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Gebrauchtwagen-Check?

Themenstarteram 9. Dezember 2019 um 13:29

Hi,

ich will mir einen Gebrauchtwagen zulegen und habe auch schon einen gefunden. Bevor ich zugreife, will ich den Wagen aber von einem Fachmann checken lassen. Der Verkäufer ist einverstanden, alles kein Problem. Jetz hatte ich den TÜV Privat Check geplant: https://www.tuvsud.com/.../auto-privat-check

Als ich nun beim TÜV angerufen habe, meinte die nette Dame, man könne den schon machen, da erhalte man aber keine Mängelliste. Wenn man dagegen einfach eine HU machen lässt, hat man eine vergleichbare technische Prüfung, erhält eine detaillierte Mängelliste und mit 56€ wäre das sogar günstiger, als der Privat-Check mit zwei Optionspaketen.

Daher meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit beiden Checks (jaja, HU kennen wir alle ;) )? Hat die Dame mir etwas wichtiges nicht erzählt, ist der Privat-Check doch sinnvoller? Warum gibt es den überhaupt, wenn die HU besser und günstiger ist? Ich bin gerade leicht skeptisch. Vielen Dank schonmal für die Hilfe!

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9 Antworten

warum es sowas gibt?

ganz klar: der TÜV hat damit eine Methode Geld zu machen.

 

Prinzipiell ist ein Gebrauchtwagenchek keine HU. Da werden andere Dinge geprüft. deswegen kostet es auch mehr. Es ist kein Privatcheck. Frage explizeiht nach einen Gebrauchtwagencheck VOR Kauf. wenn sie dir was anderes andrehen wollen: Geh zu einem Anderen anbieter (DEKRA, GTÜ) oder frag den ADAC.

ich würde sagen:

 

ist eine typische "kommt darauf an"-Situation ;)

ohne Kenntnis weiterer Details ist kaum eine sinnvolle (bzw. gar allgemeingültige) Antwort möglich!

z.B. hat man ja sehr unterschiedliche Prioritäten bei einem 900 Euro-Auto, einem 4.900 Euro-Auto oder einem 29.900 Euro-Auto ...

Themenstarteram 9. Dezember 2019 um 16:36

Zitat:

@StephanRE schrieb am 9. Dezember 2019 um 14:51:00 Uhr:

warum es sowas gibt?

ganz klar: der TÜV hat damit eine Methode Geld zu machen.

Prinzipiell ist ein Gebrauchtwagenchek keine HU. Da werden andere Dinge geprüft. deswegen kostet es auch mehr. Es ist kein Privatcheck. Frage explizeiht nach einen Gebrauchtwagencheck VOR Kauf. wenn sie dir was anderes andrehen wollen: Geh zu einem Anderen anbieter (DEKRA, GTÜ) oder frag den ADAC.

Hi,

danke für die Antwort! Wie ich dich verstehe, ist also der Privat-Check, der auch beworben wird nicht das gleiche wie ein Gebrauchtwagen-Check. und beides ist mehr als die HU (?). Gibt es irgendwo eine Beschreibung, was ein "richtiger" Gebrauchtwagen-Check beinhalten sollte? Es wird, zumindest beim TÜV, auch nichts anderes beworben, soweit ich sehe.

Zitat:

@Rangor schrieb am 9. Dezember 2019 um 16:36:37 Uhr:

... Gibt es irgendwo eine Beschreibung, was ein "richtiger" Gebrauchtwagen-Check beinhalten sollte?

das was FÜR DICH (als Käufer) entscheidungs- bzw. bewertungsrelevant ist!

und das hängt von der Preislage, beabsichtigten Nutzungsdauer, und und und ab ...

