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Haltbarkeit eines Sportautos bei Gelegenheitsfahrten

Porsche
Themenstarteram 28. März 2021 um 21:41

Hallo zusammen,

ich fahre als Spaßmobil momentan einen Cayman und frage mich schon lange, ob es eigentlich Nachteile gibt die sich auf die Haltbarkeit (Motor, Getriebe.. etc) auswirken, wenn man das Auto nur alle 2 Wochen bewegt und das dann auf einer 100 bis 200 km Strecke?

Ein täglich bewegtes Auto "hält" ja ca. 150.000 bis 250k km. Kann man eine solche Laufleistung auch von einem Fahrzeug erwarten, welches stets gepflegt wird mit Ölwechsel und was dazu gehört aber nur ein zweimal im Monat gefahren wird. Bei 5000 km Jahreslaufleistung würde es 30 Jahre dauern bis man auf 150.000km kommt ??...

 

Was meint ihr dazu?

10 Antworten

Ich fahre seit knapp 20 Jahren Caterham Seven und mein Fahrprofil entspricht ungefähr dem von Dir beschriebenen.

So komme ich im Jahr auf 3.000 bis 5.000 Kilometer. Probleme hatte ich wegen dieses Nutzungsprofils bis heute keine.

Er bekommt einmal pro Jahr frisches Öl und Inspektion, kriegt nie Kurzstrecke und wird bei jeder Fahrt gründlich und sorgsam warm gefahren, bis ihm Leistung abverlangt wird.

Ölstand, Kühlwasser und Luftdruck kontrolliere ich spätestens nach jeder zweiten Fahrt.

Und wenn ein Engländer (left-hand-made by... :D ) das kann, dann sollte das für einen Porsche doch wohl kein Problem sein, oder ?

Ich denke auch, dass ein Fahrprofil wie von Dir beschrieben eher vorteilhaft sein dürfte. Trocken abgestellt, nur bei schönem Wetter bewegt und dabei nie Kurzstrecken - das sollte einem langen Motorleben sehr zuträglich sein.

Mein eigener Wagen ist (bei ähnlichem Fahrprofil) jetzt 18 Jahre alt (knapp 10 Jahre in meinem Besitz) und hat rund 60 Tkm auf der Uhr.

Zitat:

@sprintasport schrieb am 28. März 2021 um 23:21:43 Uhr:

Ich denke auch, dass ein Fahrprofil wie von Dir beschrieben eher vorteilhaft sein dürfte. Trocken abgestellt, nur bei schönem Wetter bewegt und dabei nie Kurzstrecken - das sollte einem langen Motorleben sehr zuträglich sein.

Mein eigener Wagen ist (bei ähnlichem Fahrprofil) jetzt 18 Jahre alt (knapp 10 Jahre in meinem Besitz) und hat rund 60 Tkm auf der Uhr.

Komische Diskussion. Wer hat denn erwartet, dass etliche zehntausend Kilometer pro Jahr mit Kurzstrecke bei Sauwetter und dann regennass abgestellt vorteilhaft sein könnten???

Und dann rühmt man sich auch noch damit, so gut wie nie zu fahren aber das dann 10 Jahre lang mit einem 18 Jahre alten Auto. Wozu?

PS:

Meiner hat in 2 Jahren 80.000km abgespult, ohne Probleme und ohne Werkstatt. DAS ist eine gute Leistung, nicht, wenn er in der Garage stehend lange hält.

Ich fahre seit knapp 20 Jahre in der Sommersaison einen MB 300 SL (R107) und zwar im Schnitt 2-4 tkm p.a.

 

Der Wagen kostet mich bisher ca. 1k € p.a. (inkl. Treibstoff) und finanzierte sich praktisch selbst, da er jedes Jahr ca. 1k € an Wert zulegte.

 

Bisher sprang er nach dem Winterschlaf stets nach 1x Drehen des Zündschlüssels an, nachdem nach 10 Jahren 1x die Batterie gewechselt wurde, die im Winterschlaf am Akku-Jogger hing/hängt.

 

Die Pausen im Winter und die geringe Jahresfahrleistung steckte der Benz ohne Klagen bisher weg.

