ForumKaufberatung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Kaufberatung
  5. Großer Kombi mit viel Platz gesucht z.B. Vectra, Mondeo (bis 6000 Euro)

Großer Kombi mit viel Platz gesucht z.B. Vectra, Mondeo (bis 6000 Euro)

Themenstarteram 20. Januar 2013 um 21:43

Moin moin aus Hamburg!

Nach nunmehr fast 8 Jahren Golf 3 muss nun etwas neues her. Mittlerweile mit Kind, Hund und Frau halte ich Ausschau nach einem großem Auto. Bei uns ist es so, dass der Hund in einer Hundebox in den Kofferraum soll, also Kombi. Wir sind beide recht groß und, nun ja, sagen wir mal großzügig stämmig :D. Daher möchte ich ein Auto mit viel Platz, Beinfreiheit und Komfort.

Wir fahren ziemlich genau 12.000 Km im Jahr. Meist Kurzstrecken von bis zu 30 min. Ich hätte eigentlich trotzdem nichts gegen einen Diesel, da sehr sparsam und günstiger. Müsste dann je nach Modell eine Rechnung machen. Am liebsten hätte ich ein Automatik-Getriebe. Auf Hamburgs Straßen muss ich nicht noch selber schalten. Kleiner Motor reicht mir eigentlich. Ich habe im Moment an einen Mondeo, Renault Laguna, Mazda 6 oder einen Vectra C Caravan gedacht, BJ. 2005, bis 90.000, bis 6000 Euro. Nette Extras wären Sitzheizung und eingebautes Navi. Sind aber kein Muss.

Mir kommt es jetzt eigentlich darauf an, dass mein Nächster zuverlässig ist. Was könnt ihr mir denn bezüglich Fahrzeug- und Motorwahl empfehlen, was meinen Ansprüchen gerecht wird?

Ich bin nicht so bewandert, würde mich also über Tipps freuen, worauf man achten sollte, was Zuverlässigkeit, Folgekosten etc. betrifft.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Aber wenn ihr mir sagt, dass ein 210er Benz als T-Modell so viel hochwertiger ist und länger hält als ein Ford, Opel und wie sie alle heißen und dass dadurch das höhere Alter und die mehrgefahrenen Kilometer locker ausgeglichen werden, dann beschäftige ich mich gerne intensiver mit den Fahrzeugen. Wie viel sollte denn so ein MB runter haben was sind die Schwachstellen? Welche Zusatzkosten kommen auf mich zu?

Ein W210 ist einem Opel, Ford oder Franzosen/Japaner kaum über-, aber auch nicht gravierend unterlegen. Er ist ein solider Gebrauchtwagen, der aber rosten kann und eben schon ein "altes Auto" ist; die letzten W210-T-Modelle wurden im Frühjahr 2003 ausgeliefert. Die Chance, ausgerechnet so einen späten 210er für 6.000 Euro zu finden, ist gering - bei diesem Budget landest du in der Regel bei einem mittelmäßig erhaltenen, leicht rostperforierten Stern-Kombi von 2000 (Modellpflege) mit kleinerem Motor als Classic-Version nah an der Basisausstattung, vielleicht mit Klimaautomatik, Schiebedach, CD-Radio oder Automatikgetriebe - 200.000 Kilometer, zur Hälfte scheckheftgewartet, zwei oder drei Vorbesitzer sowie ein gewisser Wartungsstau dürften überwiegen. Von Komfort, Sicherheitausstattung, Platzangebot und Technik sowie Zuverlässigkeit ist so ein 210er trotz seines Alters noch immer erste Wahl und ein "Classic up to date", aber er ist eben ein alter Gebrauchtwagen mit einer in der Regel bewegten Vorgeschichte.

Die Limousine ist ein echtes Schnäppchen und oft aus Rentnerhand mit sehr manierlichem Zustand und wenigen Kilometern zu finden, wenn auch mit Rostproblemen, aber das T-Modell wurde in der Regel härter rangenommen und hat die Ära, in der sich auch kleinere Unternehmen den Luxus von oberen Mittelklassen als Dienstwagen erlauben konnten, live miterlebt: Gewerbliche Erstnutzer sind bei solchen Kombis vom Schlag W210 um 2000 herum häufig!

