Erster Geschäftswagen, habe die Qual der Wahl
Nach meinem Audi A4 und (kurzfristig) Golf 7 Gti habe ich nun einen neuen Vertrag bekommen, der unteranderem einen Geschäftswagen beeinhaltet.
Glücklicherweise haben wir keine Veträge mit irgendwelchen Automarken, oder Autohäusern und ich hab wenige Einschränkungen.
Um meinen Chef zu zitieren:
"Keine laute Prollkrarre, Diesel und blauer Lack. Denk dran, dass du viel damit fährst"
Oder wie ich es zusammenfassen würde:
- Budget bis 50.000€, die dürfen gerne ausgefüllt werden, aber keinen Cent mehr
- Kombi
- Diesel mit Euro 6
- über150PS
- Navi, oder zumindest Android Auto
- Leise und auf langen Fahren bequem
- generell gute Smartphone Integration
- Addaptive LED Scheinwerfer
- Neuwagen (gebraucht ist leider keine Option)
Jetzt hab ich bis zum Vertragsbeginn noch ein bisschen Zeit, muss mir den Wagen aber zeitnah aussuchen, damit er bis zum 01.01.19 fertig ist.
Meine Favoriten sind bis jetzt folgende:
Ford Mondeo Titanium (und einen großen Haken bei fast allen Ausstattungen) mit 180 PS 2.0l Diesel
Opel Insignia Sports Tourer Ultimate Exclusive mit 170 PS 2.0l Diesel
Bei den Deutschen Autos bin ich mit dem Budget und meinen Ausstattungsvorstellungen nicht ganz grün geworden.
Opel und Ford hatte ich bereits als Astra und Fokus als Leihwagen und fand beide echt gut.
Was sagt ihr dazu? Habt ihr noch andere Ideen? Welche Ausstattungen dürfen nicht fehlen?
28 Antworten
Ich weiß nicht in welchem Geschäftsbereich du unterwegs bist, aber der Opel Insignia ist sicher eine gute Wahl.
Er bietet dir den gewünschten Komfort für die Langstrecke, erfüllt die neuste Abgasnorm und bietet dir sehr viel Sicherheit.
Der Komfort ist wesentlich, denn nur wenn du entspannt ankommst, kannst du deine Energie für die Verhandlungen/Beratung beim Kunden einsetzten. Somit sind auch die AGR Sitze von Opel die Erste Wahl.
Nicht unerheblich ist der Eindruck den ein Fahrzeug beim Kunden hinterlässt. Auch in dem Fall bist du sicher gut beraten nicht unbedingt einen Kompaktwagen, keine Prollkarre, aber auch kein Fahrzeug zu wählen was zu groß wirkt. Alles was den Kunden irritiert, macht dir das Leben im Vertrieb schwer.
Für den Vertrieb in Deutschland würde ich den VW Passat und den Opel Insignia auswählen. Eine Alternative wäre noch der Opel Grandland X, welcher eine wirklich gute Figur macht.
Audi A4 oder Mercedes C Klasse bieten nicht den Platz, aber auch nicht den Komfort, da beide Hersteller die Modelle immer mehr in Richtung sportliche Optik entwickelt haben. Du erweckst damit leicht den Eindruck des Jung / Dynamisch / Erfolg...... Typen. 🙂
Der Ford Mondeo hat leider nicht den besten Ruf bezügl. Verarbeitung und Technik, auch die Sitze sind nicht so gut wie im Opel Insignia.
Wenn du im Unternehmen relativ neu bist, tue dir den Gefallen und spreche die Auswahl und Konfiguration noch mit deinem Chef durch. Er wird dir sagen ob die Auswahl zum Erscheinungsbild des Unternehmens passt, oder ob es etwas gibt an dem er sich stören würde.
Gruß, Ceri
Zitat:
@Gartenschere schrieb am 10. Juni 2018 um 21:44:02 Uhr:
Golf 7 Gti
Sowas zum Beispiel 😁
Bei der ST-Line gibts kein Premium Leder. Und das soll sein Geld scheinbar echt wert sein
Ich werfe dann mal den Allrounder Passat in den Raum. Für 50k dürften da ein paar Kreuze möglich sein.
Also wir haben den Mondeo in deiner Ausstattung 2 Jahre und knapp 120.000km gehabt, unser war allerdings ein Fronttriebler
Komfortabel ist er definitv, die Automatik tut (zumindest am Anfang) auch wie sie soll, das mittlerweile neue Navi ist ziemlich gut benutzbar, Sitzheizung ist sehr gut, der adaptive Tempomat funktioniert auch ziemlich gut.