 

Für längere Cabrio-Touren nach A, CH, F und I habe ich mir vor ein paar Jahren einen SL 500 (R129) zugelegt, mit dem ich 5-7 tkm p.a. abspule. Der läuft bisher auch ohne größere Probleme mit aktuellem Km-Stand von 166 tkm

 

Zitat:

@Volvoluder schrieb am 13. April 2021 um 00:03:48 Uhr:

Ich fahre seit knapp 20 Jahre in der Sommersaison einen MB 300 SL (R107) und zwar im Schnitt 2-4 tkm p.a.

Der Wagen kostet mich bisher ca. 1k € p.a. (inkl. Treibstoff) und finanzierte sich praktisch selbst, da er jedes Jahr ca. 1k € an Wert zulegte.

Bisher sprang er nach dem Winterschlaf stets nach 1x Drehen des Zündschlüssels an, nachdem nach 10 Jahren 1x die Batterie gewechselt wurde, die im Winterschlaf am Akku-Jogger hing/hängt.

Die Pausen im Winter und die geringe Jahresfahrleistung steckte der Benz ohne Klagen bisher weg.

Für längere Cabrio-Touren nach A, CH, F und I habe ich mir vor ein paar Jahren einen SL 500 (R129) zugelegt, mit dem ich 5-7 tkm p.a. abspule. Der läuft bisher auch ohne größere Probleme mit aktuellem Km-Stand von 166 tkm

Jeder Jeck is anners. Ich wüsste nicht, wozu ich mir ein Zweit- und ein Drittauto kaufen sollte, um diese überwiegend in der Garage zu horten, statt damit zu fahren. Aber ich bin auch absolut kein Sammler (also muss ich wohl Jäger sein). Ich sammele gar nichts, keine Briefmarken, keine Münzen, keine Steine, keine Uhren, keine Gemälde, keine Grundstücke und auch keine alten Autos. Das Sammeln überlasse ich anderen. Besitz verpflichtet nur und stiehlt mir meine Freizeit. Und er lenkt davon ab, zu leben.

.... und in Bayern heißt es: Wer ko, der ko ;).

 

Hier in dem Thread geht es um das Fahren eines Spaßautos.

 

Natürlich kann ich mir mein Wunschspaßauto kaufen und es sowohl für Spaßfahrten als auch im Alltagseinsatz im Jahr 15-30tkm benutzen.

 

Machte ich vor gut 30 Jahren auch noch so und fuhr bevorzugt Sportwagen all around the year.

 

Mit Eheweib und Kindern mussten dann Kompromisse gefunden werden, denn da wollten dann 4-5 Personen im Auto in den Sommer,- und auch in den Winterurlaub mitfahren.

 

Also wurde für den Alltag ein sportlicher Mittelklassekombi angeschafft. Jedoch war das kein Ersatz für meinen früheren RX7 Wankel-Mazda mit Targadach und das nachfolgende Porsche 911 Cabrio.

 

Da ich den Porsche nach 4 Jahren und knapp gefahrenen 60tkm noch mit 4k € Gewinn verkaufen konnte, die Haus-Garage Platz für 2-3 PKW bietet, wurde vor zig Jahren der 300 SL (R107) angeschafft. Der kostet mit Saison-Kennzeichen aktuell in der HF- und TK-Versicherung 79 € (SF-25) und bei der Kfz-Steuer 135 €, alles pro Jahr (!) und dazu kommt dann noch ca. 600 - 800 für Wartung und Treibstoff. That's it. Bei der Wertsteigerung von 1k € p.a. finanziert sich der Benz selber und ich habe somit seit Jahren neben dem Allrags-Kombi ein schönes Oldie-Cabrio zum Cruisen durch die Alpen und das Alpenvorland.

 

Den SL 500 habe ich mir aus ähnlichen Überlegungen dann noch dazu gekauft, als der R129 vor 7 Jahren im Preistief angekommen war. Ein wichtiger Grund war aber auch die Fahrzeugsicherheit auf längeren Strecken, wie z.B. Fahrten in den Mittelmeerraum. So hat der R129 bereits 4 Airbags, EPS und steht aus 100 bei einer Vollbremsung, ähnlich wie mein 17 Jahre jüngerer 3er BMW, nach ca. 37 m. Der 300 SL hat zwar schon ABS, aber keine Airbags und stünde bei einer Vollbremsung erst ca. 3-4 m später. Ich will meinen Ruhestand und meine Altersversorgung als eher sportlicher Fahrer aber noch gerne länger genießen ;).

