Fahrzeug auf die Firma leasen oder finanzieren + hauptsächlich privat nutzen
Hallo zusammen,
nachdem mein Leasing Fahrzeug (A3) demnächst ausläuft, bin ich am Überlegen was ich zukünftig mache.
Bisher zahle ich eine mtl. Rate von 350,-€ (bei einer Anzahlung von 6000,-€), das gleiche kommt in etwa mtl. an Benzin hinzu und das bei gerademal ca. 1500km mtl. Fahrleistung.
Ich fahre zu 95% nur Kurzstrecke zum Kunden, habe mein Büro im Haus, also kein Arbeitsweg und nutze das Fahrzeug vielleicht 10-20% im Monat geschäftlich. Der Rest ist für private Zwecke.
Bisher lief der Leasingvertrag auf mich privat, da ich damals noch keine eigene Firma hatte.
Inzwischen bin ich selbstständig (1 Mann IT Betrieb mit Büro im Eigenheim) und da würde es sicher Sinn machen, das Fahrzeug auf die Firma zu kaufen, oder? Fartenbuch schreibe ich jetzt auch schon. Wäre also danach auch kein Problem und ist bei mir eh überschaubar.
Was für ein Fahrzeug es zukünftig werden soll steht noch in den Sternen. Ich will diesmal etwas zweckmässigeres, als einen über 200PS starken Flitzer, der auch im Schnitt unter 10 Liter Verbrauch gefahren werden kann.
Gibt es spezielle Fahrzeuge, die besonders günstig und interessant für Selbstständige als Leasing etc. sind?
Es kann diesmal gerne auch ein Jahreswagen etc. sein.
Wenn ich mir überlege, was ein Neuwagen an Wertverlust hat, kriegt man sicher für einen guten Gebrauchten wesentlich bessere Angebote...
Vielleicht könnt ihr mir ein wenig Licht ins Dunkel bringen und mir bei der zukünftigen Entscheidung Auto helfen.
Danke und Grüße
Beste Antwort im Thema
Die 1% Regelung gilt nur, wenn das Fahrzeug zu mindestens 50% betrieblich genutzt wird.
Wenn du sowieso einen Steueberater hast, dann frag den und hole dir nicht Halbwissen aus irgendwelchen Internetforen.
20 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
da ist mir der Aufwand mit dem Fahrtenbuch einfach zu lästig.
Sehe ich wie Du. Bei mir wuerde die 1%-Regel aber monatl. einen geldwerten Vorteil von 1.350.00 € ausmachen. Das waeren dann Netto ganz schnell mal 513.00 €.
Da lohnt es sich dann doch, die Arbeit zu machen (ich liege derzeit dank FB bei ca. 50 - 100 € / Monat)
Zitat:
Original geschrieben von Gery78
Hallo zusammen,erstmal Danke, dass in so kurzer Zeit gleich soviel brauchbare Antworten kamen.
Habe mir das Steuerliche mal durchgelesen und blicke da überhaupt nicht durch. Ich denke mein Steuerberater muss das Ganze nochmal im Detail mit mir durchgehen, was sich rechnet und was nicht.
Warum das in Deutschland auch immer so komplex sein muss, da blickt doch kein Mensch mehr durch...Jedenfalls möchte ich möglichst wenig anzahlen und trotzdem eine möglichst humane monatliche Rate haben.
So ähnlich wie beim Audi jetzt.
Da habe ich 6000,-€ anbezahlt (jetz möchte ich maximal die Hälfte anzahlen) und die Rate inkl. Steuer, Versicherung, Car Life Care etc. beträgt monatlich 350,-€ bei einem Neuwagen Endpreis von knapp 45 000,-€ (ich weiss, die Karre hat viele Extras) bei 3 jährigem Leasing und 15tkm mtl. Fahrleistung.Ich denke, wenn ich ein Fahrzeug, welches einen Endpreis von ~30-35 000,-€ hat und ich 2-3000,-€ anzahle, dann müsste ich doch mit einer mtl. Rate um die 250,-€ inkl. allem hinkommen?
Und wäre es somit nicht in jedemfall besser es auf die Firma zu leasen bzw. zu finanzieren, da in jedem Fall die Vorsteuer abgezogen bzw. positiv auf die Gewinnversteuerung angerechnet wird?
So wie AutoMensch schreibt, könnte ich mir das gut vorstellen.
Auto und Gewerbe läuft auf mich (ist eine GmbH, falls das eine Rolle spielt). Bin da ja quasi Angesteller meiner eigenen Firma, der sich monatlich ein Gehalt zahlt. Ich weiss nicht, in wie fern dies berücksichtigt werden muss...Die Frage bei mir wird sein, 1% Regelung oder nicht?
Für die 1% Reg. ist Voraussetzung, dass das Kfz zu mehr als 50 % genutzt wird. Ausweislich deiner obigen Ausführungen wäre daher weiterhin Fahrtenbuch zu führen, § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Habe gerade erst gelesen, dass es hier um eine GmbH geht.Dann kommt auf jeden Fall die 1% Regelung zur Anwendung, Näheres beim Steuerberater. Und vergiss dann den ganzen Kram mit dem gewillkürten Betriebsvermögen.
Nicht durcheinanderschmeissen..... Gew. BV liegt hier gar nicht vor, da Leasing........vgl. Leasingerlasse zu bew. WG der Finanzverwaltung.
GmbH hat keine Privatsphäre bzw. gew. BV.
Zitat:
Original geschrieben von Arrow23
Für die 1% Reg. ist Voraussetzung, dass das Kfz zu mehr als 50 % genutzt wird. Ausweislich deiner obigen Ausführungen wäre daher weiterhin Fahrtenbuch zu führen, § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG
Den Wagen kauft/finanziert/least die GmbH.
Die GmbH hat keine Privatsphäre, da ist dann nichts mehr mit xx%iger privater Nutzung (durch die GmbH), die nutzt das Fahrzeug immer zu 100% betrieblich. Und genau aus diesem Grund muss er keinen Nachweis mehr führen.
Und da die GmbH keine Privatsphäre hat schrieb ich ja, das er das ganze Gedöns mit dem Betriebsvermögen vergessen soll.
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Hallo,
ich habe mal eine Frage zum finanzieren und hoffe ich kann sie hier stellen. Genau geht es mir um die Abschreibung auf ein gebrauchtes Fahrzeug. Folgende Annahme:
-gebrauchtes Fahrzeug/Fahrtenbuch 100% Geschäftlich/ Freiberufler/Auto Cash aus Privatvermögen bezahlt
Bruttopreis: 120k
Netto: 100k
Mir bleiben also pro Jahr 20k mehr übrig da ich sonst keine Kosten wie Ratenzahlung oder Leasing habe. Nach 5 Jahren habe ich die 100k wieder "drinnen". Muss zwar MWST bei Verkauf und den Gewinn voll versteuern aber habe mit meinem Eigenkapital eine ordentliche Rendite erwirtschaftet. Alles mal ohne Spritkosten Inflation und entgangener Zins für die 100k.
Wo ist mein Denkfehler????
Hier mal ein Tip für alle Dienstwagenfahrer:
http://www.rws-verlag.de/.../...und-regelmaessiger-Arbeitsstaette.html