ForumKaufberatung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Kaufberatung
  5. Gab's hier nicht mal ne allgemeine Anleitung Gebrauchtwagenkauf?

Gab's hier nicht mal ne allgemeine Anleitung Gebrauchtwagenkauf?

Themenstarteram 5. Oktober 2020 um 18:32

Moin zusammen,

ich meine, ich hatte vor ner Weile hier mal einen Thread gesehen, was man beim PKW-Gebrauchtwagenkauf (Alter z.B. 5-15 Jahre) beachten sollte, um nicht unwissend Mist angedreht zu bekommen. Leider finde ich den nun nicht mehr wieder - kann jemand helfen? Mich interessieren Dinge wie

- kann man auch als Nicht-Fachmensch von privat oder einem Feldwaldwiesen-Händler kaufen, solange der Wagen scheckheftgepflegt ist, man ihn vor dem Kauf in ner Werkstatt durchprüfen lässt und ggf. auch nochmal bei einer Werkstatt anruft, bei der frühere Inspektionen gemacht wurden, um den km-Stand zu überprüfen?

- lohnt sich beim Händler ne Garantie oder deckt die eh nur billige Dinge ab und man wähnt sich mit extra bezahltem Geld in Sicherheit, bis dann doch ein großer Schaden passiert? Ich meine nicht die gesetzlich verpflichtende Gewährleistung, sondern kostenpflichtige Zusatzgarantien.

- worauf kann man selbst bei ner Probefahrt achten, um sich z.B. die Kosten für den Werkstattcheck zu sparen, wenn man Dinge schon vorher selbst merkt?

Vielen Dank!

Beste Antwort im Thema

Hi,

ich habe vor einigen Jahren mal ein Dokument für mich als Checkliste und ein paar Bekannte zusammengeschrieben. Vielleicht hilft dir das auch ein wenig. Weiß gar nicht, ob man hier einfach pdfs hochladen kann.

Hatte für den einen Bekannten auch eine etwas ausführlichere Variante aufgesetzt, da der mit der Liste auch nicht ganz wusste, wo er dran zu rütteln hat. Falls da Bedarf dran besteht, sag Bescheid.

Edit: Hab sie mal mit rausgesucht. Geht aber nur ein pdf pro Post.

21 weitere Antworten
Ähnliche Themen
21 Antworten

TÜV oder KFZ-Sachverständige, bei weiter Entfernung lohnt sich das über diepruefer abzuwickeln, ist sehr zu empfehlen!!!

Finde die Idee der Checks in der Theorie ja gut. In Praxis hat es irgendwie nie hingehauen, dass gerade eine Stelle in Probefahrtreichweite ist, geöffnet hat oder eine Hebebühne frei hat. Von daher hab ich das auch noch nie mitgenommen.

Besonders einmal ein richtiges Diagnosegerät dran zu haben und eine fachkundige Meinung zu beweglichen Teilen am Unterboden zu bekommen fände ich als Halbwissender sehr praktisch.

Die freundliche, bekannte freie Werkstatt, die das für einen Kaffee macht ist leider meistens nicht da, wo man das Auto besichtigt. Und wenn ich wirklich gut mit denen befreundet bin würde ich einen davon gleich fragen, ob er für einen Fuffi mit mir nach Feierabend zwei Kandidaten abklappern kann. Meiner Meinung nach das absolute Idealszenario, wenn man selbst kein Hobbymechaniker ist.

Hauptsache, man besichtigt das Auto nicht alleine und hat zuvor seine Hausaufgaben gemacht (modellspezifische Schwachstellenrecherche, nicht nur 5 Minuten googeln). Muss nichtmal jemand mit großem Technikverständnis sein, auch wenn das natürlich besser wäre. Hauptsache, die Person kann sich neutral und distanziert verhalten.

Als Gelegenheitskäufer ist man dem professionellen Verkäufer einfach ausgeliefert. Der wickelt dich um den Finger. Man selbst ist auch so schon aufgeregt und übersieht oder vergisst schon mal was bei der Besichtigung und vor allem man ist in gewisser Weise schon vorbelastet. Immerhin hat man sich genau das Auto ja schon zum Anschauen herausgepickt und gewisserweise darauf eingestellt.

Die zweite Person muss also hauptsächlich mit 2m Abstand dich und den Verkäufer unbeeindruckt und desinteressiert am Auto überwachen:

  • Dich von zu viel blinder Euphorie wieder in die Realität zu den Fakten verfrachten,
  • An deiner Stelle den Verkäufer und sein Verhalten mit Argwohn im Auge behalten (versucht er ablzulenken, dir etwas einzureden, deine Nervosität auszunutzen),
  • Dich Ermahnen bei der Liste zu bleiben und diese abzuarbeiten.
  • Dir die rosa Brille wieder abzusetzen, wenn du anfängst, die Objektivität zu verlieren und Mängel schönredest weil du dich verguckt hast ("Ach, das ist ja nur halb so wild"),
  • Buchführer über die Liste sein und Ansagen machen, was also nächstes dran ist. Besonders die Elemente bei der Probefahrt koordinieren, sonst vergisst du was.
  • Dafür sorgen, dass der Verkäufer bei der Probefahrt nicht ablenkt, reinredet oder das Radio und Gebläse kräftig aufdreht (falls er denn dabei ist)
  • moralische Unterstützung und ein zweites Paar Augen bieten.

