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GPZ 1100 Horizont, Läuft nur auf 2 Pötten, trotz Vergaserreinigung, Verzweifelung !

Kawasaki GPZ 1100
Themenstarteram 18. Februar 2017 um 12:09

Hallo, ich krieg nen Kackreiz.

Ausgangssitu:

Kawasaki ZXT10E GPZ 1100 Horizont, Bauj 1995

Im April 2016 fuhr sie noch einwandfrei.

Dann bis Sep. 2016 nicht mehr gefahren.

Im August lief sie dann nur noch auf 3 Pötten. ( meine Meinung: Gehör, gespürt )

Im September nochmal versucht: lief schlechter, nur auf 2 Pötten ( meine Meinung: Gehör, gespürt )

Ich hab die Vergaser jetzt gereinigt.

War relativ viel Dreck drin.

Alle festsitzenden und nicht verstellbaren Düsen rausgenommen/-geschraubt ( siehe Bilder, rote Pfeile ) und alle Flächen mit

Bremsenreiniger einwirken und abgeblasen, gesäubert.

Überall war dann guter Durchgang.

Schwimmernadeln müßten noch gut sein, haben kaum Laufleistung und sind ca. 5 Jahre alt.

Die stellbaren Düsen hab ich nicht angerührt. ( grüne Pfeile )

Alles wieder eingebaut.

Hab nochmal die Zündung wie folgt überprüft:

Zündkerze raus, Kontakte gut, Farbe braun.

Zündkerze in Stecker und an Motor gehalten, Starten: Zündfunken liegen an.

Benzin läuft auch aussem Benzinhahn. Benzinfilter nachgerüstet.

Luftfilter gereinigt.

!!! Null Verbesserung !!!

 

Zylinder 1 + 2 ( die linken beiden ) laufen wohl nicht.

( Hab sie laufen lassen und dann jeweils einen Zündkerzenstecker

abgezogen, bei 1+2 keine Reaktion, bei 3 geht sie aus, bei 4 läuft sie

schlechter )

 

Tja, was mach ich jetzt ?

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+1
Beste Antwort im Thema

Ich meinte in dem Beitrag die Ammon-Technik - Versiegelung. Die ist sehr aufwändig. Ich habe etwas Bessers entdeckt, das Zeug heißt "Rostio" Einfach in der Anwendung und sehr effektiv.

Es hat mich bei der Restauration einer KLR 600 überzeugt:

http://moppedsammler.de/data/documents/Kawasaki-KLR-600.pdf

und Bilder.

Mit der Kugelfallmethode kann man die Öffnungsweite der Drosselklappen am ausgebauten Vergaser synchronisieren (gleichzeitiges Öffnen) Unterschiedliche Druck/Unterdruckverhältnisse im Ansaugtrakt bleiben dabei logischerweise unberücksichtigt, das geht nur bei laufendem Motor, da ist Jason2002 Spezialist.

Man nehme zwei genormte Stahlkugeln für Kugellager. Die sind genau gleich groß.

Die legt man auf die schräg stehenden Drosselklappen, zunächst von Vergaser 2 (Referenzvergaser) und 3.

Dann öffnet man langsam am Gestänge die Drosselklappen. Fallen die Kugeln zeitversetzt, muss man nachjustieren. Fällt Kugel 3 zuerst, öffnet die Klappe zu früh usw.

Danach dasselbe mit Vergaser 2 und 1 und 3 und 4. Hat sich in der Praxis bewährt, ich habe nie einen so eingestellten Vergaser nachjustieren müssen.

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Da wirst du nicht drumherum kommen, die Vergaser in einen Ultraschallbad zu tauchen und die Kanäle so zu reinigen. Entweder Kumpel oder Werkstatt ..

am 18. Februar 2017 um 13:13

Hi,

wie gehabt, Zyl. 1+2 während sie (der Rest) läuft Krümmer vorsichtig anfassen, dann die anderen beiden, dann

merkst du sicher ob 1+2 überhaupt oder richtig mitlaufen.

Ist schwierig aber wie schon erwähnt solltest du den Vergaser richtig im Ultraschallbad reinigen (lassen),

da sind noch jede Menge kleine Bohrungen/Verbindungskanäle die zugegammelt sein können.

Du schreibst das viel Dreck drin war, dann kann das gut sein das die betreffenden Bohrungen immer noch dicht sind.

