Gasbetrieb bei durchgehend 140km/h und das 160km/Tag?
Hallo,
überlege ne Umrüstung, das heißt bin schon zu 95% überzeugt, zieh mich nur etwas... und hab noch ein paar Fragen, die Ihr mir aus Euren Erfahrungen vielleicht beantworten könnt:
Irgendwie lese ich immer wieder, dass es mit Gasbetrieb bei zu hohem Drehzahlbereich zu Probleme kommt. Nehme mal an, dass es Verschließerscheinungen sind, auf die das Auto ohne Gasanlage nicht vorbereitet ist, wie Ventile kaputt oder so (Kenn mich nicht so wahnsinnig gut aus). Dieser zu hohe Drehzahlbereich für Autogas soll bei 4000 Umdrehungen anfangen.
Jetzt fahr ich aber jeden Tag zweimal 80km und das weitgehend durchgehend mit 140km/h, womit diese 4000 Umdrehungen ziemlich genau erreicht sind. (halt 80km größtensteils Autobahn)
Kann denn das Auto diese Dauerbelastung sozusagen am Limit trotzdem gut verkraften oder ist das alles Humbug?
Würd da gern mal verschiedene Meinungen und Argumentationen hören/lesen...
Will ja nicht umrüsten, um dann festzustellen, dass "Autogebrauch" gar nicht Gas passt...
Oder kann man da vielleicht vorbeugen, indem man bestimmte Teile vorher schon in "autogasrobuste" austauscht?
Viele Grüße!
Beste Antwort im Thema
Also ich finde diese Drehzahldiskussionen etwas ermüdend.
Die Drehzahl sagt 0,nichts über die Last des Motors aus...
wenn ich z.B. 140Kmh auf der Autobahn mit Tempomat fahre dann gibt es da strecken die gehen gerade aus... leicht berg ab... steil berg ab.. leicht berg auf und steil berg auf...
Vollast bedeutet bei mir ~50L /100KM im Rennbetrieb.
also 140kmh...
steil berg ab = Verbrauch 0-2L (größtelteils 0 da Schubabschaltung)
leicht berg ab = ~4L
gerade aus = 6-8L
leicht berg auf = 8-12L
stark berg auf = 10-18L
alles sind Momentanverbräuche..
d.H. kein Motor der Welt spritzt immer genau die gleiche Menge Sprit bei Drehzahl X ein also kann man ein Motor mit 2000UPM und fast Vollast fahren aber genauso mit 7000upm ohne oder mit nur geringer Last....
also genieß das Fahren auf Gas und mach dir weniger gedanken um den Motor 😉
18 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von go_modem_go
Ich fahre 2x die Woche jeweils 400km am Stück mit 160-180km/h auf Tempomat im LPG Betrieb, meist nachts (ca. 3600-4000 U/Min).Mit diesem Fahrprofil auf LPG seit über 70tkm, und jetzt 190tkm Gesamt-km Stand. Bisher Problemlos.
Der Wagen sollte definitiv gasfest sein - d.H. gehärtete Ventile.
Wenn dies nicht der Fall ist (wie bei meinem Volvo 2.4l Fünfzylinder-Turbo - leider ohne Hydroventilspielasgleich):
Nie am Limit fahren, ab 4000U/Min schalte ich grundsätzlich auf Benzin um, auch bei Beschleunigung mit Vollgas aus unteren Drehzahlbereichen raus. Trotz Flashlube Unterdruckdosierflasche (dem Zeug traue ich nicht, da ich einen Turbo habe - auf Langstrecke läuft da wegen permanetem Überdruck kaum was durch).
tja, die Volvos als Turbo....die sind tatsächlich in den Listen als "nicht gasfest" drin. Aber vielleicht tröstet es dich, das auch die Sauger nicht unbedingt unemfpindlicher sind.
Meiner hatte im November auch die Prozedur durchgemacht....Kopf runter, Ventile neu einschleifen, neue Schaftdichtungen etc. Die Ventile selber waren ohne Makel, jedoch stimmte das Ventilspiel gar nicht mehr.
Flashlube: bei Turbos hilft nur die elektronische Einspritzvariante, die mittlerweile auf dem Markt ist, angeblich.
wenn du ab 4000 auf Benzin fährst und auch beim Beschleunigen aus unteren Dz, dann ist das Fahren mit LPG doch kaum noch sinnvoll, oder??
Zitat: (von m.p.flasch)
"ICh will auch mal so lange am Stück 140 km/h schnell fahren können in Deutschland auf der Autobahn. Verrätst Du mir, wo das geht? Ich meine, ich fahre auch lange Stücke 210 km/h und am Ende der Strecke errechnet mein Navi dann immer die Durchschnittgewindigkeit von 90-105 km/h... Da vertun sich viele mit ihrer "Durchschnittsgeschwindigkeit"..."
Naja, "Durchschnittsgeschwindigkeit" hab ich das ja auch nicht genannt. 😉 Aber wenn ich 2/3 meiner Fahrzeit 140km/h fahren kann und dann für einen Autobahnwechsel etwas abbremsen muss, dann würde ich das schon als "weitgehend durchgehend" bezeichnen. (Frag mich grad, wie ich auf die Formulierung kam...)
