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Gebrauchtwagen bis ca. 1500€

Themenstarteram 22. Juni 2014 um 13:40

Hallo Community,

Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen, welches mich aufjedenfall ca. 1,5 Jahre ohne großen Probleme und weiteren Kosten von A nach B bringen soll. Das Auto wird für Kurz- als auch für Langstrecken gebraucht.

Mein Budget liegt bei ~1500€, gerne weniger ca. 1300€, sehr ungern mehr als 1700€.

Anforderungen:

- TÜV NEU

- 8 fach bereift

- keine großen Reperaturen ausstehend

- CD/HIFI Anlage, Klima, Rücksitz umklappbar, Servo, (wenn Möglich)

- BJ > 2001

- > 55 PS

wenn Möglich: 5 Türer.

folgende Angebote interessieren mich sehr, was haltet Ihr davon? Oder doch was anderes..

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Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Mr.Blade

Mit 'nem scheckheftgepflegten 190er Benz und TÜV machst du längerfristig vermutlich mit am wenigsten falsch, auch wenn er deinen Kriterien nicht gerecht wird. Ersatzteile gibt's haufenweise auf'm Schrottplatz und eBay, Einbau kein Problem.

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=245464852&asrc=st

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=244477009&asrc=st

Gerade das zweite Objekt mit 100.000 Kilometern, 1. Hand Benz und 2. Hand von einem Herrn Bj. 1939 sieht ganz nett aus, am Preis sollte noch was gehen.

Gruß

Stimmt alles, von der Zuverlässigkeit her sind die auch besser als alle diese Kleinwagen zusammen. Wenn der 190er erst richtig anfängt und langsam zur Höchstform aufläuft, wandert der Kleine ziemlich bald auf den Schrottplatz, wenn er da nicht sowieso bereits seit einiger Zeit herumliegt.

Zitat:

Von Fiat Stilo und Peugeot 307 ist (in deinem Preissegment) nur abzuraten.

Das sind mit die schlimmsten Gebrauchtwagen, die es gibt. Selbst für 5.000 Euro kann man sich beim Stilo und dem 307 wirklich nicht sicher sein und sollte lieber die Finger von solchen Fahrzeugen lassen: Man macht sich arm und unglücklich! Schneller kann man kein Geld verbrennen. Finger weg!

Zitat:

Ich denke, mit einem Budget von ca. 1500€ und dem Ziel, längerfristig kostengünstig von A bis B zu kommen, sollte es an einem Stück weit Kompromissbereitschaft nicht fehlen, auch wenn du fürs Geld grundsätzlich relativ viele Modelle erwerben könntest. Der 1.8 E ist unter Garantie eher für Langstrecken - die ja lt. eigener Aussage in dein Streckenprofil fallen - geeignet als ein kleiner 1.2l Motor mit 155.000 Kilometer.

Das sehe ich genauso. Wenn dir der 190E 1.8 nicht zusagt, kann ja auch ein Opel Vectra B 1.6-16V aus Rentnerhand mit Serviceheft, die es für 1.500 Euro zweifellos gibt, eine Methode der preiswerten und guten Fortbewegung darstellen. Es muss ja kein alter Mercedes sein, wenn du damit nicht auf einen grünen Zweig kommst oder anderweitige Vorbehalte hegst.

So ein Mittelklassewagen - oder lassen wir's einen Kompakten, etwa einen Ford Focus I oder Opel Astra G sein, damit machst du auch meist keinen Fehler - ist meist für das gleiche Geld erheblich besser als ein Low-Budget-Kleinwagen. Schlecht waren deine Vorschläge nicht, bis auf die Polos und den etwas seltsamen Kia Picanto, aber es geht besser!

Wer wenig Geld ausgeben will, denkt immer an ältere Kleinwagen, aber das ist ein Fehler und treibt auch die Preise an. Ältere Kleinwagen für wenig Geld sind meist in einem desolaten Zustand und eher was für den Schrottplatz. Von exakt dieser Garde von Gebrauchtwagen kann ich nur abraten. Die sind natürlich beliebt und vor allem jungen, wenig erfahrenen Autofahrern ohne Kenntnisse von der Materie als Sinnbild preiswerten Fahrens bekannt, aber oft verhältnismäßig teuer, ungepflegt, durch viele Hände gegangen, haben technische Defekte und wurden oft noch von Leuten gefahren, die Autofahren für notwendiges Übel ansehen und mit der Einstellung "Hauptsache, fährt..." zu Werke gehen, also Wartung und Kundendienst ignorieren und auch sonst jeden Werkstattaufenthalt scheuen - und alles muss billig oder am besten noch gratis sein. Solche unsicheren Zeitbomben kann ich nicht empfehlen und würde nur dringlichst davon abraten - Ausnahmen bestätigen die Regel! Viele dieser Autos haben nur noch Schrottwert.