Zitat:

Also einen Omega schließe ich aus, gefällt mir nicht.

Ist kein Argument - gerade dieses Auto ist ein absolutes Muss in dieser Preisklasse. Ein großartiger Tourer, der schon Tourer war, als es den Namen noch gar nicht gab - perfekt verarbeitet, sehr gut ausgestattet, sehr geräumig - ist noch zehn Zentimeter länger als die damalige Mercedes E-Klasse, das merkt man! - solide zusammengebaut, technisch hart im Nehmen. Ab dem Facelift 1999 war dann auch das Rostproblem voriger Omegas weg, sodass die bessere E-Klasse damals aus Rüsselsheim kam.

Der Omega wird vor allem durch seinen typischen Lebenslauf interessant: Das sind Autos, die damals gern von älteren Herren gekauft wurden und dann jedes Jahr zur Vertragswerkstatt gekommen sind, bei denen nie an Pflege und Wartung gespart wurde, die wenig gefahren und dafür viel pflegen. Der typische Omega-B-Neuwagenbesteller war schon 1994, als die Baureihe herauskam, fast 60 Jahre alt. Das spricht für sich.

Ein später Caravan ist ein Bomben-Geschäft; hier stimmen Preis und Leistung!

Im selben Kontext wäre der Ford Scorpio Turnier zu nennen - für 3.000 Euro sind Top-Fahrzeuge zu bekommen, wenig gelaufen, gut gepflegt, womöglich mit Ghia-Vollausstattung und tollem Benzinmotor, komplett durchrepariert und fast neuwertig. Denn 3.000 Euro sind beim Scorpio die Obergrenze. Dafür wäre ein 1997/1998 zugelassenes Auto zu haben - das in der Regel deutlich besser dasteht als ein jüngeres W210-T-Modell. Auch der Scorpio war lange Jahre die bevorzugte Wahl reiferer Leute, die ihre Autos sehr gut gepflegt haben, auch als Kombi!

Das waren meine Tipps - jetzt gehe ich auf die Autos ein, die du genannt hast!

Zitat:

Ford Mondeo MK3

Solider Mittelklassewagen mit sehr ordentlicher Qualität, auch für längere Haltedauer und höhere Laufleistungen sehr gut geeignet, da haltbar und zuverlässig. Preislich sehr attraktiv, technisch sehr gut, dazu geräumig, komfortabel, schon im Basismodell sehr gut ausgestattet, fahrsicher! Eine sehr gute Wahl!

Zitat:

Opel Vectra C

Siehe Ford Mondeo Mk3 - wäre von den Genannten deiner Liste zusammen mit dem Mondeo und dem Laguna mein Favorit. Ein absolut verkannter Wagen.

Zitat:

MB E-Klasse 210er

Dazu habe ich oben schon ausgeführt - als rentnergepflegte Limousine mit Kantenrost, aber lückenlosem Scheckheft kann so einer sehr viel Freude machen und ist speziell im Low-Budget-Segment immer eine Empfehlung wert, aber die Kombis sind meist zu teuer für das, was sie können und in der Regel nicht so gut gepflegt wie die Limousinen. In dieser Preisklasse macht so ein Mercedes nur als Limousine Spaß!

Zitat:

BMW 5er E39

Schon besser als der Mercedes, wäre aber auch nicht meine bevorzugte Wahl - da trifft im Wesentlichen, wenn man vom Rostthema absieht, das Gleiche zu wie bei der E-Klasse: So einer macht nur als Limousine wirklich Freude; die Kombis sind meist härter rangenommen wurden und zudem deutlich zu teuer. Zudem: Der E39 ist hinten auch als touring relativ eng; da hat man in Vectra/Mondeo mehr Platz für weniger Geld und dann noch das neuere Auto, das im Unterhalt weniger kostet.

Zitat:

Audi A6 C5

Ein gutes, schönes, solides, haltbares Auto - aber Vectra, Mondeo, Laguna und ggf. auch der Opel Omega sind ihm weit voraus. Der A6 ist solide, aber es spricht ansonsten nicht sehr viel für den Ingolstädter. Das ist eher ein Lifestyle-Premiumkombi, aber nichts für die Familie.

