Informationspolitik bei Volvo
Moin
Also hier mal ne kurze Geschichte:
Ich war Montag vorletzte Woche bei meinem Freundlichen und da haben wir zusammen in den Computer geschaut. Da stand dann auch "Fahrzeug Online". Mein Freundlicher also "Aha ihr Fahrzeug wird gerade Produziert". Ich mich gefreut wie ein Schneekönig und natürlich gleich meinen Personalausweis für die Anmeldung dagelassen.
Also jetzt sollte das Fahrzeug eigentlich diese Woche kommen. Ich also vor Ungeduld am ganzen Körper zitternd bei meinem Volvo Händler angerufen und wollte wissen wann er (mein S40 T5) denn da ist.
Da sagen mir die doch glatt. "Tut uns leid" ihr Fahrzeug kommt frühestens in 3 Wochen".
Ich war geschockt.
Wie zum Donnerkeil kann denn das sein?? Wenn das Fahrzeug produziert ist kann ich es nicht verstehen das es über 4 Wochen dauern soll bis das Fahrzeug bei mir ist. Des Weiteren warum muss ICH meinen Händler anrufen um zu erfahren das sich etwas verzögert. Also mal ehrlich, wenn sich was am Liefertermin ändert, dann sind die Freundlichen doch aus Service-Gründen schon dazu verpflichtet sich bei MIR zu melden.
Ich bekomme bei fast allen Händlern den gleichen Rabatt => die Händler unterscheiden sich für mich durch Werkstatt-Qualität und Kundenservice. Und verdammte Axt so was gehört dazu!!!
Ich hab denen jetzt mal ne Email geschickt wo mein Händler gefälligst mal Stellung nehmen soll. Ich bin gespannt was dabei rauskommt.
Diese Informationspolitik von Volvo ist der größte X’#!!?+*’##
Jetzt geht’s mir besser
Gruß Dennis
P.S. Jetzt hab ich meine Frage fast vergessen. Wie lang dauert es eigentlich normalerweise bis ein Fahrzeug vom Werk beim Händler ist?
20 Antworten
erm...
lieferungen... zumindest nach .ch wird alles per lkw transportiert (ab goeteborg) (und ich meine man hätte erwähnt das dies auch für den rest von europa gilt)
meinstens sind es LKWs von Galliker (schweizer unternehmen =)
und wie schon erwähnt - wenn ab band - bis zu verteillager im jeweiligen land liegt ausserhalb der hoheit von volvo...
.R
Zitat:
Original geschrieben von GraveDigger
erm...
lieferungen... zumindest nach .ch wird alles per lkw transportiert (ab goeteborg)
Nutzt Volvo etwa die neue Brücke und verzichtet auf Verschiffung?
@rapace:
Ich hatte noch nicht übermäßig ausführliche Gespräche mit Amis über Autokäufe aber es wurde mir bislang doch sehr stark bewusst, wie viel mehr das Auto hier nur ein Gebrauchsgegenstand ist und der normale Bürger dementsprechend kaum bereit ist, lange zu warten.
Zitat:
Original geschrieben von Zonkdsl
Was ich ärgerlich daran iss das nur der Händler bei dem man den Wagen bestellt hat sehen kann wann er fertig iss. Die anderen Händler kriegen über den leider keine Auskunft.
Ja und das ist Absicht. Die Kundendaten gehören dem Händler, und der will anderen natürlich keinen Einblick in seine Daten geben.
Gruß
Olli
Hallo zusammen,
ich glaube man erwartet von Volvo etwas zuviel, da andere dies auch nicht leisten können. Sicherlich bieten manche Firmen die Überwachung des zu liefernden Pakets via Web, aber nur die Lieferung. Aber wobei handelt es sich denn dabei meist? Um fertig gestellte Ware, die in einem Lager liegt und verschickt wird, sobald die Bestellung eintrifft. Seid Ihr davon tatsächlich überzeugt, daß man via Web das Ganze auch überwachen könnte, wenn die bestellte Ware erst noch produziert werden muss? Dann müßte das beispielsweise auch bei Möbel funktionieren. Selten bekommt man hierfür eine ganz exakte Lieferauskunft. Ich glaube es wäre zuviel verlangt, wenn man nach Bestellung eines Autos, die Produktionsschritte verfolgen möchte. Was ich jedoch in diesem Fall mehr als peinlich halte, ist die Tatsache, dass man Lieferverzögerungen nur durch Zufall erfährt. Das liegt m.E. aber eher an der Inkompetenz und mangelnden Servicebereitschaft des Freundlichen.
Grüße
bkpaul
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Zitat:
Original geschrieben von bkpaul
Seid Ihr davon tatsächlich überzeugt, daß man via Web das Ganze auch überwachen könnte, wenn die bestellte Ware erst noch produziert werden muss?
Ja, das geht. Grob gesagt gehts so:
Die Hersteller planen die produktion grob im voraus, zB 1000 KOmbis für USA, 1500 für Kombis für Europa. Auch der Anteil an Leder, Klima etc wird grob vorhergeplant (braucht man ja für die Verträge mit den zulieferern) Wenn eine Bestellung eingeht landet sie im jeweiligen Topf und kommt dort auf den Stapel.
Anhand dieses Stapels an Bestellungen gehen dann die Aufträge raus. Sowohl an die externen Zulieferer als auch an die internen Zulieferer. Ab diesem zeitpunkt ist man nicht mehr variabel und kann die bestellung des Autos iA nicht mehr ändern. Die Neuwagenkäufer kennen das ja.
