Gemeinsamer Rad-Geh-Weg in beide Richtungen: Auf welcher Seite gehen?

Jüngst bin ich mal wieder an der Nordseeküste von Duhnen zur Alten Liebe in Cuxhaven spaziert. Ab Kugelbake wandelt man entlang des Wassers auf einem 3 m breiten Asphaltweg, der in beiden Richtungen von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzt wird. Insbesondere am Wochenende ist diese Strecke stark frequentiert.
Unstrittig ist wohl, dass Radfahrer dort rechts fahren.
Auf welcher Seite aber sollten Fußgänger unterwegs sein?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@jojo1956 schrieb am 1. Mai 2018 um 00:01:12 Uhr:


Was hat das hier mit MOTOR zu tun ?
Stimmt ....
Immerhin könnten ja Elektrofahrräder unterwegs sein.

Wir sind hier im Forum Verkehr & Sicherheit, da gehören Fußgänger und Radfahrer auch dazu.

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Wenn alle Rücksicht nehmen sollte es doch funktionieren , oder ?

Aber leider wie im Straßenverkehr , da haben wir die Egoisten , Träumer, die schnellen und langsamen etc. und wenn es voll wird kommt es zu konflikten da jeder sich im Recht fühlt .

Nein, also hier aufm Ruhrtaler (Rad) Wanderweg (nein, ist entgegen des Namens kein ausschließlicher RADweg), meinen die Radfahrer, mit 30 km/h langknallen zu müssen, egal welche Menschenmassen unterwegs sind. Da werden langsamere Radfahrer genauso weggepöbelt wie, Fußgänger, Jogger, Erwachsene, Kinder, Hunde, etc.

Und da entgegen der Fahrtrichtung zu laufen, wäre schwer fahrlässig, weil Kurven in denen man null sieht, was einem entgegen kommt und die "sportlichen Radfahrer" legen sich in die Kurven und fahren durch den Gegenverkehr, bis auf die Grasnarbe. Würde man nun im Gegenverkehr laufen, wäre man platt wie ne Flunder...

Ne, lebensmüde bin ich ned. Ich laufe dort seit Jahr und Tag rechts am Wegesrand und bis auf son debiler Opa, der mir auf schnurrgerader Strecke- und mich Kilometer vorher sehend, gegen meinen Arm fuhr (der hätte mich auch touchiert, wenn ich auf die Pferdekoppel ausgewichen wäre), bin ich mit dem rechts laufen immer bestens "gefahren". Rechnete bis dato jeder Radfahrer mit und andersrum würde es 90 % der Radfahrer massiv irritieren, wenn ich durch den Gegenverkehr liefe.

Kommt mir mal so ein ignornater Fußgänger auf meiner Seite entgegen, dann beharre ich stur auf mein Recht, rechts zu bleiben, auf SEINE Seite ausweichen muss der, ich bleibe rechts, weil ich nur da vor den Radfahrern sicher bin!

Zitat:

@NOMON schrieb am 1. Mai 2018 um 12:11:20 Uhr:


Auf einem Fußweg gehe ich als Fußgänger grundsätzlich wie es mir gefällt. Für "vorauseilende" Rücksicht habe ich keinen Nerv, jedenfalls wenn ich nicht allein unterwegs bin, sondern mit Kindern.

Klar, das darf normalerweise kein Problem sein. Aber dann kann es eben so kommen, dass du (auch) rechts überholt wirst, so dass „gefühlt“ irgendwie überall Radfahrer kommen...

Zitat:

@NOMON schrieb am 1. Mai 2018 um 12:11:20 Uhr:


Ganz betont halte ich das so bei Fußwegen, die auf einem Zusatzschild "für Radfahrer frei" erklärt sind. Dort nehmen Radfahrerinnen und Radfahrer Rücksicht auf mich, nicht umgekehrt. Oder sie fahren auf die Straße

Ich denke, es geht hier mehr um solche Ausflugswege, wo sich nicht unbedingt parallel eine Fahrbahn befindet. Aber eigentlich hast du trotzdem Recht und Radfahrer sollten ggf. Rücksicht nehmen. Wie ich die Lage einschätze, wird das in der Praxis wohl nicht immer & überall klappen...

Zitat:

@zufruehauf schrieb am 1. Mai 2018 um 13:39:26 Uhr:

... kommt mir mal so ein ignornater Fußgänger auf meiner Seite entgegen, dann beharre ich stur auf mein Recht, rechts zu bleiben, auf SEINE Seite ausweichen muss der, ich bleibe rechts, weil ich nur da vor den Radfahrern sicher bin!