Beim Verkauf wollen die Besitzer der Kleinwagen dann ziemlich oft noch irreale Preise sehen, weil sie der Meinung sind, den Wagen "ja immer sehr gepflegt zu haben", also im Klartext alle paar Jahre mal Öl nachgefüllt haben, alle zwei Jahre zum TÜV fuhren und vielleicht irgendwann mal ein paar billige Kaufhaus-Fußmatten für 9.99 Euro oder ein CD-Radio vom Discounter dazu gekauft haben. Der 200.000-Kilometer-Corsa B für 1.500 Euro mit fünf Vorbesitzern, 1998 endendem Serviceheft und deutlichen Gebrauchsspuren, dem man seinen Rost schon optisch ansieht und wo man sich fragt, wie dieses Auto TÜV bekam, wo bereits klar ist, dass der nächste TÜV nicht mehr drin ist, ist eine freche Sache, und in dieser Klasse eigentlich Standard. Muss das sein? Ganz klare Antwort: Nein!

Am Ende wird der billige Kleine dann durch den mitgeschleppten Wartungsstau und durch Reparaturen, die nötig wären, im Unterhalt dann oftmals doch so teuer, dass man unnötig viel Geld verbrennt und sich ärgert. Was wirklich nicht der Sinn der Sache sein kann, hat man wenig Geld. Es ist eindimensional und vermessen, wenn man nur auf den Verbrauch achtet.

Gerade im Low-Budget-Segment sind größere Autos, etwa der hier schon genannte ältere Mercedes, doch preiswerter zu haben, denn so etwas ist weniger gefragt denn der Kleinwagen, der von vielen in diesem Preissegment aus unklaren Gründen, oft aufgrund einer völlig einseitigen Kostenrechnung, die nur auf Verbrauchswerte abzielt, bevorzugt wird. Zudem sind größere Autos fast immer gepflegter - für das selbe Geld.

Opa Heinz hat sich eher so etwas wie einen Opel Vectra, Ford Mondeo, Mercedes C180 oder VW Passat Stufenheck, meinetwegen auch einen BMW 316i, sowie einen beliebigen Kompaktwagen wie einen Opel Astra oder Ford Escort gekauft denn einen Kleinwagen. Das ist die absolute Ausnahme. So viel teurer sind größere Autos auch nicht, und wer wegen solchen Beträgen herumfuchert, sollte lieber Bus und Bahn benutzen: Daran sollte es nicht scheitern!

Auf gut Glück!

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Themenstarteram 22. Juni 2014 um 14:06

http://suchen.mobile.de/.../195568204.html?...

 

Der macht auch ein guten Eindruck :)

Momentan sind sehr viele Fiat Puntos und Stilos 1.2 zu finden in der Preiskategorie, was ist davon zu halten?

Mein Fav ist übrigens der Renault Clio, denn muss ich dann vorne lackieren lassen.

meiner wäre der fiesta,der sieht für mich erstmal nachm geringeren übel aus

die fiat puntos sind üble gammelkisten,so einen hat vor kurzen nen bekannter in abarth-optik mit 75ps & frischer HU deswegen grad mal für nur paar hundert euros losbekommen :eek:

von den renaults halte ich auch nicht mehr

die polos sind an sich gute autos,aber grad die beiden sind mir auch net so geheuer,zum einen präsentiert man in so nem angebot keinen ganz so frisch gewaschenen wagen & bei dem anderen scheinen schon teile,bzw. blenden im stossfänger zu fehlen & irgendwas scheint mit den türen auch nicht zu stimmen ?!

abstriche muss man in der preisklasse sicher machen,trotzdem finde ich den ford symphatischer,zumal er auch so das modernere,geräumigere,flottere & bessere auto in deiner auswahl is :)

Fiesta und Clio sehen gut aus, der letzte Punto ist auch attraktiv. Mit dem Clio macht man nicht viel falsch, allein die Felgen sollten bei ebay über 100 Euro geben. Sonst ist das die Basis für die immer als "mit solider Renault-Technik" beschriebenen Dacias. Der Fiesta hat den falschen Motor, aber bei einer Probefahrt kann man ja ausprobieren, ob man damit leben kann. Zum Punto weiß ich nicht viel, wahrscheinlich besser als sein Image.

