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Firmenwagen nur dienstliche Nutzung

Themenstarteram 17. Dezember 2017 um 22:51

Hallo,

ich hätte die Möglichkeit einen Firmenwagen zu bekommen. Allerdings würde ich ihn nur für die Fahrt zur Arbeit nehmen (30 Km) und für Fahrten zum Kunden. Wenn ich mich richtig informiert habe, müsste ich dann ein Fahrtenbuch führen und den Wagen NICHT nach der 1% Methode besteuern. Laut der Seite hier https://www.vlh.de/.../geld-sparen-mit-dem-dienstwagen.html ist der Arbeitsweg auch keine Privatfahrt, also sollten ja auch die 0,03% NICHT zum Einsatz kommen, richtig? Gibt es jemand der dieses Modell praktiziert und meine Annahmen bestätigen kann?

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25 Antworten

Eher nicht.

Der Pendelweg (2x30km?) kann über die Entfernungspauschale bei der EkSt geltend gemacht werden. Der gwV für die private (!) Pendelstrecke wird entweder nach 0,03%BLP (bei 1%-Regelung) oder alles insgesamt nach der Fahrtenbuchmethode bewertet.

Im Urteil des BFH vom 6. Oktober 2011 mit Az. VI R 56/10 geht es um Vorführwagen eines Autohauses, die den Verkäufern auch für Fahrten nach Hause, aber nicht zur privaten Nutzung überlassen waren. Dieser Spezialfall ist aber nicht 1:1 auf Dienstwagen übertragbar, da zudem in dem Fall trotzdem die Fahrten pauschal durch das Autohaus gesammelt besteuert worden waren.

Themenstarteram 18. Dezember 2017 um 9:18

Zitat:

@hydrou schrieb am 18. Dezember 2017 um 00:25:40 Uhr:

Im Urteil des BFH vom 6. Oktober 2011 mit Az. VI R 56/10 geht es um Vorführwagen eines Autohauses, die den Verkäufern auch für Fahrten nach Hause, aber nicht zur privaten Nutzung überlassen waren. Dieser Spezialfall ist aber nicht 1:1 auf Dienstwagen übertragbar, da zudem in dem Fall trotzdem die Fahrten pauschal durch das Autohaus gesammelt besteuert worden waren.

Okay und wie läuft die Besteuerung ab. Zahle ich einfach Pauschal die 0,03% und muss zusätzlich ein Fahrtenbuch führen? Wie gesagt, außer für den Arbeitsweg und Fahrten zum Kunden werde ich das Auto nicht nutzen.

Die Versteuerung übernimmt die Lohnbuchhaltung.

Dort wird in der Regel nach 1% /0,03%-Regel versteuert. Wenn später die genauen Kosten und das Fahrtenbuch vorliegen, wird nachträglich korrigiert.

Änderungen sind natürlich auch früher möglich, wenn deine Fahrgewohnheiten und die ungefähren Kosten bekannt sind.

Allerdings macht dies kaum ein Arbeitgeber ohne Fahrtenbuch, da er für zu wenig einbehaltene Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge haftet.

Wenn neben den Arbeitswegen keine private Nutzung stattfindet, sollte man das mal wirtschaftlich durchrechnen. Es ist zu vermuten, dass der Firmenwagen so nur mäßig sinnvoll ist.

Du kannst, wenn der AG mitspielt, ein Fahrtenbuch führen und dadurch bei deinen wenigen privaten Kilometern Steuern sparen.

 

Ansonsten wirst Du mit den "normalen" 1 + 0,03 % besteuert.

 

Du könntest Dir aber auch die private Nutzung durch den AG verbieten lassen, dann zahlst Du gar keine Steuern. Dann muss der Firmenwagen aber nach Feierabend auf dem Hof der ersten Tätigkeitsstätte stehen bleiben und Du musst Dir für den Heimweg ein anderes Verkehrsmittel suchen...

woher kommt eigentlich diese 1% und km pauschale? wegen den leasing? oder allgemein?!

was ist mit fahrzeugen der firma, welche bezahlt sind und der firma gehören ?! kann die firma nicht den mitarbeitern erlauben, mit den fahrzeug abends nach hause zu fahren ?!

Die 1% Regel hat nichts mit Leasing zu tun - die ist immer dann anzuwenden, wenn dem AN von AG ein Fahrzeug zur privaten Nutzung ueberlassen wird und kein Fahrtenbuch gefuehrt wird. Dabei ist es egal, ob der AG das Fahrzeug least oder kauft oder gar von einem Dritten geschenkt bekommt.

 

Der Weg zur Arbeit ist dabei immer Privatsache....

 

= Lohn --> Steuer

Die regelmäßige Überlassung von Fahrzeugen durch den Arbeitgeber ist ein geldwerter Vorteil, der zu versteuern ist, egal, ob das Fahrzeug geleast, finanziert oder gekauft ist.

und wie soll das jemals jemand mitbekommen bei einen gekauften fahrzeug ohne fahrtenbuch ?!

1. Außenprüfung

2. Anschiss durch Neider u.ä.

Zitat:

@PayDay schrieb am 20. Dez. 2017 um 08:17:09 Uhr:

und wie soll das jemals jemand mitbekommen bei einen gekauften fahrzeug ohne fahrtenbuch ?!

Fachkundige Menschen nennen das Steuerhinterziehung und kein Arbeitgeber mit etwas Verstand im Kopf würde das Risiko eingehen, um seinem Angestellten ein paar Steuern zu ersparen...

 

Der AG setzt das Fahrzeug und alle damit verbundenen Kosten ja beim Finanzamt als Betriebsmittel ab, somit erscheint es dort schon einmal. Da wird das Finanzamt mit Sicherheit auch nachfragen und prüfen, wie das Fahrzeug genutzt wurde und durch wen.

 

Ich kenne das nur so, dass für die Poolfahrzeuge, die keinen Mitarbeiter fest zugeordnet sind, ein Fahrtenbuch geführt werden muss. Das war bisher bei allen 5 Arbeitgebern so, die bisher das Vergnügen mit mir hatten.

 

Einer hat sogar mal Ärger mit dem Finanzamt gekriegt, weil er den Arbeitsweg nicht versteuert hat wenn seine Mitarbeiter ein Poolfahrzeug für einen Auswärtstermin früh morgens oder spät abends mit nach Hause genommen haben. Danach war die Mitnahme von Poolfahrzeugen nach Hause streng untersagt, jede Dienstfahrt musste auf dem Gelände des AG beginnen und enden...

Noch dazu, dass bei einer Prüfung der Arbeitgeber für den oder die Arbeitnehmer nicht nur Steuern, sondern auch Sozialabgaben nachzahlen darf, was sich nachträglich ganz schön läppern kann und er nachträglich sich nicht mal mehr vom Arbeitnehmer dessen Anteil fordern kann.

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