Das kann auch jemand ohne große Ahnung von Autos. Nur ja niemanden mitnehmen, der sich nicht zurückhalten kann und dir auch noch reinredet, á la "Oh der sieht doch gut aus!" "Nehmen wir heute mit, oder?", oder gar vor dem Verkäufer: "Der Preis ist doch fair, da muss man nicht mehr verhandeln! Der muss doch auch von was leben!". Leider hat mich ein Elternteil bei meinem Mondeo mit 18 derart überrannt und vollkommen aus dem Konzept gebracht.

 

Zitat:

Super Liste, danke für die Mühe.

Lässt sich diese Liste oder beide Listen als "Ratgeber" o.ä. in diesem Forum anpinnen?

Danke. Schön, dass es jemandem nützt. Wenn da weiteres Interesse dahingehend kommuniziert wird, würde ich vorher nochmal mal etwas an Orthografie und Formatierung korrigieren wollen.

Themenstarteram 28. Oktober 2020 um 22:41

So, nochmal ein Update: es ist nun ein VW Caddy Bj. 2011 geworden.

 

Der Tipp mit der Dekra war Gold wert: die haben einen Mitarbeiter direkt zum Händler in die Kleinstadt geschickt, in der sie eigentlich keine geeignete Filiale haben und der hat sich den Wagen (offenbar rund 20 Minuten lang) vor Ort angeguckt, auch auf der Bühne. Danach bekam ich ein kleines Gutachten mit zahlreichen Fotos und Hinweisen, was alles nicht altersgemäße Mängel sind. Hier waren es (laut Gutachten im Wert von knapp 900,- Euro).

- 3. Bremsleuchte gebrochen

- Inspektion mit Ölwechsel fällig

- HU/AU fällig

- Koppelstangen der Vorderachse zu erneuern

- Bereifung der Vorderachse zu erneuern

- der völlig verrostete Endschalldämpfer musste ausgetauscht werden.

Das Gutachten selbst kostete mich nur 112,- Euro.

 

Der Verkäufer hatte ihm dort schon zugesagt, diese Dinge noch vor dem Verkauf noch auf seine Kosten zu reparieren. Fazit für mich: ich werde Autos nur noch so kaufen, das war echt klasse.

Wenn dem Verkäufer sowas Banales wie fällige HU und abgefahrene Reifen erst durch den Prüfer mitgeteilt werden muss, dann wird entweder sein Plan gewesen sein die Mühle ohne geringsten Aufwand weiterzuschieben oder er sollte er sich einen anderen Job suchen.

Hoffentlich wird die Koppelstangenreparatur fachgerecht erledigt.

Gute Fahrt mit deinem Neuen, gelohnt hat sich das Gutachten definitiv

Scheckheft? Nice to have, aber mich interessiert vor allem der IST-Zustand.

Kann hilfreich sein um den KM-Stand zu verifizieren.

Kann leicht manipuliert/gefälscht werden.

Themenstarteram 29. Oktober 2020 um 9:25

Zitat:

@pico24229 schrieb am 29. Oktober 2020 um 09:21:00 Uhr:

Scheckheft? Nice to have, aber mich interessiert vor allem der IST-Zustand.

Kann hilfreich sein um den KM-Stand zu verifizieren.

Kann leicht manipuliert/gefälscht werden.

Auch deshalb war mir der Dekra-Typ wichtig, um zu prüfen, ob der km-Stand plausibel ist. Was ich vorher auch nicht wusste: er konnte ins Register gucken und bestätigen, dass dieser Wagen noch nie in nen Unfall verwickelt war.

Ich hatte die Scheckkhefteinträge vor allem genutzt, um bei der vorherigen Werkstatt anzurufen und mir die damaligen km-Stände bestätigen zu lassen. Machen die nicht gerne, aber ging dann doch.

Zitat:

@Kathali schrieb am 29. Oktober 2020 um 09:25:59 Uhr:

Zitat:

@pico24229 schrieb am 29. Oktober 2020 um 09:21:00 Uhr:

Scheckheft? Nice to have, aber mich interessiert vor allem der IST-Zustand.

Kann hilfreich sein um den KM-Stand zu verifizieren.

Kann leicht manipuliert/gefälscht werden.

Auch deshalb war mir der Dekra-Typ wichtig, um zu prüfen, ob der km-Stand plausibel ist. Was ich vorher auch nicht wusste: er konnte ins Register gucken und bestätigen, dass dieser Wagen noch nie in nen Unfall verwickelt war.

....

100% ist das jedoch nicht, also schauen sollte man schon und dann entscheiden ob es unbedingt unfallfrei sein muss, oder man mit einem fachgerecht instandgesetzten Unfall auch klar kommt ... im Grunde haben fast alle Autos mal irgendwo einen Bums abbekommen, das bleibt nicht aus...

Also da stimme ich zu entscheidend ist der IST-Zustand, SH, Rechnungen sind dann nice-to-have, jedoch um so älter der Wagen, um so unwichtiger wird auch das, es bringt ja 0, wenn man weiß der Wagen hatte vor 10 Jahren die letzten regelmäßigen Ölwechsel ... einzige ausnahme bei gefragten Young/Oldtimer..

Kumpel hat mal sein Auto auf dem eigenen Gelände gegen eine Wand gefahren, repariert wurde dann auf eigene Kosten in einer Karosseriewerkstatt = der Wagen taucht nirgends als Unfaller auf, da weder Gutachter oder Versicherung involviert war, nur halt in den Rechnungsunterlagen der einen werkstatt, wenn das überhaupt mit Rechnung war ...:D

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Kaufberatung
  5. Gab's hier nicht mal ne allgemeine Anleitung Gebrauchtwagenkauf?