Polo ist wohl die schlechteste Wahl in der Klasse, darüber habe ich schon viel zu viele Horrorstories gehört und gelesen, der in den Angeboten verbaute Motor taugt NICHTS! Weder langlebig noch frostsicher und erst recht nicht sparsam.

http://www.honestjohn.co.uk/carbycar/volkswagen/polo-iv-2002/

Der Kia Picanto dürfte bei der Laufleistung am Ende seiner wirtschaftlich sinnvollen Lebenszeit sein, ich würde die Finger davon lassen. In den ersten Jahren waren Getriebeschäden nicht selten.

Nach Hyundai Getz kann man suchen, recht erwachsene und gelungene Kleinwagen aus dem gleichen Konzern.

Ansonsten würde ich noch nach basismotorisierten Kompakten schauen. Astra, Peugeot 306, Citroen Xsara, Honda Civic, Rover 25 gibt es alle mit sparsamen Motoren bis 75 PS.

Themenstarteram 22. Juni 2014 um 19:46

Hallo, Danke für eure kompetente Hilfestellung. Ich werd mir Morgen mal den Clio anschauen, weil der auch in der nähe meiens Wohnortes liegt. Wenn das nichts wird, werd ich mir den Ford Fiesta genauer anschauen. Hyundai Getz hatte ich eine in Aussicht, leider ist der schon verkauft :(

 

die getz sind net schlecht,gute & günstige zu kriegen aber wohl tatsächlich nicht so einfach ?!

negative erfahrungen hört man über nahezu jedes auto,über autos wie den polo sicher mehr als z.b. über den getz,liegt aber mit hoher wahrscheinlichkeit auch zum grossen teil mit daran,das eines der fahrzeuge millionenfach in zig verschiedenen versionen unters volk gebracht wurde

bei dem modell jetzt bekommst ein auto,was auch unter heutigen aspekten noch sicherer ist,als so manch neues & so schlecht is man damit auch nicht wirklich unterwegs

beim punto gibts prinzipiell nicht viel zu meckern,das schlimmste was der oben besagte spezi zu beanstanden hatte,war schnell vergammelte abgasanlage (sportauspuff zum abarth-paket von jetex),die ständig erblindeten scheinwerferabdeckungen & vor allem rost

rost is unter umständen auch nen thema bei fiesta,wie auch bei vielen anderen kleinwagen,allerdings da net allzu arg wie bei diesem fiat

mit polo & fiesta bist in dieser auswahl gefühlt fast ne nummer höher unterwegs,wenn man sich mit der recht einfachen verarbeitung & der strammen federung des ford anfreunden kann,macht man mit den autos net viel falsch

ich würde an deiner stelle evtl. noch den corsa C in betracht ziehen,is auch nen recht moderner & schicker mini & wenn man die finger von den dieseln,wenn möglich auch von den dreizylindern lässt,bekommt man nen solides & bequemes autochen

ford & opel sind zwar net so wirklich mein fall,aber bei den kleinen finde ich sie doch ganz gross :)

Mit 'nem scheckheftgepflegten 190er Benz und TÜV machst du längerfristig vermutlich mit am wenigsten falsch, auch wenn er deinen Kriterien nicht gerecht wird. Ersatzteile gibt's haufenweise auf'm Schrottplatz und eBay, Einbau kein Problem.

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Gerade das zweite Objekt mit 100.000 Kilometern, 1. Hand Benz und 2. Hand von einem Herrn Bj. 1939 sieht ganz nett aus, am Preis sollte noch was gehen.

Gruß

Themenstarteram 22. Juni 2014 um 21:17

Ne, Sorry aber die alten Benz sind garnicht mein Fall. Mit so ne alten Schüssel lass ich mich nicht Blicken und irgendwelche Ersatzteile noch Einabauen hab ich weder Zeit noch das nötige Wissen :eek:

Zitat:

Original geschrieben von Mr.Blade

Mit 'nem scheckheftgepflegten 190er Benz und TÜV machst du längerfristig vermutlich mit am wenigsten falsch, auch wenn er deinen Kriterien nicht gerecht wird. Ersatzteile gibt's haufenweise auf'm Schrottplatz und eBay, Einbau kein Problem.