Zitat:

Toyota Avensis T25

Gemessen an dem, was er kann, ist er einfach (noch) zu teuer. Zudem haben andere Kombis mehr Platz.

Zitat:

Mazda 6 GG

Das war dieser "SportKombi", wie er ab 2002 genannt wurde: Sportlich, schick, aber ganz auf Schau getrimmt und weniger auf Nutzen. Ansonsten ein zuverlässiger Wagen mit interessanter Ausstattung und haltbarer Technik - eben ein typischer Mazda - aber er kann andererseits nichts besser als seine Konkurrenten. Er ist eben auch hier "ein typischer Mazda": Mittelmaß, ohne gravierende Probleme, aber auch ohne echte Stärken. Außerdem kann er bitter rosten. Kann dennoch ein Tipp sein; viele wurden bereits umfangreich entrostet. Technisch ist bei diesem Mazda wenig zu befürchten.

Zitat:

Renault Laguna II (wenn, dann wohl nur Phase II)

Preislich ein echter Geheimtipp - auch ansonsten ist dieser Laguna keine schlechte Wahl. Er ist komfortabel, sehr komplett ausgestattet, relativ zuverlässig (Elektroprobleme kann es geben, betreffen aber nicht jeden Laguna). Ein Problem sind hier wie bei Franzosen allgemein die Vorbesitzer - diese Autos werden gern von Leuten erworben, die sich um Pflege nicht kümmern und einfach nur fahren, Gas geben und nach einiger Zeit einen Wartungsstau vor sich liegen haben, der dann die Fahrer zu dem Schluss bringt: "Renault ist Schrott" - so in etwa wird dann geschimpft, weil man die eigenen Fehler nie einsieht; wer 40 Jahre mit solchen Autos verbringt, kennt diesen Fahrertypus. Ansonsten ein Preis-Leistungs-Sieger. Wer sich nur auf scheckheftgepflegte Autos von seriösen Leuten konzentriert, kann ein gutes Fahrzeug kriegen, das noch sehr viel Spaß macht.

Zitat:

VW Passat B5 3BG

Der Klassiker - der "Klassenprimus" sozusagen. Ein solider Wagen, aber für das selbe Geld bekommt man besser erhaltenene, weniger gefahrene und schöner ausgestattete Mondeos und Vectras. Passat dieser Preisklasse stammen als B5 meist aus Firmenhand und haben ihre 200.000 Kilometer hinter sich (wenn wir vom TDI-Variant reden; die Benzin-Limousine ohne teure Extras, manueller Klimaanlage und einfachem Kassettenradio sowie Radkappen und schlichter Farbe kann man für 6.000 Euro teils schon in einem schönen Zustand bekommen). Das muss wirklich nicht schlecht sein, jedoch bieten andere ein besseres Verhältnis von Preis und Leistung.

Meine Tipps wären von den Genannten Opel und Ford sowie mit Einschränkungen Renault und Mazda. Ansonsten natürlich der Omega B, auch wenn er dir nicht gefällt. Fahre einen zur Probe. Begeistern wird er dich durch seine inneren Talente und sein Oberklasse-Flair, überzeugen durch seine Symbiose aus perfekter Qualität und solidem Preis-Leistungs-Verhältnis!

62 weitere Antworten
Ähnliche Themen
62 Antworten

Vergiss den Diesel. Der lohnt sich schon wenn er nicht an den Kurzstrecken stirbt bei 12.000km/Jahr nicht, und bei der ersten Reparatur schon überhaupt nicht.

Groß ist der Volvo V70, die E-Klasse von Daimler und auch (mit Abstrichen) der 5er BMW. Allerdings scheinst du eher einen mittleren Kombi kaufen zu wollen ;) Ich denke, mit einem Skoda Octavia würdest du nix falsch machen, ich weiß allerdings nicht, ob es die auch mit Automatik gibt.

Ansonsten bleiben bei den Ansprüchen ältere, mindestens genau so gute Modelle, auf der Strecke. 90.000km Kurzstrecke sind übrigens mindestens genau so schlimm wie 200.000km nur Autobahn mit 130km/h. Sprich: Ich würde mich nicht so auf die 90.000km festlegen.

am 21. Januar 2013 um 0:04

Wenn du es nicht besonders aufregend magst, wäre der Toyota Avensis sicher auch ein guter Tipp.

z. B. so einer: http://suchen.mobile.de/.../166418943.html?...