Dein Recht, ja? Dann könntest Du der Jogger gewesen sein, der mir, der ich links ging, zwischen Kugelbake und Grimmshörn entgegen kam. Schon aus der weiteren Entfernung war erkennbar, dass er stur Kurs auf mich hielt. Nur ging ich einfach ganz links weiter und wich nicht aus. Also musste er zur Mitte ausschwenken und rief mir dabei lauthals entgegen "Schon okay, ich weiche gern für Sie aus!" "Musst Du auch, Du Depp, weil Du es nicht begriffen hast!" dachte ich mir im Stillen.

Ich bleibe dabei: Für mich als Fußgänger ist auf einem solchen gemeinsamen Rad-Geh-Weg die richtige Seite diejenige, auf der ich dem entgegenkommenden Radfahrer ins Auge schauen kann. Selbst wenn 95% der anderen Fußgänger das nicht verstehen.

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EIN Geisterfahrer? Ne, HUNDERTE, näh?! 😁

Ne, sorry du, es gibt keinen öderen "Sport" als joggen... ich brauch Geschwindigkeit, per Pfeil und Bogen, im Badminton, im Tennis, im Tischtennis, aufm Pferd, auf Ski...

Isch woret ned...

Zitat:

@einsdreivier schrieb am 01. Mai 2018 um 11:7:59 Uhr:


Einfach mal mit dem Rad an einem schönen Sommertag durch den Englischen Garten radeln. Da lernt man ein wenig Rücksicht zu nehmen.

Du meinst den muenchner Engl. Garten? Ja leider, da lernt man als Fussgaenger tatsaechlich recht schnell Ruecksicht zu nehmen, wenn man nicht jeden 3. Meter uebern Haufen gefahren worden werden will 🙁

Ich gehe auf einem RadFussWeg trotzdem am liebsten regelgewohnt rechts, grad wenn viel Verkehr ist. Dann blockiert sich niemand, es geht wenigstens zaeh vorwaerts, wenn schon nicht ueberholt werden kann. Trifft ein Linksgeher auf einen Rechtsgeher, tritt der Linksgeher zudem meist ohne Umdrehen nach rechts (in den gerade ueberholenden Radler), gibt ja keinen Grund fuerden Rechtsgeher, dass er dem Geistergeher ausweicht. Also gehen am besten gleich alle rechts.

Zitat:

@Bahnfrei schrieb am 1. Mai 2018 um 21:52:27 Uhr:

... alsi gehen am besten alle rechts.

Die Logik will sich mir nicht erschließen.

Irgendwann haben wir alle mal gelernt, dass man auf einer Landstraße ohne Gehweg den herannahenden Fahrzeugen auf der linken Seite entgegengeht. Der Grund leuchtet jedem ein. Warum sollte man also das so Gelernte nicht auf eine ähnliche Situation übertragen?

Also Hund und ich laufen rechts auf Wegen MIT Radfahrern in Naherholungsgebieten und wir behindern damit Niemanden. Der "Verkehrsfluss" geht damit zügig von Statten und alle sind glücklich... naja, nicht alle, es gibt immer mal ein paar chronisch untervögelte Radfahrer, die aufs Rad steigen um sich mal ne Runde an alles und jedem abzureagieren, aber da is eh egal, warum sich aufgeregt wird, dafür brauchts keinen wirklichen Grund.

Aber der Rest der dorf befindlichen "Teilnehmer" ist zufrieden und das funktioniert problemlos bei mir seit ca. 20 Jahren. Es gibt sogar Radfahrer die sich bedanken, dass ich für die kalkulierbar, rechts am Wegsrand laufend rum dümpel.

Zitat:

@HHH1961 schrieb am 01. Mai 2018 um 22:10:46 Uhr:


Irgendwann haben wir alle mal gelernt, dass man auf einer Landstraße ohne Gehweg den herannahenden Fahrzeugen auf der linken Seite entgegengeht. Der Grund leuchtet jedem ein. Warum sollte man also das so Gelernte nicht auf eine ähnliche Situation übertragen?

Auf der Landstrasse sind ueblicherweise kaum Fussgaenger unterwegs, man rechnet nicht mit so jemandem. Zudem wenn ein Auto entgegenkommt, tritt man auf der Landstrasse freiwillig als Fussgaenger in den Graben oder Matsch. In der Theorie sollte der Autofahrer die Spur zum Ueberholen wechseln oder beide bleiben stehen und warten so lange, bis fuer den Autofahrer kein Gegenverkehr mehr kommt. Wer der Theorie glaubt, kann das natuerlich auch auf einen Radfussweg so exzerzieren.

