden, würde dann auch die Direktfähre von Roscoff nach Cork in Frage kommen.

Die Alternative Motorradtransport ist daher noch nicht vom Tisch.

Marcus

Roscoff geht natürlich auch. Je nachdem, von wo ihr Anfahrt. Für mich wäre Cherbourg näher.

N´Abend!

Der Winter geht langsam zu Ende und im Reisen Forum ist es merkwürdig still.

Will in 2017 keiner in den Urlaub fahren?

Mir ist es langweilig, darum krame ich mal diesen alten - wobei so alt ist der gar nicht - Beitrag heraus.

Wie der TS es für sich geregelt hat, weiß ich natürlich nicht.

Doch mein "best pal" und ich wollten nicht über Frankreich gehen, so haben wir uns im letzten Jahr für die Nachtfähre von Rotterdam nach Hull entschieden und nichts bereut.

Anschließend sind wir entspannt - wen auch über Autobahnen - durch England gefahren.

Hinter Birmingham, so ab der walisischen "Grenze" sind wir dann - durch den Snowdonia National Park - richtig schön gefahren. Nach einer Zwischenübernachtung in Holyhead nahmen wir die Überfahrt nach Dublin und befuhren den Wild Atlantic Way vom Südwesten bis Galway. Das war dann nur die Hälfte vom Ganzen, doch in 9 Tagen ging halt nicht mehr.

Der hochgelobte und stark beworbene "Ring of Kerry" ist zwar irgendwie ein Muß und man kommt auch nicht daran vorbei, doch es gibt Küstenstraßen die einen (noch) stärkeren Eindruck hinterlassen. Der "Skellig Ring" auf derselben Halbinsel (Iveragh) und der "Slea Head Drive" auf Dingle gehören dazu. Auch der "Ring of Beara" und die Mizen Head - auf dieser Halbinsel gibt es erstaunlicherweise keinen offiziellen "Ring" - Küstenstraßen haben eine Menge zu bieten.

Die Passstraßen, die die Berge der zahlreichen Halbinseln überqueren sind natürlich auch nicht von schlechten Eltern.

Was waren/sind Eure bevorzugten Strecken/Eindrücke in Irlands Westen?

Will man den ganzen Wild Atlantic Way als Hauptstrecke fahren plus ein paar "reizvolle Nebenstrecken" wieviel Urlaubszeit würdet ihr veranschlagen? 2 Wochen - 3 Wochen? Oder mehr?

Gruß

Q.

Sehr beeindruckt hat mich Achill Island. Omey Island und die "Straße" über den Meeresgrund dahin. Überhaupt Connemara. Da ist Irland so, wie man sich das vorstellt.

Und, was gerne übersehen wird auf dem Weg nach Westen: Die Wicklow Mountains. Einen Tag sind sie auf jeden Fall wert. Wer "Braveheart" gesehen hat: Das ist nicht in Schottland gedreht worden, sondern in den Wicklow Mountains. Sieht genau wie Schottland aus, ist aber nur ne Stunde von Dublin entfernt.

Bis Connemara bin ich leider nicht gekommen, darum kann ich da nicht mitreden. Als Tipp ist das aber vorgemerkt.

Doch die Wicklow Mountains habe ich besucht. Wenn man über Dublin kommt, bieten sie sich auch an. Als Startertour am Anfang oder als Bonbon am Ende einer Irlandreise. Das ich die Tagestour dort und nicht an der Westküste verbrachte hat mich nicht gereut. Besonders die Fahrt über alle 4 Rampen von Sally Gap sind überragend, sowie die Fahrt durch das Avoca Tal. Die Wicklows sind wunderschön und nicht zu groß, ein entspannter Tourtag reicht völlig.

Jepp. Sally Gap bin ich auch von allen Seiten gefahren. Von Dublin aus zur westlichen Auffahrt an dem schwarzen See vorbei, andere Seite wieder runter, übers Wicklow Gap, der anscheinend einzigen Kurvenstrasse in Irland, auf der man auch mal zu schnell fahren könnte. Dann noch im Süden ein bischen frei Schnauze durch die Gegend und dann wieder übres Sally Gap zurück. Die Strasse von Süden zum Sally Gap war übrigens die schlechteste Strasse, die ich je gefahren bin. Ich bin schon durch Flussbette gefahren, die waren nicht so holprig. ;)

Wer mal gucken möchte, das Sally Gap (die Kreuzung): https://goo.gl/maps/U9RAsm8Hwxz

 

Der schwarze See: https://goo.gl/maps/CfSsr5SpHds

Ich hab erst jetzt noch mal den Ausgangspost gelesen.

Ja. Overlanders kann man nehmen. Die fahren von Memmingen, weil RyanAir von Irland nach Memmingen fliegt und die für die irischen Alpenfahrer die Moppeds dahin bringen. Da kann man sich dann in die Gegenrichtung einklinken.

Overlanders macht übrigens die Irlandvertretung für Touratech.

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