Vollausstattung, wenig gelaufen und nicht wirklich untermotorisiert. Am Preis würde sich da sicher auch noch was machen lassen.

Aber den Avensis kann ich dir auf jeden Fall empfehlen.

Mazda 6 natürlich auch.

Themenstarteram 21. Januar 2013 um 11:57

Erst einmal vielen Dank für die Antworten.

An eine MB E-Klasse hatte ich auch schon gedacht. Natürlich würde ich gerne einen Stern spazieren fahren. Vom Preis her kämen dann Modelle mit BJ 2001-2003 in Frage. Ein Freund von mir meinte, dass diese Autos grundsätzlich sehr schön sind, aber dann auch, dass bei diesen Autos sehr oft massive Rostprobleme auftreten. Auch der 5er kam mir attraktiv vor, allerdings sind diese "Premium" Marken wie MB, BMW, Audi, Volvo und selbst der Passat meist schlechter ausgestattet als vergleichbare Renaults, Fords oder Opel. Außerdem sind sie dann älter und haben mehr KM gerissen. Mich locken die Extras in den anderen Fahrezugklassen halt schon. Das macht das ganze attraktiver. Ich bin nun 8 Jahre Golf gefahren, vorher Fiesta. Diese Fahrzeuge hatten nicht einmal ABS. Da hören sich Extras wie PDC, Bordcomputer, Adaptives Kurvenlicht, KeylessGo usw schon sehr verlockend an. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

Aber wenn ihr mir sagt, dass ein 210er Benz als T-Modell so viel hochwertiger ist und länger hält als ein Ford, Opel und wie sie alle heißen und dass dadurch das höhere Alter und die mehrgefahrenen Kilometer locker ausgeglichen werden, dann beschäftige ich mich gerne intensiver mit den Fahrzeugen. Wie viel sollte denn so ein MB runter haben was sind die Schwachstellen? Welche Zusatzkosten kommen auf mich zu?

Diese Fragen stelle ich mir als junger Familienvater ja grundsätzlich bei meiner Fahrzeugwahl und diese Faktoren sind, ebenso wie der Verbrauch, stark ausschlaggebend für meine Wahl. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch argumentieren, dass dort noch nicht so viel Elektronik verbaut wurde, und mein guter alter Schrauber aus der Türkei, der mir bei meinem Golf alles immer toppi repariert hat, sich damit dann noch besser auskennt und ich nicht immer in eine Vetragswerkstatt muss.

Der Octavia ist mir vom Platz sowohl vorne als auch hinten zu klein. Gilt auch für Astra, Megane etc.

Zur Frage Diesel oder Benzin: Es hieß bei mir im Umfeld bisher immer, Diesel lohnt sich wegen der höheren Versicherung und Steuer nicht. Allerdings habe ich mir mal exemplarisch für Vectra und Mondeo die Steuern und Tarif angeschaut. Die Ersparnis beim Sprit beträgt lt. Verbauchsangaben des Herstellers nach den fixen Mehrkosten immer noch bis zu 400 Euro pro Jahr. Selbst bei 12000 Km. An eventuell aufkommende Probleme, die bei Kurzstreckenfahrten auftreten (bei mir sind 11000 von 12000 Km Kurzstrecke) habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ich wusste es ehrlich gesagt auch nicht. Dass Diesel teurer in der Reparatur sind, wusste ich auch nicht. Habe keine Erfahrungen. Meine Autos wurde immer, wie schon gesagt, sehr zuverlässig und günstig von meiner türkischen Selbsthilfewerkstatt erledigt. Da konnte man immer zuschauen und sogar noch das ein oder andere lernen. Ein Bekannter von mir hat einen Renault Vel Satis 2.2 Diesel mit 220.000 Km. Das Auto hat noch nie eine Renault-Werkstatt von innen gesehen, ist nur zum Polen nebenan gekommen, wenn mal was war. Motor war absolut zuverlässig und top. Und das Fahrzeug wurde auch zu 90% in der Stadt benutzt.