 

Der SL 500 (R129) kostete mich bisher ca. 2k € pro Jahr, weil ich mit ihm > 6tkm p.a. gefahren bin. Er liegt damit aber - bei 8-monatiger Nutzungsdauer - dennoch deutlich unter den jährlichen Kosten meines 330d xD Touring. Der BMW verlor ja schon die letzten 5 Jahre insgesamt ca. 15-18k € ab Wert. Der BMW macht aber mit seinem AWD insbesondere im Winterhalbjahr richtig Spaß, zumal wir bei uns auf 650 m im Jahr rund 30-40 Schneetage haben.

 

Damit nicht genug, weil die Kinder und Madame auch FS-Besitzer sind, leisten wir uns seit Jahren auch noch einen Einkaufs- und Studentenwagen. Das ist seit 3 Jahren ein schicker Audi A1 1.4 TFSI Sportback S Line (3-Jahresleasingrückläufer) mit viel Zipp € Zapp. Der hat u.a. auch Sportfahrwerk und 17" 215/40 Bereifung und manchmal juckt es mich, mit ihm über Nebenstrecken im bayerischen. Oberland zu knallen (= Fahrspaß).

 

So steht für sommerfrische luftige Fahrten durchs Voralpenland, Skitrips in die Zentralalpen, offene Sommerlaubsfahrten nur mit Madame oder voll bepackt mit Familie und für Einkauftrips in die Kreisstadt oder City stets das passende Gefährt in bzw. vor der Garage.

 

Das schöne ist dabei, sowohl Nostalgie (300 SL mit klassischem R6-Benziner von 1987), etwas Luxus (SL 500 mit V8-Benziner von 1998), aber auch automobiltechnichen Fortschritt im Dieselmotorenbereich (BMW 330d xD Touring) und beim Downsizing von Benzinmotoren selbst im unmittelbaren Fahrbetrieb als Autonarr erleben zu können.

 

Das Ganze zu jährlichen Gesamtkosten, die deutlich unter denen liegen, die ein neuer(er) Audi S6 Avant , BMW 540 xD Touring, MB E400T 4Matic, Maserati Levante, Porsche Cayenne oder Panamere, alls einziges Familien-Fahrzeug bei insgesamt 35-40 tkm p.a. an Gesamtkosten netto inkl. Wertverlust produzieren würde.

 

Nicht jeder lebt aber in einer Familie mit mehreren FS-Besitzern und in einer Großstadt dürfte der Garagen- bzw. Stellplatzbefdarf für 2-4 Fahrzeuge häufig ein Problem sein und zwar auch kostenmäßig.

 

Dennoch, wenn man Autoliebhaber ist, kann es sich - je nach den persönlichen Umständen - lohnen, einmal darüber nachzudenken, ob man nur Halter eines neue(re)n Power-PKW oder Sportwagen der gehobenen Mittel- oder Oberklasse werden möchte oder nicht doch eine Nummer kleiner als Vernunftauto für den Alltag reicht und daneben noch ein älteres Spaßmobil angeschafft werden soll.

 

 

 

Ich fahre auch gern mit der Suzi zur Arbeit. Mit einem Smart würde ich jeden Morgen nur kot.....en.

Klar, 2 Räder sah ich früher auch als echte Spaßalternative an.

Nach dem 2. (unverschuldeten) Sturz, der noch relativ glimpflich mit einem Unterarmbruch und ein paar Prellungen ablief, zogen sich die Verhandlungen mit der gegnerischen Versicherung wegen des Schadensausgleichs fast ein halbes Jahr hin. In dieser Zeit verunglückte dann auch noch mein Bruder mit seiner BMW GS. Er zog sich dabei u.a. einen Beckenbruch zu, an dem er fast ein halbes Jahr laborierte.

Das war dann der Anlass für mich, das Freiluftfahren auf 4 Räder umzustellen. Toi, toi, toi hatte ich danach nur 1 teilverschuldeten heftigen Unfall (Auto war Totalschaden, ich blieb aber unverletzt) und fahre seit über 20 Jahren nun unfallfrei, obwohl ich bis vor 7 Jahren teilweise bis zu 60 tkm p.a. hauptsächlich beruflich bedingt abriss.

Die Frage war hier nie, ob es sinnvoll ist, einen Sportwagen zu haben wenn man ihn nur wenig bewegt, sondern ob der Wagen davon kaputt geht oder darunter leidet. Insofern sind alle Beiträge von Ricki_Maserati bisher leider offtopic.