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=245464852&asrc=st

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=244477009&asrc=st

Gerade das zweite Objekt mit 100.000 Kilometern, 1. Hand Benz und 2. Hand von einem Herrn Bj. 1939 sieht ganz nett aus, am Preis sollte noch was gehen.

Gruß

am 22. Juni 2014 um 21:32

Das ist unklug, denn diese "alten Schüsseln" zählen zum zuverlässigsten, was so auf den Straßen zu finden ist. Außerdem sind die Preise z.Zt. am Boden, es ist gut möglich, dass diese Autos im Wert steigen. (Youngtimer, Klassikerpotential)

Ansonsten rate ich dir auch eher zu Fiesta und Clio. Und bitte: NIEMALS den Polo mit 3-Zylinder. Das ist mit das schlimmste, was VW je verzapft hat.

Themenstarteram 22. Juni 2014 um 21:49

Vieles spricht momentan für den Clio. TÜV neu, gute Reifen (8-fach), CD Anlage, Klima, 5 Türer, 155 Tsd, dürfte mich für die nächsten 1,5 Jahre sicher von A nach B bringen. Ich will halt möglichst kein Geld mehr in das Auto stecken im nachhinein. Wenn ich noch bisschen Verhandlungsgeschick habe und es auf ca 1250EUR runterhandel, dann passts doch eh :p

 

Zitat:

Original geschrieben von futura03

Das ist unklug, denn diese "alten Schüsseln" zählen zum zuverlässigsten, was so auf den Straßen zu finden ist. Außerdem sind die Preise z.Zt. am Boden, es ist gut möglich, dass diese Autos im Wert steigen. (Youngtimer, Klassikerpotential)

Ansonsten rate ich dir auch eher zu Fiesta und Clio. Und bitte: NIEMALS den Polo mit 3-Zylinder. Das ist mit das schlimmste, was VW je verzapft hat.

Zitat:

Original geschrieben von mirabeau

 

Polo ist wohl die schlechteste Wahl in der Klasse, darüber habe ich schon viel zu viele Horrorstories gehört und gelesen, der in den Angeboten verbaute Motor taugt NICHTS! Weder langlebig noch frostsicher und erst recht nicht sparsam.

Exakto- gerade der 1,2 hat das üble Prob mit der Steuerkette,zudem frisst er Zündspulen ohne ende^^,Bremsanlage im Alter nicht standfest

Verbrauch liegt höher als bei meinem 2 Liter Mondeo

wir haben einen 1,2 L in der Familie,der ist scheckheft gepflegt-trotzdem Dauergast in der Werke!

Zitat:

Original geschrieben von emozog

Mit so ne alten Schüssel lass ich mich nicht Blicken

Du schlägst Fiat Punto und Renault Clio vor, willst dich aber in 'nem klassischen und zuverlässigen Benz nicht blicken lassen? :D :confused: Ich denke, mit einem Budget von ca. 1500€ und dem Ziel, längerfristig kostengünstig von A bis B zu kommen, sollte es an einem Stück weit Kompromissbereitschaft nicht fehlen, auch wenn du fürs Geld grundsätzlich relativ viele Modelle erwerben könntest. Der 1.8 E ist unter Garantie eher für Langstrecken - die ja lt. eigener Aussage in dein Streckenprofil fallen - geeignet als ein kleiner 1.2l Motor mit 155.000 Kilometer.

Zitat:

Original geschrieben von emozog

und irgendwelche Ersatzteile noch Einabauen hab ich weder Zeit noch das nötige Wissen :eek:

Das musst auch gar nicht. Im Falle eines Defekts sind sie halt super-günstig zu beschaffen. "Einbauen lassen" geht in jeder freien Werkstatt, wie auch bei den übrigen, älteren Fahrzeugen.

Gut, Clio und Fiesta sind keine schlechten Fahrzeuge, gerade bei Renault gibt es für relativ wenig Geld relativ viel Auto. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass du bei einem 2002er Clio von Privat, bei welchem nichtmal ein gepflegtes Scheckheft vorhanden zu seinen scheint, die nächsten 1,5 Jahre ohne Wartungskosten auskommen wirst oder konkret "nichts ansteht". Solche absurd kurzen Fahrzeugbeschreibungen sprechen häufig für sich. Wenn du solch einen relativ modernen Clio gerne hättest, würde ich das Budget ein bisschen erhöhen, dann ist das kein Problem.