Wenn ich solche Verbräuche von 14 Litern in der Stadt für einen Mondeo lese, muss man sich dann allerdings schon überlegen, ob die Sprit-Ersparnis dann das Risiko nicht aufwiegt.

Grundsätzlich kommen eigentlich folgende Autos in Frage:

Ford Mondeo MK3

Opel Vectra C

MB E-Klasse 210er

BMW 5er E39

Audi A6 C5

Toyota Avensis T25

Mazda 6 GG

Renault Laguna II (wenn, dann wohl nur Phase II)

VW Passat B5 3BG

Und hier stocke ich halt. Macht es mehr Sinn (als Beispiel), einen MB von 2002 mit 125.000 oder einen Mondeo von 2005 mit 80.000 und Schnickschnack zu kaufen? Mit Augenmerk auf Folgekosten, Komfort und Zuverlässigkeit.

am 21. Januar 2013 um 12:33

E Klasse zu dem Tarif wird keinen Spass machen.

210er rostet ohne Ende (und die, die nicht rosten, verkauft keiner für 5 oder 6000) und 211er aus den ersten Jahren hat auch genug Problemchen (schau mal nach "SBC" im 211er Forum).

Mit nem Diesel hast du in der Stadt auch keinen Verbrauch von 5l/100km. Herstellerangaben und Euro drittelmix kannst du da vergessen - wenn sich ein Benziner da viel genehmigt, wird der Diesel kaum drunter bleiben.

Mondeo und Vectra dürften zu dem Budget tatsächlich die beste Wahl sein.

Ich schmeiße mal den Omega B2 in die Runde, er passt zwar nicht ganz zum Baujahr, die letzten waren glaub 2004er. Dennoch ein toller Wagen mit massig Platz, dazu zuverlässig und zu einem guten Preis zu ergattern mit oftmals sehr guter Ausstattung :)

am 21. Januar 2013 um 13:09

Wiso E Klasse, C klasse ab 2001 würde doch auch gehen, Sparsamer, eventuell billiger, Moderner und weniger Rostprobleme :)

Generell hebt sich der Diesel Verbauch in der Stadt nicht so arg ab wie bei Benzinern.

C-Klasse-Kombi = zu klein für Hund in Hundebox + Gepäck!

 

Viele Kombis mit schräger Heckscheibe scheiden da aus Platzgründen schon aus.

Themenstarteram 21. Januar 2013 um 14:29

Also einen Omega schließe ich aus, gefällt mir nicht.

Eine C-Klasse ist mir zu klein. Da kann man hinten doch gar nicht sitzen, wenn der Vordersitz ganz hinten ist. Und das wird er bei kräftigen 1,91 sein.

Wenn Diesel wegfällt, dann meine Frage: gibt es in diesem Segment (immerhin sind die Autos allesamt sehr schwer) überhaupt etwas halbwegs sparsames in der Preisregion?

Zitat:

Original geschrieben von tullux01

... 

Mondeo und Vectra dürften zu dem Budget tatsächlich die beste Wahl sein.

Siehe oben!

 

Was verstehst Du unter sparsam? 

 

Ein Mondeo oder Vectra-Kombi wiegt etwas mehr als Dein Golf, mit Automatik und überwiegendem Stadtverkehrseinsatz wirst Du nie sensationell niedrige Verbrauchswerte erzielen, bei 10 TKm im Jahr dürfte der eine oder andere Liter mehr aber weniger ins Gewicht fallen, als Kfz-Steuer + Versicherungseinstufung + Reparaturaufwand.

 

Und diese Werte liegen beim Diesel nun mal für Deine Jahrsfahrleistung zu hoch.

 

Ein kräftiger Benziner, der im Gegensatz zu den kleineren "Sparmodellen" nicht dauernd angestrengt mit Drehzahl bewegt werden muss, wäre in Verbindung mit Automatik sicher eine gute Wahl.

am 21. Januar 2013 um 15:13

Zitat:

Original geschrieben von timmy_deluxe

Also einen Omega schließe ich aus, gefällt mir nicht.

Eine C-Klasse ist mir zu klein. Da kann man hinten doch gar nicht sitzen, wenn der Vordersitz ganz hinten ist. Und das wird er bei kräftigen 1,91 sein.