Lauf ich als Fussgaenger auf dem Radfussweg links, muss ich bei Gegenverkehr nach rechts ausweichen oder stehenbleiben und warten, dass der Depp an Jogger mir ausweicht. In beiden Faellen muesste sich einer vergewissern, dass fuer den Spurwechsel frei ist. Ohne Spiegel ist das bei Fussgaengern nicht praktikabel, auch wenn ich das selbst mache. Laufen auf einem Radfussweg alle rechts, kommen ganz normale Ueberholregeln zur Anwendung. Es ist ja keine Landstrasse.

Wieder mal so ein geiler Thread, typisch Deutsch möchte man da sagen.

Hier am Rhein gibt es auch Kilometer lange Rad/Fusswege auf den Deichen. Da treffen sich Radfahrer, Jogger, Fußgänger, Kinderwagen, Hunde, seltsame Vehikel wie Liegeräder und weiß der Fuchs was sonst noch alles. Und zu 99% klappt das wunderbar. Die meisten nehmen Rücksicht auf einander, und die meisten Radfahrer benutzen ihre Klingeln. Ich bin auf diesen Wegen meist als Jogger, Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Und selbst wenn es manchmal etwas eng wird, es geht immer.

Leute, geht bitte in den Keller und bleibt da, wenn ihr selbst Fusswege nicht mehr ohne Regeln teilen könnt. Meine Güte, selbst wenn es mal eng wird oder sich jemand erschrickt, es passt (wie in den meisten Lebenslagen auch, nur wird das in solchen Horrorthreads wie diesem oft vergessen) insgesamt schon ganz gut.

Und wer den englischen Garten oder den Deich an der Nordsee ob der unglaublichen Gefahren mangels Regeln nicht mehr betreten mag, bitte bleibt zuhause. Erbsenzähler wie Ihr macht das Leben allen normalen Leuten einfach nur zur Hölle. Ihr seid peinlich.

Spaziert mal n Tag durch Amsterdam, da würdet Ihr wahrscheinlich einen Herzinfarkt nach dem anderen erleiden.

Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 1. Mai 2018 um 13:22:59 Uhr:


Wenn alle Rücksicht nehmen sollte es doch funktionieren , oder ?

Aber leider wie im Straßenverkehr , da haben wir die Egoisten , Träumer, die schnellen und langsamen etc. und wenn es voll wird kommt es zu konflikten da jeder sich im Recht fühlt .

Mit dem fett gedruckten Satz ist doch im Prinzip alles gesagt.

Für mich ist es nur nur logisch rechts zu laufen.

Zitat:

@Karmari schrieb am 9. Mai 2018 um 12:34:51 Uhr:

Für mich ist es nur nur logisch rechts zu laufen.

Womit Du zu den gefühlt 95% zählst.

Ich bleibe meiner Sicherheit wegen bei den 5% Linksgängern.

Zitat:

@HHH1961 schrieb am 9. Mai 2018 um 12:55:28 Uhr:

Womit Du zu den gefühlt 95% zählst.
Ich bleibe meiner Sicherheit wegen bei den 5% Linksgängern.

Ein Geisterfahrer??? Hunderte!!!

😉😎😁

@HHH1961
Zu deiner Ehrenrettung: Wenn ich auf einem (gefühlt) reinen Radweg laufe (Rad/Fußweg, auf dem praktisch nur Radfahrer unterwegs sind), würde ich da auch lieber links laufen und bei Gegenverkehr noch weiter nach links in die Dünen ausweichen. Ist auf einem gemeinsamen Rad/Fußweg jedoch eher mit häufigen Fußgängergegenverkehr zu rechnen, ist in Mitteleuropa die rechte Seite die bessere Wahl. Noch dazu, wo du linkslaufend einem aus seiner Sicht rechts laufenden Fußgänger stur nicht ausweichen willst, da soll dann auch noch der rechts Laufende aus seiner Sicht nach links ausweichen und dabei höchstwahrscheinlich einen gerade überholenden Fahrradfahrer in die Quere treten? Fußgänger blicken beim Spurwechsel auf dem Gehweg praktisch nie in den "Rückspiegel", um sich zu vergewissern, dass die linke Spur frei ist. Außerdem, wenn 95% der Fußgänger auf dem Weg rechts laufen, wäre es mir zu blöd, ständig auszuweichen.

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