Von Fiat Stilo und Peugeot 307 ist (in deinem Preissegment) nur abzuraten.

Gruß

Zitat:

- TÜV NEU

Machbar.

Zitat:

- 8 fach bereift

Auch machbar.

Zitat:

- keine großen Reperaturen ausstehend

Auch machbar, aber nicht unbedingt in der Kleinwagenklasse. Kleine Autos sind speziell im Low-Budget-Segment und dann, wenn man noch baujahrsfixiert ist, wovon ich sowieso nichts halte, weil man dadurch gute Autos vorsätzlich zum eigenen Nachteil ohne Grund aussondert, ziemlich schlecht erhalten und dazu noch überteuert, weil jeder danach sucht. Ein Kompakter (Ford Focus I, Opel Astra G) ist fast immer die bessere Wahl. Hier kann man auch scheckheftgepflegte Autos bekommen, was beim Kleinwagen selten drin ist oder nur durch Glückstreffer: Den tollen, perfekt gepflegten und immer bei Opel gewarteten, durchreparierten Corsa von Oma Margarete kann es freilich schon geben, aber das ist ein Zufallsgriff!

Zitat:

- CD/HIFI Anlage, Klima, Rücksitz umklappbar, Servo, (wenn Möglich)

Die letzten beiden Extras sind meist Grundausstattung gewesen, ein CD-Radio kann man sich nachrüsten, wenn man dran klebt. Kleiner Rat: Autos, die noch das originale Werks-Kassettenradio haben, sind oft seriöser als irgendwelche Kleinwagen, wo die Vorbesitzer schon dicke Anlagen eingebaut haben! Die Klimaanlage war aber bei Kleinwagen um die Zeit, in der die Autos neu waren, um die es jetzt geht, kaum verbreitet und relativ selten. Diese gab es fast nur in Sondermodellen wie dem Ford Fiesta Mk4 "Style" (den ich auch empfehlen möchte, auch wenn wir mit Baujahr 2001 nicht hinkommen), ansonsten waren sie so teuer, dass kaum jemand sie in seinen Kleinwagen einbauen ließ.

Zitat:

- BJ > 2001

Bestimmt machbar, ich würde mich aber nicht drauf versteifen. Dadurch grenzt man, wie ich schon schrieb, ohne triftigen Grund von selbst und zum eigenen Nachteil gute Autos aus - nur weil sie (bspw.) obwohl typgleich im Juli 2000 statt im Juli 2001 zugelassen worden sind: Das ist eigentlich Unfug!

Zitat:

- > 55 PS

Das ist machbar.

Zitat:

wenn Möglich: 5 Türer.

Auch das ist machbar.

Nun zu den gezeigten Autos:

Den silbernen Polo 1.2 von 2002 halte ich für ein mittelmäßiges Geschäft. Viele Kilometer, fehlendes Radio und fehlende Zubehörteile (Abdeckklappen für die Scheinwerfer-Waschanlage) und Rest-TÜV von neun Monaten sprechen für einen durchschnittlichen Wagen. Gut, es ist ein 9N, die sind immer noch recht teuer und auch sehr zeitlos - aber ich würde es nicht wagen. Hier kann zu viel passieren, außerdem war die VW-Qualität um 2002 in allen Klassen (auch bei Golf, Passat.......) nicht gerade der Maßstab.

Der 2002er Renault Clio macht einen properen Eindruck und wäre gegenüber dem Polo klar zu bevorzugen: Besserer Gegenwert, mehr Platz, volle zwei Jahre TÜV, gute Ausstattung - und der Motor ist zuverlässig. Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung. Was man wissen sollte: Die Probleme, welche Renault um 2002 mit Laguna II und Mégane II hatte, strahlten auf den Clio nicht ab. Ein Auto, das fair zu sein scheint, und für 1.200 Euro oder weniger (verhandeln!) kann man den kaufen!

Der Kia Picanto von 2005 ist in meinen Augen etwa so mittelmäßig wie der Polo. Sicher kein schlechtes Geschäft, er dürfte recht zuverlässig sein, aber das Inserat gibt kaum etwas her, und eigentlich ist der fast zu billig. Bei Händlern kosten derartige Fahrzeuge durchaus gern noch an die 2.000 Euro oder mehr, sieht man von der hohen Laufleistung ab. Dem Auto kann ich nichts abgewinnen!

