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Firmenwagenregelung

Themenstarteram 11. September 2022 um 20:53

Guten Abend zusammen!

Ich versuche mal, hier das Schwarmwissen zu nutzen. Es geht um eine alternative Firmenwagenregelung. Meine Frau darf aktuell ein Fahrzeug der Mittelklasse mit einer mtl. von netto 450 € fahren. Jetzt steht ein Fahrzeugwechsel an und bei der benötigten Jahresfahrleistung wird es mit der Summe knapp. Ihr Chef möchte zudem, dass eine CO2-Grenze von 100g unterschritten wird, ist jedoch bei der Leasingrate grds. verhandlungsbereit. Er möchte jedoch einen Vorschlag für eine nachhaltige Regelung, die nicht bei allen Mitarbeitern bei Bedarf angepasst werden muss.

Habt ihr eine Idee, wie man das unter einen Hut bekommt? Konkrete Leasingraten sind bei den aktuellen Preisentwicklungen schnell zu niedrig. Zudem unterscheiden sich die benötigten km bei den Mitarbeitern.

19 Antworten

Was ist in den 450€ inkludiert? Leasing, was ist mit Wartung, Versicherung, GEZ, Winterräder, Gebühren für Tankkarten...?

Den CO2 Grenzen Kram haben wir auch ein Jahr versucht und dann wieder sein gelassen.

Die Raten sind allgemein durch die Decke gegangen, wir zahlen teilweise das Doppelte für Nachfolge Fahrzeuge deren Leasing dieses Jahr ausgelaufen ist.

Bisher hatten wir ein System mit 3 Stufen, wer mehr wollte konnte durch Entgelt Umwandlung zuzahlen grob sah das Ganze so aus:

500,1000,1500€ pro Monat davon muss Leasing, Wartung, Winterräder, 2 Sätze Reifen, GEZ etc. gezahlt werden. KM kann sich der Mitarbeiter aussuchen Minimum sind 10k, maximal 30k. Wenn der Mitarbeiter über 30k fährt zahlt die Firma die Differenz am Ende. Bei 10-20k Verträgen muss der Mitarbeiter die Mehrkosten bis 30k tragen danach wieder die Firma. Daher haben die meisten mit 30k abgeschlossen da es quasi eine Flatrate ist.

2019 hat man für 1000, wo sich die meisten befanden, einen etwa 85k netto Wagen bekommen. Die meisten fahren 5er, E-Klasse, etc.. Alles zu Grosskunden Konditionen jetzt kostet sowas eher 1800.

Tesla haben wir 2018 mal versucht aber mochte unser Hauptpartner die Alphabet gar nicht, Restwerte waren nicht kalkulierbar danach nicht mehr versucht. Wir haben jetzt ein paar Elektro Autos aber die werden tendenziell von Leuten genommen die nirgendwo außer ins Büro fahren müssen und wir kriegen nur 6 Ladestationen, mehr verkraftet die Infrastruktur nicht das Gebäude ist immerhin schon 6 Jahre alt. Die Vielfahrer haben sich teilweise auf die Hybriden gestürzt, die sind jetzt auch komplett raus, weil die Tankrechnungen vor dem Ukraine Krieg total durch die Decke gegangen sind. Aktuell könnte es wegen des hohen Diesel Preises wieder anders aussehen...

Wir haben jetzt im Oktober Termine mit Alphabet, Mercedes Bank, VW Financial Services und auch einer Beratungsfirma für Firmenwägen und müssen das System für nächstes Jahr komplett überarbeiten. Ich denke aber das die Ausgaben für Firmenwägen massiv steigen werden und ich das auch voll mitgehen muss wir sind viel unterwegs, die Branche ist hart umkämpft und ein Wagen ab oberer Mittelklasse als Goodie auch wenn damit nur ins Büro gefahren wird absoluter Standard.

Wenn die Leasingrate gedeckelt ist und die Raten steigen, bleibt nur der Umstieg auf eine preiswerte Fahrzeugklasse. Das kann ja auch die Strategie des Arbeitgebers sein, da kleinere Fahrzeuge auch die gesetzten CO2 Grenzen leichter erreichen.

