Erstes Auto bis 5000€ - Ford Fiesta?

Hallo,

ich fange demnächst an zu studieren, daher muss nun das erste eigene Auto her.

Budget: ca. 5000€
Fahrleistung: ungefähr 10.000 km/Jahr
monatliches Budget für das Auto (inkl. Spritkosten): 400-450€

Ich wohne am Land und fahre nur wenig in der Stadt. Gelegentlich auch Autobahn. Dementsprechend sollte die Motorisierung nicht ganz zu niedrig sein. 60-70 PS Dreizylinder meide ich.

Ich brauche mein Auto für ca. 4-5 Jahre, bei meinem monatlichen Budget ist nicht viel drin mit sparen für einen neuen Wagen. Daher brauche ich einen Wagen, der zuverlässig ist und wenig verbraucht. Denke daher an einen Diesel.

Hätte am liebsten ein etwas größeres Auto, ist bei meinem Budget aber wohl schlecht drin. Golf-Klasse wäre nicht schlecht, kleinste Grenze bildet in etwa der VW Polo. Platz brauche ich keinen, würde daher auch einen Zwei-/Dreitürer bevorzugen. Die Größe sieht in meinen Augen lediglich gut aus und man fühlt sich sicherer.

Das ist zwar etwas speziell, es wäre jedoch nicht schlecht, wenn man ein Doppel-Din Radio problemlos einbauen könnte. Muss nicht unbedingt sein, wäre aber ein gutes Plus.

Habe anfangs an einen 1er BMW gedacht, jedoch ist das Risiko für teure Defekte aufgrund des Alters und der km zu groß. Des weiteren ist der Verbrauch zu hoch.

Am liebsten hätte ich einen Golf (5 oder besser 6), jedoch finden sich keine Modelle in aktzeptablem Zustand und Laufleistung.

Habe einen Ford Fiesta 2013 (facelift) gefunden, 130T km, 95 PS Econetic (Zahnriemen bereits gewechselt). Bei 10T km/Jahr hätte der Wagen 180T km nach 5 Jahren.
Ist das Auto für meinen Fall geeignet? Macht ein Diesel mit 130T km überhaupt Sinn?

Mir fehlt das Gefühl für wie viel Kilometer ein Ford Fiesta Diesel ausgelegt ist. Erfahrungsgemäß weiß ich, dass ein Benziner Kleinwagen am Sterben ist, wenn mit einem großen Diesel noch locker 100T km drin sind. Aber wie ist das beim Fiesta als Diesel? Ich hoffe, dass ich mich mit dem Fiesta noch nicht im "kritischen" Bereich befinden werde, wenn der Wagen langsam beginnt vermehrt Defekte aufzuweisen.

Alex

Beste Antwort im Thema

Moin,

Dir ist bewusst, dass du schlicht und einfach Stammtischargumente zur Rechtfertigung nutzt, die keinerlei statistische Evidenz haben? Das gleiche Argument hat eine Kollegin von mir gebracht - Mittlerweile ist sie nach einem Tausch und der zweiten schlagenden Kette froh das Auto los zu sein. Mein Arbeitgeber, sowie drei weitere Unternehmen, hatten diesen Motor zuletzt auf der schwarzen Liste - den durfte niemand als Dienstwagen ordern, weil die zu oft ausfielen. Kein VW Händler verkauft dir diesen Motor OHNE eine Garantieversicherung, diese nehmen mittlerweile bei dem Motor/Getriebe einen Risikoaufschlag, die größten Garantieversicherer und Pannenservices in GB versichern sie gar nicht, weil sie von Defektquoten über 50% ausgehen. Dazu kommen dir Marktpreise - VWs im allgemeinen haben sehr gute Werterhalte - mit einer Ausnahme 1.2/1.4 TSI mit Steuerkette und DSG Getriebe - die bewegen sich auf dem Niveau eher unbeliebter Fiat und Renaults. Heißt - ich argumentiere grundsätzlich nicht nur auf Basis eines Forums, sondern mithilfe statistischer Methoden. Wieso? Ich habe weder was gegen VW noch was für VW, mich interessieren schlicht Daten.