Der 202.000-Kilometer-Polo von 2003 kommt aus erster Hand und hat einen neuen TÜV-Stempel. Dafür aber den kleinen 64-PS-Motor und kaum Extras - dennoch seriöser als das erste Polo-Angebot! Ein Auto, das so lange in erster Hand bewegt wird, kann so schlecht nicht sein; vermutlich erfolgten auch schon einige Reparaturen, sonst hätte er die 202.000 Kilometer nicht so rasch erreicht. Das Auto kann man sich zumindest ansehen, zu teuer wäre er mir dennoch. 1.300 Euro - mehr nicht!

Der Fiat Punto von 2001 - warum nicht? So schlecht sind die gar nicht; der Gezeigte hat sogar eine Klimaanlage, aber auch ihn halte ich für zu teuer. Mehr als 1.200 Euro sollte man für den Italiener nicht ausgeben. Qualitativ und auch von der Zuverlässigkeit her ist der Fiat mit dem Renault Clio zu vergleichen.

Für den 2004er Punto nach der Modellpflege im Frühsommer '03 gilt im Grunde das Gleiche. Das sind grundsätzlich gute und pflegeleichte Autos, die das Zeug dazu haben, relativ lang ihren Haltern zu dienen. Hier erfolgte wohl ein neuer Ölwechsel, auch der Zahnriemen wurde getauscht, das ist sehr gut, aber bei einem in der Stadt gefahrenen Auto (Standort München) sollte man aufpassen. Dennoch: Für 1.500 Euro ist das hier ein guter Gegenwert.

Zitat:

Original geschrieben von Mr.Blade

Mit 'nem scheckheftgepflegten 190er Benz und TÜV machst du längerfristig vermutlich mit am wenigsten falsch, auch wenn er deinen Kriterien nicht gerecht wird. Ersatzteile gibt's haufenweise auf'm Schrottplatz und eBay, Einbau kein Problem.

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=245464852&asrc=st

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=244477009&asrc=st

Gerade das zweite Objekt mit 100.000 Kilometern, 1. Hand Benz und 2. Hand von einem Herrn Bj. 1939 sieht ganz nett aus, am Preis sollte noch was gehen.

Gruß

Stimmt alles, von der Zuverlässigkeit her sind die auch besser als alle diese Kleinwagen zusammen. Wenn der 190er erst richtig anfängt und langsam zur Höchstform aufläuft, wandert der Kleine ziemlich bald auf den Schrottplatz, wenn er da nicht sowieso bereits seit einiger Zeit herumliegt.

Zitat:

Von Fiat Stilo und Peugeot 307 ist (in deinem Preissegment) nur abzuraten.

Das sind mit die schlimmsten Gebrauchtwagen, die es gibt. Selbst für 5.000 Euro kann man sich beim Stilo und dem 307 wirklich nicht sicher sein und sollte lieber die Finger von solchen Fahrzeugen lassen: Man macht sich arm und unglücklich! Schneller kann man kein Geld verbrennen. Finger weg!

Zitat:

Ich denke, mit einem Budget von ca. 1500€ und dem Ziel, längerfristig kostengünstig von A bis B zu kommen, sollte es an einem Stück weit Kompromissbereitschaft nicht fehlen, auch wenn du fürs Geld grundsätzlich relativ viele Modelle erwerben könntest. Der 1.8 E ist unter Garantie eher für Langstrecken - die ja lt. eigener Aussage in dein Streckenprofil fallen - geeignet als ein kleiner 1.2l Motor mit 155.000 Kilometer.

Das sehe ich genauso. Wenn dir der 190E 1.8 nicht zusagt, kann ja auch ein Opel Vectra B 1.6-16V aus Rentnerhand mit Serviceheft, die es für 1.500 Euro zweifellos gibt, eine Methode der preiswerten und guten Fortbewegung darstellen. Es muss ja kein alter Mercedes sein, wenn du damit nicht auf einen grünen Zweig kommst oder anderweitige Vorbehalte hegst.

So ein Mittelklassewagen - oder lassen wir's einen Kompakten, etwa einen Ford Focus I oder Opel Astra G sein, damit machst du auch meist keinen Fehler - ist meist für das gleiche Geld erheblich besser als ein Low-Budget-Kleinwagen. Schlecht waren deine Vorschläge nicht, bis auf die Polos und den etwas seltsamen Kia Picanto, aber es geht besser!