Waren die Zündfunken bei deiner Überprüfung alle blau oder bei 1+2 evtl. nur gelb?

Würde dann eher auf ein Zündproblem hinweisen aber da du schreibst alle Kerzen normal, also

auch nicht nass (1+2) kann man tatsächlich eher auf ein Vergaserproblem schließen.

Die Membranen der Vergaser sind dann wohl auch ok, keine Risse, hast du ja sicher auch überprüft?

Themenstarteram 18. Februar 2017 um 15:58

Hy,

Hmm, ich hab in jedes Loch des Vergasers geblasen, es war überall Durchgang.

Notfalls könnte ich tatsächlich nochmal im Ultraschall reinigen.

Ich würde ungern die Vergaserbatterie trennen um die Synkronisation zu verlieren. Könnt Ihr mir sagen ob ich die so, komplett ins Bad legen kann ? Natürlich mit ausgebauten Düsen und Membran.

Was nimmt man da für eine Flüssigkeit ?

 

Membranen sind gut.

Zündfunken sind gut

Zylinder 1 und 2 werden jeweils von verschiedenen Zündspulen bedient ( gibt 2 ) . Finde es recht unwahrscheinlich das jeweils bei beiden Spulen jeweils der eine Ausgang defekt sein sollte.

Spule links versorgt Zylinder 1 und 4, die rechte 2 und 3. An denen liegt das nicht.

Das sind die Vergaser.

Die sollte man professionell reinigen. Die von Dir beschriebene Methode ist unzureichend.

So arbeitet man richtig:

http://moppedsammler.de/data/documents/Vergaser_reinigen.pdf

http://moppedsammler.de/data/documents/Vergaser-instand-setzen.pdf

Bei starker Verschmutzung sollte man der auf den Grund gehen. Rost im Vergaser heißt auch Rost im Tank. Der muss auch raus.

Hallo

Wenn das Bad groß genug ist, dann brauchst die Batterie nicht zerlegen. Ich heiz da nicht höher als 60°C um Dichtringe zu schonen und lass sowas ca. 30 bis 60min in einer nicht zu aggressiven Lösung.

Vorher würd ich jedoch erstmal prüfen, ob der Sprit in den Schwimmerkammern vom Stand her passt.

Deine grün markierten Leerlaufgemischschrauben kannst du übrigens auch demontieren. Hierzu vorsichtig auf Anschlag einschrauben und die Umdrehungen dabei zählen, dann komplett rausschrauben. Einbau dann umgekehrt

Ganz oft passt in der heimlichen US Bad eine Ganze Vergaser nicht rein. Dann macht man eben 2 Reinigungsvorgänge, und taucht sie halb und halb rein :)

Ich heize auch auf 50C und lasse sie 45 Minuten schwimmen.

Img-20170113-154213
Themenstarteram 19. Februar 2017 um 10:17

Danke Euch,

Muß mal nachprüfen, glaube Freund hat einen US im Keller der passen könnte.

Was baut Ihr denn dann am Vergaser ab ?

Alle Düsen, alles was man demontieren kann ? (halt ohne die Batterie ansich zu trennen ).

Was für eine Reinigungslösung nehm ich denn dann genau ?

Irgendeinen Kaltreiniger. Oder gibt es da spezielle Flüssigkeiten ?

Verstecktliegende oder eingepresste Dichtungsgummis möchte ich nicht demontieren.

Ich nehme von unten alle Düsen raus, Luftregulierschraube, Schwimmer, also alles was sich abschrauben lässt. Von oben kommt der Membrane raus, die Schieber mit Düsennadel. Kaltlaufvorrichtung (Choke Plunger) könnte man abnehmen, falls das geht. Das geht nicht immer wenn der Vergaser nicht getrennt wird, in dem Fall löse ich sie nur.

Dann wird sie eingetaucht. Dazu habe ich eine Ultraschallbad Allzweckreiniger (Name vergessen) die gute Resultate bringt.

Img-20170117-160749

Zitat:

@frankylie schrieb am 19. Februar 2017 um 10:17:11 Uhr:

Danke Euch,

Muß mal nachprüfen, glaube Freund hat einen US im Keller der passen könnte.

Was baut Ihr denn dann am Vergaser ab ?