Abgesehen davon ist es für die Alltagstauglichkeit schon ein Unterschied, ob man einen rundumbelederten Kuschel-GT oder ein Sportfahrzeug als reines Spaßmobil bewegt, mit dem allenfalls von A nach A gefahren wird.

Zitat:

@kev0307 schrieb am 28. März 2021 um 21:41:22 Uhr:

Hallo zusammen,

ich fahre als Spaßmobil momentan einen Cayman und frage mich schon lange, ob es eigentlich Nachteile gibt die sich auf die Haltbarkeit (Motor, Getriebe.. etc) auswirken, wenn man das Auto nur alle 2 Wochen bewegt und das dann auf einer 100 bis 200 km Strecke?

Ein täglich bewegtes Auto "hält" ja ca. 150.000 bis 250k km. Kann man eine solche Laufleistung auch von einem Fahrzeug erwarten, welches stets gepflegt wird mit Ölwechsel und was dazu gehört aber nur ein zweimal im Monat gefahren wird. Bei 5000 km Jahreslaufleistung würde es 30 Jahre dauern bis man auf 150.000km kommt ??...

 

Was meint ihr dazu?

Ein Fahrzeug altert auf zwei verschieden Weisen, durch Abnutzung und durch‘s zeitliche Altern. Wie genau der Cayman deine „Benutzungsart“ aushält, keine Ahnung... schlecht klingt es sicher nicht.

Ein Fahrzeug besteht aus sehr vielen Komponenten, die nichts mit dem Motor und dem Getriebe zu tun haben, die aber u.U. sehr teuer werden können. Irgendwann wird zum Beispiel jeder Kunststoff brüchig, egal ob das Fahrzeug wenig oder viel bewegt wurde. Das gleiche mit den Nähten, ein schlechter Faden ist nach 15-20 Jahren einfach nicht mehr da.

Fahrzeuge halten aber sehr viel aus, ich hab ein gutes Beispiel mit einem ollen Fiat Panda. Den hab ich als 10 Jahre alter Wagen und mit 122tkm in den Süden in unsere Ferienwohnung gebracht. Während den nächsten 11 Jahren hab ich Total nur 10tkm gemacht, immer nur während 2-3 Wochen pro Jahr. Dazwischen wurde der Wagen einfach in eine Garage abgestellt, Batterie abgehängt, mehr nicht. Im Jahr darauf gewaschen, Reifen gepumpt, Batterie angeschlossen, fertig. In diesen 11 Jahren hab ich 1 Ölwechsel, 1 Benzinschlauch und zwei Batterien gebraucht, Reifen waren immer noch die Selben. Wagen sprang immer beim ersten Mal an. Absolut eindrücklich. Aus unterschiedlichen Gründen stand der Wagen danach weiter drei Jahre dort am Stück, wurde nie bewegt. Nach diesen drei Jahren war so ziemlich alles kaputt. Die Gummidichtung der Benzinpumpe hatte sich zu einer undefinierten Masse verformt. Die Benzin-Einspritzdüse war zu, Wasserkühler hatte Löcher, Auspuff gerostet, Bremsen waren fest, Bremsschläuche marode etc. etc.

Da die Lohnkosten und die ET für ein Panda sehr günstig waren, liessen wir ihn komplett reparieren und brachten ihn zurück nach Hause, das war vor 5 Jahren. Seither wird er wieder alle paar Monate etwas bewegt. Wer jetzt richtig gerechnet hat, weiss, dass der Panda nun 29 Jahre alt ist und nächstes Jahr den Oldtimerstatus kriegt. Reparaturen seit 2016 null. Betreffend alles, was nicht Motor ist: Der Nähfaden des Faltdachs ist nicht mehr da, die Sitzpolsterung des Fahrersitzes ist etwas brüchig/staubig geworden, zwei kleinere Roststellen wurden geschweisst. Die Kunststoffe sind zum Glück noch nicht brüchig.

Die Frage bleibt, was wäre nicht kaputt gegangen, wenn ich ihn in den drei Jahren weiterhin bewegt hätte? Der Motor ist übrigens Staubtrocken :)

Wenn man das hier gelesen hat, sollte eigentlich klar werden, dass der obengenannte Porsche bei dem genannten Profil eigentlich ideal bewegt wird, aber gewisse Alterungsprozesse trotzdem nicht aufgehalten werden können.

 

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