Sachen, die weniger toll waren: Ungemütlich Rücksitze, für 180PS doch ziemlich zurückhaltende Leistungsentfaltung, insgesamt ziemlich leistungsarm und verbrauchsstark, durch abgedunkelte Heckscheiben praktisch 0 Sicht nach aussen, Keyless Go war doch schon eher nervig, elektrische Heckklappe hatte mehr Fehlfunktionen als einem lieb sein kann. Unserer war allerdings ein sehr früher Kombi, vielleicht ist ein Teil der negativen Sachen ja mittlerweile abgestellt.
Wenn ich den Wagen nochmals konfigurieren würde, würde ich gucken, ob nicht auch der größere Diesel wählbar ist und die dunklen Heckscheiben weglassen, ansonsten fürs Leasing eine gute Wahl.
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Beim Mondeo würde ich bei diesem Budget immer einen Vignale nehmen. Gibt es nur leider nicht in blau (folieren?)
Danke für die beiden Mondeo Tipps, das getönte Glas hätte ich sofort ausgewählt. Aber vielleicht ist es jetzt besser geworden.
Ich hab morgen spontan beim Madza Händler hier einen Probefahrttermin bekommen, mal schauen wie der sich so schlägt. Opel am Freitag und bei Ford soll ich einfach vorbeikommen.
Zum Thema Geschäftsbereicht, in meiner neuen Position bin ich quasi Ausendienst für IT Beratung Support und Installation.
Deswegen bin ich auch auf der Suche nach einem eher unauffälligen Auto. Audi und Mercedes passen nicht ins Budget, der VW Passat mit kleiner Motorisierung schon eher, aber da sind mir die anderen drei doch sympatischer.
Das Thema deutsches Unternehmen, deutsches Auto hab ich noch garnicht in Betracht gezogen. Das spricht auf jeden Fall für den Opel.
Im Unternehmen bin ich zwar schon ein paar Tage, aber trotzdem spreche ich natürlich alles mit meinen Vorgesetzen ab.
Die fahren übrigens die unterschiedlichesten Autos. Wenn unser Privatkundendienst mal aus dem Haus muss, macht er das auch mit seinem i30N und niemand beschwert sich
;9
Ich denke, dass der Opel wohl das Sinnvollste sein wird, aber den anderen beiden bin ich auch nicht abgeneigt. Die ganze Rewe Gruppe fährt zum Beispiel Focus, Madza sieht man seltener.
Die Probefahrten und Lieferzeiten werden entscheiden
Vorteil Insignia : mit AGR-Sitzen erhältlich,
Ist ein SUV auch interessant?
Der 3008 ist genauso sparsam wie die Kombis und er hat auch AGR-Sitze, dazu gegenüber dem Insignia mit Alcantara und sogar mit Massagefunktion.
Fahrwerk dürfte etwas straffer als beim Monndeo oder Insignia sein. Gerade der Insignia soll sehr gut sein.
Preislich leigt er auch mit Vollausstattung deutlich unter 50000 € im Listenpreis.
Hier z.B. einer mit voller Hütte:
https://www.siebelhoff.de/bestandsmodelle/details/fahrzeug/11530
Vorteil ist, wie ich finde, das frischere Interieur mit digitalem Cockpit und die kompakteren Abmessungen (ein Insignia würde bei mir nicht in die Garage passen). Größter Nachteil : Lieferzeiten.
Zitat:
@ricco68 schrieb am 11. Juni 2018 um 16:13:55 Uhr:
Ist ein SUV auch interessant?
Nein, sorry.
Muss leider ein Kombi sein - Vorgabe und Wunsch
50 "Liste" oder 50 "echt" beim Preis? Wenn "echt" dann würde ich nochmal bei VW und Konsorten gucken, die hauen aktuell für Firmenkunden erhebliche Rabatte raus - würde auch deinen Chef freuen.
Bei der Fahrleistung (bin selber Außendiensteler mit ~40tkm pro Jahr) zählt im Dienst Komfort. So fallen z.B. bei mir Ausstattungslinien raus die die "schicken" großen Felgen dabei haben. Sieht zwar schön aus - nervt aber irgendwann.
Hatte ich leider erst bei einem Leihwagen, mein nächster wird definitiv mit Stauassistent werden.
Leder ist nicht so meins, Geschmackssache. Wie Sitze generell. Da kann man leider nichts empfehlen, da hilft nur probesitzen. Vom 1,50m Frauchen bis zum 2m 120kg Kerl wird niemals ein Sitz allen gleich gut passen. Merkt man teils schon in der Ausstellungshalle ob man Sitzposition, Lenkrad etc. für sich perfekt einstellen kann oder nicht.
Der Seat Leon ist ein schickes Auto, aber eher sportlich angehaucht. Bei 50tkm würde ich im VW-Konzern je nach Platzbedarf eher nach Passat oder Superb gucken. Der Superb gerade mit DCC (adaptives Fahrwerk) ist auch schon ganz nett.