Wenn Diesel wegfällt, dann meine Frage: gibt es in diesem Segment (immerhin sind die Autos allesamt sehr schwer) überhaupt etwas halbwegs sparsames in der Preisregion?

Hast das auch schon ausgetestet ? Hinten würde ja auch erstmal nur ein oder zwei kleine Kinder sitzen, und kein 100 KG Erwachsener. Wir sind in der älteren C KLasse mal nach England gefahren, 4 Typen von 80 - 120 KG, ab 178 -185, das war dann hinten schon etwas eng, mus ich zugeben :) aber die neuere CKlasse ist etwas größer geworden als die Alte.

Ansonsten dürftest du wie schon gesagt einen Vectra C für das Geld bekommen ....ab 2003 . Sind günstiger zu haben als diverse VWAG Modelle.

Vergiss, dass du mit einem Automatikkombi im Hamburger Stadtverkehr unter 10 Liter kommst. Ich würde mich eher Richtung 12 Liter orientieren.

Zitat:

Aber wenn ihr mir sagt, dass ein 210er Benz als T-Modell so viel hochwertiger ist und länger hält als ein Ford, Opel und wie sie alle heißen und dass dadurch das höhere Alter und die mehrgefahrenen Kilometer locker ausgeglichen werden, dann beschäftige ich mich gerne intensiver mit den Fahrzeugen. Wie viel sollte denn so ein MB runter haben was sind die Schwachstellen? Welche Zusatzkosten kommen auf mich zu?

Ein W210 ist einem Opel, Ford oder Franzosen/Japaner kaum über-, aber auch nicht gravierend unterlegen. Er ist ein solider Gebrauchtwagen, der aber rosten kann und eben schon ein "altes Auto" ist; die letzten W210-T-Modelle wurden im Frühjahr 2003 ausgeliefert. Die Chance, ausgerechnet so einen späten 210er für 6.000 Euro zu finden, ist gering - bei diesem Budget landest du in der Regel bei einem mittelmäßig erhaltenen, leicht rostperforierten Stern-Kombi von 2000 (Modellpflege) mit kleinerem Motor als Classic-Version nah an der Basisausstattung, vielleicht mit Klimaautomatik, Schiebedach, CD-Radio oder Automatikgetriebe - 200.000 Kilometer, zur Hälfte scheckheftgewartet, zwei oder drei Vorbesitzer sowie ein gewisser Wartungsstau dürften überwiegen. Von Komfort, Sicherheitausstattung, Platzangebot und Technik sowie Zuverlässigkeit ist so ein 210er trotz seines Alters noch immer erste Wahl und ein "Classic up to date", aber er ist eben ein alter Gebrauchtwagen mit einer in der Regel bewegten Vorgeschichte.

Die Limousine ist ein echtes Schnäppchen und oft aus Rentnerhand mit sehr manierlichem Zustand und wenigen Kilometern zu finden, wenn auch mit Rostproblemen, aber das T-Modell wurde in der Regel härter rangenommen und hat die Ära, in der sich auch kleinere Unternehmen den Luxus von oberen Mittelklassen als Dienstwagen erlauben konnten, live miterlebt: Gewerbliche Erstnutzer sind bei solchen Kombis vom Schlag W210 um 2000 herum häufig!

Zitat:

Also einen Omega schließe ich aus, gefällt mir nicht.

Ist kein Argument - gerade dieses Auto ist ein absolutes Muss in dieser Preisklasse. Ein großartiger Tourer, der schon Tourer war, als es den Namen noch gar nicht gab - perfekt verarbeitet, sehr gut ausgestattet, sehr geräumig - ist noch zehn Zentimeter länger als die damalige Mercedes E-Klasse, das merkt man! - solide zusammengebaut, technisch hart im Nehmen. Ab dem Facelift 1999 war dann auch das Rostproblem voriger Omegas weg, sodass die bessere E-Klasse damals aus Rüsselsheim kam.

Der Omega wird vor allem durch seinen typischen Lebenslauf interessant: Das sind Autos, die damals gern von älteren Herren gekauft wurden und dann jedes Jahr zur Vertragswerkstatt gekommen sind, bei denen nie an Pflege und Wartung gespart wurde, die wenig gefahren und dafür viel pflegen. Der typische Omega-B-Neuwagenbesteller war schon 1994, als die Baureihe herauskam, fast 60 Jahre alt. Das spricht für sich.