Ja - auch bei einem 1.6er kann was kaputt gehen, wie eben bei jedem anderen Auto auch. Aber eben seltener und es ist üblicherweise billiger. Sprich - über die Haltezeit wird er sehr wahrscheinlich merklich günstiger sein. Solange die dies bewusst ist - kannst du dich entsprechend entscheiden. Es ist ja dein Bier wofür du dein sauer verdientes Geld ausgibst. Wichtig ist nur, dass du hinterher nicht sagen kannst - ich bin nicht gewarnt worden.

LG Kester

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Moin,

Gegen das Auto ansich spricht erstmal nicht viel. Aber er fährt sehr wenig, da wird er wahrscheinlich beim Diesel draufzahlen.

LG Kester

Zitat:

@Rotherbach schrieb am 9. Oktober 2019 um 12:27:06 Uhr:


Moin,

Wenn man das in Relation zu Leistung und Fahrleistungen setzt merkt man schon ein paar Unterschiede. Der 1.4er TSI marschiert für seine 122/125 PS echt enorm und ist dabei auch wirklich sparsam. Da liefern andere schon weniger - das kann ich durchaus nachvollziehen. Aber leider ist es so, dass man ab und zu Kompromisse und Zwischenlösungen finden muss, auch wenn es nicht so toll ist.

Richtig, auch wenn man sagt, das macht im Monat nicht allzu viel aus, aufs Jahr gesehen summiert sich der höhere Verbrauch schon.

Wenn ich 200km Autobahn fahren, und der Motor verbraucht 10 anstatt 8 Liter, dann kostet mich die Strecke schon 5€ mehr. Das ist schon etwas, was man spürt

Zitat:

@Beulendoktor88 schrieb am 9. Oktober 2019 um 18:16:28 Uhr:


Mit Focus '04 ist wohl einfach der MK2 gemeint. Der MK 3 ab 2011 ist im Budget je nach Region selten bis gar nicht zu finden.

Richtig, ich meinte den MK2, habe mich bei der Bezeichnung '04 an Wikipedia orientiert.

Scheckheft, 18 Monate TÜV, bis 5500€ und 130000km, ich finde keinen mk3 in einer Umgebung von 150km (Osthessen). Vielleicht bis 150000km, aber dann nichts ordentliches und das ist auch schon recht viel.

Zitat:

@Rotherbach schrieb am 11. Oktober 2019 um 05:48:35 Uhr:


Moin,

Gegen das Auto ansich spricht erstmal nicht viel. Aber er fährt sehr wenig, da wird er wahrscheinlich beim Diesel draufzahlen.

LG Kester

Ab wie viel km lohnt sich denn ein Diesel circa? Kann man das pauschal sagen?

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Zitat:

@frank.g1 schrieb am 10. Oktober 2019 um 23:36:12 Uhr:


Wenn es unbedingt ein Golf sein soll.
Könnte ich dir sowas empfehlen.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

Wir haben selbst so einen.
In 2016 gekauft mit ca 60000 km.
Aktuell ca 100000 km.

Außer 2 Inspektionen und ein paar Glühkerzen völlig problemlos.

Sehr neutrales Fahrverhalten dank Allrad.
Der Motor fühlt sich dank hohem Drehmoment sehr kräftig an.
Ein echtes Universal Auto.
Halt kein Navi aber das drückt den Preis gewaltig.
Ein Handy hat heute jeder wenn mal Navigation benötigt.
Bei dem Budget Pest oder Cholera.

Sind halt meine Erfahrungen zu dem Auto.

Autos

Gruß Frank

Navi brauche ich nicht, vor allem bei VW kann man das sehr einfach durch ein gutes Doppel DIN Radio tauschen.

