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EU-Import: Vor-/Nachteile

Themenstarteram 1. April 2015 um 12:35

Hallo zusammen,

man liest ja viel über EU-Importe und dass man durch andere Preispolitik der Hersteller in den verschiedenen Ländern und die niedrigeren Steuersätze ordentlich sparen kann, auch wenn beim Import nach D noch MwSt anfallen. Klingt ja erstmal super. Wo sind die Fallstricke?

Bonusfrage: Ist Import aus dem EU-Ausland eig auch ne gute Option?

Gruß,

Jens

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10 Antworten

Bonusantwort: Ein Import aus dem EU-Ausland IST der sog. EU-Import.

Themenstarteram 1. April 2015 um 14:50

Asooo, man kann auch mit Preisvorteilen von innerhalb der EU importieren, oder?

Klar, und da bist du natürlich immer auf der sicheren Seite im Vergleich zum EU- Ausland Import!

Die guten Preise für Reimport-Fahrzeuge kommen daher, weil die Steuern in den anderen EU-Ländern teilweise sehr hoch sind und die Hersteller dort ihre Nettopreise verringern müssen, damit ihre Autos konkurrenzfähig bleiben.

Sehr viele Autos werden aus Dänemark reimportiert, weil es in Dänemark eine ENORME Zulassungssteuer für Autos gibt (über 100% vom Nettokaufpreis). Damit ein Däne also überhaupt einen neuen Passat bezahlen kann, muss der Nettopreis deutlich niedriger sein als in Deutschland. Zusätzlich ist der Konkurrenzkampf der Automobilhersteller dort sehr viel härter und so gibts bei VW zB für die gleiche Ausstattungslinie deutlich mehr Sonderausstattung dazu: Da hat die dänische Comfortline einfach mal das dicke Radio, Sitzheizung und 2Zonen-Klimaautomatik mit dabei und bei der deutschen Comfortline darfst du das alles dazukaufen.

Also kaufst du bei einem dänischen Vertragshändler das Auto zum günstigen Nettopreis, mußt die dänische Zulassungssteuer gar nicht bezahlen sondern führst nur 19% Steuer in Deutschland zusätzlich ab.

Im Fall einer Wandlung ist dein Ansprechpartner nun aber ein dänischer Händler.. das bereitet vielen deutschen Käufern Unbehagen. Daher gibt es auch schon ettliche deutsche Händler, die nicht nur als Vermittler für den Reimport auftreten, sondern als echte Verkäufer. D.h. du hast keinen dänischen Ansprechpartner mehr, sondern nur einen deutschen. Dann gilt nur deutsches und kein EU-Recht und du mußt im unwahrscheinlichen Fall einer Wandlung nicht nach Dänemark mit deinem Problem.

Garantie ist generell kein Problem innerhalb der EU, weil die Herstellergarantie EU-weit gilt und sich jede deutsche Vertragswerkstatt über dich als Kunden freut, weil der Hersteller eh zahlt.. egal wo das Auto gekauft wurde.

Wenn man es auf diese Weise angeht und nicht selber nach Dänemark fährt und verhandelt, kann man beim deutschen Importeur ca mit 25-30% Nachlass vom deutschen Listenpreis rechnen. (Ich habe mich besondern mit Audi und VW beschäftigt.. obs bei anderen Marken ganz anders aussieht, weiß ich nicht)

Zitat:

@JensWeih schrieb am 1. April 2015 um 12:35:44 Uhr:

Wo sind die Fallstricke?

Wie vom User "Edri" bereits angeführt, gibt es recht häufig länderspezifische Ausstattungen.

Wie im geschilderten Fall von Dänemark, kann die Ausstattung besser sein - aber auch mitunter schlechter.

Ich habe vor 2 Jahren einen Polo als Re-Import von Spanien für eine Bekannte besorgt, hier haben z.B. lackierte Stoßfänger und lackierte Spiegelkappen (beides zu vernachlässigen), aber auch das in Dtl. serienmäßige ESP gefehlt.