Ein später Caravan ist ein Bomben-Geschäft; hier stimmen Preis und Leistung!

Im selben Kontext wäre der Ford Scorpio Turnier zu nennen - für 3.000 Euro sind Top-Fahrzeuge zu bekommen, wenig gelaufen, gut gepflegt, womöglich mit Ghia-Vollausstattung und tollem Benzinmotor, komplett durchrepariert und fast neuwertig. Denn 3.000 Euro sind beim Scorpio die Obergrenze. Dafür wäre ein 1997/1998 zugelassenes Auto zu haben - das in der Regel deutlich besser dasteht als ein jüngeres W210-T-Modell. Auch der Scorpio war lange Jahre die bevorzugte Wahl reiferer Leute, die ihre Autos sehr gut gepflegt haben, auch als Kombi!

Das waren meine Tipps - jetzt gehe ich auf die Autos ein, die du genannt hast!

Zitat:

Ford Mondeo MK3

Solider Mittelklassewagen mit sehr ordentlicher Qualität, auch für längere Haltedauer und höhere Laufleistungen sehr gut geeignet, da haltbar und zuverlässig. Preislich sehr attraktiv, technisch sehr gut, dazu geräumig, komfortabel, schon im Basismodell sehr gut ausgestattet, fahrsicher! Eine sehr gute Wahl!

Zitat:

Opel Vectra C

Siehe Ford Mondeo Mk3 - wäre von den Genannten deiner Liste zusammen mit dem Mondeo und dem Laguna mein Favorit. Ein absolut verkannter Wagen.

Zitat:

MB E-Klasse 210er

Dazu habe ich oben schon ausgeführt - als rentnergepflegte Limousine mit Kantenrost, aber lückenlosem Scheckheft kann so einer sehr viel Freude machen und ist speziell im Low-Budget-Segment immer eine Empfehlung wert, aber die Kombis sind meist zu teuer für das, was sie können und in der Regel nicht so gut gepflegt wie die Limousinen. In dieser Preisklasse macht so ein Mercedes nur als Limousine Spaß!

Zitat:

BMW 5er E39

Schon besser als der Mercedes, wäre aber auch nicht meine bevorzugte Wahl - da trifft im Wesentlichen, wenn man vom Rostthema absieht, das Gleiche zu wie bei der E-Klasse: So einer macht nur als Limousine wirklich Freude; die Kombis sind meist härter rangenommen wurden und zudem deutlich zu teuer. Zudem: Der E39 ist hinten auch als touring relativ eng; da hat man in Vectra/Mondeo mehr Platz für weniger Geld und dann noch das neuere Auto, das im Unterhalt weniger kostet.

Zitat:

Audi A6 C5

Ein gutes, schönes, solides, haltbares Auto - aber Vectra, Mondeo, Laguna und ggf. auch der Opel Omega sind ihm weit voraus. Der A6 ist solide, aber es spricht ansonsten nicht sehr viel für den Ingolstädter. Das ist eher ein Lifestyle-Premiumkombi, aber nichts für die Familie.

Zitat:

Toyota Avensis T25

Gemessen an dem, was er kann, ist er einfach (noch) zu teuer. Zudem haben andere Kombis mehr Platz.

Zitat:

Mazda 6 GG

Das war dieser "SportKombi", wie er ab 2002 genannt wurde: Sportlich, schick, aber ganz auf Schau getrimmt und weniger auf Nutzen. Ansonsten ein zuverlässiger Wagen mit interessanter Ausstattung und haltbarer Technik - eben ein typischer Mazda - aber er kann andererseits nichts besser als seine Konkurrenten. Er ist eben auch hier "ein typischer Mazda": Mittelmaß, ohne gravierende Probleme, aber auch ohne echte Stärken. Außerdem kann er bitter rosten. Kann dennoch ein Tipp sein; viele wurden bereits umfangreich entrostet. Technisch ist bei diesem Mazda wenig zu befürchten.