Ich find's gut, Eure Erfahrungen zu lesen. Schneller fahren mag ich eh nicht, weil's mir dann zu laut wird. 😉
DANKE schon mal fürs Feedback!
Zitat:
Original geschrieben von Bert B.
tja, die Volvos als Turbo....die sind tatsächlich in den Listen als "nicht gasfest" drin. Aber vielleicht tröstet es dich, das auch die Sauger nicht unbedingt unemfpindlicher sind.Meiner hatte im November auch die Prozedur durchgemacht....Kopf runter, Ventile neu einschleifen, neue Schaftdichtungen etc. Die Ventile selber waren ohne Makel, jedoch stimmte das Ventilspiel gar nicht mehr.
Das betrifft nur die Volvos seit ca. Bj. 2000 (also dem Ford Einstieg). Vorher waren die allesamt gasfest, aber Ford hat dann die Hydrostössel der Ventile eingespart (d.h. auf 50er Jahre Schlapphebel-Technik zurückgerüstet), und später sogar noch die Ventilspielkontrollbohrlöcher eingespart (mind. €500 nur für die Ventilspielkontrolle)!!!!
NIE WIEDER VOLVO. Unter chinesischer Cheely-Regie wird es bestimmt nicht besser werden!
Zitat:
Original geschrieben von Bert B.
wenn du ab 4000 auf Benzin fährst und auch beim Beschleunigen aus unteren Dz, dann ist das Fahren mit LPG doch kaum noch sinnvoll, oder??
Ich fahre bei 90% zügiger Langstrecke mit
11.8l LPG Verbrauch und zusätzlich 1.3l/100km Start- und Vollgasbenzin. Dies entspricht in etwa 20% Mehrverbrauch gegenüber Benzin, bei meiner (recht zügigen) Fahrweise.
Beim Beschleunigen schalte ich nur auf Benzin, wenn ich mehr als 3/4 Gas bzw. voll durchtrete (d.H über 18l Momementanverbrauch laut BC).
Dank der ausreichenden Leistung des 2.4l Turbos ist dies eher selten nötig, etwa um einem nervigen Autobahn-Drängler / Vertreter mit Audi A4 / Passat / Opel Vectra /( Ford Mondeo Chiptunung Rußwolken-Tdi mal zu zeigen wo der Hammer hängt... 😉)
Und ob sich das lohnt. Die €2350.- Umrüstkosten für eine Prins VSI mit 80l netto Röhrentank habe ich schon lange rausgefahren - und sogar einen vierstelligen Betrag gespart, bei inzwischen 70tkm auf Gas.
Ich gönne mir als Benzin nur Super+, mit etwas Ventilzusatz (tanke dies aber NIE wieder in Deutschland, sondern nur in der Schweiz, Österreich und Luxembourg, bzw. Notfalls am Supermarkt in Frankreich).
Zitat:
Original geschrieben von Toledo_IZ
Ich find's gut, Eure Erfahrungen zu lesen. Schneller fahren mag ich eh nicht, weil's mir dann zu laut wird. 😉
DANKE schon mal fürs Feedback!
Na dann bekommst du noch meine Meinung dazu. Ich hatte den gleichen Motor im A4 (1.8 20V 125PS)
Das Ding war fürchterlich kurz übersetzt und schnurrte auch bei 140 mit 4000U - ich fand das sehr merkwürdig. Klar kam der mit dem Motor auf 210, aber es klang schon bei Reisegeschwindigkeit von 160
wie eine Nämaschine kurz vor dem Abheben. Aber den Motor kannst du ruhig mit Gas fahren auch über 160. Ich hab das Teil 2x wöchentlich auf B-N am Tag 800km durch die Gegend gehetzt. Nach 100.000km auf Gas hab ich ihn verkauft bei besten Kompressionswerten.
Aber ernsthaft, ich würde mir einen mit länger übersetztem höchstem Gang holen, dann kannst du die 160 nicht nur sparsam sondern auch noch wesentlich ruhiger fahren. Zum Beschleunigen kann man ja immer noch runter schalten.
Der aktuelle A6 wird durch einen V6-er gepeitscht. Wenn ich mit dem langsamer als 140 (2500U/min) fahren würde, würde der kaputt gehen. 😁
Der Verbrauch ist bei gleicher Geschwindigkeit im A6 2.4 übrigens sogar geringer als im hochdehenden A4 1.8 (12 statt 13 l LPG), liegt an der Drehzahl will ich meinen.
Wenn du auf Benzin zurückschaltest, "um den Motor zu schonen" dann tust du diesem aber keinen Gefallen. Auf Benzin verschleißt der Kollege meßbar schneller. Aber mit der Kombi 1.8/4000U (wenn es denn sein muß) würd ich Geschwindigkeiten jensets der 150 nach Möglichkeit meiden und jenseits der 180 einfach nur lassen.