Alle Düsen, alles was man demontieren kann ? (halt ohne die Batterie ansich zu trennen ).

Was für eine Reinigungslösung nehm ich denn dann genau ?

Irgendeinen Kaltreiniger. Oder gibt es da spezielle Flüssigkeiten ?

Verstecktliegende oder eingepresste Dichtungsgummis möchte ich nicht demontieren.

Was man an den Vergasern abbaut, sieht man eigentlich sehr gut auf den Bildern in meinen pdf.

Der Schall reinigt mechanisch, in erster Linie benötigt man Wasser, das nicht mehr als 70 Grad haben darf, weil sonst das Gerät Schaden nimmt. Der Vergaser wird im Betrieb am Bike auch heiß, dem machen 70 Grad nichts aus.

Mit jeglicher fragwürdigen Chemie wäre ich vorsichtig. Das kann auch schief gehen. Es kommt auf die Art der Verschmutzung der Vergaser an und von Tickopur gibt es verschiedene "Universalreiniger". Nicht alle sind für Alu und nicht alle für Messing geeignet.

Ich nehme das Zeugs nicht und ich habe nun über 10 Jahre Erfahrung mit der Ultraschallreinigung von Vergasern und anderen Teilen. Heißes Wasser, Spülmittel als Emulgator, bei kalkigen Verunreinigungen etwas Essigreiniger oder Essigessenz, besser noch Zitronensäuregranulat (vorsichtig dosieren, 1 EL auf 6 l Wasser)

Die Dichtungen der Drosselklappenwelle sind ein neuralgischer Punkt. Auch deshalb lieber kein Tickopur verwenden. Wenn die verspröden, ziehen die Vergaser dort Falschluft. Dann hast Du die Arschkarte.

Ich habe zwei GPZ 1100 aufgearbeitet. Leider habe ich von deren Vergaseraufarbeitung kein Bild.

Die Rep. Anleitung für die GPZ 1100 (original Kawasaki, deutsch, 327 Seiten) habe ich. Darin sind auch die Keihin CVK 36 genau beschrieben. Bei Bedarf PN.

Zitat:

@Jim.Vier schrieb am 19. Feb. 2017 um 04:1:34 Uhr:

Deine grün markierten Leerlaufgemischschrauben kannst du übrigens auch demontieren.

Falsch! Mit diesen Schrauben werden die Vergaser auf Synchron eingestellt! Werden diese beim Zerlegen nicht angetastet, dann läuft das Mopped auf jeden Fall nach dem Zusammenbau wieder. Bedeutet: Die Vergaser sind dann auf jeden Fall noch synchron genug, damit das Mopped noch gescheit läuft. Selbstverständlich ist es aber besser, anschließend ordentlich zu synchronisieren.

 

Gruß,

Themenstarteram 19. Februar 2017 um 14:13

Zitat:

@moppedsammler schrieb am 18. Februar 2017 um 17:29:51 Uhr:

Spule links versorgt Zylinder 1 und 4, die rechte 2 und 3. An denen liegt das nicht.

Das sind die Vergaser.

Die sollte man professionell reinigen. Die von Dir beschriebene Methode ist unzureichend.

So arbeitet man richtig:

http://moppedsammler.de/data/documents/Vergaser_reinigen.pdf

http://moppedsammler.de/data/documents/Vergaser-instand-setzen.pdf

Bei starker Verschmutzung sollte man der auf den Grund gehen. Rost im Vergaser heißt auch Rost im Tank. Der muss auch raus.

Danke, hab mir Deine Berichte durchgelesen. Werde ultraschallreinigen.

Nachtrag: so einen Belag wie die Fälle da hatte ich allerdings nicht annähernd. War eher blank.

Eher Rost/Dreckstückchen in der Schwimmerkammer.

Du schreibst "Ammon" gegen Rost im Tank.

Meinst du Ammoniak ?

Wie geh ich da denn genau vor bei der Reinigung des Tanks ?

Erstlösung hatte ich Benzinfilter eingebaut.

Zitat:

@frankylie schrieb am 19. Feb. 2017 um 14:13:39 Uhr:

Du schreibst "Ammon" gegen Rost im Tank.

Hi. Der @moppedsammler meint sicher die Tankversiegelung, die die Firma Ammon im Programm hat.