Themenstarteram 12. September 2022 um 5:45

450 ist die reine Leasingrate alles andere wird ohne Limit übernommen (bis auf Tanken im Ausland).

Ihr Chef muss mit dem Vorschlag zu den Gesellschaftern und will wohl eine dauerhafte Lösung präsentieren. Dass es für die Firma teurer wird ist klar.

Zitat:

@wannewupp schrieb am 12. September 2022 um 05:45:10 Uhr:

450 ist die reine Leasingrate alles andere wird ohne Limit übernommen (bis auf Tanken im Ausland).

Ihr Chef muss mit dem Vorschlag zu den Gesellschaftern und will wohl eine dauerhafte Lösung präsentieren. Dass es für die Firma teurer wird ist klar.

450€ sind schwer einzuordnen. 2019 hätte ich um mal bei BMW als Großkunde zu bleiben einen 75k netto 5er mit 90tkm auf 3 Jahre leasen können heute eher einen 3er mit dem Nötigsten.

Man kann auch von dem Betrag abweichen und Vorgaben machen wie gibt für Position X die Autos Y Z ... finde ich aber nicht sinnvoll, gerade etwas jüngere Autobegeisterte die gerne zuzahlen verliert man da eventuell. Dann ist es dem Mitarbeiter egal wie hoch die aktuellen Beschaffungskosten für das Fahrzeug sind.

Zitat:

@wannewupp schrieb am 12. September 2022 um 05:45:10 Uhr:

450 ist die reine Leasingrate alles andere wird ohne Limit übernommen (bis auf Tanken im Ausland).

machen das viele Firmen so?

Ich meine, da schießen sie sich doch selber ins Bein.

Bin z.B. letzte Woche aus Italien zurückgefahren und extra an der letzten Tanke in IT noch getankt, obwohl mir der Sprit nach D noch noch gereicht hätte, um 30-40 ct/L für die Firma zu sparen.

Danach waren wir am Chiemsee und eine Tour nach Salzburg unternommen, wo ich wieder getankt habe.

Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass Leute, wenn sie in einem Nachbarland sind, kurz(oder lang) über die Grenze fahren, nur um zu tanken und dabei weitere 10L Sprit verbrennen.

Zitat:

@ru86 schrieb am 12. September 2022 um 11:38:06 Uhr:

Zitat:

@wannewupp schrieb am 12. September 2022 um 05:45:10 Uhr:

450 ist die reine Leasingrate alles andere wird ohne Limit übernommen (bis auf Tanken im Ausland).

machen das viele Firmen so?

Ich meine, da schießen sie sich doch selber ins Bein.

Bin z.B. letzte Woche aus Italien zurückgefahren und extra an der letzten Tanke in IT noch getankt, obwohl mir der Sprit nach D noch noch gereicht hätte, um 30-40 ct/L für die Firma zu sparen.

Danach waren wir am Chiemsee und eine Tour nach Salzburg unternommen, wo ich wieder getankt habe.

Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass Leute, wenn sie in einem Nachbarland sind, kurz(oder lang) über die Grenze fahren, nur um zu tanken und dabei weitere 10L Sprit verbrennen.

Machen wir auch so ja.

Es führt sicherlich zu seltsamen Routen. Ich bin auch mal auf dem Rückweg aus Paris nach München ins Saarland gefahren nur um zu tanken.

Wenn jemand an der Grenze zu Österreich noch auf der Autobahn in Deutschland getankt hat war das zu 99% ein Firmenwagen Fahrer.

Themenstarteram 12. September 2022 um 16:09

Die Tankregelung hat der Chef selber im Vertrag stehen. In meinen Augen auch unsinnig, aber das ist eher ein Nebenproblem.

Die deutsche Firma bekommt ja die enthaltene (deutsche) Umsatzsteuer zurück.

Bei Auslandsbetankungen funktioniert das aber nicht so einfach.