Für jede Bestellung gibts eine Art "laufzettel" aus dem die ganze Ausstattung zu entehmen ist. Eine Kopie dieses "zettels" geht an die Abteilungen und die stellen dann die Bauteile für das band entsprechend zusammen. Man weiss dann zB dass der vierte Wagen der Spätschicht am Donnerstag die Ausstattung "Sport/blau" bekommt und räumt in das entsprechende Fach für den vierten Wagen die richtige Türverkleidung ein. Die "IT" hat die Aufgabe den Zettel zur richtigen Zeit in der richtigen reihenfolge an die Abteilungen zu schicken. Andere Teile werden im Dutzend ans Band geliefert und der typ am band guckt dann auf den laufzettel und läßt zB die entsprechende Scheibe mit Grünkeil einbauen etc..
Das ganze ist nicht neu und wurde so auch schon vor vielen jahren gemacht, auch bevor barcode, laserdrucker etc modern wurden und auch die nächste logistikrevolution die gerade vor der Tür steht ändert am prinzip nix.
Jede Aktion wird im System entsprechend "quittiert", also zB Motor bestellt und entsprechend kann man im System den Status der Produktion nachvollziehen. Damit hat man die nötige Information, zB Fahrzeug im Rohbau, Motor für Dienstag eingeplant. Früher zeichnete man einen zettel ab und der Durchschlag wanderte in die Verwaltung, heute wird per Scanner ein barcode eingelesen und evtl per Fingerabdruck oder bestätigt oder sonstwie.
Was passieren kann ist, dass Fahrzeuge während der produktion umgelenkt werden. Fällt Premiumkunde A ein er braucht ganz dringend ein Fahrzeug mit Ausstattung XYZ und Otto Normalverbraucher hat auch sowas bestellt und es ist gerade in der Produktion dann wird der Empfänger evtl geändert und die Bestellung von Otto wandert wieder in den Topf. Weiterhin werde ja auch Fahrzeuge produziert ohne bestellt zu sein (Ausstellungsstücke, testfahrzeuge, auf halde etc) Etwas Luft ist da, aber das ändert nichts daran, dass jede Bestellung identifizierbar und verfolgbar ist.
Warum man es dem kunden nicht anbietet? Erstens kostet die Realisierung einer "onlineabfrage für die Händler" geld. je detailierter, desto mehr. Zweitens würde es ja nicht sehr gut ausschauen wenn man zugeben muesste "Auto muss nochmal produziert werden weil Rapace mit dem Stapler am Auto hängengeblieben ist" oder "weil Scheich XY bevorzugt bedient wird" oder "ist in der Endkontrolle durchgefallen und muss nachlackiert werden". Drittens ist der Hersteller so flexibler. Und Flexibilität ist bares Geld.
Möbel. In der Mobelbranche war ich noch nicht. Aber alles was bestellt wird kann man nachvollziehen. Der handwerker hat seinen Zettel mit dem Auftrag auf dem Schreibtisch, beim Onlineshop wird beim Abschicken der Bestellung eine eindeutige Aufrags- und Bestellnummer vergeben. Will man den Status wissen muss man beim handwerker den Schreibtisch durchwühlen und beim Onlineversand die Datenbank. Machbar isses. Aber wer möchte schon seinen Kunden jeden Teilschritt seiner Produktion transparent machen? Es würde ja auch jeder Fehler sichtbar. Auch Angestellte sind genervt wenn der Chef alle2h den neuesten Stand ihrer Arbeit wissen will.
Und verbindliche Lieferzeiten? Würde Volvo (um den OT-Ruf zu vermeiden) garantieren den heute bestellten V70 XY am 15.1.05 in Stuttgart abzuliefern muessten sie in ihrer produktion genug Luft einplanen um diesen termin halten zu können.
Das bedeutet entweder man baut die gängigen modelle auf halde, plant die Produktion mit den Sonderwünschen, und füllt die produktionsücken wieder mit Standartmodellen für den parkplatz auf. Dann hat man evtl. den parkplatz voll und muss die Kisten irgendwann mit Rabatt um jeden preis wegbekommen. ZB bekommt man gerade den alten Focus Viva mit 1.8l Motor mit 20% rabatt. die 2.0 sind schon abverkauft. Aus irgendeinem Grund ist der 1.8l Motor sehr viel unbeliebter als der 1.6 und der 2.0.
Oder man hat in der Produktion genügend Luft um auf Kundenwünsche schnell und zuverlässig zu reagieren. Also große lager, nicht voll ausgelastete produktion etc. Und das auch beim zulieferer. Auch das kostet geld. Das ganze ist pure Logistik und hat mit dem eigentlichen produkt wenig zu tun. Der betrieb in einer IT-Hotline hat zB genau die gleichen Anforderungen.
Als Kunde will ich sicher nicht jeden Zwischenschritt wissen. Aber die zeitpunkte:
-Änderung der bestellung nicht mehr möglich
- fahrzeug im Rohbau
- Fahrzeug geht in die Montage
- fahrzeug fertig
- Abtransport
- Liefertermin
die würde mich interessieren. Und wenn dann noch der Hersteller/Händler mir heute sagt "Liefertermin ist KW3/05" und wenn er bis dahin nicht da ist bekomme ich umsonst ein Ersatzfahrzeug bis er kommt", ja dann könnte ich mich vielleicht für einen bestellten neuwagen erwärmen. Und diese Daten kann man heute schon bekommen. Wenn der Hersteller es zuläßt.
Rapace