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Fahrverhalten bei Tunnel im Schnee

Moin zusammen!

Folgende Situation trat auf:

Schneefall und nicht komplett geräumte Fahrbahn mit Geschwindigkeitsbegrenzung 100 Km/h die aufgrund des Wetters - von wenigen Autos mal abgesehen - sowieso deutlich unterschritten wurde. Einfahrt in einen Tunnel (Flußunterquerung, Länge ca. 3 Km) und somit nach ca 30 Meter kein Schnee mehr auf der Strasse.

Neues Limit 80 Km/h. Wenn man jetzt den Tunnel verläßt wird - wahrscheinlich - wieder Schnee liegen.

Die angegebene 80 Km/h sind zwar Vorschrift, aber m.E. zu viel.

Gibt es denn eine Regel wie schnell man aus dem Tunnel herausfährt - evtl sogar Schrittgeschwindigkeit da ja ggf auf der anderen Seite noch mehr Schnee liegen könnte?

Oder sicherheitshalber nur 40 -50 Km/h?

Was ist in dieser Situation eine angemesse Geschwindigkeit?

Bin ehrlich gesagt ziemlich ratlos und bitte um Vorschläge.

Liebe Grüße,

G.t.f

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12 Antworten

Das ist doch eigentlich recht einfach... IM Tunnel wird 80 gefahren, wenn die Straße "normal" ist. Kurz vor Ende des Tunnels achtet man auf die Straße und passt seine Geschwindigkeit langsam wieder dem Tempo an, das vor der Einfahrt "fahrbar" war. Stellt sich das als zu schnell heraus, lässt man halt weiter ausrollen (nicht bremsen).

Zitat:

Original geschrieben von g.t.f

 

Die angegebene 80 Km/h sind zwar Vorschrift, aber m.E. zu viel.

Die angegebene Geschwindigkeit von 80km/h ist die maximale Geschwindigkeit die bei optimalen Umständen gefahren werden darf,man darf nicht schneller aber immer langsamer als das angegebene Limit.

Um wieviel langsamer mußt du entscheiden da keiner diese Frage beantworten kann. Wo der Eine mit 80 aus dem Tunnel raus ohne Probleme durch den Schnee pflügt kann der Nächste schon bei 50 mit einem wunderschönen Dreher den Abgang machen.

Das Problem ist das man nie eine allgemeingültige Geschwindigkeit angeben kann da selbst mit deinem Auto ein Anderer womöglich mit einer Geschwindigkeit unterwegs sein könnte bei der du keine 10m ohne Unfall schaffen würdest. Winter ist eine schöne Jahreszeit für Eigenverantwortung. Ergo,fahr auf Sicht denn ob nach dem Tunnel Schnee liegt sieht man nicht erst wenn man auf ihm fährt.

 

Wenn dein Jahrgang stimmt solltest du zum einen schon einige Jahre Fahrpraxis haben und auch Erfahrung mit Fahrzeugen aus der automobilen Steinzeit besitzen,wenn man von den heutigen Kosten ausgeht.

Meine Wintererfahrungen habe ich anno 84 mit einem Taunus gemacht. Die diversen unmotivierten Heckschwenks wegen durchdrehender Hinterräder waren eine gute Schule für die Reflexe.:D

 

Zitat:

Original geschrieben von Rheinostfriese

Stellt sich das als zu schnell heraus, lässt man halt weiter ausrollen (nicht bremsen).

Hmm, genau das wird wohl bei mir das Problem gewesen sein: reflexhaftes Bremsen als es plötzlich beim Geradeausfahren ungemütlich "drehig" wurde.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

"..kann der Nächste schon bei 50 mit einem wunderschönen Dreher den Abgang machen."

Hmm das liest sich fast so wie der Polizeibericht ...

" Winter ist eine schöne Jahreszeit für Eigenverantwortung."

kann ich nur bestätigen ...

" Ergo,fahr auf Sicht denn ob nach dem Tunnel Schnee liegt sieht man nicht erst wenn man auf ihm fährt."

Ich hatte mit Schnee gerechnet, und war mit ca. 40 - 50 Kmh aus dem Tunnel herausgefahren.

War aber leider im Gegensatz zu den regelmäßigen Winterfahrten die ich dort in den letzten Jahren erleben durfte wohl nicht so optimal...

"Wenn dein Jahrgang stimmt solltest du zum einen schon einige Jahre Fahrpraxis haben und auch Erfahrung mit Fahrzeugen aus der automobilen Steinzeit besitzen,wenn man von den heutigen Kosten ausgeht."

Auch das trifft ins Schwarze, da ich sonst mit meinem durchaus älteren MB C-180 dort fahre und der hat - immer- anders reagiert. Leider hatte ich diesmal aber einen Leihwagen und das Ganze ging nicht so gut aus.

Wobei man am Tunnelanfang, auch darauf achten sollte, ob es da nicht, durch eingeschleppten Schnee, zu vereisungen kommt. Der Emstunnel ist, durch seine Lage, dafür gut geeignet. An der Tunnelausfahrt wieder mit der an Tunneleingang gefahrenen Geschwindigkeit anfangen, erhöhen kann man immer noch. :D

MfG aus Bremen

Tempomat setzen, Fuß über der Bremse, Lenkung gerade halten und volle Konzentration. 