Wer wenig Geld ausgeben will, denkt immer an ältere Kleinwagen, aber das ist ein Fehler und treibt auch die Preise an. Ältere Kleinwagen für wenig Geld sind meist in einem desolaten Zustand und eher was für den Schrottplatz. Von exakt dieser Garde von Gebrauchtwagen kann ich nur abraten. Die sind natürlich beliebt und vor allem jungen, wenig erfahrenen Autofahrern ohne Kenntnisse von der Materie als Sinnbild preiswerten Fahrens bekannt, aber oft verhältnismäßig teuer, ungepflegt, durch viele Hände gegangen, haben technische Defekte und wurden oft noch von Leuten gefahren, die Autofahren für notwendiges Übel ansehen und mit der Einstellung "Hauptsache, fährt..." zu Werke gehen, also Wartung und Kundendienst ignorieren und auch sonst jeden Werkstattaufenthalt scheuen - und alles muss billig oder am besten noch gratis sein. Solche unsicheren Zeitbomben kann ich nicht empfehlen und würde nur dringlichst davon abraten - Ausnahmen bestätigen die Regel! Viele dieser Autos haben nur noch Schrottwert.

Beim Verkauf wollen die Besitzer der Kleinwagen dann ziemlich oft noch irreale Preise sehen, weil sie der Meinung sind, den Wagen "ja immer sehr gepflegt zu haben", also im Klartext alle paar Jahre mal Öl nachgefüllt haben, alle zwei Jahre zum TÜV fuhren und vielleicht irgendwann mal ein paar billige Kaufhaus-Fußmatten für 9.99 Euro oder ein CD-Radio vom Discounter dazu gekauft haben. Der 200.000-Kilometer-Corsa B für 1.500 Euro mit fünf Vorbesitzern, 1998 endendem Serviceheft und deutlichen Gebrauchsspuren, dem man seinen Rost schon optisch ansieht und wo man sich fragt, wie dieses Auto TÜV bekam, wo bereits klar ist, dass der nächste TÜV nicht mehr drin ist, ist eine freche Sache, und in dieser Klasse eigentlich Standard. Muss das sein? Ganz klare Antwort: Nein!

Am Ende wird der billige Kleine dann durch den mitgeschleppten Wartungsstau und durch Reparaturen, die nötig wären, im Unterhalt dann oftmals doch so teuer, dass man unnötig viel Geld verbrennt und sich ärgert. Was wirklich nicht der Sinn der Sache sein kann, hat man wenig Geld. Es ist eindimensional und vermessen, wenn man nur auf den Verbrauch achtet.

Gerade im Low-Budget-Segment sind größere Autos, etwa der hier schon genannte ältere Mercedes, doch preiswerter zu haben, denn so etwas ist weniger gefragt denn der Kleinwagen, der von vielen in diesem Preissegment aus unklaren Gründen, oft aufgrund einer völlig einseitigen Kostenrechnung, die nur auf Verbrauchswerte abzielt, bevorzugt wird. Zudem sind größere Autos fast immer gepflegter - für das selbe Geld.

Opa Heinz hat sich eher so etwas wie einen Opel Vectra, Ford Mondeo, Mercedes C180 oder VW Passat Stufenheck, meinetwegen auch einen BMW 316i, sowie einen beliebigen Kompaktwagen wie einen Opel Astra oder Ford Escort gekauft denn einen Kleinwagen. Das ist die absolute Ausnahme. So viel teurer sind größere Autos auch nicht, und wer wegen solchen Beträgen herumfuchert, sollte lieber Bus und Bahn benutzen: Daran sollte es nicht scheitern!

Auf gut Glück!

....ergänzend zu Hans möchte ich noch sagen, dass die Klimaanlage beim MK-4 Fiesta (1996 bis 1999) SERIENMÄßIG im Modell "Style Cool" was nur 1999 gebaut wurde war. Ebenfalls serienmäßig war die Klimaanlage im Fiesta MK-5 (1999 bis 2001) Futura und Ghia.

Für 1.500 € bekommt man bereits SEHR GUTE Fiesta MK-4 und 5. Da kann es auch gerne ein Ghia werden, der unter anderem Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und beheizbare Frontscheibe und Außenspiegel hat. Sollte das CD-Radio NICHT verbaut sein, kann man sich für 10 bis 20 € auf dem Schrottplatz ein passendes original von Ford kaufen, die Teile werden einem hinter her geworfen.

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