 

Gruß,

am 19. Februar 2017 um 18:28

Ich habe den Tank folgendermaßen entrostet/gereinigt/versiegelt: Mit Zitronenkonzentrat als Pulver aus dem Drogenmarkt z.B. von Heitmann (glaube 5 € für ne 400gr. Packung) Sprit raus, Benzinhahn ab und mit passendem Kork oder ähnlichem die Löcher verschließen weil sonst das Filtersieb zerfressen wird oder drinne lassen und

gleich neuen Benzinhahn kaufen, da der alte wahrscheinlich sowieso zugegammelt ist.

Das Tankanzeigengedöns aus dem selben Grund ausbauen und Öffnungen verschließen z.B. mit einer

Kunststoffplatte und einer Behelfsdichtung z.B. aus altem Fahrradschlauch.

Dann das Pulver laut Mischangabe rein (je nach Verrostung kannste auch etwas weniger Pulver nehmen) und

ein paar Liter heißes Wasser rein Deckel drauf und schütteln das sich das Pulver auflöst, danach zügig den

Tank mit heißem Wasser auffüllen und kurz vor randvoll noch mal etwas schütteln, Deckel wieder drauf

und mind. 12h stehen lassen.Am Anfang nach ca. 10 Minuten den Deckel nochmal vorsichtig öffnen

um den entstehenden Druck entweichen zu lassen, sollte aber normal über die Deckelentlüftung gehen.

Wenn was über den Lack läuft gleich mit klarem Wasser abspülen und abwischen, bei mir wars Wuurscht

weil der Tank eh lackiert wurde.

Nach den 12h raus mit dem Zeug, jetzt ist schon ein Teil des Rostes weg und der zurückgebliebene

so angegriffen das du mit dem zweiten Schritt beginnen kannst.Ich habe dazu 3-4 Hände voll M8 und M10

Muttern genommen, rein damit und ne Flasche Brennspiritus hinterher (der hat die nützliche Eigenschaft

Wasser zu binden) und dann schütteln, dabei nicht zu feste sondern lieber länger.

Zwischendrin den Spiritus ausleeren und wieder ne Flasche rein so ca. 3x nachleeren je nachdem,

also mein Tank (war von nem "Standmodell" das 20 Jahre gestanden ist und völlig zugekackt war)

war nach ca. insgesamt 30 Minuten schütteln blank innen, einfach mal mit ner Taschenlampe reinlinsen,

dann siehst du schon was geht. Danach die Muttern raus, mit etwas Geduld hab ich alle raus bekommen,

ansonsten mit nem biegsamen Stabmagnet raus fischen.

Dann nochmal 2 bis 3x spülen und zwar nur noch mit Spiritus, mir haben für alles 6-7 Liter gereicht.

Dann möglichst anschließend die Versiegelung. Einige werden jetzt sagen das ist Quatsch aber ich hab

es ausprobiert und habe seit drei Jahren kein bisschen Rost mehr im Tank und somit auch nicht im Vergaser.

Besorg dir bei nem Blechner Bleiblechreste und zerschnippel sie in ca 3cm große Dreiecke (hab ich aus einer alten Rep. Anleitung), kannste sogar mit ner alten Schere machen, das Zeug ist weich.

Menge ca. vier bis fünf Hände voll und dann rein in den Tank

und schütteln, schütteln, schütteln...ist zwar ne stupide Arbeit aber das Ergebnis zählt und viele zahlen

Geld dafür das sie stundenlang Hanteln stemmen...nach kurzer Zeit sieht man schon das die Schnipsel

kleiner und dünner werden, das Blei hängt jetzt am Tankblech und versiegelt es.

Dann raus mit dem Zeug und den Tank nochmal spülen, diesmal mit 2-3 Liter Benzin

und wieder zusammen bauen.

Ich war überrascht wie gut es geklappt hat und bin mit dem Ergebnis bis Heute sehr zufrieden,

ist zwar etwas Arbeitsaufwand aber machen lassen ist A....teuer und ich habe auch schon im

Freundeskreis Fälle gehabt wo es nicht richtig gemacht war und es nach kurzer Zeit wieder los ging.

Gruß

Zitat:

http://moppedsammler.de/data/documents/Vergaser_reinigen.pdf

Moppedsammler, was ist die sogenannte Kugelfallmethoder zum Vergaser vorsynchronisieren?

Danke

Uwe

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