Ist halt ein Variant, würde einen normalen Golf bevorzugen.

Kann es sein, dass Variant Modelle und vor allem auch Plus Modelle günstiger sind als die Standard Golf Limousine?

Moin,

Du musst ausrechnen, wann sich welcher Diesel in welchem Auto ab wieviel km lohnt. Das ist wegen Steuer, Verbrauch und Versicherung nämlich höchst unterschiedlich. Gibt Fälle, da lohnt ein Benziner nie und solche, da der Diesel nie. Wir sind ja keine Propheten.

Wenn der Verbrauch dir im Monat 15€ spart, die Versicherung aber 30€ teurer ist - dann ist dies auch am Ende des Jahres immer noch der Fall. In der Regel schlagen Versicherung und Reparaturkosten jeden niedrigeren Verbrauch.

LG Kester

Zitat:

Navi brauche ich nicht, vor allem bei VW kann man das sehr einfach durch ein gutes Doppel DIN Radio tauschen.

Ist halt ein Variant, würde einen normalen Golf bevorzugen.

Kann es sein, dass Variant Modelle und vor allem auch Plus Modelle günstiger sind als die Standard Golf Limousine?

Ist durchaus möglich.
Das könnte auch für nahezu baugleiche Modelle wie den Jetta zutreffen.

Aber auch ein Ford Focus oder Opel Astra könnten interessant sein.
Habe sowohl den Golf Astra und Focus als Firmenwagen gefahren.
Wobei meiner Meinung der Golf am ausgewogensten war.
Die waren und sind als Kombi als Firmenwagen sehr beliebt.
Wahrscheinlich sind hier relativ viele am Markt.
Das drückt den Preis.

So ein Kompaktklasse Diesel dürfte in dem Preissegment (5-6000 Euro) bei 10000 km pro Jahr etwa gegenüber einem Benziner +-0 aufgehen.

Der Kaufpreis dürfte etwa gleich sein.
Bleibt die etwas höhere Versicherung und Steuern.
Der niedrigere Spritverbrauch beim Diesel eben
Und das 1 Liter Diesel an der Tanke halt günstiger ist.

Gruß Frank

Zitat:

@Rotherbach schrieb am 12. Oktober 2019 um 11:22:38 Uhr:


Moin,

Du musst ausrechnen, wann sich welcher Diesel in welchem Auto ab wieviel km lohnt. Das ist wegen Steuer, Verbrauch und Versicherung nämlich höchst unterschiedlich. Gibt Fälle, da lohnt ein Benziner nie und solche, da der Diesel nie. Wir sind ja keine Propheten.

Wenn der Verbrauch dir im Monat 15€ spart, die Versicherung aber 30€ teurer ist - dann ist dies auch am Ende des Jahres immer noch der Fall. In der Regel schlagen Versicherung und Reparaturkosten jeden niedrigeren Verbrauch.

LG Kester

Mir geht es gar nicht so sehr um Steuern und Versicherung. Viel mehr Frage ich mich, ob die Reparaturkosten bei einem Diesel signifikant höher sind oder ob das Recht wenig Unterschied macht?

Zitat:

@OneAlex schrieb am 12. Oktober 2019 um 23:10:23 Uhr:



Mir geht es gar nicht so sehr um Steuern und Versicherung. Viel mehr Frage ich mich, ob die Reparaturkosten bei einem Diesel signifikant höher sind oder ob das Recht wenig Unterschied macht?

Im Vergleich zum Saugbenziner kann der Diesel definitiv viel höhere Reparaturkosten verursachen. Weil er einfach viele teure Teile hat, die beim Saugbenziner garnicht erst vorhanden sind. Ich schließe micht den anderen an:

Auf 1-2 Liter Verbrauchsunterschied kommts bei deiner geringen Fahrleistung nicht an. Da gibts viel größere Kostentreiber. Lieber einen bekannt zuverlässigen Motor der 8 Liter braucht, als eine Fehlkonstruktion wie den TSI mit Steuerkette der dann vielleicht 1-2 Liter weniger nimmt, dafür aber mit großer Wahrscheinlichkeit Reparaturkosten verursacht, die den Verbrauchsvorteil mehrfach zunichte machen.