 

Meistens sind die Autobahnen in solchen Situationen ohnehin so voll, dass man keine eigene Geschwindigkeit wählen kann, sondern durch den Vorausfahrenden ohnehin begrenzt wird.

 

Viel lustiger sind sowieso die Spurwechsel wenn schön viel Matsch zwischen den Spuren liegt.

Zitat:

Original geschrieben von Spatenpauli

An der Tunnelausfahrt wieder mit der an Tunneleingang gefahrenen Geschwindigkeit anfangen, erhöhen kann man immer noch.

Gute Idee, aber ich will nicht wissen was mir passiert wäre, wenn ich beim Tunnelausgang die Geschwindigkeit vom Eingang gehabt hätte. Beim Eingang war zum Glück kein Eis, aber ich vermute das am Ausgang eine Eisfläche war.

Am Eingang war aufgrund der bis dahin "erfahrenen" Wetterwerte ja mit recht wenig Überraschung zu rechnen. Drinnen war eh alles im Lot und genug Zeit die Geschwindigkeit zu reduzieren. Alleine was dann folgte war eher ernüchternd. Hat aber auch den "Vorteil" dass ich vor Mitte Februar auf keinen Fall wieder Auto fahren kann und viel Zeit habe über das Tunnelfahren im Winter nachzudenken.

Zitat:

Original geschrieben von citius

Meistens sind die Autobahnen in solchen Situationen ohnehin so voll, dass man keine eigene Geschwindigkeit wählen kann, sondern durch den Vorausfahrenden ohnehin begrenzt wird.

Ja oft ist das so. Wenn ich einen Vorausfahrenden gehabt hätte, der sich am Tunnelende spontan in Drehbewegungen vorwärtsbewegt hätte, dann wäre ich vielleicht heil aus der Sache rausgekommen. Um diese Uhrzeit (22:00) war der Tunnel aber bis auf einen anderen Fahrer leer und somit wenig Gelegenheit für mich sich am Fahrverhalten der "Anderen" auszurichten, zumal der deutlich hinter mir fuhr. Hatte aber den Vorteil das er es bestimmt war, der dann die Unfallaufnahme durch ein kleines Telefonat herbeiführte.

Ich war jedenfalls nach meiner Rutschpartie dazu definitiv nicht mehr in der Lage!

Fazit:

Wer bei dem Wetter fährt (fahren muß) sollte aus meinem Fehler lernen und idealerweise wenn schon Leihwagen (Scheißidee!) dann selbigen gaaaanz vorsichtig bewegen. Es ist tatsächlich wohl so, daß das eigene Auto in Extremfällen etwas vertrauter reagiert.

Was genau ist denn nun passiert? Verletzungen, oder "nur" Blech?

Naja der beste TIP in diesem fall: Das Wetter auf der anderen Seite des Tunnels kann durchaus anders sein als beim hineinfahren. Typisch fürs Gebirge - eine seite Sonne andere seite Wolkenbruch.

Ich frag mich aber, wieso du das nicht gesehen hast oder nicht drauf gekommen bist das dort schnee liegen kann? Da kann man doch schön im Tunnel bremsen und dann mit ANGEMESSENER Geschwindigkeit nach dem rechten schauen und hinausfahren.

 

Blöd gelaufen - hoffe das letzte mal für dich.

Zitat:

Original geschrieben von Cuberino

 

Ich frag mich aber, wieso du das nicht gesehen hast oder nicht drauf gekommen bist das dort schnee liegen kann? Da kann man doch schön im Tunnel bremsen und dann mit ANGEMESSENER Geschwindigkeit nach dem rechten schauen und hinausfahren.

Fragezeichen?

ich habe weiter oben zu dem thema folgendes geschrieben:

"Ich hatte mit Schnee gerechnet, und war mit ca. 40 - 50 Kmh aus dem Tunnel herausgefahren.

War aber leider im Gegensatz zu den regelmäßigen Winterfahrten die ich dort in den letzten Jahren erleben durfte wohl nicht so optimal..."

 

Ansonsten hoffe ich dennoch daraus was gelernt zu haben...

Zitat:

Original geschrieben von Rheinostfriese

Was genau ist denn nun passiert? Verletzungen, oder "nur" Blech?

Hmm, diverse Verletzungen meinerseits, aber zum Glück keine Verletzung bei demjenigen dessen Auto ich wohl getroffen habe. Da ich aber erst auf der Intensivstation zu mir gekommen bin, hangele ich mich mit Aussagen "Dritter" durch und hoffe, dass man mir bisher nur Fakten berichtet hat.

Ach ja, ehe gleich die berechtigte Frage kommt: "retrograde Amnesie" oder auch: ich kann mich nur noch an die Ausfahrt aus dem Tunnel erinnern und dann ist alles weg bis die netten Ärzte mit mir redeten.

Ich bin nach 14 Tagen aus der Klinik wieder raus und werde hoffentlich nächstes Jahr wieder fit.

Scheißspiel aber es hätte wohl schlimmer enden können...

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