Ggfs. ist weniger Steuer enthalten, aber die Rückerstattung muss auch noch umständlich mit Brief und Formular beantragt werden. Der Aufwand rechnet sich bei Kleinbeträgen nie, deshalb ist eine Betankung in Deutschland immer vorzuziehen.

Der Umsatzsteueranteil bei 2,00 €/Liter beträgt immerhin 31 Cent und verbilligt den Liter auf 1,69 €. Da ist der Sprit auch in Frankreich oder Italien noch teurer.

Zitat:

@wannewupp schrieb am 12. September 2022 um 16:09:47 Uhr:

Die Tankregelung hat der Chef selber im Vertrag stehen. In meinen Augen auch unsinnig, aber das ist eher ein Nebenproblem.

Die Medaille hat zwei Seiten…. In meiner alten Firma (Modell mit Gehaltsumwandlung) hatten wir die Regelung, dass europaweites Tanken übernommen wurde, Kilometerleistung unbegrenzt ohne Einschränkung.

Da gab es durchaus Kollegen, die für den Sommerurlaub mit dem Firmenwagen nach Mallorca gefahren sind um Flug und Mietwagen zu sparen…….

Zitat:

@Deloman schrieb am 12. September 2022 um 16:44:18 Uhr:

Die deutsche Firma bekommt ja die enthaltene (deutsche) Umsatzsteuer zurück.

Bei Auslandsbetankungen funktioniert das aber nicht so einfach.

Klingt schlüssig.

Ich tanke aber mit einer Tankkarte(DKV) oder spielt es keine Rolle?

Mit einer Tankkarte ist der größte Aufwand erledigt.

Man teilt dem Unternehmen (z.B. DKV, Shell oder wer auch immer) einmalig seine eigene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer von der hiesigen Finanzverwaltung mit, und der Drops ist gelutscht.

Dann hat man offiziell Leistungen von einem Unternehmer an einen anderen Unternehmer innerhalb der EU, und das Steuerproblem ist man dann auch los.

Zitat:

@Deloman schrieb am 12. September 2022 um 16:44:18 Uhr:

Die deutsche Firma bekommt ja die enthaltene (deutsche) Umsatzsteuer zurück.

Deshalb tanke ich in Deutschland, obwohl die österreichische Tankstelle sogar näher dran ist. Am Ende des Monats bezahle ich ja deutschen Nettosprit oder eben österreichischen Bruttosprit und da lohnt es sich noch nicht in Austria.

Das mit der DKV muss ich mal prüfen, aber die haben ein undurchsichtiges Preismodell was die Literpreise betrifft. Da denkt man, günstig abends zu tanken, zahlt aber den gemittelten Spritpreis vom Tag. Wie der ermittelt wird, weiß nur die DKV.

@Goify schrieb am 13. September 2022 um 13:49:24 Uhr:

Zitat:

Das mit der DKV muss ich mal prüfen, aber die haben ein undurchsichtiges Preismodell was die Literpreise betrifft. Da denkt man, günstig abends zu tanken, zahlt aber den gemittelten Spritpreis vom Tag. Wie der ermittelt wird, weiß nur die DKV.

wie kommst du drauf?

Wieder was gelernt

Listenpreise werden wohl nur für Betankungen in Benelux-Ländern in Rechung gestellt.

Sonst wird die Methode nur in bestimmten Tankstellennetzen angewendet.

Da muss ich dir Recht geben, transparent ist was anderes.

Mein Kenntnisstand war, dass man den aktuellen Preis zahlt zzgl. Gebühren (in DE 0,7% für Diesel und 1,5% für Benzin, im Ausland ca. 2,5%)

Das war mal hier in einem anderen Fred. Da zahlte man plötzlich gute 10 Cent mehr pro Liter als an der Zapfsäule angezeigt.

EDIT: https://www.motor-talk.de/.../...m-da-passieren-kann-t6690842.html?...

EDIT2: Genau das meine ich. Irgendwie nicht sonderlich toll.

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