Bei der Fahrleistung wird auch der Diesel nicht sonderlich sparsamer sein als ein Benziner. Die älteren Modelle die für das Budget in Frage kommen dürften als Diesel auch eher höhere Laufleistungen haben. Das macht vielleicht am Motor nichts, aber zb Dämpfer und Achsteile dürften schon verbrauchter sein. Da hilft es auch nichts, wenn die Karre zwar nur 5 Liter verbraucht aber man in andere Verschleißteile investieren muss.
Für das Budget und der Fahrleistung würde ich gar nicht über einen Diesel nachdenken. Zumal ja seit einiger Zeit auch das Problem mit den Umweltzonen dazu kommt.
Ja, vielleicht muss man nicht täglich in eine, aber wenn ...

Ja.. das kann man hier immer nur ständig wiederholen, so ein Auto besteht aus viel mehr Bauteilen als nur den Motor, das wird gefühlt gerne heftig unterschätzt ... Meine letzten Autos wurden verkauft wenn mir die Rep-Kosten/häufigkeit zu hoch wurde, es lag nie am Motor ...

Schlagt ein KFZ-Technik Buch auf, was es alles gibt, oftmals sind auch nur Teile kaputt die ein paar Euro kosten ziehen aber hohe Nebenkosten oder aufwendige Zusatzarbeiten nach sich, was es dann auch schnell mal mehrere 100 oder sogar 1000 kostet...

Beispiele ... etliche Fahrwerksarbeiten, Lenkgetriebe, Stoßdämpfer .. zieht gerne mal eine Achsvermessung nach sich.. oder bei alten Autos ist nicht mehr viel Plag&Play, da gerne mal vergammelt, gerne sind Spurstangenköpfe fest, da heißt es dann nicht mehr einstellbar = muss NEU😉
defekter WeDI (getriebeseite kostet gerne mal nur 5 Eur) dazu muss aber Getriebe raus und wenn man das schon mal raus hat kann man gleich über Kupplungstausch/Nehmerzylinder/möglicherweise mit ZMS 😁nachdenken ... so kann es auch ganz schnell mal 4-stellig enden.. Mein Highlight war ein Schaltseil gerissen, Kosten 29 EUR, dazu musste die Abgasanlage demontiert werden, die schon älter war, was dort auch Neuteile erfordert, hat zum Schluss nur an Teilen auch wieder ~350 EUR gekostet😠😁, wär das eine Rep Auftrag für die Werkstatt gewesen, keine Ahnung bestimmt auch wieder stramm Richtung 600 EUR?😉

So, Auto ist gekauft.

Es wurde schließlich ein VW Golf VI 1.6
150.000 km, 102 PS in grau.
4 gute Winterreifen auf Alu, 4 neuwertige Sommerreifen auf Stahl.
Guter Zustand ohne große Makel, und das für nur 4800€

Klingt vernünftig ... gute Fahrt

Herzlichen Glückwunsch!

Das klingt nach einem guten Auto! Solide 8-Ventil Technik in gut bezahlbarem 1.6L Hubraum. Der 1.6er im Golf VI ist eine der besten Möglichkeiten solide, gute, alte Technik in neuem Gewand zu haben. Keine Verkokungen durch Direkteinspritzung. Nur der Zahnriemen, der sollte auch wenn laut VW keinen Wechsel vorschreibt (bzw. nur Sichtprüfung ab 90t km alle 30t km) mal getauscht werden. Würde ich zu mindestens mal anraten, sonst ist es wie es bei einem Gummi so ist, ist er erst mal gerissen, bist du der Gearschte.

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