(ein "Youngtimer" mit Potential auf baldigen Sammlerwert sollte unfallfrei und original/unverbastelt sein, ein 1.000 Euro Verbrauchtauto soll einfach noch die 2 Jahre durchhalten, bis die HU abläuft)

Im Nachhinein würde ich mir wohl eine Werkstatt meines Vertrauens suchen die sich speziell mit dem Fahrzeug was ich kaufen möchte auskennt und dort prüfen lassen. Ist vermutlich nicht teurer als ADAC und Konsorten. Allerdings bin ich der Meinung, wirklich testen muss man selbst, am besten mit einer Checkliste und einem bekannten der auch genau hinschaut. Bei einer Werkstatt ist einfach nicht die Zeit vorhanden so genau alles nachzuschauen wie du Persönlich.

Ich würde zum Tüv fahren und mit Leuten sprechen die Erfahrung und Ahnung haben. Die Frau am Telefon hat sie jedenfalls nicht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Eine Werkstatt ist auch kein guter Tipp. Sie müssen Geld verdienen. Egal wie gut man sie kennt. Dementsprechend fällt die Beurteilung aus.

Zitat:

@Beulendoktor88 schrieb am 10. Dezember 2019 um 02:13:21 Uhr:

Ich würde zum Tüv fahren und mit Leuten sprechen die Erfahrung und Ahnung haben. Die Frau am Telefon hat sie jedenfalls nicht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Eine Werkstatt ist auch kein guter Tipp. Sie müssen Geld verdienen. Egal wie gut man sie kennt. Dementsprechend fällt die Beurteilung aus.

Der TÜV muss auch Geld verdienen.

Du scheinst keine gute Erfahrungen mit Werkstätten gemacht zu haben.

Es gibt sehr wohl Werkstätten die nicht auf das schnelle Geld zielen, und bei einer Fahrzeugbewertung fair sind.

Ich gebe aber zu, diese zu finden ist nicht leicht.

Zitat:

@Beulendoktor88 schrieb am 10. Dezember 2019 um 02:13:21 Uhr:

Eine Werkstatt ist auch kein guter Tipp. Sie müssen Geld verdienen. Egal wie gut man sie kennt. Dementsprechend fällt die Beurteilung aus.

Wobei eine besonders kritische Betrachtung als Käufer nicht von Nachteil sein muss. Wenn man das einschätzen kann, hat man damit neben dem Check eine gute Verhandlungsgrundlage geschaffen.

Man darf halt nicht beim 4.000 € Auto in Panik verfallen, weil man bei einer der großen Werkstatt-"Discounter" einer 3.000 € Mängelliste bekommen hat (Stoßdämpfer, Bremsen, Auspuff an Verschleißgrenze, Bremsflüssigkeit zu alt, Scheibe mit Steinschlag und die hälfte der Achsteile muss neu) :)

Immer Bedenken: Der Zustand des Autos muss dem Alter und der Laufleistung entsprechen. Das bei 150.000 KM aufwärts sämtliche Achsteile mal erneuert werden könnten, sollte jedem klar sein. Entscheidend ist aber, ob sie es akut müssen.

Wer dann mit dieser "Mängelliste" meint, der Wagen sei nun nur noch 1.000 € Wert, wird es natürlich schwer haben.

Zur Sache: Die HU-Abnahme dient der Feststellung, ob der Wagen im Zeitpunkt der Begutachtung verkehrssicher ist. Das ist je nach Laune des TÜV-Prüfers mal mehr oder weniger aufschlussreich.

Der Gebrauchtwagencheck sollte hingegen auch den Fokus auf den Allgemeinzustand und damit den Wert des Wagen legen.

Der Dekra bei mir um die Ecke hat damals angeboten für den Preis der HU den Gebrauchtwagencheck zu machen.

Dort gab es den Gebrauchtwagencheck nur bis Autos von 8 Jahren alter, deswegen ging es auch nicht anders.

War aber auch günstiger und dafür gab es trotzdem viele Details und Auskünfte für den Interessenten. Die waren dort sehr pingelig und aus meiner Sicht hätte da teilweise nicht mal ein Neuwagen bestanden.

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