Mnachmal unterscheidet sich auch die Anzahl der Airbags und weiterer Sicherheitsfeatures.

Inwiefern das für einen selbst eine kaufentscheidende Rolle spielt, muss man eben abwägen.

Gruß Martin

Themenstarteram 8. April 2015 um 10:34

Zitat:

Ich habe vor 2 Jahren einen Polo als Re-Import von Spanien für eine Bekannte besorgt, hier haben z.B. lackierte Stoßfänger und lackierte Spiegelkappen (beides zu vernachlässigen), aber auch das in Dtl. serienmäßige ESP gefehlt. Mnachmal unterscheidet sich auch die Anzahl der Airbags und weiterer Sicherheitsfeatures.

Ich kann mir vorstellen, dass das keine Überraschung ist, wenn man sich eine Ausstattungsliste vom Verkäufer geben lässt und diese gezielt studiert.

Ansonsten klingt der Import von innerhalb der EU nach der eindeutig preiswerteren Alternative, wenn man bisschen aufpasst, oder gibt es noch weitere Erfahrungen hier im Forum?

Zitat:

@JensWeih schrieb am 8. April 2015 um 10:34:26 Uhr:

 

Ansonsten klingt der Import von innerhalb der EU nach der eindeutig preiswerteren Alternative,

Kann man so pauschal nicht sagen.

Zu beachten ist, dass je nach Herkunftsland dann bei uns nochmal die volle Versteuerung, Zoll, Gebühren für erstmaliges Zulassen in Dtl. usw. anfallen können.

Ist also immer eine Einzelfallbetrachtung.

Innerhalb der EU gibt es keinen Zoll. Ich dachte, das hätte sich herum gesprochen

Hallo, Jens,

i

ch fahre einen Ford B-Max als EU-Import aus Holland.

Ein seriöser Händler wird den Käufer immer darauf hinweisen, in welchen Punkten sich der Import-Wagen von der deutschen Version des jeweiligen Modelles unterscheidet.

Bei meinem war der einzige Unterschied, dass der holländische Wagen nicht das schlüssellose Starten hatte.

Und das war mir völlig egal. Ich habe auch eine normale deutsche Bedienungsanleitung und ein deutsches Inspektionsheft dazu bekommen.

Ich fahre den Wagen seit 8 Monaten und bin sehr happy. So ein richtig schönes Allround-Arbeitstier.

Also: "Grundsätzliche Probleme" und "Nachteile" gibt es beim Internetkauf nicht und bei der Frage, aus welchem EU-Land das Fahrzeug kommt, auch nicht! Auch wenn Werksautohäuser oft Zweckgerüchte ausstreuen, -zur Abschreckung. Innerhalb der EU gibt es übrigens weder Im- noch Exporte. Wir haben einen Binnenmarkt, in dem nur die MwSt variiert, aber gleiches Recht gilt überall.

-Unterschiede in der Ausstattung. Meine Güte! Wer lesen kann, ist im Vorteil. Es steht alles minutiös in den Listen, die man natürlich vor Kauf vergleichend studiert!

-Kaufvertrag/Vermittlungsvertrag. Fast immer wird ein Kaufvertrag nach deutschem Recht angeboten. Anders als bei "Vermittlungsaufträgen" ist man als Käufer in der gleichen Position wie bei jedem Werks-Autohaus auch.

-Garantie/Service. Kein Interschied innerhalb der EU. Jeder (jeder!) Werks-Vertragshändler muss Garantieleistungen erbringen, egal wo und bei wem gekauft wurde. Service: Den muss auch jeder Werkshändler leisten. Natürlich gegen Bezahlung , völlig normal, und auch unabhängig davon, wo das Auto gekauft wurde! Es gibt keinen Service erster und/oder zweiter Qualität!

Nach meiner Erfahrung ist der Internetkauf völlig problemlos und -preiswerter geht's kaum! Bei mir waren es 28% unter deutscher Liste und gratis vor die Haustür per Transporter!

MfG Walter

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