Man ändert sich aber auch mit der Zeit. Vor 10 Jahren hätte mir auch noch ein schickeres sportliches Auto gefallen, heute mit Ü40 gucke ich beim Firmenwagen doch hauptsächlich nach praktisch, ausreichend Platz und möglichst viel Komfort. Man verbringt halt viel Zeit im Auto, da ist das individuelle Wohfühlen eins der Hauptargumente.
Und Du solltest den zu versteuernden Geldwerten Vorteil nicht unterschätzen - lass Dir den mal berechnen, eventuell wird der Wagen dann automatisch etwas kleiner und einfacher als 50000€. Vor allem wenn Du vielleicht etwas Wegstrecke von zu Hause zur Arbeit hast. Und der wird immer vom Listenpreis inkl aller Ausstattungen berechnet, Rabatt ist dabei völlig egal.
Mein Tip ist der Skoda Superb: sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und ideal für lange Strecken - alternativ der Octavia wenn es etwas kompakter sein darf
50.000 Listenpreis! Für Rabatte und alles was damit zu tun hat, haben wir ne Art Fuhrpark Sachbearbeiter.
Ich muss mich nur an die 50.000 Liste halten, das wars. War bei den anderen auch so, nur hatten die teilweise ein anderes Budget.
Der Superb wird leider zu teuer und beim Oktavia ist zur Zeit nur das 2018er Modell konfigurierbar, das 2019er aber erst ab Februar/März auslieferbar.
Mit großen Felgen hatte ich bin jetzt auch keine Probleme. Auf meinem Golf sind 19"er drauf und ich fahr damit auch um die 3.000 Kilometer im Monat. Klar ist 17" etwas bequemer, aber naja einen Tod muss man sterben 😁
Die Farbe ist übriegens doch egel, in den nächsten Jahren sollen alle Fahrzeuge foliert werden, damit sie einheitlicher aussehen
Also ich war heute morgen bei Madza und auch bei Ford.
Bei Madza hatten sie quasi genau das Auto da, wie ich es konfiguriert hatte, sprich das Sportline Plus Paket, leider als Benziener, aber das wird schon passen.
Sieht in wirklich schick aus, aber ich find ihn doch etwas unübersichtlich, hat aber gut angezogen, war bequem, Soundanlage war gut und es war sehr leise. Gut, Diesel wird wohl lauter sein, aber das passt schon. Verarbeitung hat einen hochwertigen Eindruck gemacht.
Bei Ford konnte ich leider keine Probefahrt machen, aber ich konnte mir das Auto anschauen und mich reinsetzen.
Leider hatte es nicht viel mit meiner Konfiguration zu tuen, aber ein paar Grundlegende Sachen konnte ich schon sehen. DIe Stoffsitze sind soweit okay und das Auto ist deutlich übersichtlicher, zumindest im Stand. Die Verarbeitung war nicht besser wie im Focus, also okay, aber das wars halt auch schon.
Ich bin nächste Woche nochmal bei Ford, da stellen Sie mir den Titanium mit Premium Leder hin. Mal schauen, wie der sich macht.
Auf Opel bin ich echt gespannt
Bei 50k kannst Du auch nach einem Passat schauen. Ich bin vor zwei Jahren auch als Firmenwagen von einem Insignia zu einem Passat gewechselt und das ist tatsächlich nochmal eine Klasse besser.
Vom Insignia kann ich gerade mit Automatik und Allrad nur abraten. Das Teil war bei uns so oft in der Werkstatt, dass ich inzwischen alle anderen Modelle von Opel kenne, weil ich immer Leihwagen hatte. Wenn er mal fährt, dann ist es wirklich ein schönes Auto, aber wann macht er das mal. Der Allrad hat wohl die ganze Lebenszeit nie richtig funktioniert. Da haben auch die drei Hinterachsen, die er Wagen in seinem kurzen Leben hatte, nichts geholfen. Ich habe ihn vier Jahre gefahren und dann war er noch 18 Monate Poolfahrzeug. Weil dann aber die Werkstattaufenthalte wirklich zu viel wurden und Opel die vierte Hinterachse nicht mehr bezahlen wollte, ist er dann noch für 5000 Euro in Zahlung genommen worden. Für ein Auto mit 250PS, Automatik, Allrad und mehr oder weniger Vollausstattung und einem Listenpreis von 52000,- finde ich das nach 5,5 Jahren schon nicht so toll. Falls Verbrauch für Dich ein Thema ist, dann würde ich ihn auch nicht nehmen. Der Wagen ist kaum unter 12 bis 13 Liter zu fahren. Wenn man mal schnell fahren will, dann ist auch eine 2 vorne kein Problem. Das war aber auch ein Benziner.
Da würde ich erst noch ein paar Erfahrungsberichte einholen, bevor ich mich für einen Insignia entscheiden würde.