Zitat:

Renault Laguna II (wenn, dann wohl nur Phase II)

Preislich ein echter Geheimtipp - auch ansonsten ist dieser Laguna keine schlechte Wahl. Er ist komfortabel, sehr komplett ausgestattet, relativ zuverlässig (Elektroprobleme kann es geben, betreffen aber nicht jeden Laguna). Ein Problem sind hier wie bei Franzosen allgemein die Vorbesitzer - diese Autos werden gern von Leuten erworben, die sich um Pflege nicht kümmern und einfach nur fahren, Gas geben und nach einiger Zeit einen Wartungsstau vor sich liegen haben, der dann die Fahrer zu dem Schluss bringt: "Renault ist Schrott" - so in etwa wird dann geschimpft, weil man die eigenen Fehler nie einsieht; wer 40 Jahre mit solchen Autos verbringt, kennt diesen Fahrertypus. Ansonsten ein Preis-Leistungs-Sieger. Wer sich nur auf scheckheftgepflegte Autos von seriösen Leuten konzentriert, kann ein gutes Fahrzeug kriegen, das noch sehr viel Spaß macht.

Zitat:

VW Passat B5 3BG

Der Klassiker - der "Klassenprimus" sozusagen. Ein solider Wagen, aber für das selbe Geld bekommt man besser erhaltenene, weniger gefahrene und schöner ausgestattete Mondeos und Vectras. Passat dieser Preisklasse stammen als B5 meist aus Firmenhand und haben ihre 200.000 Kilometer hinter sich (wenn wir vom TDI-Variant reden; die Benzin-Limousine ohne teure Extras, manueller Klimaanlage und einfachem Kassettenradio sowie Radkappen und schlichter Farbe kann man für 6.000 Euro teils schon in einem schönen Zustand bekommen). Das muss wirklich nicht schlecht sein, jedoch bieten andere ein besseres Verhältnis von Preis und Leistung.

Meine Tipps wären von den Genannten Opel und Ford sowie mit Einschränkungen Renault und Mazda. Ansonsten natürlich der Omega B, auch wenn er dir nicht gefällt. Fahre einen zur Probe. Begeistern wird er dich durch seine inneren Talente und sein Oberklasse-Flair, überzeugen durch seine Symbiose aus perfekter Qualität und solidem Preis-Leistungs-Verhältnis!

Zitat:

Original geschrieben von italeri1947

So einer macht nur als Limousine wirklich Freude; die Kombis sind meist härter rangenommen wurden und zudem deutlich zu teuer.

Das trifft auf den E39 nicht zu. Da wurden nur die Limos verschandelt und verheizt, die Kombis sind mehrheitlich in guten Händen gewesen. Das spiegelt sich auch meistens in der Versicherungseinstufung wieder, da sind die Kombis meist wesentlich besser dran als die Limousinen.

Zitat:

Original geschrieben von Bayernlover

Zitat:

Original geschrieben von italeri1947

So einer macht nur als Limousine wirklich Freude; die Kombis sind meist härter rangenommen wurden und zudem deutlich zu teuer.

Das trifft auf den E39 nicht zu. Da wurden nur die Limos verschandelt und verheizt, die Kombis sind mehrheitlich in guten Händen gewesen. Das spiegelt sich auch meistens in der Versicherungseinstufung wieder, da sind die Kombis meist wesentlich besser dran als die Limousinen.

Aus diesem Aspekt hatte ich das gar nicht beleuchtet, wohl aber auch, weil bei uns regional die Jugendlichen und die Tuner nicht so sehr auf den E39 "abfahren", sondern sich eher immer noch am E36 halten oder Modelle anderer Marken "betreuen". Du könntest aber Recht haben, ich glaube dir das. Wenn ich hier einen schönen E39 sehe, ist das meist eine Limousine im Originalzustand, den Kombi gibt es kaum. Ich kenne lediglich zwei E39 touring in der Region; einer davon, ein 530dA, wird von einem meiner Freunde gefahren. Ansonsten ist das mit dem 5er hier schwierig - entweder ganz jung (E60 und neuer) oder ganz alt (E34) sind anzutreffen; der E39 ist kaum zu finden und wenn, dann als Limousine.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Kaufberatung
  5. Großer Kombi mit viel Platz gesucht z.B. Vectra, Mondeo (bis 6000 Euro)